Bildung

James Macpherson und das Genie, die Genialität

Heute bin ich über die Recherche zum Thema Genie/genial auf

James Mcpherson

gestoßen.

An irgendeiner Stelle wurde er als genialer Schriftsteller beschrieben.

Mal sehen, ob ich einmal Zeit für einen Teil seiner Arbeit habe.

Werke

Das Thema Genie/genial hat mich beschäftigt, weil jeder Depp viele Dinge, die lediglich gut sind, als genial bezeichnet. Daher hat mich interessiert, was man nun exakt unter Genie/genial zu verstehen hat. Ich erinnere mich an einen Text über den Geniebegriff von Lavater. Dieser Text wurde einst in meinem Kurs der Philosophie in der Oberstufe besprochen.

Was bezeichnet die Wikipedia als Genie?

 Ein Genie (über das französische génie vom lateinischen genius, ursprüngl. „erzeugende Kraft“, vgl. griechisch γίγνομαι „werden, entstehen“, dann auch „persönlicher Schutzgott“, später „Anlage, Begabung“) ist eine Person mit überragend schöpferischer Geisteskraft („ein genialer Wissenschaftler“, „ein genialer Künstler“) oder auch besonders herausragenden Leistungen auf anderen Gebieten.

Wenn also jetzt jemand behauptet, „Helene Fischer ist total genial!“, bedeutet dies einen sehr inflationären Umgang mit dem Wort genial. Das ist das Problem: Alles wird superlativiert.

Im Sturm und Drang gab es ebenfalls eine Definition für das Genie.

Das Genie des Sturm-und-Drangs – das Originalgenie

Das Originalgenie war für die Vertreter der literarischen Strömung des Sturm und Drang ein Leitbild und ein Paradigma des schöpferischen Menschen.

Der Begriff erschien erstmals als Kennzeichnung Homers in Robert Woods „Essay on the Original Genius of Homer“ (1769), dessen deutscher Titel „Versuch über das Originalgenie“ lautete. Daher kann der Urheber der deutschen Übersetzung von 1771 (vermutlich ist das Christian Friedrich Michaelis) als derjenige gelten, der diesen Epochenbegriff prägte, da der „Sturm und Drang“ ja auch als „Geniezeit“ bezeichnet wurde.

Wood bezog sich in seiner Darstellung auf Edward Youngs Conjectures on Original Composition, worin die Auffassung vertreten wurde, dass es zwei Formen der Nachahmung im künstlerischen Schaffen gebe, nämlich einerseits die Nachahmung der Natur und andererseits die Nachahmung anderer Künstler: „Erstere nennen wir original.“ Das heißt, als „Originalgenie“ gilt der Künstler, der außerhalb und unabhängig von kultureller Tradition das Eigentliche der Natur gewissermaßen direkt nachformt.

Sollte Helene Fischer irgendetwas „nachformen“, wäre es schlecht, es hieße doch, es gäbe ein Original zur Nachformung. Dies wünscht man keinem.

Jetzt wird auch mein Gedächtnis nicht enttäuscht:

Bei Lavater wird das so verstandene Genie in hymnischer Form beschrieben:

Wer bemerkt, wahrnimmt, schaut, empfindet, denkt, spricht, handelt, bildet, dichtet, singt, schafft, vergleicht, sondert, vereinigt, folgert, ahndet, gibt, nimmt − als wenn’s ihm ein Genius, ein Wesen höherer Art diktiert und angegeben hätte, der hat Genie; als wenn er selbst ein Wesen höherer Art wäre − ist Genie. […] Der Charakter des Genies und aller Werke und Wirkungen des Genies − ist meines Erachtens − Apparition … Wie Engelserscheinung nicht kömmt, sondern da steht; nicht weg geht, sondern weg ist; wie Engelserscheinung ins innerste Mark trifft − unsterblich ins Unsterbliche der Menschheit wirkt − und verschwindet, und fortwirkt nach dem Verschwinden − und süße Schauer und Schreckentränen und Freudenblässe zurückläßt, so Werk und Wirkung des Genies. […] Oder nenn‘ es, beschreib‘ es wie du willst! Nenn’s Fruchtbarkeit des Geistes! Unerschöpflichkeit! Quellgeist! Nenn’s Kraft ohne ihres Gleichen − Urkraft, kraftvolle Liebe; Elastizität der Seele […] Nenn’s Zentralgeist, Zentralfeuer, dem nichts widersteht. […] Nenn’s und beschreib’s wie du willst und kannst: das Ungelernte, Unentlehnte, Unlernbare, Unentlehnbare, Unnachahmliche, Göttliche − ist Genie − das Inspirationsmäßige ist Genie.[…]

Ich kann mich allerdings an einen Text erinnern, in dem es darum ging, dass es drei Typen von Menschen gibt.

  1. Das Genie.
  2. Der Mensch, der Genie erkennen kann
  3. und der Mensch, der Helene Fischer genial findet.

Mal sehen, ob dieser Text irgendwann in meinem Leben noch einmal auftaucht.

Sprachlich wird alles immer unverbindlicher und schwammiger. Ich merke es an meiner eigenen Ausdrucksweise.

 

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