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Kurzes Gedankenspiel:
Statistik bei „häuslicher Gewalt“

Was mir gerade beim Kommentieren des Artikel „Was sie schon immer über häusliche Gewalt wissen wollten, obwohl sie zum Fragen zu blöd sind!“ aufgefallen ist – manchmal muss ich Dinge erst niederschreiben, bis sie dann meine Gehirnwindungen erklimmen:

Ich bin ja als mehrfaches Opfer häuslicher Gewalt durch Frauen mehrfach der Wohung verwiesen worden.

Diese eklatante ungerechte Falschbehandlung hat neben der Tatsache, dass man ein männliches Gewaltopfer mal eben obdachlos macht, noch weitere Folgen bezüglich der Statistik und damit für die Wahrnehmung von Gewalt. In meinem Fall wurde nämlich NIE eine Anzeige gegen die Täterin aufgenommen, mein Verweis aus der Wohnung wurde allerdings in die Statistik aufgenommen.

Ich nehme an, dieser Verweise wurde dann folgendermaßen aufgenommen:

Ein Mann wurde der Wohnung verwiesen. Grund: häusliche Gewalt.

So schafft man sich „frauenfreundliche“ und männerfeindliche Statistiken. Was zunächst „frauenfreundlich“ erscheint, ist es aber nicht. Darüber kann man sich ja einmal Gedanken machen, wenn sich ein Geschlecht überhaupt keine Gedanken über Gewalt als Täter machen muss, was das auf Dauer für eine Gesellschaft bedeutet. Wenn also einseitig ein Freifahrtschein für Gewalt ausgestellt wird.

Man kann sich auch einmal Gedanken darüber machen, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn ein Geschlecht ständig dämonisiert und kriminialisiert wird, das andere aber trotz allen Fehlverhaltens übermäßig geschützt wird.

Dieses Symbol hier bekommt einen ganz anderen Beigeschmack:

 

6 Gedanken zu „Kurzes Gedankenspiel:
Statistik bei „häuslicher Gewalt“

  1. Zum Thema häuslicher Gewalt habe ich zwei Erfahrungen gemacht:
    Einmal habe ich meiner Exfrau im Streit eine gescheuert – war also Täter. War dann auch das einzigste mal in 20 Jahren das mir so etwas passierte. Wenn man jetzt meiner Ex diese Umfrage nun vorgelegt, würde sie (vielleicht) auch ihr Häkchen bei [X] ‚habe häuslicher Gewalt erlebt‘ ankreuzten. Und somit die Statistik nach oben schrauben. Wohlgemerkt, bei einer Ohrfeige in 20 Jahren.

    Jahre später, bei einem Streit, wollte ich die Wohnung verlassen um eine Runde um den Block zu laufen um mich zu beruhigen. Da stellt sich meine Exfrau mit verschränkten Armen vor die Wohnungstür, um mich beim Verlassen der Wohnung zu hindern. Ich sagte meiner Frau im ruhigen Ton, dass ich nur einen Spaziergang machen möchte, um über den Streit nachzudenken. Sie blieb aber stehen – und ich konnte die Wohnung nicht verlassen – sie zur Seite zu ’schubsen‘ war keine Option für mich.

    Nach diesen EU-Bericht gilt das heute als häusliche Gewalt. Somit war also meine Exfrau die Täterin.

    Nur erscheint das ja in keiner Statistik, weil 42.000 Männer zu diesen Thema zu befragen hält man in der EU ja nicht für notwendig!

    Den schlimmsten Fall von häuslicher Gewalt den ich in meinem Umfeld kenne, war ein Arbeitskollege mit vernarbten Gesicht. Auf meiner Frage was denn mit ihm passiert ist, erzählte er mir das seine Exfreundin ihm das heiße Öl aus einer Bratpfanne ins Gesicht geschleudert hatte!

    So etwas erscheint ja auch in keiner Statistik.

    Gruß, Ralf

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