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Diskriminierung III:
‚Debatte um früheres
Kinderkriegen‘

Heute habe ich einen ganz fürchterlichen Artikel in der TAZ gelesen: „Debatte um früheres Kinderkriegen – Ähhhh lieber doch nicht“.

In diesem Artikel schafft es Julia Niemann in mir mal wieder eine regelrechte Wut zu entfachen, weil ich diese laufenden Diskriminierungen durch Frauen nicht mehr ertragen kann.

Ich habe mal versucht, ihn nochmal langsam durchzughen… *Schüttel*

„Früh Kinder kriegen – Frauen sollen mal wieder die Welt retten. Dabei sind nicht sie das Problem, sondern der Mann. Der benimmt sich häufig wie ein weiteres Kind.“

Nun ja, dieser Einstieg zeigt doch schon, wo es lang gehen wird: Immer schön den Weg der Vorurteile und Rollenklischees entlang.
Bitte? Frauen wollen den Rollenklischees entfliehen? Ach so? Warum trampeln sie diese dann noch so breit?

Sie schildert dann die ganz normalen Probleme Alleinerziehender, rutscht aber dann in ihr Rollendenken wieder ab. Alleinerziehende sind ja grundsätzlich Frauen. Ich mache das mit dem Alleinerziehen ja schließlich auch nur als Hobby. 😛
(Ja, ich habe mich mal erdreistet ein Kind zu zeugen, weil mir die Mutter sagte, sie sei sterilisiert… Jetzt ist er bei mir und ich bin glücklicher als je zuvor.)

„Die Unternehmenskultur muss sich endlich ändern – diesen Spruch kennen wir seit Jahren, aber seit Jahren passiert nichts. Was sich vor allem ändern muss, ist die Idee, das alles sei ein Frauenproblem.“

Es ist ja nett, dass der guten Dame einige massive Probleme auffallen. Leider stellt sie sich nur selbst auf die Seite derer, die ein „Frauenproblem“ daraus machen. Es ärgert mich immer wieder, dass ausschließlich von „alleinerziehenden Frauen“ anstatt von „Alleinerziehenden“ gesprochen wird.

„Lange Elternzeit, Karriereknick, Kinderlosigkeit – Frauen baden diese Probleme zwar aus, verursacht haben sie sie meistens nicht.“

Ja, verursacht hat sie nur der Mann, der wahrscheinlich unbeschnitten in die arme Frau eingedrungen ist, um ihr ein Kind aufzuzwingen. (Unbeschnitten, damit Frau Schwarzer nochmal den Zeigefinger wegen Gebärmutterhalskrebs erheben kann.) Das ist Gedankengut von vorgestern. Viele Männer, die ich kenne, denken da mittlerweile moderner…

„Nur jeder fünfte Vater beantragt Elterngeld, kaum einer bleibt länger als zwei Monate zu Hause. Und wenn, dann schreiben sie darüber gleich ein Väter-Wickelbuch, während die Schwiegermutter babysittet. „

Schon einmal darüber nachgedacht, dass der Vater auch mal als Vater und nicht nur als Erzeuger und Ernähre anerkannt werden will? Sind es nicht gerade die Frauen, die von den Vätern ihrer Kinder, mit denen sie nicht mehr zusammen sind, als ERzeuger und ERnährer sprechen? Sind es nicht gerade die Frauen, die uns Männer dazu drängen, dass wir in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen werden wollen? Schon einmal darüber nachgedacht, dass Männer gesetzlich oftmals gar nicht die Chance bekommen, sich um ihre Kinder zu kümmern, weil Frauen ihre Kinder sehr oft als Waffe gegen den Mann eingesetzt werden.

Wenn ich mich als alleinerziehender Vater mit Müttern auf dem Spielplatz, mittlerweile auf dem Schulhof usw., unterhalte, schlägt mir immer eine Arroganz entgegen, die ihresgleichen sucht. Frauen denken immer, sie hätten das Erziehungsgen für sich gepachtet.

Wenn ich aber ehrlich bin, koche ich besser als die meisten Frauen, gehe besser mit Geld um als die meisten Frauen, denke ökologischer als die meisten Frauen, …
Kurzum: Ich bin bestimmt eine ebenso gute Mutter. 😀
Allerdings werde ich als Mann viel schlimmer diskriminiert als das je einer Frau in Deutschland passieren würde. Und jetzt ratet mal, wer mich am schlimmsten diskriminiert?

Richtig. Es sind die Frauen. Ich bin durch eine Jugendamtsfrau ganz übel beleidigt, bedroht und behördlich gegängelt worden, vom Allerfeinsten. Natürlich wurde sie bei einer Beschwerde meinerseits vollkommen durch den Vorgesetzten gedeckt, weil Frauen sowas ja nicht tun.

Eine Frau von der Nachmittagsbetreuung meines Sohnes hat dafür gesorgt, dass ich meinen Sohn an einem Tag nicht mehr wenigstens tlw. in die Nachmittagsbetreuung schicken konnte. Sie hat damit dafür gesorgt, dass ich einen Tag in der Woche schonmal nicht mehr arbeiten gehen konnte.

Sowas machen Frauen. Den Machtspielraum den sie haben, nutzen sie aus. Am liebsten anscheinend um sich an der Männerwelt für irgendwelche fiesen Taten zu rächen. Zumindest habe ICH diese Erfahrung gemacht.

„Denn wenn Männer sich schon ins finstere Hausfrauenreich vorgewagt haben, möchten sie für diese Großtat auch Anerkennung. Und wenn sich Frauen nun wünschen, dass es einfach normal ist, die Aufgaben zu Hause paritätisch aufzuteilen? Kein Lob statt dessen Gemecker, wenn mal was nicht so gut läuft. Da lassen es ihre Partner lieber gleich mit der Verantwortung.“

Immer wieder diese Verallgemeinerungen… Männer wollen Anerkennung, damit sie endlich nicht nur als der Erzeuger und Ernährer durchgehen. Ich wiederhole das gerne.
Ja, wenn man hier von „Hausfrauenreich“ spricht, spricht man ja wohl von einer Frau, die NICHT arbeiten geht. Da ist es logisch, dass der Mann ihr nach der Arbeit noch die Hälfte vom Haushalt abnimmt. Klar.

Aber es ist schon gut, dass ICH solche Probleme nicht habe. Ich weiß, dass ICH alles alleine machen MUSS. Ich weiß, dass ICH als Mann mit KEINERLEI Unterstützung von irgendeiner Seite rechnen kann. Die Hilfe ist nur alleinerziehenden Frauen vorbehalten.
Also sind das alles nicht meine Sorgen. Ich muss mir keine Sorge um Hilfe machen. Es gibt heute keine und morgen wird es auch keine geben.

Und warum? Weil alle immer auf diesen Rollenklischees herumhacken, die sie ja angeblich alle verurteilen.

Darf ich auch einmal feststellen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass gelebte Gleichberechtigung mit einer Frau immer nur zu einem geführt hat? Zur Gewalt durch die Frau.
Dank dieses Artikels wird mir wieder klar, dass Diskriminierung mittlerweile schon lange nicht mehr Männersache ist.
Frauen können das viel besser und schlimmer:
Sie werden auch noch von vielen angeblich „modernen“ Männern, die sich ja so toll gegen diese männnliche Diskriminierung zu Wort melden, unterstützt.

‚Wenn eine Frau gleichberechtigt leben will, soll sie gefälligst auch die Last der Verantwortung übernehmen. „Du willst Kinder, aber auch arbeiten? Na nur zu … ich mach derweil mein Ding.“‘

Also das ist jetzt rhetorisch mal unter aller Sau. Hier wird einem ganzen Geschlecht etwas in den Mund gelegt, dass den meisten meiner Geschlechtsgenossen niemals so herausrutschen würde. Hier scheint jemand etwas biestig zu sein.

Spätestens jetzt bekommt man das Kotzen, wenn man über die Superfrauen und nur blöd-daddelnden Männer lesen muss:
Daddelnde Väter
Frauen übernehmen immer häufiger die traditionellen Aufgaben der Männer. Sie gehen arbeiten und reparieren die Klospülung, während die Männer im Gegenzug sich nicht nur kein neues Aufgabenfeld erschließen, sondern regressiv mit der neuen Spielkonsole japanischer Produktion daddeln, die eigentlich den Kindern gehören sollte.“

So, jetzt reicht es mir mit dem Artikel. Er ist an Diskriminierung und ekliger Rhetorik gar nicht mehr zu überbieten.

Vielleicht ist die Autorin aber auch ganz nett. Sie dürfte auch arbeiten gehen, während ich mich um meinen Sohn kümmere. 😀

2 Gedanken zu „Diskriminierung III:
‚Debatte um früheres
Kinderkriegen‘

  1. Oh wei… Ich habe den Fehler gemacht, mir die Leserkommentare durchzulesen.

    So langsam frage ich mich, ob ich nicht in einer anderen Welt aufgewachsen bin, als diese ganzen komisch Tickenden Frauen…
    Mit Feminismus hat das alles nichts zu tun. Es ist Männerdiskriminierung.

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