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Wir sind Blankenburg – Mahnwache vor dem Roten Rathaus in Berlin

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Wir sind Blankenburg - pelzblog

Wir sind Blankenburg –
2. Mahnwache vor dem Roten Rathaus in Berlin

In Berlin Pankow sollen viele Existenzen durch Zwangswohnungsbau seitens der rot-rot-grünen Regierung zerstört werden. Es geht u. a. um die Bewohner der Erholungsanlage Blankenburg. Diese sollen z. T. praktisch Zwangsenteignet werden. Außerdem bedeuten die linken Baupläne „Blankenburger Süden“ eine Bedrohung für den gewachsenen Ort.

(…) Berlin Blankenburg gehört zum Bezirk Pankow. Blankenburg hat einen dörflichen Charakter, die Erholungsanlage Blankenburg & der Erholungsgärten Familiengärten entsprechen diesem dörflichen Charakter Blankenburgs. Die Einwohnerzahl liegt ca. bei 7.500 und die Bevölkerungsdichte bei ca. 1.121 Einwohner/km². (…)

Die Erholungsanlage Blankenburg ist die größte Erholungsanlage Deutschlands. Sie um fast ca. 1.400 Grundstücke (Eigentümer, Dauerbewohner, Erbpächter und Pächter). Etwa 400 Grundstücke sind in privater Hand. Die Anlage umfasst ca. 83 Hektar. Die Erholungsanlage Blankenburg ist keine Kleingartenanlage. Sie ist eine Erholungsanlage mit Dauerbewohnern (Eigentümer, Dauerbewohner und Erbpächter) und Erholungssuchenden (Pächter).

Die Anlage feierte ihr 109-jährigen Bestehen und zeichnet sich durch ihren dörflichen Charakter aus. Die ersten Musterparzellen entstand 1909 am heutigen Karpfenteichen. (…)

Ursprünglich waren 5.000 – 6.000 Wohnungen geplant. Mittlerweile spricht man von über 10.000. Die massiven Veränderungen im örtlichen Bild des Ortes sind logisch. Aber auch für Berlin insgesamt hat das sozialistische Bauprojekt Konsequenzen. Diese sind gerade ökologischer Natur.

Zur ganzen Problematik gibt es die Initiative Wir sind Blankenburg. Während zu DDR-Zeiten das Leben rund um diese Parzellen gefördert wurde, sieht man die Nachfolgepartei der SED dem gegenüber nun feindlich gesinnt. Es steht zu vermuten, dass ideologische Ziele hinter dem Verhalten der Stadtentwicklungssenatorin der Linken steckt.

(…) Die Bürger können nach Angaben der zuständigen Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) über drei Entwicklungsalternativen beraten. In allen drei Varianten sind allerdings weiterhin 10.000 Wohnungen geplant. Eine Variante von nur 6.000 Wohnungen steht nicht zur Debatte. Lompscher hatte Ende März betont, die Bürgerbeteiligung sei gerade erst gestartet, der Senat werde den Ergebnissen nicht vorgreifen.(…)

Näheres: RBB24 – Blankenburger Süden: Ärger über Senats-Pläne hält an

Im Blankenburger Süden formiert sich der Widerstand gegen eines der größten Bauvorhaben in Berlin. Am Dienstagabend trafen sich rund 500 Anwohner auf dem Stadtgut Buch. Mit einer Resolution wollen sie sich gegen die „eiskalte Enteignung“ stemmen.(…)

Die Bauverwaltung hatte vor rund vier Wochen völlig verdutzten und überrumpelten Anwohnern dargelegt, dass nun auch die Anlage Blankenburg mit ihren Kleingärten und Eigentumsgrundstücken Gegenstand der Planungen sei, und dass es auf dem Areal Platz für mehrere tausende Wohnungen gebe. Die Anwohner waren bis dahin davon ausgegangen, dass nur die benachbarten Rieselfelder bebaut werden sollen.

und: Kritik an Planungen für Blankenburger Süden in Berlin-Pankow
Dieses Großbauprojekt entsetzt“ 

(…) Für Kritik sorgt insbesondere, dass auch die Erholungsanlage Blankenburg neu bebaut werden soll. Dort haben jetzt Kleingärtner und Siedler Grundstücke. Sie müssten weichen und fühlen sich durch die neuen Planungen der Bauverwaltung getäuscht. Anwohnerin Ines Landgraf kann es kaum fassen: „Wir werden komplett überplant, unsere Anlage wird es nicht mehr geben, wenn die Pläne so durchgesetzt werden, wie man es jetzt vorhat. Das war bis Mittwoch dieser Woche noch nicht klar.“ (…)

Berliner Morgenpost: Blankenburger Süden: Ärger über Senats-Pläne hält an

(…) Es ist gerade einmal einen Monat her, da überraschte Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) die Pankower damit, dass sie im Blankenburger Süden ein Baupotenzial für 10.600 neue Wohnungen sieht. Zuvor war von 5000, höchstens 6000 Quartieren die Rede, die auf den ehemaligen Rieselfeldern am nordöstlichen Stadtrand von Berlin entstehen könnten. Die Anwohner hatten bis zum gestrigen Sonnabend Zeit, sich in einem „Online-Dialog zu drei Entwicklungsalternativen im Blankenburger Süden“ zu Wort zu melden. Fast 600 Kommentare wurden abgegeben. Wenig überraschend: Lompscher erntet viel Kritik für ihre Baupläne. (…)

Gegen diese Politik gibt es seit längerer Zeit Widerstand. Nun fand eine Mahnwache am Roten Rathaus von Berlin am Alex statt.

Die Mahnwache vom 01. bis  03. August 2018 am Roten Rathaus in Berlin

Ich war am ersten Tag der Wache vor Ort. Die Beteiligung war gut – Politiker waren aber nicht zu sehen. Bis auf einen – der Politiker Ronald Gläser war als einziger der Zunft anwesend. Offenbar entwickelt sich die AfD zur einzig wahrnehmbaren Volkspartei in Berlin, die sich um die Sorgen der Bürger kümmert. Von den Altparteien war keine Spur zu sehen.

Ronald Gläser ließ sich nicht lumpen und spendete großzügig für die Bürgerbewegung.

Ronald Gläser spendet - die Bürgerbewegung kostet eben auch Geld
Ronald Gläser spendet – die Bürgerbewegung kostet eben auch Geld

Einige Protestplakate – bevor sie nach Ansage der Polizei entfernt werden mussten

 

 

 

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