Soziale Netzwerke und die “Gendermainstreaming-Paranoia”

TrollfaceIch habe bisher immer meine Schwierigkeiten mit sozialen Netzwerken gehabt und werde sie immer haben, weil ich Menschen zu ernst in ihren Äußerungen nehme. Allerdings sind nicht alle Menschen in Positionen, in denen ihre Äußerungen ein besonderes Gewicht hätten. Momentan bin ich wieder in sozialen Netzwerken – Facebook, Twitter, Google+ -, um gewisse Dinge an den Mann (oder die MenschIn :P) zu bringen. Daher muss ich mich auch selbst mit vielen Dingen quälen.

Ich versuche aber auch immer wieder mich mit Menschen über diese Netzwerke auszutauschen (deswegen heißen sie wohl “sozial”). Ich muss allerdings feststellen, dass die Zensur von Facebook mittlerweile auch fleißig selbst von Facebookgruppen-Administratoren betrieben wird.

Exemplarisch zeige ich hier nun ein Beispiel über den Wahnsinn, wie er z. B. in einer “Ken-Jebsen-Gruppe” auf Facebook betrieben wird:

Zunächst möchte eine Frau beim Thema Wie der Genderwahn deutsche Studenten tyrannisiert vorschreiben, welche Argumentation man benutzen darf:

nur mal so zu info an alle, die anscheinend keine ahnung haben, aber trotzdem überall ihren senf dazu geben müssen: mit “gender” ist nicht das biologische geschlecht gemeint, sondern das psychologische/gesellschaftliche/soziale geschlecht. also das argument ala “das geschlecht ist von geburt an da, deswegen machen gender studies keinen sinn” kann man demnächst getrost stecken lassen.

Die gute Frau hat die Argumentation von vielen Genderkritikern gar nicht begriffen und wiederholt einfach die Standardrhetorik der – ACHTUNG MEDIENSLANG! – selbsternannten Genderwissenschaftler. Es geht doch darum, dass das “psychologische/gesellschaftliche/soziale Geschlecht” über das biologische Geschlecht erhoben wird. Die Frage ist nun, wie viele “Gender” wir überhaupt haben und welche Grundlagen es dafür überhaupt gibt. (Das wird an anderen Stellen immer wieder besprochen.) Es ändert nichts an der Tatsache, dass es zwei Geschlechter gibt, die uns durch Mama Natur (Matriarchat!) vorgegeben werden. Gender studies machen insofern keinen Sinn, da sie die natürlichen Geschlechter künstlich aufheben und den Menschen eine “politisch-korrekte Ideologie” aufzwingen wollen.

Da die gute Frau von “psychologisch” gesprochen hat und ich tatsächlich der Meinung bin, dass es sich bei den meisten Gendern um durch psychische Störungen verursachte Phänomene handelt, konnte ich mir den folgenden Spruch nicht verkneifen. Vor allem kann ich mir einen Spruch nicht verkneifen, wenn man mir Argumentationen durch wenig durchdachte Äußerungen vorschreiben will.

Wolle Pelz

Also geht es letztendlich doch nur um Psychischgestörte, die mit ihrem Geschlecht nicht klarkommen? Gut, dass wir das jetzt wissen.

Man entschuldige die merkwürdige Rechtschreibung bei “Psychischgestörte”. Ich habe es sehr schnell nebenbei heruntergetippt und wollte es im Nachhinein nicht verfälschen.

Mit dieser Aussage beleidige ich niemanden, da ich niemanden eindeutig benenne und es thematisch um gender studies geht. Der Kommentar hat aber dafür gereicht, dass mir ein feministischer, linksnaher Admin die “gelbe Karte” in der Gruppe gezeigt hat:

Gerhard Schulz

auf dem Niveau von “Psychischgestörte” wird hier nicht diskutiert. Nur mal so am Rande. (gelbe Karte)

Ein Ausdruck, der auf psychische Störungen hinweist, ist scheinbar nur im Zusammenhang mit Männern oder einer rechten Gesinnung erlaubt. Es ist aber wohl böse allein als Reaktion auf eine eher beschränkte Äußerung einer Frau das Wort bzw. die Worte “psychisch gestört” zu benutzen.

Ich habe daraufhin die Gruppe verlassen. Ich lasse mich ungern zensieren.

Dennoch hat Facebook mir weiterhin Benachrichtungen aus dem Thread geschickt und mir folgende Bereicherung auf meinem Monitor beschert:

Sascha Loch

Danke für die Rückmeldung Sabine Reiger Ich postete den Link (Wie der Genderwahn deutsche Studenten tyrannisiert), seit diese Gendermainstreaming-Paranoia um sich greift, schon in einige Stränge und es macht mich ganz fertig, dass fast Alle so unglaublich beschränkt zu sein scheinen, dass sie nicht mitbekommen, dass der Punkt, dass sich das Geschlecht auch bei Tieren verschiebt, beweist, dass der Rattenfänger der ihnen erzählte, das würde an MedienPropaganda, Aufklärungsunterricht oder Conchita Wurst liegen, ganz offensichtlich Unwahrheiten verbreitet!
Beobachte ich die letzten 3 Generationen in meiner Familie oder der von Freunden, fällt gerade bei den Männern auf, dass diese immer “unmännlicher” werden. Weil Viele anscheinend zu merkbefreit sind das selbst zu erkennen, müssen jetzt Medien und Schulen ran um auch denen, die diese Realität nicht sehen wollen klar zu machen, dass die Sache mit den Geschlechtern jetzt nicht mehr ganz so eindeutig ist Wenn ich mir vorstelle wie so ein GenderMainstreamParanoiker krampfhaft versucht sein geschlechtsverschobenes Kind in ein eindeutige GeschlechterRolle zu pressen finde ich das auch recht gruselig und bin ganz froh, dass Schule und Politik ein bisschen gegenarbeiten!
Besser fände ich allerdings wenn dieser Aufklärungsunterricht auch darüber aufklären würde, dass alles so ist wie es ist, weil wir die Umwelt zu sehr vergifteten!

Dieser Beitrag ist inhaltlich etwas wirr. Es wird von GenderMainstreamParanoiker und Gendermainstreaming-Paranoia gesprochen. Als Erinnerung: Pararanoia bezeichnet eine psychische Störung. Als Fremdwort und (falsch verwendet) als Kritik an der Kritik am Gendermainstreaming ist es allerdings nicht mit einer “gelben Karte” ahndungswürdig. Rein feministisch müsste ich jetzt:

“Double Standard!”

rufen.

Was ich an dieser Meinungsäußerung allerdings besorgniserregend finde: Sie scheint nicht besonders selten zu sein, wird im Gegensatz zu meiner Äußerung einfach stehen gelassen. Diese Äußerung beinhaltet, dass Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht zugetraut wird, wenn sie vom gendermainstream abweicht. Daher sollen die Schulen und die Politik die Erziehung in einer “ideologisch korrekten” Art und Weise übernehmen.

Was einst kritisiert wurde (ideologische Prägung von Kindern durch Pimpfe, Jungvolk, Hitlerjugend, BdM usw.), ist in Ordnung, solange es sich um eine feministische Indoktrination eines Weltbildes handelt. Faschistische Methoden sind in Ordnung, wenn sie einem festen Weltbild – dem Feminismus – entsprechen. Ich halte dies für demokratie und verfassungsfeindlich.

Wenn solche Eindeutig ideologisch geprägten Zurechtweisungen durch Administratoren einer Gruppe bei Facebook unkritisiert vorgenommen werden können, darf man sich nicht über die Zensurpolitik von Facebook beschweren. Wir befinden uns auf einem richtig bösen Weg der “politisch korrekten” Zensur, die überall zu verspüren ist. Man gilt übermäßig schnell als homophob oder Nazi, Presseorgane schalten die Kommentarfunktionen ab usw. Anstatt sich zu überlegen, ob ihre Inhalte nicht ideologisch falsch geprägt sind und sie einfach Irrsinn verbreiten, wird lieber der Leser zensiert.

Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr selbst erziehen und der Leser darf keine eigene Meinung mehr haben und diese kundtun.

Soziale Netzwerke und die Presse – sie sind auf dem völlig falschen Weg, nämlich weg von der Meinungsfreiheit.

Mir selbst bereiten solche Meinungsäußerungen, wie ich hier exemplarisch gezeigt habe, extreme Schwierigkeiten, da geschriebene Worte mich als HSP oftmals übermäßig bewegen und ich daher Meinungsäußerungen sehr viel – oftmals zu viel – Gewicht gebe.

4 Gedanken zu „Soziale Netzwerke und die “Gendermainstreaming-Paranoia”

    1. Das ist eine Gruppe, die von anderen in seinem Namen geführt wird. Er selbst hat eher weniger mit der Gruppe zu tun.

      Die Gruppenbeschreibung von KenFM – Diskussionsgruppe (offiziell):

      Florian Hauschild hat die Gruppenbeschreibung aktualisiert.
      9. November um 19:22

      Hallo und herzlich willkommen in der offiziellen KenFM-Diskussionsgruppe. Ein Team von Admins kümmert sich zeitnah um die Freischaltung eurer Beiträge. Damit wollen wir eine gewisse Debattenqualität sicherstellen.

      Wir freuen uns auf Diskussionen zu Inhalten von http://kenfm.de/ sowie zu vertiefenden, erweiternden oder widersprechenden Quellen.

      Hier gilt der humanistische Grundkonens. Personenbezogene Beleidigungen, Gewaltaufrufe und andere NoGos werden selbstredend nicht geduldet.

      Viel Spass

      TeamKenFM

        1. Weiß ich nicht. Ich wollte mich ja gerade mit ihm auseinandersetzen. Das wurde mir ja direkt ausgetrieben. Ich habe keine Zeit dafür, mir genau zu überlegen, welches Wort in welchem Zusammenhang zu einer Verwarnung führt und welches nicht.

          Hier wurde ja direkt mit zweierleiß Maß beim selben Ausdruck gemessen. Daher hattte sich das zunächst einmal erledigt. Ich bin da relativ schnell konsequent. 😉

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