Böse Augen - Bashing

Borderline: Eine weitere Geschichte aus der Hölle

Veröffentlicht am Veröffentlicht in klare Gedanken

Micha hat uns seine Geschichte in einem Kommentar erzählt. Sie ist es wert, einen eigenen Beitrag zu bekommen.

Borderline: Eine weitere Geschichte aus der Hölle

Ich kann davon ein Lied singen.

Zweimal hatte ich das „Glück“, an eine Borderlinerin zu geraten, und zwar 2006 und 2013. Mit der ersten musste ich bereits nach einem halben Jahr zusammenziehen, da sie nur zu diesem Zeitpunkt ihre Wunsch-Arbeitsstelle in meiner Stadt antreten konnte. Also zog sie pünktlich samt ihrer beiden Kinder hier her und wir suchten uns eine schöne Wohnung.

Wir renovierten und machten es uns hübsch. Allerdings dauerte es nicht lange und das Drama nahm seinen Lauf. 2 Ausraster an einem Tag samt zweier Polizeieinsätze und antanzen beim Chef, der davon Wind bekommen hatte, weil ich selbst Beamter bin. Die Polizei beließ es bei einer Ermahnung.

Dies müsste ihr doch wohl eine Lehre gewesen sein, so dachte ich.

Weit gefehlt. Einige Wochen später der nächste Ausraster, wo sie mich leicht mit dem Messer verletzt und einen Laptop kaputtgeschlagen hat. Diesmal 10 Tage Wohnungsverweisung wegen häuslicher Gewalt, 150 Sozialstunden für sie und die fristlose Kündigung der gerade fertig renovierten Wohnung durch den Vermieter. Ich wurde auf eine andere Dienststelle versetzt, da sich die Sache schon im ganzen Kollegenkreis herumgesprochen hatte.

Also wenn ihr das nun keine Warnung gewesen ist, dann weiß ich es auch nicht, dachte ich so.

Wieder weit gefehlt. In der neuen Wohnung folgten dann so im Abstand von 2 – 3 Monaten Ausraster 4 und 5. Beim 4. wurde sie erneut für 10 Tage aus der Wohnung verwiesen, beim 5. auf einmal ich. Ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Erst danach habe ich die Reißleine gezogen und mich getrennt.

Heute weiß ich, dass das viel zu spät war.

2013 lief mir dann erneut die Liebe meines Lebens über den Weg, zumindest dachte ich das. Die ersten Wochen liefen harmonisch, ich schwebte im 7. Himmel, und zwar so sehr, dass ich mich sogar schon nach 3 Monaten von ihr dazu habe überreden lassen, uns gegenseitig unsere Namen tätowieren zu lassen. Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, dass das, was sie so von sich gibt, hinten und vorne nicht zusammenpasst. Sie hat mich permanent angelogen, Tatsachen verdreht, mir für alles die Schuld gegeben, mir Sachen vorgeworfen, die sie selbst nicht anders machte und regelrecht versucht, mich mit frei erfundenen Geschichten zu manipulieren. Das kam schon einer Gehirnwäsche gleich, wo man irgendwann denkt, ob man verrückt geworden ist und überhaupt nichts mehr mitbekommt.

Bei jedem kleinen Streit hat die nur rumgeschrien wie eine Verrückte und einen gar nicht zu Wort kommen lassen. Die hat so dermaßen gelogen, dass ich immer noch denke, dass sie ihre Lügen irgendwann selbst geglaubt hat. Irgendwie habe ich gemerkt, dass die in einer ganz anderen Welt lebt und die Realität gar nicht mehr mitbekommt.

Sie wollte mir den Umgang mit weiblichen Bekannten verbieten und hat versucht, die Oberhand zu gewinnen.Die Reißleine habe ich hier gezogen, als sie so dermaßen abhob meinte, sie müsste sich in medizinische Dinge einmischen und diesbezüglich das Ruder übernehmen. Was ich für Medikamente bei bestimmten Krankheiten einnehme, entscheidet immer noch mein Arzt und keine kaufmännische Angestellte.

Die Trennung erfolgte Mitte 2015 nach 1 1/2 Jahren. Seitdem hat sie meinem Kenntnisstand nach ca. 10 neue „Beziehungen“ gehabt. Na herzlichen Glückwunsch. Ihre beiden Kinder werden sich bestimmt jedesmal freuen, wenn sie wieder ankommt und denen erzählt, dass Mama einen neuen Freund hat.

Ich rede nur für mich, aber merke ich bei einer Frau noch einmal, dass da irgendwas nicht stimmt, bin ich sofort verschwunden.

Micha


Ich habe einmal alles fett markiert, was ich in ähnlicher Form erlebt habe. Der Unterschied ist nur, dass immer ich bei ihren Gewaltattacken der Wohnung verwiesen wurde. Ich als Opfer wurde als Täter behandelt. Ich war doch der Mann. Ist doch klar: Der Mann ist Täter.

Ansonsten: Die Verdrehung der Wahrheit, die ständigen Vorwürfe etc.

Ich glaube mittlerweile auch, dass der Borderliner seine Lügen selbst glaubt. Bei mir war es so, dass sie Gehirntumore eine chronische Leukämie erfunden und mich ständig wegen finanzieller Dinge belogen hat. Sie war dabei so überzeugend, dass ich mittlerweile glauben muss, dass sie ihre Lügen tatsächlich selbst geglaubt hat.

Ich kann so viel erzählen, aber nun ist alles gut. Ich lebe in einer 2er WG mit meinem Sohn.

Die Borderline-Artikel:

 


 

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6 Gedanken zu „Borderline: Eine weitere Geschichte aus der Hölle

  1. Erstmal vielen Dank, dass meiner Erzählung ein eigener Beitrag gewidmet wurde.

    Kein Borderliner sucht sich sein Schicksal selbst aus. Sein eigenes Leben sollte man sich aber auch nicht ruinieren lassen. Auch ist sicher nicht jeder Borderliner absolut beziehungsunfähig. Vorsicht ist aber geboten, denn Ist man erst, und das habe ich hier in einem anderen Kommentar gelesen, im Spinnennetz der Liebe gefangen, wird es schwierig, da wieder völlig schadlos herauszukommen. So war es bei mir zweimal.

    Mir ist in relativ früh aufgefallen, dass beide Frauen vor mir trotz zweier Kinder, die auch jeweils von 2 verschiedenen Vätern waren, noch nie auch nur annähernd längerfristige Beziehungen hatten, und das obwohl beide schon jenseits der 30 waren. Da hat man doch wenigstens mal eine feste Partnerschaft über 3, 4 oder 5 Jahre hinter sich oder war eine zeitlang solo, weil einem nicht die oder der Richtige über den Weg gelaufen ist. Bei den beiden Borderlinerinnen waren das aber keine Jahre, sondern höchstens ein paar Monate, wenn nicht Wochen. Es reihte sich auch ein Mann an den anderen, wovon sie auch so freizügig erzählten, als wären sie da auch noch stolz drauf.

    Ich kann auch nur jedem raten, weiter fest daran zu glauben, was man mit eigenen Augen gesehen oder mit eigenen Ohren gehört hat und sich nicht den Kopf verdrehen zu lassen, indem der Borderliner behauptet, bestimmte Dinge niemals gesagt oder getan zu haben, denn dann wird man sicher irgendwann bekloppt.

    Wenn man an den Borderliner mit Worten nicht herankommt und das quasi ein Kampf gegen Windmühlenflügel wird, sollte man sich so schnell wie möglich trennen.

    1. Ich musste nach „meiner“ Borderlinerin erstmal in Therapie. Da tat es gut, jemanden zu haben, der einem die ganzen Geschichten geglaubt hat.

      Das Umfeld ist für einen sehr schädlich. Wenn sie ausschließlich der Borderlinerin glauben. Ich habe es erlebt, dass sie nahezu jeden um den Finger wickeln konnte.

      Ich war auf einmal der Gewalttätige, der sich psychopathisch verhalten hat. Das war am schlimmsten. Man zweifelt ohnehin schon an seiner eigenen Wahrnehmung und bekommt zusätzlichen Druck von außen.

      Ich sehe es nicht, dass Borderliner beziehungsfähig sein könnten.

      1. Also ich kann auch nur von „meinen“ beiden Borderlinerinen sprechen, wobei ich die 2. noch schlimmer fand, obwohl die ja „nur“ verbal ausgerastet ist. Durch die bin ich dann in eine depressive Phase geraten. Was daran so krass war ist die Tatsache, dass sie das auch noch dahingehend ausgenutzt hat, noch mehr psychischen Druck auszuüben, und das in einer Situation, wo man gerade auf Rückhalt der eigenen Freundin hofft. Ständig hatte ich die sprichwörtliche Pistole auf der Brust sitzen.

        Auch sie hat ihre eigenen Probleme auf andere projiziert. Nicht sie hat psychische Probleme, sondern andere. Nicht ihre Kinder sind schlecht erzogen, sondern andere. Nicht sie trinkt bei Gelegenheiten sehr viel Alkohol (bis hin zum Koma), sondern andere haben ein Alkoholproblem. Nicht ihr Leben läuft völlig aus dem Ruder, sondern das von anderen usw.

        Und die Lügen und Manipulationsversuche waren so extrem, dass so mancher an seinem Verstand gezweifelt hätte. Ich nenne mal 3 Beispiele:

        1. Sie behauptete, eine Bekannte von mir habe sie angeschrieben und ihr mitgeteilt, ich hätte in sozialen Netzwerken Suizid angekündigt. Meine Bekannte antwortete auf meine Nachfrage „Wie bitte? Nicht ICH habe DIE angeschrieben, sondern DIE MICH. Da ging es auch nicht um Suizid, sondern über euren Streit im Urlaub.“ 1. hatte ich nie Suizidgedanken, und selbst wenn, würde ich das sicher nicht in sozialen Netzwerken verbreiten.

        2. Eine weitere Bekannte von mir (meine Ex hasste sie wie die Pest, weil die angeblich was von mir wollte), hätte sich angeblich abfällig über mich mit einem damaligen Freund von mir unterhalten. Meine Bekannte hat mir versichert, dass sie mit dem schon seit Monaten kein Wort geredet hat, und über mich hat sie sich mit ihm noch nie unterhalten.

        3. Der krasseste Fall, und kurz danach habe ich die Notbremse gezogen. Ich bin auf dem Sofa eingeschlafen, wache auf und sehe, wie die mit der Besatzung von 2 Rettungswagen samt Notarzt bei mir im Wohnzimmer steht. Die hat denen tatsächlich verklickert, ich wollte Suizid begehen, sie hätte mich bewusstlos und eingepinkelt in meinem Bett vorgefunden (ich habe gar nicht im Bett gelegen). Die haben der das so abgekauft (so viel zum Thema andere um den kleinen Finger wickeln). Erst die Psychiaterin im Krankenhaus konnte ich davon überzeugen, dass ich in keinster Weise solche Absichten habe. Die hat mich dann anschließend wieder nach Hause geschickt. Da habe ich das Bett dann Zentimeter für Zentimeter nach nassen Stellen abgetastet, so bescheuert war ich schon. Und nachdem meine Ex dann auch noch behauptet hat, dass die Psychiaterin mich im Krankenhaus behalten wollte, obwohl sie bei dem Gespräch gar nicht dabei war und auf meine Frage, wie sie mich angeblich bewusstlosen Mann denn mit ihren knapp 60 kg vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer bekommen hat (ich wiege 97 Kilo) antwortete, sie hätte mich getragen, habe ich sie hier rausgeschmissen.

        Ich könnte hier noch einiges schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

        1. Eines muss ich noch kurz ergänzen, Wolf. Du schreibst, dass du nachher als der Gewalttätige hingestellt wurdest. Das hatte ich bei der 1. Borderlinerin. Die hatte seinerzeit ihre Arbeitskollegen so gegen mich aufgehetzt, dass die (da war ich schon von ihr getrennt), nach einer Betriebsfeier auf die Idee kamen, bei mir vorbeizukommen und mich zusammenzuschlagen. Das hat mir ihr älterer Sohn bestätigt. Der war bei der Feier dabei. Die hätten sich wegen ihrer Lügen noch alle strafbar gemacht mit allen straf- und zivilrechtliche Konsequenzen.

          Ihr älterer Sohn hat mich auch eines Abends angerufen und gefragt, ob ich ihn abholen könnte. „Mama rastet schon wieder aus“ waren seine Worte. Ich hab ihn dann aus der Stadt abgeholt (ihr hat er erzählt, dass er bei einem Schulfreund übernachtet).

          Bei mir zuhause hat er mich dann gefragt, ob er nicht ganz bei mir bleiben kann. Das ging aber natürlich nicht.

          Ich habe später erfahren, dass er ständig von zuhause abgehauen ist und bevor er 18 Jahre alt war schon zweimal im Jugendgefängnis einsaß. Der ist völlig auf die schiefe Bahn geraten. Sowas tun solche Frauen ihren Kindern an und merken es nicht mal.

          1. Sorry, habe momentan nicht viel Zeit.

            Aber kurz:

            Das war bei mir auch genauso. Bei mir Zuhause haben ihre Leute um das Wohnhaus von mir ihre Runden herum gezogen. Die wollten mir auch ans Leder. Einer hat noch Jahre später von ihr als Opfer gesprochen. Sie ist ja auch als Opfer häuslicher Gewalt in die Akten eingegangen: Der Wohnung verwiesen wurde ja ich.

            Die Anzeigen, die ich erstatten wollte, wurden gar nicht erst aufgenommen.

            Na ja, sie ist ja dann verstorben. Das hat meinem Sohn einiges erspart. Das muss man leider so feststellen.

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