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Schule 2018 – Eine Islamisierung findet nicht statt

Türkei

Schule 2018 – Eine Islamisierung findet nicht statt

…oder sollte man hier eher von einer „Türkisierung“ sprechen?

In einer Berliner Schule gab es eine Projektwoche. In dieser Woche mussten die Schüler diverse Aufgaben zu verschiedenen Themen lösen. Vom Niveau der Aufgaben will ich gar nicht erst anfangen. Es ist Berlin und „rote Bildungsstandards“ haben uns das Bildungssystem beschert, das wir verdient haben.

Eine Aufgabe stach heraus

Sie stach heraus, weil ich sie nicht hätte beantworten können.

Hier ist sie:

Finde jeweils den passenden Oberbegriff.

Ein Begriff passt nicht – streiche ihn aus!

(…)

Sarah Hilal Janine Julius Katrin

(…)

Da ich die Aufgabe nun sehe und die Lösung ausgeblendet habe, sehe ich, dass ich sie doch hätte lösen können.

Lösung: Deutsche Namen.

Zu streichen: Hilal

Tja, nun kenne ich aber die Lösung. Sie lautet:

Mädchennamen.

Zu streichen: Julius

Zunächst einmal ist zu bemerken, dass ich als fast 45-Jähriger den Namen „Hilal“ nicht kenne. Schulkinder sollen ihn kennen? Ich habe wegen des Namens recherchiert:

Hilal ist im Arabischen ein überwiegend männlicher, im Türkischen hingegen ein ausschließlich weiblicher Vorname

Die vorgegebene Lösung ist also falsch. Lediglich in der Türkei wäre die Lösung korrekt. Im arabischen Raum wäre sie falsch, da der Name mehr unter dem männlichen Geschlecht als unter dem weiblichen vorkommt. Würde man diese Aufgabe in der Türkei stellen, wäre die Aufregung über deutsche Namen in einer Aufgabe für türkische Kinder groß. Im multikulturellen Berlin wird die Kenntnis der türkischen Kultur offenbar vorausgesetzt.

Ich kenne diesen Namen z. B. nicht!

Ich finde es auch völlig daneben, wenn Schulen ihren Multikultiwahn in die Aufgabenstellungen einbinden. Es ist nicht die Aufgabe der Schule türkische Namen, die kaum jemand kennt, zu vermitteln. Wenn es dann auch noch falsch vermittelt wird, muss  man sich über Pisastudien nicht wundern.

Die Lösung „Deutsche Namen“ mit dem zu streichenden Namen „Hilal“ hingegen wäre korrekt, wird aber als falsch gewertet. Das ist das deutsche Schulsystem.

Das ist nur ein Beispiel. Wenn man will, kann man viele weitere finden.

Gerade kam mir noch die Geschlechterperspektive in den Sinn. Es ist natürlich logisch, dass es in feministischen Zeiten darum geht, den vermeintlich einzigen Jungennamen zu streichen. Allerdings wäre eine Kritik hier auch ein wenig übertrieben. Es passt halt ins System.

Eine weitere Lösung aus den Kommentaren:

Gudrun Eussner:

Eine weitere Möglichkeit haben Sie nicht erwähnt: Sarah.

Das ist ein jüdischer Name, und Juden gehören dank der Willkommenspolitik unserer Kanzlerin nicht mehr zu Deutschland, sondern sie wandern aus.

Nachtrag:

„Deutscher Name Janine“:

Mir kam es etwas türkisch vor, „Janine“ als deutschen Namen zu bezeichnen. Er ist allerdings mittlerweile sehr eingedeutscht.

Janine ist ein weiblicher Vorname, der hauptsächlich im französischen und deutschen Sprachraum Verwendung findet.


 

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3 Gedanken zu „Schule 2018 – Eine Islamisierung findet nicht statt

    1. Stimmt. Mir ist das halt zu fern. Mein Nachkomme hat einen alt-hebräischen Vornamen und meine Cousine heißt Sarah. 😉
      Für mich ist die jüdische Kultur immer noch Teil unserer Kultur. Da muss die Kaiserin noch etwas an ihrem Untertan arbeiten.

      Ich werde den Kommentar in den Artikel packen!

      Vielen Dank!

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