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Gleichberechtigung:
zweite Vater-Kind-Kur wird beantragt

Da mich so ziemlich viel in den Wahnsinn treibt, beantrage ich nun eine Vater-Kind-Kur. Es wäre meine zweite Vater-Kind-Kur. Die erste haben wir – mein Sohn und ich – in Carolinensiel verbracht. War schön da. Nur die Jahreszeit war nicht so toll. Ohne Auto ist es auch nicht so ergiebig dort. Egal. Es war zumindest nett.

Da ich Blutsbruderschaft mit dem kleinen Wahnsinn geschlossen habe, ist eine Kur wohl äußerst angebracht.

Problematisch wird nun allergings meine Ernährung: Ich muss ja unbedingt vegan sein. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich überhaupt eine Kurklinik finde, die vegane Kost zubereitet. „Zubereiten können“ ist ja eigentlich kein Problem. Die Umstellung vom Intensiv-Fleischesser zum Vegetarier zum Veganer lief bei mir ja auch völlig unproblematisch. Eine vegane Küche hat nämlich gar nicht wirklich „besondere“ Ansprüche. Die Ansprüche werden es durch die Industrie kompliziert. Während es früher z. B. noch häufiger Schokolode – Zartbitter – ohne Milch gab, muss man die jetzt extrem suchen. Es werden ja sehr viele Produkte mittlerweile mit Milch „aufgepeppt“.

Sojamilch ist aber mittlerweile soweit, dass es ein guter „Ersatz“ für Milch ist. Da immer mehr Menschen eine Laktoseintoleranz bei sich bemerken, müsste sich dieses Produkt eigentlich so langsam durchsetzen. Die Milchindustrie hat den Ruf der Milch aber soweit vorangetrieben und verfälscht, dass diese Leute lieber laktosefreie Milch konsumieren. Die kommt für mich aber auch nicht in Frage.

Wie dem auch sei, wenn man Milch durch ein Sojaprodukt ersetzt, auf Fleisch, Eier und Honig verzichtet, ist man doch fast schon da. Das dürfte doch eigentlich kein Problem sein. Wenn man aber bedenkt, dass an einem Ausbildungsberuf zum vegetarischen Koch gearbeitet wird, scheint es doch noch etwas wirklich Besonderes zu sein.

Vielleicht bin ich Zuhause ja unkomplizierter als der Rest. Kann sein. Klar muss ich schon beim Einkauf auf meinen Veganismus achten, aber ich koche mittlerweile nach normalen Rezepten, die ich einfach umwandle. Vegane Mayonnaise ist z. B. einfacher gemacht als „richtige“ Mayonnaise. Also ist ein Nudelsalat direkt schon einmal kein Problem usw.

Da ich allerdings nun sehr strikt bin, was meine Ernährung anbelangt, muss ich eine Kurklinik finden, die zuverlässig vegan kochen kann.

Falls jemand Tipps hat. Immer her.

Edit:

Ach so… Zum Thema „Gleichberechtigung“… Die Vater-Kind-Kur läuft an vielen Stellen immer noch unter dem Label „Mutter-Kind-Kur“, sowas sollte man sich mal bei Frauen erlauben.Bei der letzten Kur war es auch so, dass Männer nicht ständig in Kur, sondern nur zu bestimmten Zeiten, gehen konnten. Frauen konnten ganzjährig, Männer nur gesammelt. Damals war die Begründung „Wir können Männer und Frauen nicht gleichzeitig Kuren lassen, weil die Frauen unter sich bleiben wollen.“ hm… Als ich dann aber in der Kur war, waren dann doch Frauen anwesend, die sich sehr wohl über Männer gefreut haben. Das hat zumindest eine gewisse Paarungshäufigkeit während der Kur gezeigt. Es scheint also Kurzeiten für paarungswillige und Kurzeiten für paarungsunwillige Frauen zu geben.
Männer werden nicht gefragt. Die werden zu geregelten Zeiten in die Kur verfrachtet. Dann fällt auch das Verteilen der Frauen leichter oder wie?

Aber gut: Das ist jetzt 4 oder 5 Jahre her. Mal sehen, wie es jetzt wird. Falls der Antrag durchgeht.

 

5 Gedanken zu „Gleichberechtigung:
zweite Vater-Kind-Kur wird beantragt

  1. Also ich war als Jugendlicher 2 oder 3 Mal wegen meines Asthmas damals auf Borkum in Kur. Die Klinik dort kam mit vegetarisch problemlos klar und auch vegan hatten die schon, wenn ich mich richtig erinnere. Hier ein Link: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Rheinland/de/Inhalt/2_Rente_Reha/02_Reha/04_reha_einrichtungen/01_klinikkette/01_nordseeklinik_borkum.html

    Vielleicht ist das ja auch etwas für Dich? 😉 Sicherheitshalber würde ich aber wegen veganer Kost immer noch direkt die Klinik anklingeln, manchmal wissen die Leute nicht einmal, dass es zwischen vegetarisch und vegan einen Unterschied gibt, habe ich festgestellt 😀

    1. Danke. Ich habe einmal mehrfach in einer Klinik angefragt, ob die mit „vegan“ klar kommen. Habe aber nie eine Reaktion erhalten. Ich werde es mal dort versuchen. Danke!

      Ich möchte auch gerne ans Meer.

      1. Also mir hat das damals auch jenseits der Atemwege immer sehr gut getan. Zumal Borkum Hochseeklima hat, was positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann. Und auf einer Insel ist alles nahe beieinander, ein Fahrrad reicht da für die Mobilität vollkommen aus.

        Ansonsten fand ich von Urlauben her auch die anderen ostfriesischen Inseln recht gut, nur Norderney hat mir gar nicht gefallen und Juist habe ich dann nicht mehr innerhalb der Schulzeit geschafft.

        Also, viel Erfolg bei der Suche nach der Klinik und beim Antrag!

        PS: Das Thema „Paarungen“ in der Kur nennt man gemeinhin „Kurschatten“ 😉

        1. Ich habe ja eher sowas wie das „Junge-spann-mal-aus-und-werd-locker-alter-ey-Syndrom“. Ich brauche mal wieder „Erdung“.

          Man darf es nennen wie man will. Für mich haben sich die meisten halt sinnlos gepaart. 😀
          Da haben sich die Geschlechter bezüglich der Initiative auch überhaupt nichts getan. Aber halt! Frauen sind ja in allem viel lieber als der barbarische Mann!

          Die Frauen wurden alle fies vergewaltigt! Das prangere ich an!

          So geht es durch die Genderzensur! Ha!

          1. Dann lass aber in der Kur, so sie denn stattfindet, den Genderkram mal Genderkram sein und sieh zu, dass der Kopf zumindest temporär frei wird davon. Ich denke, das merkt fast jeder früher oder später, dass einen dieser bekloppte Kram irgendwann selbst bekloppt macht 😀

            PS: Sinnloses Paaren muss nicht schlecht sein und kann die Entspannung / Erholung verstärken. Ich habe damals aber lieber fotografiert als mich noch in der Kur mit Frauenkram zu belasten 😉

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