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PDF: „Handreichung – „Umgang mit der AfD“ der Amadeu Antonio Stiftung“

Amadeu Antonio Stiftung: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD - pelzblog

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PDF: „Handreichung – Umgang mit der AfD
der Amadeu Antonio Stiftung“

Aus vermeintlich linken Kreisen in Berlin habe ich heute ein interessantes PDF der Amadeu Antonio Stiftung erhalten. Die Linke ist momentan mit nichts anderem beschäftigt als der Suche nach dem „Rechts“. Der Feminismus ist in der Partei durch und treibt seine sexistischen Spielchen.

Amadeu Antonio Stiftung: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD - pelzblogSchauen wir aber doch einmal in das PDF.

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

Nach den letzten Landtagswahlen ist es klar: Wir haben ein Problem mit parteigewordenem
Rechtspopulismus. Der Umgang mit dem Rechtsextremismus vergangener Jahre hat schon gezeigt, wie wenig konfliktfähig die Gesellschaft in Deutschland ist. Statt einer klaren inhaltlichen und auch ordnungspolitischen Auseinandersetzung mit den Feinden der Demokratie wurde zu lange herumgedruckst, verdrängt, verleugnet, gleichzeitig beschönigt und verharmlost.

Nun, wer kritisch beobachtet, weiß wer die eigentlichen Feinde der Demokratie sind. Es sind die, die anti-deutsche Kräfte in ihre Parteien aufnehmen und mit guten Listenplätzen für die nächste Wahl versorgen.

Wer ist überhaupt die Amadeu Antonio Stiftung bzw. wie finanziert sie sich?

Die Stiftung wurde 1998 gegründet. Stifter ist Karl Konrad Graf von der Groeben, Schirmherr der damalige Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse, die Vorsitzende des Vorstands Anetta Kahane, Stellvertreterin Pia Gerber. Der sechsköpfige Stiftungsrat wacht über die Einhaltung des Stifterwillens, entscheidet in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und berät den Vorstand. Mitglieder des Stiftungsrats sind: Rupert Graf Strachwitz (Vorsitzender), Christian Petry, Uta Leichsenring, Andreas Zick, Andrea Böhm und Sanem Kleff. Verwaltet wird die Stiftung durch die SFGM, Stiftungs- und Forschungsgruppe Modellprojekte gGmbH. Der Kreis der Freunde und Förderer der Stiftung wird durch Ria Gräfin von der Groeben vertreten. Geschäftsführung und Stiftungskoordination unterstehen Timo Reinfrank.

[..]

Seit Bestehen der Stiftung wurden über 800 Projekte gefördert. Die Stiftung sieht es als ihre wichtigste Aufgabe an, Projekte nicht nur zu fördern, sondern auch zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken und sie zu vernetzen. Die Projekte werden aus Spendenmitteln und den Erträgen des Stiftungskapitals gefördert. Das Gesamtbudget der Stiftung betrug 2009 ca. 900.000 Euro, davon werden etwa 600.000 Euro für operative Projekte verwendet, die aber über Programme der Bundesregierung und anderer Stiftungen finanziert werden.

Die Stiftung finanziert sich also über „andere Stiftungen“ recht unüberschaubar, vor allem aber über die Bundesregierung. Die Bundesregierung finanziert also eine Stiftung, die sich über die Berliner Linke Verbreitung sucht und auf dem linken Auge blind ist. Passt zur momentanen „linken“ Bundespolitik. (Der Ausdruck „links“ ist in diesem Zusammenhang kritisch zu hinterfragen.)

In der deutschen Debattenkultur sind Sexismus und rassistische Ressentiments sichtbar vorhanden, andernfalls könnte die AfD nicht mit ebenso abwertenden wie Ängste schürenden Worten wie »Genderwahn« und »Asylflut« in der Mehrheitsgesellschaft punkten. So aber gelingt es rechtspopulistisch auftretenden Parteien wie der AfD, über aktuelle, kontrovers diskutierte Themen die etablierten Parteien vor sich her zu treiben, ohne den Anschluss an den gesellschaftlichen Mainstream zu verlieren.

Es gibt keine deutsche Debattenkultur mehr. Heiko Maas & Co. vernichten momentan den letzten unzensierten Rest. Genderwahn und „Asylflut“ schüren keine Ängste. Sie schüren Wut. Es ist eine Wut, dass die Politik handelt, wie es für die eigene Politklasse am besten ist.

Auffällig ist hier erneut die linke Stimmungsmache über die Schlüsselbegriffe „Angst schüren“ und „Rechtspopulismus“. Alles was kritisch gegenüber der angeblich linken Politik ist, wird als rechtspopulistisch und angstschürend abgetan. Schlimm und demokratiefeindlich ist, dass PDFs wie das Vorliegende staatlich über Steuern finanziert werden. Dass über Stiftungen wie die Amadeu Antonio Stiftung, die Politikwahrnehmung in der Gesellschaft direkt beeinflusst werden soll.

Die Bundesregierung finanziert, die Linke verbreitet und es werden Kenia-Koalitionen gebildet. Die Kenia-Koalition führt das demokratische Wahlrecht bzw. die Stimme des Wählers ad absurdum:

Die Schwarz-rot-grüne Koalition bzw. Rot-schwarz-grüne-Koalition (auch Kenia-Koalition oder Afghanistan-Koalition genannt) ist eine Regierungskoalition, die aus einer konservativen bzw. christdemokratischen Partei, einer sozialistischen oder sozialdemokratischen Partei sowie einer grünen Partei besteht.

Wie sehr mag wohl ein christdemokratischer bzw. ein konservativer Wähler mit einer solchen Koalition einverstanden sein? Seine Stimme hätte auch gar nicht abgegeben werden müssen. Die Parteien teilen die Macht ohne Rücksicht auf den Wähler unter sich auf. Die Amadeu Antonio Stiftung handelt hier ähnlich: Sie verbreitet pseudo-linkes Geschwafel, finanziert von der Bundesregierung. Wie sehr muss dies doch dem nicht-pseudo-linken Wähler gefallen?

Neben den Schlagworten Genderwahn und Asylflut gibt es die Nazi- und die Sexismuskeule oben drauf. (Sexismus, rassistische Ressentiments). Pseudo-linke Rhetorik war nie durchschaubarer.

Dabei ist die AfD gerade keine Fürsprecherin für Frauenrechte. Sie sieht Frauen vor allem in der Rolle als Hausfrau und Mutter.

Der Feminist wird hier direkt angesprochen. Schaut man sich die AfD einmal an, stellt man fest, dass dieser Vorwurf völlig absurd ist. Frauke Petry und Beatrix von Storch sind dementsprechend gut getarnte Hausfrauen, die anscheinend keine Politik, sondern sexistische Kochkurse abhalten. Die Sexismuskeule braucht aber noch ein wenig Gewicht.

Nach der Sexismuskeule, braucht die Nazikeule auch noch ein wenig Schwung:

Versuchen wir die Partei zu verbieten, wie die NPD? Lässt sich ihr Hass schönreden oder verdrängen? Welche Reaktion auf infame Hetze, auf Verachtung, Herablassung und Demagogie, wie sie uns durch die AfD und andere entgegenkommen, ist angemessen?

Natürlich: Die NPD wird herbeizitiert.

Sind wir aber einmal ehrlich: Hat jemand aus der AfD derlei Ausdrücke vernommen, wie sie die Stiftung in diesem PDF gebraucht?

Was ist an der AfD problematisch?

Als junge Partei, die sich in permanenten Umbrüchen befindet, ist die AfD insgesamt schwer zu fassen und noch schwerer zu bewerten. Ihrer Politik nach ist sie eine Partei, die rassistische und menschenfeindliche Ressentiments bedient und dazu beiträgt, Hetze und Abwertung von Menschen zu normalisieren.

Könnte man vielleicht glauben, wenn diese Aussagen irgendwo belegt werden würden. Um die AfD zu fassen, sollte man sich vielleicht einmal die Mühe machen und ihr Parteiprogramm lesen. Das ist aber zu viel verlangt. Man überhebt sich schon mit den ganzen Rhetorikkeulen.

Auch die »Neue Rechte« um beispielsweise das Institut für Staatspolitik, die Identitäre Bewegung oder das COMPACT Magazin bewirbt offensiv die AfD. Das Netzwerk zwischen Politiker_innen der AfD und Akteur_innen der »Neuen Rechten« kann auf dem von der Amadeu Antonio Stiftung geförderten Projekt Wiki der Neuen Rechten unter www.neue-rechte.net nachvollzogen und erweitert werden.

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass die AfD nur Politiker und Akteure hat. Die AfD benutzt die deutsche Sprache noch korrekt. Das COMPACT Magazin muss natürlich als üblicher Verdächtiger ebenfalls ins Boot zu den “ bösen Nazis“ gezogen werden.

Das Webportal neue-rechte.net ist als Hetzorgan mit ebenfalls staatlicher Finanzierung bekannt. Das Organ ist Teil der Antonio Amadeu Stiftung und dementsprechend staatlich gefördert.

Ich wünsche zumindest allen Interessierten eine gute Unterhaltung mit dem PDF. Für mich ist das PDF ein Beleg für die pseudo-linke Verseuchung unserer Regierung.

 

Passend:

ScienceFiles:
AfDler sind minderwertig – jedenfalls nicht gleichwertig

Lollipops for Equality:
Zur Gleichwertigkeit von Anetta Kahane und Anders Behring Breivik


 

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4 Gedanken zu „PDF: „Handreichung – „Umgang mit der AfD“ der Amadeu Antonio Stiftung“

  1. In der DDR hießen solche Zettelchen „Parteiinformationen“ 😉
    Apropos DDR: Wir erleben einen historischen Moment – das Wiederaufleben des „Antifaschistisch-demokratischen Blocks“, wie dieser Einheitsbrei aus der Sozialistischen Eineitspartei und seinen Blockflöten genannt wurde. Ganz ähnliches Problem! Ein Haufen guter sehr sehr menschlicher Ziele (echt mal), daraus ein Alleinvertretungsanspruch als Heiliger konstruiert, keiner Kritik mehr zugehört, alle Kritiker weggesperrt oder fortgejagt und zum Schluss hatten die sich selber derartig argumentations- und denkunfähig gemacht, dass ein paar Hanseln von Demonstranten reichte, um alles in sich zusammenbrechen zu lassen. Und legendär für ihr totales Unverständnis war Mielckes Spruch: „Ich liebe euch doch alle!“. Der meinte das ernst.
    Die lieben uns. Und die geben uns Papierchen, weil wir alle deratig blöde sind, dass wir ohne deren Argumentationshilfen vielleicht auf böse Gedanken kämen. Dann wären wir feindlich-negativ, und das wollen die doch nicht, weil sie uns doch alle lieben. Uns, den Pöbel (Pöbel kommt von populus, siehe „populistisch“, aber demos wie demokratisch ist nix anderes, nur eine andere Sprache). Der Pöbel kapiert ja nix von alleine, der braucht sie. Sie, die Elite, die Wissenden, die Vorhut der Arbeiterklasse, ach nee, jetzt heißt es ja … Ja wie denn? Gutmenschen? Linke? Mist verfluchter, da fällt mir auf, wie definiert sich denn eigentlich „Linke“?! Der eine, den ich kenne, ist hoher Beamter, noch einer frisst nur aus dem Feinkostladen, Tschuldigung Bioladen, noch einer hat eine Zwei-Etagen-Wohnung im Prenzlauer Berg und kokst, ja, was verdammt noch mal ist denn nun ein Linker? Sind Maoisten Linke? Ich komm drauf, wegen der Revolutionsgarden, die grad durch die Unis rennen und auf Kulturrevolution der Geschlechter machen. Ihr wisst schon, der Große Sprung. Abschaffung des Patriarchats und der Familie als Wurzel allen Übels. Danach ist alles gut und das lichte Reich der Gerechtigkeit bricht aus. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, links. Das Wort ist derart weich, dass jeder eigentlich ein Linker ist. Ich war das auch mal, sehr sogar. Bis ich das Kotzen gekriegt habe, weil mir eins noch wichtiger ist: Die Demokratie. Denn wisst ihr, der Zweck kann noch so gut sein, christlich, sozialistisch, ökologisch, antirassistisch, feministisch, aber wenn die Methode nicht stimmt, kommt immer der selbe Dreck bei raus, nur mit anderer Makulatur. Und damit die Leute auf genau diesen Gedanken nicht kommen, darum fertigt man vorgekaute Argumentationshilfen, den politischen Fast-Food für die Deppen.
    Wohl bekommt’s.

    1. Ja, es ist frustrierend. Das was für mich früher einmal links war, finde ich nicht mehr. Es ist peinlich zu sagen, man ist links. Allerdings denke ich, dass die Einteilung in links und rechts schon lange nicht mehr taugt.

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