Morgendliche Gedanken um
Mordopfer, Gender & Co.

Da ich kaum noch Zeit habe, ordentliche Artikel zu schreiben, muss ich wohl meine morgendlichen Gedanken niederschreiben, wenn ich die Zeit dazu habe. Der Freitag eignet sich momentan in “meiner” NGO ganz gut, ist doch nichts los hier. Freitags bleiben die meisten Zuhause. Es werden wohl nur die Jungs und einige wenige Frauen genötigt anwesend zu sein. #Aufschrei! 😀

Heute morgen habe ich zunächst den interessanten Artikel der Offenen FlankeZahlenspiele um weibliche und männliche Mordopfer” gelesen. Dort geht es um einen Artikel von Spiegel Online, der es sich wieder nicht verkneifen kann, aus einem eklatanten Missstand für Männer eine Diskriminierung, Unterdrückung, Benachteiligung, ein Leid für Frauen zu machen.

Der Artikel “Weltweite Studie zu Tötungsdelikten: Acht von zehn Mordopfern sind Männer” sagt zwar zunächst in der Überschrift aus, dass Männer die weitaus höhere Zahl an Mordopfern stellen, konstruiert aber am Ende eine für Frauen gefährlichere Welt als sie es für Männer ist.  Wie man einen solchen Artikel derartig wandeln kann, wird wohl für immer ein Geheimnis des ehemaligen Nachrichtenmagazins bleiben. Gibt es doch zunächst Aussagen wie:

Die Auswertung zeigt, dass Männer deutlich häufiger umgebracht werden als Frauen. Rund 80 Prozent der insgesamt 437.000 Opfer von Mord und Totschlag waren männlich. Opfer aus bewaffneten Konflikten und Kriegen wurde nicht mitgezählt.

Tja, wer aber stellt wohl die größte Anzahl an Kriegsopfern? Lasst mich raten… Es sind die Männer. Würde man diese mitzählen, wäre die Mordopferrate um einiges höher. Für mich sind getötete Soldaten Mordopfer. Männer stellen also mehr als 80 % der Mordopfer. Es ist frech, daraus eine gefährlichere Welt für Frauen zu basteln.

Für Frauen ist ihr Zuhause ein gefährlicher Ort

Während männliche Mordopfer meistens von jemandem umgebracht werden, den sie nicht oder nicht so gut kennen, fallen Frauen meistens jemandem aus ihrem näheren Umfeld zum Opfer. Fast die Hälfte der Fälle, die von ihrem Lebenspartner oder einem Familienmitglied umgebracht wurden, waren Frauen.

Der Autor der Offenen Flanke hinterfragt hier zurecht, was es denn bedeutet, wenn gesagt wird, dass “fast die Hälfte” der Mordopfer im heimischen Umfeld Frauen waren. Da muss es es ja noch die anderen Opfer geben, die mehr als die Hälfte ausmacht. Diese Gruppe kann nur aus Männern und Kindern bestehen. Ein Kommentator der Offenen Flanke merkt an, dass 5 von 6 Kindern von Frauen getötet werden. Diese Zahl habe ich nicht nachgeprüft. Die Medien sind ja extrem auf den Mann als Täter fixiert, dass zumeist solche Tagen von Männern aufgebauscht werden.

Wo kommen wir auch hin, wenn es auf einmal heißt, dass die meisten Kinder im heimischen Umfeld von Frauen getötet werden? Das geht gar nicht! Die Frau ist doch mittlerweile die heilige Kuh der Medien! Wie kann es aber auch sein, dass der Spiegel aus männlichen Mordopfern, die mehr als 80 % stellen, eine gefährliche Umwelt für Frauen zu machen?

Ähnliches hatten wir aber schon bei den Stories um Frauen als Gewaltopfern kürzlich. Männer sind allgemein eher Opfer von Gewalt, Mord, Totschlag und – ja! – von Vergewaltigung.

Ach so… Wollte ja noch was über Gender schreiben, damit ich keinen neuen Artikel anfangen muss… 😀

Ich arbeite ja jetzt für eine NGO im Bereich Ernährung. Dort arbeiten ca. 85 % Frauen, vielleicht auch mehr. Ich könnte es jetzt anhand der Telefonliste herausfinden, habe aber gerade keine Lust. Frauen stellen hier auf meiner Arbeit ungefähr die gleiche Zahl wie Männer bei den Mordopfern. 😉 Was mir hier allerdings auffällt: Hier ist für mich zunächst nichts von einer Stutenbissigkeit zu spüren. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich als Mann hier irgendwie anders behandelt werde. Irgendwie ist der Umgang untereinander recht normal. Obwohl ich flache Hierarchien ja eher kritikwürdig empfinde. Flache Hierarchien werden einem hier ja vorgegaukelt.

Allein der Begriff flache Hierarchie ist schon bescheuert. Hat etwas von Negativwachstum.
Was ich an diesen flachen Hierarchien eher negativ empfinde, ist die Tatsache, dass man sich zunächst einmal in einer vertrauenswürdigen Umgebung wähnt und Dinge von sich Preis gibt, die man sonst nicht von sich Preis geben würde. Das kann schnell zum Bumerang werden.

Gender sollte allerdings das Thema sein. 😉 Ich habe ja vor dem Eintritt in das Unternehmen vermutet, dass es hier einen recht hohen Grad an “Genderverseuchung” gibt. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Die Webseite mit all ihren Artikeln wird nicht wie wild und unnötig gegendert und der interne Mailverkehr ebenfalls nicht. Der einzige, der ständig von “gender” (soziales Geschlecht) und nicht von “sex” (biologisches Geschlecht) spricht ist mein männlicher Vorgänger, der sich als Feminist bezeichnet. Er würde am liebsten alles gendern. Er gendert sogar die Doku, die er eigens für sich erstellt.

Ich habe daraufhin ein paar Frauen hier gefragt, wie sie denn zum generischen Maskulinum stehen. Die Antwort war einhellig: Es geht doch zunächst einmal darum, Information ordentlich zu vermitteln und dass die Sprache einen gewissen Fluss gewährleistet. Frauen seien doch mit gemeint. Hier geht der Genderwahn also eher von männlicher Seite aus. Mir scheint, dass so mancher Wahn die letzte Zeit eher vom Mann ausgeht. Ich sage ja schon länger, dass viele Männer einfach einmal “Bis hierhin und nicht weiter!” sagen müssten.

Ich kann also kein wirkliches Fazit ziehen. Ich muss auch erst noch einige Dinge abwarten. Ein wenig enttäuscht bin ich schon, dass es hier so friedlich und nett abgeht. Dass es hier keine offensichtlichen Geschlechterkonflikte gibt. Ich habe mich bisher immer als kontroversen Männerrechtler gesehen. Hier zieht man mir praktisch zunächst den Teppich unter den Füßen weg.

…und der mit dem Genderwahn ist zwar ansonsten nett, ist aber nach meiner Einarbeitung weg. Die Haken kommen bestimmt noch. Es ist nur beruhigend, dass dieser Genderwahn sich anscheinend wirklich nur auf eine bestimmte Elite bezieht. Diese Elite muss gestoppt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.