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Humor, Text, Sitte

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Frei und improvisiert war gestern

Die freie improvisierte Rede hat ein Ende. Sie ist der Feind alles "Guten". Sie ist der Feind der Selbstschulterklopfer und Selbsterhöhten. Was ein Feind ist, darf nicht sein. Vorbei die Zeit, in der Worte den "Menschen des Guten" in seiner Meinung verletzen konnte. Nun ist die Zeit der Verletzung des Ursprungs der Worte mitten im tödlichen Vollstreckungszug.

Wo früher auf den Sinn von Worten gehört wurde, wird das Wort nun an sich angefeindet. Neger und Zigeuner wurden zum N- und Z-Wort. Der Neger und der Zigeuner wurden in die PoC eingemeindet. Sie haben so ein neues Zuhause gefunden. Ob es ein Zuhause der Wahl ist, ist dem Guten recht und billig. Es ist post-links geboten sich mit diesem neuen Heim anzufreunden.

Humor ist Sache der auferzwungenen Sitte geworden. Das Lachen verstirbt im linken Gebot. Freiheit gibt es nur in engen Grenzen, der Begriff ist absurder als ohnehin geworden. In dieser "Freiheit" ist kein Raum für die Improvisation der Rede, des Gedankens und erst recht nicht für eine Individualität. Vorgetäuscht und vorgeschrieben verstarb sie in der linken Utopie als Dystopie.

Der Humor verstarb im Text unter linker Sitte.

Kollege Mensch in Deutschland: Ich habe fertig.

 

 

Es wird unangenehm für mich. Momentan ist es besser für mich zu schweigen.

2 Gedanken zu „Humor, Text, Sitte

  1. In den 80-er Jahren hat eine Initiative Intellektueller ein ganzseitige Anzeige im Stern geschaltet. Thema war ein Zitat von Arthur Schopenhauer: „Aber die Sprache um ein Wort ärmer machen heißt das Denken der Nation um einen Begriff ärmer machen.“ Sie riefen dazu auf, sich gegen so etwas zu wehren. Damals schon.

    Vor ein paar Wochen habe ich mir in den Öffentlich-Rechtlichen eine Doku über Steeler Jungs und ähnliche Gruppierungen angeschaut. Es wurden in der Doku verschiedene Leute interviewt. Da waren ein Politikprofessor, ein Ortsvorsitzender der NPD, Passanten von Demos, Politiker. Was mir dabei am meisten auffiel, war folgendes: Schau den Leuten in die Augen und Du siehst, wo sie ihr Denken herholen.
    Daraus ergaben sich zwei Typen von Sprechern. Die Mehrheit, die nicht ihre eigenen Gedanken vortragen, sondern etwas wiederholen, was sie vorher woanders gehört hatten. Die Aussagen stehen dann vorher fest. Der fragende Gegenüber hat gar keinen Einfluss auf das Gesagte.
    Und dann gab es eben den einen oder anderen, der eine Frage angehört hat, sich eigene Gedanken gemacht hat und dann erst sprach. Der zweite Typus, der, der selber denkt, wurde in der Doku als rechtsradikal bezeichnet.

    1. Es ist traurig. Die Dummheit der Bessermenschen stellt viele als Nazis hin, die natürlich keine sind.

      Meine Energie ist mittlerweile weg. Vor Jahren wurde ich von Männerrechtlern auf das übelste mit Lügen und Shitstorms angefeindet – obwohl ich eigentlich ebenfalls feminismuskritisch war und bin. Wenn aber dem Oberguru der Szene Einstellungen nicht passen, wird eben dafür gesorgt, dass die Szene sich gegen einen in Bewegung setzt und für die übelsten Shitstorms sorgt. Da unterscheidet man sich nicht vom Feminismus.
      Anschließend wurde ich dann aufgrund diverser Texte als Nazi beschimpft, ich war plötzlich homo-, trans- und „alles“phob. Es ist nun so schlimm geworden, dass ich aus privaten Gründen schweigsamer werde. Hier war es abzusehen und aus den sozialen Medien habe ich mich ebenfalls zurückgezogen. Gerade bin ich dabei, mir Twitter abzugewöhnen. Das war eigentlich auch lange an der Zeit.
      Ich muss auch auf andere achten, es geht nicht nur um mich. Bessermenschen neigen zur Sippenhaft.

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