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Gesammeltes aus den Kommentaren:
Gender Pay Gap, fiese Zicken

Hier ein paar Dinge aus den Kommentaren, die ich dort nicht so einfach untergehen lassen wollte:

Es sind also „Gastbeiträge“. Manche Dinge sind halt zu schade, als dass man sie in den Kommentaren verschimmeln lassen sollte. 😉 Ich hoffe, ich habe das Einverständnis der Kommentatoren.

Ich weiß, es ist nicht viel Gesammeltes, falls aber jemand wichtige Dinge aus den Kommentaren hier vermisst: Ich bitte um Meldung. 😉


Zum Thema „Gender Pay Gap“:

JackBauer

Jeder denkende Mensch sollte darauf kommen, dass 23% absolut unrealistischer Bullshit ist. Wieso?

Wer verdient denn gut Geld? Fast ausschließlich auf Provision, also Rechtsanwälte, Versicherungsvertreter, Ärzte, Immobilienhändler. Bekommt eine Versicherungsvertreterin weniger Provision bei einer Lebensversicherung von 500.000€ als ein Versicherungsvertreter in der gleichen Versicherung? Nope! Bei Rechtsanwälten stehen die Gebühren im Gesetz, er hat zwar Handlungsspielraum, aber Streitwert X bedeutet Gebühren Y.
Also haben wir bei den Ǵutverdienern schonmal einen Unterschied von 0%.

Wenn man jetzt schätzt (ok, es stimmt nicht ganz, aber es geht um das Prinzip), dass die Hälfte der Bevölkerung in diesen Berufen arbeitet, dann müsste ja, damit im Durchschnitt (!) eine Differenz von 23% besteht, der Unterschied in den “restlichen Jobs” bei 46% liegen! Weil (46%+0%)/2=23% – Durchschnitt eben.
Klar müsste man die Rechnung anpassen, aber das Prinzip wird deutlich.

Gut, weiter gehts: Ich arbeite an der Uni, da gibt es feste Tarife, eine Studentin verdient genauso wie ein Student ohne Abschluss den Stundenlohn A, mit Bachelor den Stundenlohn B und mit Master den Stundenlohn C. Wo gibt es da Unterschiede? Dann kommt wieder ein dummes Gelaber von wegen “jaaaa, Frauen werden halt deutlich weniger befördert, damit verdienen sie zwar genauso viel wie ihre gleichgestellten Kollegen, aber eigentlich hätten sie ja befördert werden müssen und so viel wie ihr Vorgesetzter verdienen müssen”. Ehrlich jetzt?

Bis jetzt haben wir noch gar nicht vom Unterschied Vollzeit-Teilzeit angefangen. Das wurde da ja allen Ernstes nicht berücksichtigt und erklärt eigentlich alles ziemlich genau, denn wenn man nur den Durchschnitt des Verdienstes eines Mannes ausrechnet und mit dem Durchschnitt des Verdienstes einer Frau vergleicht, sollte man es zumindest auch mit der durchschnittlichen Arbeitsdauer in Relation setzen und nicht einfach so stehen lassen.

Das ganze Thema wird sehr propagandistisch angegangen. Vor einigen Wochen sah ich zufällig mal auf Pro7 die Nachrichten. Teaser: “Diese FRAU hat geklagt, sie bekam fast 40% weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen!!”. Ich dachte mir: WAS? Das muss ich sehen.

Und, oh Wunder, es wurden wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Sie Busfahrerin bei einer PRIVATEN Firma wurde verglichen mit Busfahrern bei den öffentlichen. Sie verdiente 8 oder 9€ die Stunde, die Busfahrer bei den öffentlichen 13€ irgendwas. Toll dachte ich mir, wie dreist ist so eine Verdrehung der Tatsachen und vor allem, was sagt es aus? Gibt es in dem privaten Betrieb keine angestellten Männer? Die bekommen wohl das gleiche wie die Frau bzw. nimmt man einen Mann aus dem privaten Betrieb und vergleicht ihn mit einer Busfahrerin im öffentlichen, dann würde der Mann ja extrem diskriminiert!!

Aber hey, der Irrsin geht weiter, irgendwo hatte ich gelesen (dem Sinn nach) “Frauen sind ja eher im Bereich X tätig, wohingegen in Bereich Y (glaube es ging um Chemielaboranten) fast ausschließlich Männer arbeiten; Durchschnittsverdienst in X ist niedriger als in Y, somit werden Frauen diskriminiert (obwohl Männer in X genauso verdienen wie Frauen in X), man muss also Frauenberufe X finanziell auf die Stufe von Männerberufen Y heben.” Genial. Also das Gehalt einer Kindergärtnerin auf das eines Informatikers anheben.

 


Zum Thema „Maskutrollismus“ – hier eher „feministische Zicken“:

 

 

 

emmakesselhut

Sowas ist einfach nur gruselig. Das hat einfach nichts mehr mit Unterhaltung zu tun. Aus dem Grund habe ich die Tage auch mal meine 60-80 Trolle von Twitter entfernt.

Es frug ein Mann eine Feministin nach dem Weg | Emma I. Kesselhut

 

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