Warum ich „Die Linke“ verlassen habe.

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Heute hat Gregor Gysi etwas auf Facebook in seinem Namen posten lassen. Ich nehme nicht an, dass er dies persönlich tut. Es zeigte sich dann, dass ich die Partei nicht umsonst verlassen habe.

Zunächst das Posting von Ex-Genosse Gregor Gysi:

gysi_kommentar

Dann mein Kommentar mit einer Antwort, die genau die Dinge zeigt, die mich dazu gebracht haben, die Partei zu verlassen:

gysi_kommentar_antwort

In ähnlicher Weise ist man mir in der Partei begegnet, als ich das andere Geschlecht zum Thema meiner politischen Handlungen machen wollte. Eine Feministin würde an dieser Stelle „Victim Blaming“ sagen. Klar, es ist ein tierisch junger Bengel, der für die Partei hier spricht, aber er gibt genau die Einstellung wieder, die in der Partei vorherrscht. Und diese Einstellung ist voller Misandrie.

Das Interessante am Knaben Janis Everdeen ist, dass er mit Ausdrücken und Vorwürfen um sich wirft, für die es keinerlei Ansatzpunkt gab. Es hat niemand von „Genderwahn“ oder „Feminismus“ gesprochen. Er irrt aber, wenn er meint, dass die Linke nur für Feministen vorgesehen ist. Diese Art der Diskussionskultur ist mir in der Linken begegnet als ich mutig genug war, die Menschenrechte von Männern anzusprechen.

Es war genau so: Ich habe lediglich angesprochen, dass Männer Opfer von häuslicher Gewalt waren und schon war ich der böse Antifeminist. Genau diese Dinge haben mich dann zum NICHT-Feminist werden lassen.


 

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26 Gedanken zu „Warum ich „Die Linke“ verlassen habe.

  1. Solange die Linken Parteien das nicht endlich begreifen, dass man sich auch um Männer kümmern muss, werden sie weiter zusammen im 45%-Ghetto rumdümpeln und an der CDU nicht vorbeikommen. Ich weiß im Moment wirklich nicht mehr, wen man noch wählen kann.

    1. Tief im Herzen habe ich nach wie vor – gerade im sozialen Bereich – linke Ideen. Der Feminismus in der linken aber ist unerträglich.

      Ich habe beim letzten mal Die Partei gewählt. Mir ist auch nichts Besseres eingefallen.

        1. Uns hat man „demokratisch“ so erzogen, dass man wenigstens das kleinste Übel wählen soll, damit die bösen Rechten kein Geld aus dem Stimmentopf bekommen. Mittlerweile denke ich aber, dass man sich nicht dazu gezwungen fühlen muss, überhaupt ein Übel zu wählen. Die Partei ist für mich zunächst erstmal kein Übel. Daher habe ich sie gewählt. Vielleicht bin ich beim nächstesn Mal tatsächlich so faul und geher gar nicht.

          Was allerdings schade ist: Die Gruppe der Nichtwähler, wird nicht in die Prozentübersicht des Wahlergebnisse aufgenommen und eingerechnet. Die Zahlen von der Legitimation durch das Volk wären dann nämlich ganz andere.

          1. Siehst Du, Deine Ausrede um Deiner Wahlsucht nachgehen zu können ist, wir/ich sind so erzogen worden … wir können nicht anders.

            So geht es den armen Feministen! Die können auch nicht anders. Für die ist Feminismus eine Zwangshaltung. 🙂

            Übrigens bin ich nicht zu faul um zur Wahl zu gehen! Selbst wenn die ihr Wahllokal bei mir ins Wohnzimmer verlegten, würde ich nicht wählen. Ich wähle aus Prinzip nicht.

            1. Früher hätte ich aus dieser Zwangshaltung heraus mit Dir gemeckert – von wegen mangelndes demokratisches Bewusstsein usw. Davon habe ich mich schon gelöst. Jetzt muss ich dann nur noch den Wahn ablegen wählen zu müssen, weil ich sonst meine demokratischen Rechte nicht ausschöpfen würde.

              Man sollte zunächst einmal unsere Demokratie hinterfragen.

              Bis zur nächsten Wahl ist es noch ein bisschen hin. Vielleicht überwinde ich diese Zwangshaltung ja. 🙂

  2. Tja, wenn hat den die Luxenburg mit den Andersdenkenden gemeint? Den Bürger? Den Kapitalisten? Den Liberalen? Den Konservativen? Den Monarchisten gar? Nein, es ging um einen Richtungsstreit innerhalb der kommunistischen Bewegung. Im Klartext: Jeder, der die Revolution nicht unterstützt, ist kein Andersdenkender, er ist ein Feind, ein kapitalistisches Schwein, das bekämpft werden muss … Insofern passt es recht gut, wenn die Linke, wenn Gysi das Zitat verwendet …

  3. Krass
    bin sprachlos

    Was geht im Kopf eines Menschen vor, der sowas als Antwort beim Thema Freiheit und speziell Meinungsfreiheit schreibt?

    1. Ich weiß es nicht. Es ging aber ähnlich bei der Linken hier in Berlin ab, als ich das böse Wort Männerrechte gesagt habe. Dort ging es ja ähnlich ab:
      Erlebnis des Tages 2: politischer Stammtisch

      Ich finde es erstaunlich, wie schnell Menschen- bzw. Grundrechte abgeschafft werden, wenn es um Meinungen geht, die nicht in das eigene Konzept passen. Auffällig ist auch die extreme Aggressivität mit der seine Aussage vorgebracht wird. Das ist natürlich alles auch eine Bestätigung, wie es in Feministen so ab geht.

      Ich bin auch noch etwas entsetzt, weil die Linke es immer wieder schafft, noch einen drauf zu setzen. Dabei war ich mal ein richtig überzeugtes Parteimitglied. Ganz schön gruselig. Man lernt aber dazu.

      Klaus Lederer hat mich auch schonmal auf Twitter mit dem Wort „Krümelkacke“ für eine meiner Aussagen bedacht. Ich hatte ihn lediglich darauf hingewiesen, dass eine seiner Aussagen nicht ganz stimmig zum Feminismus der Partei sei. Dann darf man sich schonmal anhören, dass die Aussage, die man völlig zurecht getroffen hat, halt „Krümelkacke“ ist. Ein einfaches: „Stimmt. Da hast Du Recht.“, hätte eigentlich gereicht. 😀

      Nun ja, Freiheit gibt es dann wohl nur für die feministische Linke.

  4. Ich hab immer den Eindruck, wenn da von der „Freiheit der anderen“ geredet wird, dass die selbstverständlich davon ausgehen, selbst die „anderen“ zu sein, und nur für die, diese „anderen“, die sie ja sind, gilt ja die „Freiheit der anderen“….

  5. „mimimi“ „bei der CDU und AfD besser aufgehoben“ „da dürft ihr auch hetzen“

    Na wunderbar, entweder man hält die Schnauze und geht zurück in die Tretmühle, oder man ist Antifeminist, ergo Konservativ oder Nazi, und geht damit zurück in die Tretmühle. Das Linke wie das Rechte Spektrum vereint ihre ( nun ) säkulare Madonnenverehrung, die beide „Pole“ unfähig macht Frauen wie Erwachsene zu behandeln. Das war früher nicht anders, aber die Privilegien der Männer waren auch der legalen Verantwortung die diese tragen mussten geschuldet.

    In Zeiten wie den unseren ist eine „altmodische“ Rollenverteilung eigentlich völlig unnötig geworden und für viele kleine „Demographien“ sowie Frauen sind viele/alle juristischen Barrieren gefallen, jedoch wird von Links/Rechts mit ihren jeweils eigenem Lied ( L; „Sexist-Wirrkopf-Nazi“, R; „Versager-Wirrkopf-Verantwortungslos“… und beide kulminieren mit einem „halt die Schnauze, zahle Steuern, geh in den nächsten Krieg,…dadadttataa“) geantwortet wenn man schon die Belange von Männern anspricht die keinen unmittelbaren Einfluss auf Frauen haben. Innerhalb von Links und Rechts kann die „Geschlechtergerechtigkeit“ gar nicht erreicht werden, denn beide Seiten beantworten die offensichtlichen Ungerechtigkeiten aus unterschiedlichen Perspektiven auf die gleiche Weise. All das mit dem vollen Bewusstsein im Recht zu sein, denn „ich bin gut und die Anderen sind schlecht, alles was mir nicht gefällt ist schlecht, denn ich bin gut und damit musst du zu den Anderen gehören“…und so weiter. Links/Rechts kurbeln jeweils wie Wahnsinnige an diesem Teufelskreis um ihren geliebten Feind nicht zu verlieren.

    Dieses schwarz-weiß-Denken ohne Realitätsabgleich führt dann zu Janis Everdeen’s Ergüssen die so typisch für das heutige „Klima des Denkens“ sind. Oberflächlich, herablassend und mit gewollten Schmähungen ( „armes männliches Opferlein“, man muss sich wundern in welchen Kreisen noch auf solche Antiquierten Rollenbilder gesetzt wird ) und damit vollkommen ignorant gegenüber dem Fakt das seine politische Organisation nicht nur einen Posten verloren, sondern auch noch das Er selbst den Versuch unternimmt diesen Posten dem Politischen Gegner in die Herde zu stellen. Es scheint nicht um das große Ganze zu gehen, sonst würden die Argumente sprudeln. Alles was ich von ihm gelesen habe war das Bestreben den Wolle mittels dem Links/Rechts-Trick als Paria zu brandmarken und damit zur dunklen Seite zu verstoßen. Der Janis ist jedenfalls ein großer Freund der Orthodoxie und diese Sorte Mensch ist es die ganz vorne in der Schlange steht um auf Leuten herumzutreten die keinen gesellschaftlichen Schutz genießen. Und diese Zeloten werden mit Sicherheit Staatsdiener, was die Frage aufwirft; ist das Zahlen von Steuern überhaupt ethisch zu vertreten?

    Ich wünsche allen einen schönen Tag.

    @derdiebuchstabenzaehlt

    Hoffentlich werden wir mehr.

    1. Ich finde Deine Gedanken durchaus beachtenswert.

      Allerdings mag ich Ausdrücke wie Geschlechtergerechtigkeit gar nicht. Geschlechtergerechtigkeit heißt nämlich nichts anderes als Gender Mainstreaming. Gender Mainstreaming ist böse. 😉

      1. Gerechtigkeit hätte es wohl auch getan. Immer die gleichen Probleme wenn die Deutungshoheit in Händen derer liegt die am lautesten schreien. Selbstevidenz wird leider zu oft von gesellschaftlichen Konventionen überschrieben.

        “ Gender Mainstreaming ist böse.“

        Ich dachte die wären die Guten? Du weißt schon, diejenigen die eine überkommende Ordnung vertreten welche nur durch ein Wunder gerettet werden kann. Die Guten waren immer schon die Selbstlosen/Trottel/Heuchler zum wegwerfen. Nein Sir, ich bin ein böser Bub. Ich bin getrieben von Selbstinteresse, Herausforderung und habe einen Schnurrbart. Und vor allem werfe ich denen die mich zum Bienchen in ihrem Stock machen wollen ihre Fesseln zurück vor ihre Füsse. Durch und durch Böse. Aber das macht ihnen Angst.

        Tschüssikovski.

    1. Ich habe an keiner Stelle behauptet, dass er das nicht kann.

      Ich glaube aber nicht, dass er sich um Twitter und Facebook selbst kümmert. Ich glaube es halt nicht. Außerdem spielt das keine Rolle.

      Gregor Gysi kann eine ganze Menge. Gregor Gysi steht hier auch gar nicht zu Debatte. Gregor Gysi ist nicht seine Partei.

      Aber Danke für Deinen wichtigen Beitrag! 😉

      1. Ja und ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass es (zumindest inhaltlich) von ihm abgesegnet wurde, es also irrelevant ist ob er es persönlich eingetippt hat oder nicht.

        1. Gregor Gysi ist sehr engagiert und hat einen vollen Terminkalender. Er ist z. B. auf den Begrüßungen der Neumitglieder immer da und begrüßt die Neuen persönlich. Da habe ich ihn zweimal selbst gehört. Einmal hat er sich sogar frech neben mich gesetzt. 😉

          Nein, grundsätzlich halte ich viel von Ex-Genosse Gysi. Er outet sich leider immer wieder als Feminist.

  6. Tipp fürs nächste Mal:
    Das „entsorgte Väter“ weglassen, das klingt für Leute, die sich noch nicht damit beschäftigt haben, sehr komisch und macht einen entsprechenden Eindruck.
    Das schwächt den Demaskierungseffekt, aber ansonsten wirklich gut gelungen.

    1. Stimmt. Damit könntest Du tatsächlich Recht haben.

      Die Reaktion ist allerdings keine Ausnahmeerscheinung. Da reichen wirklich einige Ausdrücke, die feministisch gesteuerte Leute steil gehen lassen.

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