PolitikSoziale NetzwerkeWeltanschauungen

Flüchtlingskrise – ein indiskutables Thema

Veröffentlicht

Facebook, Twitter & Co. –

Orte, an denen man nicht diskutieren sollte.

Zumindest sollte man dort keine wichtigen Themen diskutieren. Die Unfähigkeit etwas zu diskutieren, was über die eigene Erkenntnisfähigkeit heraus geht, ist mir heute wieder einmal begegnet.

Zunächst wurde das folgende Video gepostet.


Auf mehrfache Nachfrage hier noch einmal Bernhard Hoecker, der für einen ganz besonderen Moment in der letzten NDR Talk Show sorgte.

Posted by NDR Talk Show on Dienstag, 29. März 2016

Das Video und leider auch Bernhard Hoecker sind fürchterlich schlecht. Dass Hoecker hier derartig kurzsichtig argumentiert, hat mich sehr enttäuscht. Ich habe ihn für einen schlauen Menschen gehalten. Vielleicht ist er aber ideologisch so verblendet, dass er gar  nicht anders argumentieren kann.

Ich stellte unter dem Video dann einige Fragen. Die Fragen waren an die gute Dame gerichtet, die das Video verbreitet hat.

Eine Millionen Menschen passen wie oft in
– sagen wir –
PADERBORN – rein?
Wie viele Wohnungen sind nochmal zuviel in Deutschland?
Kinderarmut, Obdachlosigkeit, der Zustand der Schulen, Autobahnen und Brücken – alles kein Thema mehr?
Wie finanziert sich das?
Ich habe Bernhard Hoecker für intelligenter gehalten. Man kann nicht einfach die Anzahl der Bevölkerung mit der Anzahl der Flüchtlingen EINES Jahres vergleichen.
Außerdem: Es ist verwerflich, die Zahlen eines Jahres in diesen Zusammenhang zu setzen. Flüchtlinge gibt es nicht erst seit gestern. Flüchtlinge gibt es auch noch morgen und übermorgen. Die Momentaufnahme, die uns Hoecker hier präsentiert ist schlecht argumentiert.

Paderborn: Die Dame stammt aus Paderborn. Ich wollte es ihr anschaulich machen. 😉 Ich habe zwar nicht durchgängig schön argumentiert: es war ein Schnellschuss. Dann aber…

War die Antwort ernüchternd:

Flüchtlinge gab es früher auch schon. Und auch wir Deutschen waren auch schon Flüchtlinge und wir waren froh, dass uns geholfen wurde. Aber schert ruhig noch mehr alle über einen Kamp. Oder glaubt ihr das wir Deutschen besser sind? Es gibt genug kriminelle Deutsche, die vergewaltigen, ausrauben, morden, klauen und was wird über die noch erzählt in den Medien?? Gar nichts mehr!! Da solltet ihr mal ansetzen und nicht immer auf alle Flüchtlinge schimpfen!! Ich könnte kotzen, wenn ich euer ewiges Geschwafel über die „schlimmen“ Flüchtlinge lese. Schaut doch mal wie es in Deutschand aussieht. Und das sind nicht die Flüchtlinge in schuld, sondern das war weit vorher auch schon so schrecklich. Aber es ist ja immer einfacher dem Kind einen Namen zu geben, als über die eigenen Deutschen zu schimpfen!!!

Die Antwort hat nichts mit meinem Beitrag zu tun. Ich wurde zudem in die Schublade mit der Aufschrift „ihr“ gepackt. Es ist erschreckend. So und ähnlich funktionieren mittlerweile aber die meisten Diskussionen in den Netzwerken.

Wenn mich ein Shitstorm durch die „Gemäßigten“ der Männerrechtler-Szene nicht einigermaßen von meinem Glauben an die durchschnittliche Bevölkerung und deren Diskursfähigkeit geheilt hätte, wäre ich recht entsetzt gewesen. So hat es mich nur bestätigt.

Ich habe noch nie über kriminelle, vergewaltigende, raubende oder mordende Flüchtlinge gesprochen.

Weder ich noch die Dame waren irgendwann Flüchtlinge.

Die Diskussion fand ihr Ende mit dem sachlichen Beitrag der Dame. So funktionieren soziale Netzwerke. Fragt man Heiko Maas, dann ist bestimmt mein Beitrag Hatespeech und müsste zensiert werden.

Es ist traurig. Am traurigsten ist es, dass es das Wahlrecht in Frage stellt. 😉
Nein, tut es natürlich nicht… Viele Themen können mittlerweile nicht mehr diskutiert werden, weil die Diskussionsfähigkeit der Bessermenschen zum Schlechteren geraten ist.

Themen sind indiskutabel geworden.

Ein Gedanke zu „Flüchtlingskrise – ein indiskutables Thema

  1. Wir Deutschen sind historisch impotent/kastriert. Ein großer Teil ist völlig unfähig, ohne Schuldneurose über Deutschland und seine Politik nachzudenken. Die Sprache der Linken, Gutmenschen, Progressiven etc. wird immer gewalttätiger, haßerfüllter, totalitärer.

    Ich sehe das ja immer etwas tiefenpsychologisch und dynamisch und dann fällt mir auf, daß ich mir das gleiche Theater von heute auch in der Adenauer-Zeit vorstellen kann, nur mit umgekehrten Vorzeichen. 60er Jahre: Es gibt neue alternative Gruppen, junge Menschen, Linke, die z.B. das Spießertum, die Prüderie, das Schweigen über die NS-Zeit aufbrechen, die Sexualität befreien wollen, die einfach der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen wollen – und mit den immer gleichen dummen, autoritären Sprüchen abserviert werden.

    So etwas tut man nicht, das war schon immer so, beschmutze nicht unser Vaterland, ihr seid verkommen.

    So in etwa stelle ich mir die Adenauerzeit vor, und so in etwa sieht auch die heutige Zeit aus, nur eben alles umgedreht. Heute ist Linkssein Mainstream. Und heute werden Andersdenkende genauso beschissen behandelt – durch Linke.

    Da wird mir immer schlecht, wenn ich sehe, wie „meine“ Linken derartig krank und totalitär drauf sein können. Die führen ja „Humanität“ immer so hoch an und so.

    Unsere Gesellschaft befindet sich quasi in einem Kindergarten-Zustand. Keiner will „böse“ sein und einfach mal Tacheles reden. Die Leute pinkeln sich alle in die Hose, wenn man mal unbequeme Wahrheiten sagt oder auf „rechte“ Seiten verlinkt. Was sind das für Spielkinder?

    Bei diesem Psychogramm kommt mir jedenfalls immer das Grauen.

    Folgender Kommentar von mir wurde auf welt.de wohl nicht freigeschaltet, vielleicht wird er ja noch, aber ich glaub’s nicht: Dort gibt’s auch einen Artikel zu Höcker, der auch im Moment am meisten gelesen wird und schon 500 Kommentare hat:

    Es ist wirklich bedenklich, daß uns so etwas als „Erklärung“ verkauft wird und daß es immer noch Menschen gibt, die so naiv sind, daß sie das freudig schlucken. Was sagen wohl die Frauen dazu, die kürzlich von zwei Afghanen vergewaltigt bzw. sexuell belästigt wurden?

    Will uns dieser Höcker für dumm verkaufen? Als Bürger kann man zunehmend verzweifeln. Glücklicherweise muß man sich die Alternativen nicht wie in der DDR erst herbeidemonstrieren.

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/afghane-gesteht-sex-attacken-auf-frauen/

    Mein Kommentar ist wohl rassistisch, rechts und islamophob. 🙂

    Im Durchschnitt sind die Refugees aus dem islamischen Kulturkreis nun einmal gewaltaffiner, rückständiger etc., was sich für jeden Deppen ergibt, wenn man sich mal diesen Kulturkreis anschaut. Man stelle sich mal deren verklemmte, autoritäre Kopftuchgesellschaft vor und dann unsere leichtbekleideten Mädels. Die auch noch ungläubig sind und deshalb geradezu vergewaltigt werden müssen. Was sind das für Flüchtlinge, die sich – in Deutschland „gerettet“ – gegenseitig die Birne einhauen wegen Essensstreitigkeiten oder Koran-Angelegenheiten? Mal ganz zu schweigen von den drangsalierten, echten christlichen Flüchtlingen. Wie bescheuert und dumm muß man eigentlich sein, daß man wie diese Tussi oben das alles ausblenden und vom idealen, symbolischen Flüchtling schwärmen kann. Den Leuten fehlt heutzutage einfach jeglicher Schneid, jegliches Rückgrat. Und das hat viel mit unserer linksverseuchten Barbie-Gesellschaft zu tun. Wo man wie besoffen abstrakte Werte wie Menschlichkeit und Toleranz anbetet, ohne zu schauen und zu überprüfen, was die Realität eigentlich erfordert.

    Na ja, mir ist es immer wieder unbegreiflich, wie spießig und verklemmt manche Leute sind. Selbst ich als Linker kann das aussprechen. Es verlangt doch niemand, daß man zu den Hells Angels oder Hooligans geht. 🙂

    Wir sind wirklich ein Land von kastrierten Weicheiern geworden. Und es soll immer noch Leute geben, die so saudumm sind, daß sie den tiefenpsychologischen Zusammenhang zur Holocaust-Neurose nicht begreifen. Die unfähig sind, den Holocaust Holocaust sein zu lassen und sich meinetwegen deshalb auch schuldig zu fühlen – und eben trotzdem die Gegenwart als Gegenwart ernst zu nehmen und sich nicht in die Hose zu machen.

    PS: Ein geistig halbwegs intakter Mensch wäre auch dazu fähig, einmal systematisch nach den Unterschieden zwischen deutschen Vertriebenen und heutigen Flüchtlingen zu fragen, nach den Unterschieden zwischen den beiden Situationen. Die Gehirne der Gutmenschen sind leider außer Betrieb, wenn’s um Refugees geht.

    Früher hatte man Angst, Gehirnerweichung zu bekommen, wenn man onaniert. Heute haben Gutmenschen Angst vor Gehirnerweichung, wenn sie arme Refugees einem kritischen Blick unterziehen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.