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Dit Dildoking-Logo? Dit jeht ja jar nich‘!

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Dit Dildoking-Logo?
Dit jeht ja jar nich‘!

Hier ist er, der Stein des Anstoßes:

Ich lese morgens zunächst den Newsletter des Berliner Tagesspiegels, damit ich mich schon morgens über linkes Geschreibsel so richtig ärgern kann. Ich bin ja eine kleine griesgrämige Kreatur. Manchmal allerdings amüsiert mich der Newsletter auch. Heute morgen war dies der Fall:

Unterdessen hatte die Jury auch schon ihren ersten Fall: Eine Bürgerin erregt sich über die „Dildoking“-Werbung, weil das Kronen-Logo der Firma aus einer penisartigen Zeichnung besteht. Die Entscheidung: Nicht sexistisch nach den Kriterien des Bezirks – die Jury-Koordinatorin und Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Drobick hält das Signet für „relativ abstrakt“ sowie für „logisch und schlüssig“.

Hinweis für Neuberliner: Hier hat man eben schon mal einen Dildo in der Krone (Q: „Berliner Woche“). Jury-Besetzung und Kriterien finden Sie hier, ein Beschwerdeformular hier, das „Dildoking“-Logo hier – und mehr aus Mitte gibt’s hier im „Leute“-Newsletter von Laura Hofmann.

 Berliner Woche: Dildo-Logo ist nicht sexistisch: Mitte hat jetzt eine Werbejury

(…) Drei erigierte Penisse, die eine dreizackige Krone symbolisieren. Das grafisch durchdachte Logo mit den drei gelben Dildos auf schwarzem Grund in einem Kreis eines großen Sextoy-Versandhandels kennen bestimmt viele. Das Logo der Firma Dildoking hängt seit vielen Jahren überall in der Stadt, auch in Mitte. Ob das Dildo-Logo sexistisch ist, darüber hat jetzt die bezirkliche Werbejury auf ihrer ersten Sitzung beraten. Eine Bürgerin hatte sich darüber beschwert.(…)

Im Fall von Dildoking hat die Jury entschieden, „dass die Voraussetzungen für sexistische und diskriminierende Werbung nicht erfüllt sind“, sagt Kerstin Drobick, die als Gleichstellungsbeauftragte auch die Termine der Werbejury organisiert. Sie persönlich findet das Dildo-Logo „relativ abstrakt“ und zudem „logisch und schlüssig“. Sie betont, dass es bei der Bewertung nicht um persönliche Geschmacksfragen geht, sondern nur darum, ob die Werbung gegen eines der neun festgelegten Kriterien verstößt. (…)

Sehr verklemmt klingen diese Vorstellungen von sexistischer und diskriminierender Werbung – ist alles dem Feminismus geschuldet:

Grundsätzlich geht es darum, „frauenfeindliche Werbung“ zu entfernen. Was frauenfeindlich ist, entscheidet natürlich die feministische Gleichstellungsbeauftragte. Während Feministinnen auf den s. g. Slutwalks wie die billigsten Straßennutten herumlaufen, ist ansprechende Werbung mit nackter Haut von Frauen natürlich verpönt.

Laut Jury liegt „geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) insbesondere vor, wenn Frauen und/oder Männer auf abwertende Weise dargestellt werden, die Gleichwertigkeit aller Selbstzuschreibungen in Bezug auf Geschlecht in Frage gestellt wird, Unterwerfung oder Ausbeutung (nicht kritisch) dargestellt oder zu verstehen gegeben wird, dass Gewalt oder Dominanzgebaren tolerierbar seien, die Personen in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt werden (insbesondere dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten Körpern ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden), eine entwürdigende Darstellung von Sexualität vorliegt, die Person auf ihre Sexualität reduziert wird oder Personen abgewertet werden, die nicht den vorherrschenden Vorstellungen über Zugehörigkeit zu einem Geschlecht entsprechen (z.B. trans und inter Personen).“ Werbung für sexuelle Dienstleistungen darf, soweit sie rechtlich zulässig ist, die Würde von Menschen, nicht verletzen. „Körper und Sexualität dürfen nicht unangemessen dargestellt werden. Dabei ist auch besonders auf die Platzierung und das jeweilige Umfeld des Werbeobjektes zu achten“, heißt es. (…)

Na ja, ich habe mich bereits auch schon einmal über Werbung aufgeregt. Da ging es um einen „Doppeldildo„. Ich finde tatsächlich, dass man  für Doppeldildos tatsächlich nicht unbedingt riesig groß an der S-Bahn-Station Werbung betreiben muss. Nun ja, alles eine Frage des Geschmacks. 😉

Wer aber benutzt Dildos in den meisten Fällen?

Dildos werden zum größten Teil von Frauen und homosexuellen Männern benutzt. (Lesbische Frauen sind Frauen. ;)) Die lesbische Feministin mag sich am Logo, das an männliche Penisse erinnert gestört fühlen: Es gibt wohl auch Dildos, die nicht derartig anatomisch geformt sind.

Sehr viel der Männerfeindlichkeit findet unter dem Deckmantel der „Antidiskriminierung“ und des Antisexismus'“ statt.


 

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