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Anfrage an den SPD-Kandidaten
in Berlin-Pankow
*beantwortet*

Ich habe mich ja vor einiger Zeit der Aktion angeschlossen, seinen SPD-Kandidaten bezüglich des „Hamburger Programms“ der SPD zu befragen. Heute habe ich eine Antwort erhalten.

Hier noch einmal der Anfragetext:

„Nachdem ich einen Aufruf auf Genderama gelesen habe, habe ich folgende E-Mail an Klaus MindrupSPD-Kandidat für den Bezirk Pankow in Berlin – geschrieben:“

Sehr geehrter Herr Mindrup,

als unentschlossener Wähler und Bewohner Pankows habe ich eine – für mich – sehr wichtige Frage an Sie.

Ich wurde auf diesen speziellen Satz im „Hamburger Programm“ Ihrer Partei aufmerksam gemacht:
„Wenn wir gleiche Teilhabe für Frauen und Männer verwirklichen wollen, müssen wir alle Lebensbereiche umgestalten: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“

Als alleinerziehender Vater habe ich in den letzten Jahren nicht sehr viel von einer „männlichen Gesellschaft“ gespürt. Im Gegenteil: Ich habe auf tlw. sehr unangenehme Art und Weise sehr viel Diskriminierung anhand meines Geschlechts als alleinerziehender Vater zu spüren bekommen.
Bei Interesse könnte ich Ihnen meine Erlebnisse durchaus schildern.

Desweiteren gibt es mittlerweile sehr viele Benachteiligungen für Männer. Die Besetzung von Professorenstellen an unseren Universitäten ist z. B. ein sehr herausstechendes Merkmal dieser Benachteiligungen (anhand des Geschlechts!).

Die geringere Lebenserwartung von Männern ist ebenfalls ein schwerwiegendes Argument für die Benachteiligung von Männern. Daher nun endlich zu meiner Frage:

Wie verstehen Sie diesen Satz und wie gedenken Sie, diesen Satz umzusetzen? Funktioniert unsere Gesellschaft nicht gerade durch die Anwesenheit BEIDER Geschlechter?

Ich hoffe auf eine Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Die E-Mail-Adresse von Herrn Mindrup lautet: info@klaus-mindrup.de

Sehr geehrter Herr XXX,
vielen Dank für Ihre Frage! Im Grundgesetz heißt es seit 1949 „Männern und Frauen sind gleichberechtigt“, aber in der Wirklichkeit ist das noch lange
nicht erreicht, was auch daran liegt, dass über Jahrhunderte hinweg die Männer unsere Gesellschaft dominiert und vorrangig nach ihren Interessen
geprägt haben. So wurde etwa das Frauenwahlrecht erst 1918 eingeführt, übrigens von der SPD. Angesichts dieser Geschichte gibt es in manchen Lebensbereichen noch
gehörig Nachholbedarf in Sachen Gleichberechtigung. Es ist doch etwa erstaunlich, dass heute Männer und Frauen zwar in gleicher Zahl studieren, die Frauen sogar tendenziell die besseren Zeugnisse haben, aber in den Vorständen der deutschen DAX-Unternehmen 92,2 % Männer und in den Aufsichtsräten 87,1 % Männer sitzen.

Frauenquoten und die Bevorzugung von Frauen bei gleicher Eignung sind daher sicher keine Diskriminierung, sondern dienen dem Abbau einer jahrzehntelangen Schlechterstellung eines Geschlechts. Das sieht auch unser Grundgesetz so, denn dort heißt es: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Echte Gleichberechtigung und die Überwindung von altmodischen Geschlechterstereotypen sind aber keine Einbahnstraße. Sie müssen auch dazu führen, dass in manchen Bereichen Männer mehr Rechte als bisher bekommen. Zum Beispiel im Familienrecht, wo die Vätern, die nicht mit der Mutter ihres Kindes verheiratet sind, nicht zu kurz kommen dürfen.

Mit freundlichem Gruß
Klaus Mindrup

„So wurde etwa das Frauenwahlrecht erst 1918 eingeführt, übrigens von der SPD. Angesichts dieser Geschichte gibt es in manchen Lebensbereichen noch gehörig Nachholbedarf in Sachen Gleichberechtigung.“

Ich sehe nicht, wo Frauen weniger Rechte als Männer haben. Gesetzlich sind Frauen schon lange gleichberechtigt, wenn nicht sogar überberechtigt. (Siehe Familienrecht)
Die SPD hat anscheinend keineswegs das Wahlrecht für Frauen alleine eingeführt. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, ich bin kein Historiker. Vorbilder für das Wahlrecht für Frauen gab es bereits durch Finnland. (1906)

„Es ist doch etwa erstaunlich, dass heute Männer und Frauen zwar in gleicher Zahl studieren, die Frauen sogar tendenziell die besseren Zeugnisse haben, aber in den Vorständen der deutschen DAX-Unternehmen 92,2 % Männer und in den Aufsichtsräten 87,1 % Männer sitzen.“

Diese Meinung kann nur als Argument durchgehen, wenn berufliche Zweige in gleicher Anzahl durch Frauen und Männer besetzt sind. Dies ist aber keineswegs so. Während Frauen mehr soziale Berufe als Männer ergreifen, Studieren Männer mehr technische Berufe. Was natürlich zu einer verstärkten Besetzung der einzelnen Berufsfelder durch die jeweiligen Geschlechter führt.

Erstaunlich ist es, dass es in der Wahrnehmung von Frauen und Politikern immer nur um die gutbezahlten Toppositionen geht. Über eine Quote bei der Müllabfuhr, auf dem Bau oder gar in Kindergärten und Grundschulen (für Männer) denkt niemand nach. Es geht einzig und allein um Macht. Wenige Frauen sollen 50 % der Stellen besetzen. (Kennen wir das nicht auch von den Grünen?)

Es hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun, wenn wenige Frauen aufgrund ihres Geschlechts bevorteilt werden sollen. Insgesamt befürchte ich, dass Herr Mindrup die Begriffe „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“ nicht zielführend differenziert.

Apropos „Gleichstellung“: Wie fair ist es eigentlich, dass die Position der Gleichstellungsbeauftragten lediglich mit Frauen besetzt wird? Wie gerecht ist es, dass es in dieser Position ausschließlich um die Interessen der Frau geht? Wie fair ist es, dass es zwar ein Ministerium für die Frau, aber keins für den Mann gibt?

Wenn Herr Mindrup mir zeigt, wo sich in der Gesellschaft ein Mangel an Gleichberechtigung für die Frau zu verstecken vermag, wäre mir schon sehr geholfen, damit ich die SPD als ernstzunehmende Wahlalternative sehen könnte.

‚Frauenquoten und die Bevorzugung von Frauen bei gleicher Eignung sind daher sicher keine Diskriminierung, sondern dienen dem Abbau einer jahrzehntelangen Schlechterstellung eines Geschlechts. Das sieht auch unser Grundgesetz so, denn dort heißt es: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Hier wird es ganz deutlich ausgedrückt:
Frauenquoten UND die Bevorzugung von Frauen bei gleicher Eignung„. Das nenne ich dann doppelte Bevorzugung von Frauen – einmal durch die Quote und einmal bei der Qualifizierung. Damit handelt es sich SICHER um eine Diskriminierung des Mannes.

Wenn man schon das Grundgesetzt zitiert, sollte man sich auch schon daran halten und eine Gleichberechtigung auch für Männer in Betracht  ziehen. Es kommt mir so vor – aber da bin ich bestimmt ganz alleine –  als ginge es immer nur um eine angebliche „Berechtigung der Frau“. Letztendlich geht es aber um eine Gleichstellung der Frau in gutdotierten Berufen. Es geht um ein hohes Einkommen durch weniger Leistung, ansonsten sind die „Erweiterungen“ vieler technischer Studiengänge durch den Genderforschungswahnsinn nicht zu erklären. Was hat Soziologie in einem technischen Studiengang (z. B. Informatik) zu suchen? Der einzige Sinn ist es doch, dass sich Frauen durch schönes Gerede in diesen Studiengängen etablieren können.

„Echte Gleichberechtigung und die Überwindung von altmodischen Geschlechterstereotypen sind aber keine Einbahnstraße. Sie müssen auch dazu führen, dass in manchen Bereichen Männer mehr Rechte als bisher bekommen. Zum Beispiel im Familienrecht, wo die Vätern, die nicht mit der Mutter ihres Kindes verheiratet sind, nicht zu kurz kommen dürfen.“

Oh: Lese ich da etwas von Interessen des Mannes? Nun ja: „Überwindung von altmodischen Geschlechterstereotypen“ ist eine feministische Floskel für Menschen, die an das böse Patriarchat glauben. Immerhin ist eine gewisse Problematik für Männer ja schon einmal erkannt worden.
Es gibt allerdings noch viele weitere Baustellen bei den Rechten von Männern:
Gesundheitssystem, Behandlung durch das Jobcenter (Männer werden häufiger sanktioniert), Lebenserwartung Männer-Frauen, höheres Arbeitsunfallrisiko (es sterben nahezu ausschließlich Männer während ihrer beruflichen Tätigkeit – hier gibt es kein aber anscheinend Gender Dying Gap, wie beim Gehalt: das Gender Pay Gap.) usw. Vieles lässt sich nicht nur in meinem Blog hier nachlesen.
Herr Mindrup geht mit keiner Silbe auf die eigentlich Fragestellung meiner Anfrage ein.
“Wenn wir gleiche Teilhabe für Frauen und Männer verwirklichen wollen, müssen wir alle Lebensbereiche umgestalten: Wer die menschliche
Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.”
Wer diesen Satz einmal etwas ausführlich auseinandergenommen haben will, kann sich ja einmal „Wie die SPD unwählbar wurde“ ansehen. Auf derselben Webseite findet man außerdem den Artikel „Sind Männer Menschen? Fragen Sie Ihren SPD-Kandidaten!“ und den hervorragenden Artikel „Menschlichkeit zum halben Preis„.

Im Großen und Ganzen bin ich etwas enttäuscht von Herrn Mindrups Antwort, da er lediglich Standardfloskeln zum Besten gibt. Wenigstens hat er aber im zweiten Anlauf reagiert.


Edit:

Eine weitere Anfrage an einen Politiker findet man hier und  speziell hier.

Hans hat unten einen schönen Kommentar zum Thema „Wahlrecht für Frauen von der SPD eingeführt„. Es erscheint so, als sei die SPD damals bewusster mit Gleichberechtigung umgegangen als heute. 😉
„Im Jahre 1918 (1919?) wurde das allgemeine Wahlrecht für BEIDE Geschlechter eingeführt. Vorher galt, z.B. in Preußen, das Dreiklassenwahlrecht bzw. das Zensuswahlrecht und ein Mindestwahlalter von 25 Jahren was die MEHRHEIT der Männer massiv benachteiligt (und vor 1867 gab`s gar nichts zu wählen). Das von den unterschiedlichen Rechten der Männer auch deren Ehefrauen und Töchter unmittelbar betroffen waren und sind, wird in den entsprechenden Argumentationen faktisch immer unterschlagen. Die Gattin des Junkers hatte so viel mehr Rechte als die Frau des Landarbeiters (dessen Leben sich von ihrem NICHT unterschied). Eine sehr schöne Abbildung dieser Klassenunterschiede sind die Filme “Das weiße Band” oder “Der Untertan” die auch deutlich zeigen, dass Lebenswirklichkeit eben eher durch Besitz und/oder Herkunft, als durch das Geschlecht bestimmt wird.“

25 Gedanken zu „Anfrage an den SPD-Kandidaten
in Berlin-Pankow
*beantwortet*

  1. “Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”

    Vielleicht sollte jemand dem Genossen Klaus und der SPD mal den Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung erklären. Dieser feministische Wischiwaschi ist anscheinend immer noch tief in vielen Köpfen verankert.

    1. Ja, war mir auch aufgefallen:

      „Insgesamt befürchte ich, dass Herr Mindrup die Begriffe “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung” nicht zielführend differenziert.“

      Beide Begriffe werden immer absichtlich synonym verwendet. Die Gleichstellung der Frau – also die Bevorzugung der Frau – wird als Ziel der Gleichberechtigung verkauft. Wir haben eine Gleich- wenn nicht sogar eine Überberechtigung der Frau. 😉

  2. Traurig, traurig. Solche Geistesgrößen wollen also in den Bundestag. Wirklich verstanden hat er die Anfrage wohl nicht, oder vielleicht wollte er sie auch nicht verstehen. So oder so beledigt dieser für die Blockparteien typische Politikroboter die Intelligenz seiner potenziellen Wähler.

  3. Ich bin sicher, dass dieses hirarchische Geschlechterverständnis der SPD, das abgesehen davon, dass ich es für einen Mythos halte von der heutigen Realität längst überholt wurde, die SPD schon viele Stimmen gekostet hat. Nicht umsonst werden wir seit langem, obwohl Medien und Genderforschung ins gleiche Horn blasen wie die SPD, von einer CDU regiert, die stärker denn je im Sattel sitzt. Und ich glaube nicht, dass man dies bei der SPD wirklich merkt. Es ist gut, wenn sich Männer über die Geschlechterapartheit der SPD beschweren, aber der größere Teil der ehemaligen männlichen SPD-Wähler wird still und heimlich das politische Lager gewechselt haben oder nicht mehr zur Wahl gegangen sein, weil sie richtigerweise das gesellschaftliche Klima so deuten, dass männlichen Befindlichkeiten genau so wenig Empathie entgegengebracht wird wie eh und je.

  4. Der will in den Bundestag und singt deshalb das Lied, welches die Partei ihm vorgibt. Politiker jedweder Partei sind halt Opportunisten. Nur ganz wenige Ausnahmen sind integer und „unabhängig“ (und sterben auch noch vor ihrer Zeit- Max Stadler,Ottmar Schreiner).
    Doch das nur nebenbei.
    Wirklich ärgerlich ist die Geschichtsklitterung die betrieben wird, um mit dem Popanz der angeblichen und jahrhundertelangen Unterdrückung der Frau durch ein Patriarchat heutige offensichtliche Diskriminierung von Männern und, besonders perfide, JUNGEN zu rechtfertigen.
    Im Jahre 1918 wurde das allgemeine Wahlrecht für BEIDE Geschlechter eingeführt. Vorher galt, z.B. in Preußen, das Dreiklassenwahlrecht bzw. das Zensuswahlrecht und ein Mindestwahlalter von 25 Jahren was die MEHRHEIT der Männer massiv benachteiligt (und vor 1867 gab`s gar nichts zu wählen). Das von den unterschiedlichen Rechten der Männer auch deren Ehefrauen und Töchter unmittelbar betroffen waren und sind, wird in den entsprechenden Argumentationen faktisch immer unterschlagen. Die Gattin des Junkers hatte so viel mehr Rechte als die Frau des Landarbeiters (dessen Leben sich von ihrem NICHT unterschied). Eine sehr schöne Abbildung dieser Klassenunterschiede sind die Filme „Das weiße Band“ oder „Der Untertan“ die auch deutlich zeigen, dass Lebenswirklichkeit eher durch Besitz und/oder Herkunft, als durch das Geschlecht bestimmt wird.

  5. Der will in den Bundestag und singt deshalb das Lied, welches die Partei ihm vorgibt. Politiker jedweder Partei sind halt Opportunisten. Nur ganz wenige Ausnahmen sind integer und „unabhängig“ (und sterben auch noch vor ihrer Zeit- Max Stadler,Ottmar Schreiner).
    Doch das nur nebenbei.
    Wirklich ärgerlich ist die Geschichtsklitterung die betrieben wird, um mit dem Popanz der angeblichen und jahrhundertelangen Unterdrückung der Frau durch ein Patriarchat heutige offensichtliche Diskriminierung von Männern und, besonders perfide, JUNGEN zu rechtfertigen.

    Im Jahre 1918 wurde das allgemeine Wahlrecht für BEIDE Geschlechter eingeführt. Vorher galt, z.B. in Preußen, das Dreiklassenwahlrecht bzw. das Zensuswahlrecht und ein Mindestwahlalter von 25 Jahren was die MEHRHEIT der Männer massiv benachteiligt (und vor 1867 gab`s gar nichts zu wählen). Das von den unterschiedlichen Rechten der Männer auch deren Ehefrauen und Töchter unmittelbar betroffen waren und sind, wird in den entsprechenden Argumentationen faktisch immer unterschlagen. Die Gattin des Junkers hatte so viel mehr Rechte als die Frau des Landarbeiters (dessen Leben sich von ihrem NICHT unterschied). Eine sehr schöne Abbildung dieser Klassenunterschiede sind die Filme „Das weiße Band“ oder „Der Untertan“ die auch deutlich zeigen, dass Lebenswirklichkeit eben eher durch Besitz und/oder Herkunft, als durch das Geschlecht bestimmt wird.

    1. Ich hatte ja schon festgestellt, dass ich kein Historiker bin. Habe Deine Aussagen bezüglich des Wahlrechts grob überprüft und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich diese zumindest fett formatieren werde.

  6. „Es ist doch etwa erstaunlich, dass heute Männer und Frauen zwar in gleicher Zahl studieren, die Frauen sogar tendenziell die besseren Zeugnisse haben, aber in den Vorständen der deutschen DAX-Unternehmen 92,2 % Männer und in den Aufsichtsräten 87,1 % Männer sitzen.“

    Es ist keine Kunst, als Frau zu studieren, wenn Daddy dem Töchterchen die Miete zahlt, während der Sohn dafür arbeiten soll, der „faule Lump“.

    Es ist keine Kunst, als Frau zu studieren, wenn der berufstätige Partner alle Lebenshaltungskosten deckt, so dass Unterhalt und Bafög als verplemperbares und versaufbares Taschengeld anfallen.

    Es ist keine Kunst, als Frau zu studieren, wenn Frauen bei der Studienplatzvergabe und bei Tests zur Eignung bevorzugt werden.

    Es ist keine Kunst, als Frau zu studieren, wenn man sich vorrangig in seichten Fächern der Gender-„Forschung“ oder Geistes- und Sozialwissenschaften einschreibt anstatt in Informatik, Maschinenbau oder Bauingenieurwesen.

    Es ist keine Kunst, als Frau zu studieren, wenn frau beispielsweise über so „wichtige“ Themen wie „Designermösen“ promovieren kann.

    Es ist keine Kunst, in Gender Studies, Sozialpädagogik, Gruppenhäkeln oder Sextoys bauen als Frau bessere Noten zu haben als männliche Informatikstudenten bspw. in Mathematik.

    Tragen wir die SPD zu Grabe, sie erfüllt seit der Agenda 2010 eh ihre eherne Funktion nicht mehr. Ein unbeholfenes Kasperletheater aus CDU- und
    FDP-Positionen mit ein bisschen sozialer Garnitur, die umgehend nach der Wahl dem eiskalten Wind des Neoliberalismus weicht, braucht – geschlechtsunabhängig – kein Mensch.

  7. Wie schön, dass Sie die Antwort von Herrn Mindrup hier veröffentlicht haben. So wird es auch noch viel später nachvollziehbar sein, welche dummen Argumente gewisse Leute anzuführen bereit waren. Mir gefällt auch aus diesem Grunde die Webseite abgeordnetenwatch.de auf der man öffentlich seine Fragen stellen kann und die Antworten dort auch öffentlich einsehbar sind, sofern es denn eine gab.

  8. Hallo,

    ich hoffe das Sie auf die Antwort des Herrn Mindrup noch mal nachfragen. Der SPD-Mensch hat ja lediglich vorformulierte Sprechblasen abgesondert, inhaltlich zu Ihrem Schreiben aber überhaupt nichts gesagt.

    Viele Grüße

    1. Da bin ich etwas hin- und hergerissen, da ich nicht viel Weiteres von ihm erwarte. Er hat ja auch erst auf die zweite Anfrage reagiert. Aufgrund der geäußerten Floskeln erwarte ich nicht wirklich viel.

      Muss ich noch weiter drüber nachsinnen. 🙂

      Viele Grüße zurück!

  9. Die Antwort von Herrn Minderup ist inhaltlich nicht schlüssig. Er schreibt, man müsse Frauen nun bewusst bevorzugen, um die jahrelange „Ungleichbehandlung“ auszugleichen. D. h. wenn ich mich zusammen mit einer Frau auf eine Stelle bewerbe, wir gleich qualifiziert sind, dann soll grundsätzlich die Frau die Stelle bekommen. Das ist deshalb diskriminierend, da ich von dieser „jahrzehntelangen Benachteiligung der Frau“ in keinster Weise profitiert habe, dafür aber jetzt bluten soll. Würde man seine Begründung auf die Rechte der Väter übertragen, dann müsste man diese nun nicht mehr nur gleich behandeln im Vgl. zu Frauen, sondern auch hier ebenfalls bewusst bevorzugen, also Frauen diskriminieren. Ich kann aber nicht erkennen, dass genau das passiert.

    Und diese Begründung mit den DAX-Vorständen kann ich wirklich nicht mehr hören. Wenn eine Frau so tolle Noten hat wie ein Mann, dann sind die keinen Pfifferling wert, wenn sie die sonstigen Voraussetzungen, die man braucht, um nach oben zu kommen, leider nicht mitbringt. D. h. Ellenbogenmentalität, Konkurrenzdenken und eine große Klappe. Nur weil eine weibliche Leichtathletin so hart trainiert wie ein Mann bedeutet das nicht, dass sie auch so schnell laufen, so weit springen oder werfen wird, weil ihr einfach die physiologischen Anlagen dazu fehlen. So sieht es auch mit den DAX-Vorständen aus, wenn eben Eigenschaften fehlen, die dafür notwendig sind.

    1. Ich möchte mich jetzt nicht so äußern, dass man mir Sexismus vorwerfen kann, aber ich finde schon, dass sich Frauen in diversen Sparten noch an Männern messen lassen müssen. Literatur, Musik, Kochen – um mal welche zu nennen, wo es NICHT auf Körperlichkeit ankommt.

      Im Fußball sind die Unterschiede zum Beispiel ganz deutlich. Ich finde Frauen wollen nur noch Dinge geschenkt bekommen. Die Drecksarbeit – also körperlich schwere Arbeit mit hohem Unfallrisiko – sollen aber nach wie vor die Männer machen. Irgendwoher müssen die Jahre ja kommen, die der Mann kürzer lebt.

      Ich befürchte, Herr Mindrup ist dem feministischen Gesülze seiner Partei aufgesessen und fühlt sich jetzt wie ein ganz toller gerechter Mensch. Leider vergisst er dabei sein eigenes Geschlecht.

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