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Die Linke: ausgetreten – eine feministische Partei geht gar nicht.

cybergedeon_Al_music-hall_Mein Gastspiel in der Linken war nicht von wirklich langer Dauer. Ich bin im Oktober 2013 Mitglied geworden und nun bin ich wieder ausgetreten.

Ich habe den Fehler begangen und habe mich im Vorfeld meines Parteieintritts nicht wirklich über den Feminismus in der Partei kundig gemacht. Die ersten Warnzeichen –

  • ständiges Gendern
  • quotiertes, paritätisches Rederecht
  • eine Gleichstellungsbeauftragter, der mehr als 50 % der Besetzung von Ämtern durch Frauen in der Partei zu wenig war
  • ständige Sicht auf die Frau als Opfer –

habe ich „erfolgreich“ ausgeblendet.

Mein Erlebnis aber, als ich erwähnt habe, ich wolle mich für Männerrechte einsetzen, hat mir dann endgülitg den Anstoß gegeben, die Partei zu verlassen. Auch mein sehr nettes Treffen mit einem der Untergruppe Queer, der sehr vernünftig war, konnte mich im Endeffekt nun nicht mehr abhalten, die Partei zu verlassen. Ich kann in keiner feministischen Partei sein und diese noch finanziell mit meinen Mitgliederbeiträgen zu unterstützen.

Ich habe vorgestern zunächst die Mitgliederverwaltung über meinen Austritt informiert und gestern habe ich Mails mit folgendem Inhalt an meine zwei Basisorganisationen geschickt, in denen ich ursprünglich engagiert war:

Liebe Leute,

meinen Austritt aus der Partei habe ich schon vor einiger Zeit
beschlossen. Das war kurz nachdem ich den Fehler gemacht habe, dass
ich gesagt habe, ich wolle mich um Männerrechte kümmern. Für alles
gibt es in der Partei Arbeitsgemeinschaften: Nur für eine Sache nicht.

Ich muss es jetzt beim Namen nennen: Die Misandrie, die mir in diesem
Moment entgegengeschlagen ist, war für mich unerträglich. Ich bin
durch und durch Humanist und daher zählt mein eigenes Geschlecht nach
wie vor ebenfalls zur Gattung Mensch.

Ich möchte jetzt hier auch kein Plädoyer für Männerrechte halten. Es
würde zu nichts führen.

Ich habe mich dann anschließend genauer informiert, wie tief der
Feminismus in der Partei verwurzelt ist und ich habe festgestellt,
dass dies nicht meine Partei sein kann und darf. Feminismus ist weder
ein besserer Humanismus noch ein Teil des Humanismus; da es ständig
und allein um die Föderung eines Geschlechtes geht.

Bitte nehmt mich von den Verteilern. Ich habe es nach dem Vorfall in
der BO auch nicht mehr ausgehalten, wie sehr gegendert wird ohne dass
sich überhaupt einmal jemand mit dem generischen Maskulinum
beschäftigt hätte.

Grundsätzlich habe ich Euch alle aber sehr gemocht. Ich muss mir
allerdings nicht in meiner Partei vorschlagen lassen, dass ich doch in
einen Väterverein gehen solle, wenn ich politisch etwas verändern
wolle. Das ist absurd.

Wie gesagt: Grundsätzlich habe ich Euch alle sehr gemocht.

Viele Grüße

wolle

Ich bin dann stillschweigend vom ersten Verteiler genommen worden. Bei dem anderen Verteiler habe ich wenigstens noch eine Antwortmail bekommen, die allerdings überhaupt nicht auf meine Aussagen eingegangen ist.

Lieber Wolle,
ich habe dich wunschgemäß aus der XXXXXX-Liste ausgetragen.
Ich denke auch, dass du menschlich gut zu uns gepasst hast, aber 
politisch eben offensichtlich nicht.
Feminismus hat ja nichts zu tun mit Männerhass, sondern erkennt an, dass 
ungleiche Machtverhältnisse bestehen.
Mit dem einzelnen Mann hat das nichts zu tun.

Mit vielen Grüßen

Immerhin: Man hat mich wohl auch gemocht. Erschreckend aber ist hier vor allem:

Feminismus wird überhaupt nicht hinterfragt. Er wird praktisch als „gottgebener“ Wert gesehen.

"Feminismus hat ja nichts zu tun mit Männerhass, sondern erkennt an, dass 
ungleiche Machtverhältnisse bestehen.
Mit dem einzelnen Mann hat das nichts zu tun."

Ungleiche Machtverhältnisse – ich finde es zum einen immer sehr kritisch, wenn man bei den Geschlechtern von Machtverhältnissen spricht, da kommen wir aber wohl nicht mehr drumherum und zum anderen könnte und müsste man die Verteilung der Macht einmal hinterfragen. Gerade auch in der Linken, in der Wahllisten immer so besetzt sind, dass mind. 50 % mit Frauen besetzt ist und die Chance groß ist, dass immer eine Frau mehr gewählt wird als ein Mann, weil die Liste immer mit einer Frau beginnen muss. Da ist es dann auch egal, wie die Mitgliederzahl sich in die Geschlechter aufteilt.

Immerhin ist es nett, dass der einzelne Mann erst in der Gruppe Mann zum Ziel der feministischen Politik wird. Ich könnte jetzt bösartige Vergleiche ziehen. Das unterlasse ich jetzt aber.

Was mich aber jetzt ärgert: Ich habe zu viel geschrieben, um meinen Austritt zu erklären. Meine Aussagen wurden ja ignoriert. Eine Bereitschaft, überhaupt über den Feminismus in der Partei nachzudenken, scheint es nicht zu geben. Dass ich wegen meines Wunsches, mich für Männerrechte einzusetzen, angegriffen worden bin, wird nicht kritisch hinterfragt. Dementsprechend scheint es geduldet, wenn nicht gewünscht zu sein, Männerrechte auszuschließen.

Edit:
Ich bin auch nicht der Erste, der den Feminismus als unerträglich empfindet:
Dokumentiert: Austrittserklärung aus der Linkspartei in Hamburg

Meine Entscheidung war die Richtige.


 

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19 comments to Die Linke: ausgetreten – eine feministische Partei geht gar nicht.

  • Fx

    Ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil ich auch schon erwägt hatte, in die Linkspartei einzutreten. Ich hatte mal geglaubt, dort wäre der Radikalfeminismus nicht so weit verbreitet, wie bei den Grünen oder der SPD. Aber der Eindruck täuscht wahrscheinlich, es ist wohl nur so, dass man von der Linkspartei allgemein und damit auch von den feministischen Umtrieben weniger in den Medien hört.

    Es ist so schade, dass die meisten Linken den Feminismus überhaupt nicht reflektieren. Die verstehen nicht, dass der historische Kampf um Frauenrechte, wie z.B. das Wahlrecht, praktisch nichts mehr mit dem heutigen Radikalfeminismus und dessen Männerhass zu tun hat.

    Diese Differenzierung muss mehr in den Fokus gerückt werden!

    Radikalfeminismus ist kein Humanismus!

    • Wolf Jacobs pelz

      *seufz*
      Du sagst es.

      Der Feminismus wird gar nicht mehr groß in der Linken kommuniziert. Er wird nicht mehr hinterfragt.

      Das zeigt ja auch die Aussage, dass ich „poltitisch nicht passe“. Wer den Feminismus hinterfragt, passt politisch nicht.

      Die Linke wird sich genauso politisch zerlegen wie die Piraten sich zerlegt haben.

      Ich würde so gerne etwas eigenes, neues gründen…

  • Anual

    Was mich aber jetzt ärgert: Ich habe zu viel geschrieben, um meinen Austritt zu erklären.
    Ja, da ist das Austrittsschreiben bei der Piratenpartei deutlich kürzer gewesen. Hatte eher was von „Liebe PiratInnen, und Tschüß“.

    • Wolf Jacobs pelz

      Das war aber nicht meins.

      Ich hatte zwar einmal mit dem Gedanken gespielt, mich auf die Piraten einzulassen, habe aber von Anfang an gesehen, dass dort noch mehr Unterschiede zu meinen Einstellungen waren. 😉

  • Matthias

    Ich finde es jedenfalls gut, dass Du ausgetreten bist. Das sollten möglichst viele so machen und es genauso begründen, ganz gleich, ob sie bei der Linkspartei, SPD, Grünen, Union, FDP oder wo auch immer mitglied sind.

    Die Parteien müssen durch solche Austritte und auch durch Beschwerdebriefe, Petitionen usw. dazu gebracht werden, ihren geschlechterpolitischen Standpunkt zu überdenken.

    • Wolf Jacobs pelz

      Finde ich ja auch. Wenn man seine Unzufriedenheit nicht zeigt, denken die ja noch, der Staatsfeminismus hätte irgendeine Daseinsberechtigung.

      Ich bin auch nicht der erste der bei seinem Austritt bei den Linken Feminismus als Grund angibt. Reiche den Link gleich nach.

    • Das ist ein ziemlich langer Text. Wo ist denn da von Feminismus die Rede?

      Davon abgesehen halte ich von der Linken nicht viel, da sie wohl immer noch in weltfremden marxistischen Kategorien denkt. Ich sehe die Zukunft in einer weiteren sozialen und ökologischen Flankierung/Regulierung der an sich wünschenswerten Marktwirtschaft. Sie muß halt nur ernsthaft und global reguliert werden. Das läuft meiner Meinung nach als ganzheitlicher organischer Prozeß ab, der letztlich von allen Parteien getragen wird. Von den linken natürlich mehr. Außer die FDP vielleicht, aber selbst die entdeckt eben auch, daß man nicht alles mit dem Fetisch der Freiheit entschuldigen kann, und unterstützt nun mehr oder weniger den branchenspezifischen Mindestlohn.

      Das ist nur ein Beispiel dafür, wie sich die Dinge verschieben. Es ist eben ein langer Weg, der vor allem von der Angst der Völker und Regenten geprägt ist, nicht mehr „konkurrenzfähig“ zu sein.

      Irgendwann checken dann alle, daß es miteinander und mit hohen ethischen Standards sehr viel besser geht, als sich in dieser Leistungs- und Risikoökonomie aufzureiben und sinnvolles Potential zu verschenken.

      Im gegenwärtigen Lügensystem wird uns jedenfalls immer wieder weisgemacht, wie toll doch die Konkurrenz sei. Man verdrängt, wieviel durch dieses zwanghafte Konkurrieren alles zerstört wird. In diesem zwanghaften Wirtschaften werden alle möglichen Dinge auf die Gesellschaft abgewälzt, nur um vordergründig günstige Unternehmenszahlen vorweisen zu können.

      So, genug der ökonomischen Vorlesungen. 🙂

      • Wolf Jacobs pelz

        strg – f — „Feminismus“ eingeben. 😉 Irgendwo in der Mitte.

        Nein, die Linke denkt nicht in marxistischen Kategorien. Gysi hat es desöfteren schön erklärt. Sozialistisch ist das Zauberwort. 😉

        Deine Einstellung scheint auf den ersten Blick nicht weit von Gysi & Co. entfernt zu sein. Es gibt zwar einen kleinen Teil, der marxistisch ausgelegt ist, das ist aber nur eine kleine Splittergruppe.

  • Lol, Machtverhältnisse. Sieht man ja bei Scheidungen etc.

    Diese Dumpfbacken denken wirklich nur in sehr simplen und angepaßten Kategorien. Für mich ist das immer wieder peinlich, weil das Schöne am Menschsein ist doch, daß man alles grundlegend hinterfragen kann. 🙂

    Daß Frauen schlicht seltener politische und ökonomische Macht wollen, kommt bei den Leuten als Möglichkeit gar nicht vor, vielmehr leben sie in der unerschütterlichen Gewißheit, das Endergebnis von Gleichberechtigung bereits zu kennen.

    Aber dein Schritt an sich ist gut. Das müßten viel mehr Leute machen, allerdings hartnäcking den Leuten erklären, warum sie austreten, und um Gespräche bitten. Also man muß denen auf den Wecker gehen, bis sie es gecheckt haben, daß es gute Gründe für einen Austritt gibt.

    Man könnte so eine Art Guerilla- oder Hindernisrallye-Haltung entwickeln und sich mal als antifeministischer Dummy durch so eine Partei wursteln.

  • Wolf Jacobs pelz

    Liebe Genoss*innen, Liebe Freundinnen und Freunde,

    ich hoffe, Ihr hattet fröhliche Ostern, seid wohlauf und habt Lust auf
    etwas Politik!

    manchmal schrieb sie auch simpler

    Liebe GenossInnen,

    Leider sieht es so aus, dass man als Linker anscheinend Feminist sein muss, sonst ist man kein Linker. Wer hat das eigentlich in die Welt gesetzt?

    Ich eigne mich leider für so eine „Hindernisrallye“ nicht. Mich belastet immer alles zu sehr.

    Apropos belastet: Ich habe heute die letzten Worte eines sterbenden Schwans auf meiner Festplatte als PDF gefunden. Zusammen mit einem Beitrag… Ich muss mit meinem Public-Relations-Typen reden…

  • Fruchtzwerg

    Danke für deinen Beitrag.
    Du kannst ja m eine eigene Partei aufmachen. Meine Unterschrift für die Parteigründung hast du sicher 🙂

    Ansonsten war doch klar das die Linke schon verseucht ist. Ich frage mich aber immernoch was man denn wählen soll. Ich bin auch Humanist und gegen jeden Krieg. Die Propaganda gegen Russland macht mir viel Angst und jeder der sich mit dem Westen beschäftigt weiss wie Kriegsgeil wir sind. Leider gehört auch Deutschland dazu 🙁

    • Wolf Jacobs pelz

      Hi, sollte ja gleich noch eine Mail schreiben. 😉

      Eine eigene Partei hätte ich ja gerne. Einen Namen hätte ich ja auch schon… Wir müssten wohl zuerst in Berlin einige Leute zusammenkratzen… …und dann die ganze Welt… 😀 War ein Scherz. Aber eine eigene Partei, die auf Humanismus und nicht Feminismus setzt, wäre toll. Natürlich müsste sie eher links sein. 😉

      Ja, die Propaganda gegen Russland finde ich auch fies. Mir bereitet aber auch diese ganze Israel-Hamas-Sache große Sorgen…

      Irgendwie wird die Welt immer aggressiver, schiebt aber immer eine politische Korrektheit vor… Es ist völlig absurd und zum Kotzen.

  • […] kleiner Nachtrag zu meinem Austritt aus der Linken kommt jetzt hier ein kurzer, vielleicht wirrer Auszug aus dem Feminismus der […]

  • […] ja hier schon oft genannt. Die Grünen (und die Grünen zwei und drei), die SPD und die Linken (und hier oder hier) fallen hier besonders eklatant auf. Die feministischen, faschistischen […]

  • […] ich mittlerweile ja völlig geimpft auf die Gefahr des Feminismus bin und gerade aus der Linken ausgetreten bin (und hier), weil der Feminismus dort zu katastrophalen politischen Verhältnissen führt, […]

  • […] Bei mir ist ja auch immer alles eine “NEVER ENDING STORY“. Endlich schaffe ich aber eine objektivere Betrachtung der Linken und meinen Parteiaustritt: Die Linke und ihr Feminismus Die Linke: ausgetreten – eine feministische Partei geht gar nicht. […]

  • […] kleiner Nachtrag zu meinem Austritt aus der Linken kommt jetzt hier ein kurzer, vielleicht wirrer Auszug aus dem Feminismus der […]

  • […] wurden mir immer fremder, die Worte der Linken immer sympathischer. Dies war aber auch sehr schnell und schlagartig beendet. Es gibt ein Problem im politischen linken Spektrum der […]

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