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Definitionsmacht und das
eigenwillige Weltbild einiger
Feministinnen

Ich beginne direkt einfach mal mit einem Zitat aus „Zwei Dinge, die ungesagt blieben“ von Antje Schrupp, das vieles vom Weltbild einiger Feministinnen deutlich aufzeigt.

„Und wenn ich schreibe, ohne Männer brauchten wir keine Justiz heißt nicht, dass Frauen die besseren Menschen wären, es heißt nur, dass das, was Frauen tun, mit den Kategorien der Justiz nicht erfasst wird. Das wiederum ist keine Spekulation sondern lässt sich an den Zahlen der von Frauen nach juristischen Maßstäben begangenen Verbrechen glasklar ablesen. Aber bekanntlich ist nicht alles Böse und Schlechte auch justiziabel. Wie immer geht es nicht um besser oder schlechter, sondern um anders.“

Wahnsinn

Das, was Frauen tun, kann also mit den Kategorien der Justiz nicht erfasst werden. Aha. Alle Straftaten, die Frauen begehen, sind also jenseits der gegebenen juristischen Normen. Ich habe es ja schon an vielen Stellen festgestellt: Frei nach George Orwell„Die Frau ist gleicher.“ Daher können wir das StGB in seiner Gültigkeit auch direkt einschränken: Ab heute gilt dann es dann nur noch für Männer. Frauen sind ja durch die „Kategorien der Justiz“ nicht erfassbar.

Nur als Randanmerkung: Die Frau wird tatsächlich aber durch viele Statistiken gar nicht erfasst. Häusliche Gewalt durch Frauen, Kindesmissbrauch durch Frauen usw. sind Dinge, die es zumeist nicht in Kriminalstatistiken schaffen, da sie gar nicht erst durch Anzeigen u. ä. registriert werden. (So viel zum Thema Patriarchat.) Man kann es sich einfach machen, wenn man etwas „glasklar“ ablesen will. Will man einer Sache gerecht werden, sollte man sie auch hinterfragen. Auch die Taten von Frauen sind justiziabel. Frauen haben aber eben gewisse Boni. (Ich verweise auf meine Erfahrungen mit häuslicher Gewalt durch Frauen. oder meinen allgemein gehaltenen Artikel hier.)

Aber wenigstens erspart sich Antje Schrupp hier eine direkte Wertung, sie scheut sich davor ernsthaft zu sagen „Die Frau ist sozial eben besser als der Mann“. Die Frau in Antje Schrupps Augen ist halt einfach nur anscheinend nicht von dieser Welt und man bräuchte halt keine Justiz ohne Männer. Ohne Männer bräuchten Frauen gar nichts; denn ohne Männer gäbe es auch keine Frauen. Noch ist das Sperma unseres. Will sagen: Auch eine Frau will gezeugt werden, aber lassen wir die Dame phantasieren.

Antje Schrupp geht aber noch weiter. Nicht nur die Justiz kann das Handeln von Frauen nicht adäquat behandeln, sondern die Durchschnittsfrau an sich muss durch den Feminismus bevormundet werden.

„Die Idee, Feministinnen würden die Mehrheitsmeinung aller Frauen vertreten (quasi als wären sie Lobbyistinnen für Fraueninteressen gegen die Männer), und die Vermutung, irgend etwas müsste mit ihnen falsch sein, wenn so viele Frauen nicht hinter ihnen stehen, ist Quatsch mit Soße. Nur rückblickend glauben wir gerne, früher hätten alle Frauen den Feministinnen ihrer Zeit begeistert applaudiert. Aber das kommt nur daher, weil ihre damaligen Thesen aus heutiger Sicht nicht mehr radikal wirken, weil sie inzwischen im Mainstream angekommen sind. Ich meine: Wer ist heute noch ernsthaft gegen das Frauenwahlrecht?

Das Gute daran ist: Das, was heute noch “übertrieben radikal” erscheint, kann morgen schon ganz normal sein.“

Mit diesen Worten sagt Antje Schrupp eindeutig, dass sich der Feminismus nicht um Mehrheitsmeinungen unter Frauen scheren soll, es sogar nicht darf, weil Mehrheitsmeinungen von Frauen eher bremsend auf den Feminismus wirken würden. Dies widerspricht so allen demokratischen Grundsätzen, die ich als Mensch so habe. Außerdem zeigt es, dass Feministinnen sogar die Meinungen von Frauen abwerten und als nichtig definieren. Die feministische Frau steht also nicht nur über dem Mann, der ja von der Justiz im Gegensatz zur Frau erfasst wird, nein, sie steht auch über der nicht-feministischen Frau, da deren Meinung zwar Teil einer Mehrheitsmeinung seien, für die Ziele des Feminismus aber eher hinderlich ist.

Das ist ganz klar verfassungsfeindlich, es ist undemokratisch. Es ist gefährlich, wenn sich gewisse Gruppen innerhalb unseres Sozialwesens nicht an Mehrheitsmeinungen gebunden fühlen.

Mit einer Argumentation, dass das Handeln von Frauen außerhalb der Justiz liegt und die Mehrheitsmeinung der „gewöhnlichen Frau“ nicht zu beanchten ist, ist es auch ein einfacher Schritt zur Definitions des Wortes „Definitionsmacht“. Stellen wir uns einmal ganz doof und befragen die feministische, deutsche Wikipedia dazu:

Definitionsmacht (sexualisierte Gewalt) – die Begrifflichkeit entstammt also dem Feminismus aus den 70er des letzten Jahrhunderts und ist eine Kritik am „objektiven Gewaltbegriff“. Mit Objektivität und Meinungen der Mehrheit hat es der Feminismus ja nicht so, da er eine „Ideologie einer (so selbst wahrgenommenen) Elite“ darstellt. Der Begriff soll also aus objektiven Wahrnehmungen entkoppelt werden und nur durch das Opfer definiert ohne kritisch hinterfragt zu werden. („Der hat mein Förmchen schief angeguckt, das ist sexuelle Gewalt! Steinigt ihn!“) Ich muss jetzt nicht ausführen, warum wie einen objektiven Gewaltbegriff in unserer Gesellschaft benötigen und uns nicht auf individuelle Gewaltdefinitionen von „Gewaltopfern“ – nach dem Begriff „Definitionsmacht“ macht ein Opfer sich ja selbst zum Opfer, weil niemand anderes… – beziehen können.

In Diskussionen mit Feministinnen ist es immer wieder extrem diskussionsfeindlich, wenn diese sich auf die „Definitionsmacht“ des Opfers beziehen. Um einmal feministisches Vokabular zu verwenden:

Bei der Definitionsmacht handelt es sich um ein Konstrukt, das keinerlei Allgemeingültigkeit oder überhaupt eine Gültigkeit besitzt. Es ist ein herbeigebetetes Konstrukt, um die Macht der Frau gegenüber dem Mann als Dauertäter zu stärken. Hinzu kommt dann noch das „Konstrukt“, dass Männer keinen Sexismus erleben können und fertig ist das Weltbild, in dem der Mann nicht objektiv zu behandeln ist und kein Unrecht erfahren kann.  Das Argument der Definitionsmacht ist streng genommen keins. Definitionsmacht kann als Begriff höchstens zur Diskussion gestellt werden.

Der Artikel  Über „Definitionsmacht“ zeigt wiederum deutlich, dass die Feministin es nicht schafft, Gewaltdelikte oder irgendwelche anderen Gegebenheiten jenseits von „Herrschaftsdenken der Männer“ zu verorten. Auch dieser Artikel ist von einer verblendeten Sicht auf Frauen geprägt. Die Frau wird einzig und allein als Opfer dargestellt. (Hat jemand Opferabo gesagt? Der Text ist nebenbei bemerkt durchsetzt von „anti-patriarchaler, feministischer Worttrennung“.)

„Fast alle Vergewaltigungen werden von Männern an Frauen, Kindern und – in weit geringerem Ausmaß – an anderen Männern begangen.“

Dann kommt der Artikel auf den Punkt. Er kommt ohne wirkliche Argumentationskette zu folgendem Schluss:

„Was jedoch als Gewalt, als sexuelle Handlung oder auch als Grenze des eigenen Willens empfunden wird, kann nach Person und Situation ganz unterschiedlich sein“.

Die Definition, was sexuelle Gewalt ist, obliegt also nur dem ausschließlich weiblichen Opfer. Ich überlasse es dem geneigten Leser dieses Artikels zu folgern, wohin ein – Achtung: Feministenslang! – solches Konstrukt führen würde, Eine objektive Rechtsprechung wäre nicht mehr möglich. Eine gerechte Rechtsprechung gegenüber dem Mann sowieso nicht. Macht aber nichts: Er ist ja sowieso nur böser Täter in einer patriarchalen Welt.

„Allgemein gesprochen, beginnt sexualisierte Gewalt oder erzwungene Sexualität, beginnt die Verletzung der eigenen Grenzen schon in dem Augenblick, wo Menschen sich überrumpelt, übergangen oder irgendwie komisch fühlen und nicht erst dann, wenn gedroht oder geschlagen oder sonst mit körperlichem Einsatz vorgegangen wird.“

„Irgendwie komisch“, „überrumpelt“, „übergangen“ usw. fühlen. Es reicht also ein „Guten Morgen“ eines Mannes, um sexuelle Gewalt auszuüben. So macht man jeden Mann schuldig. Sorry, aber „irgendwie komisch“ und „überrumpelt“ klingt extrem nach Kleinkindstadium. Dort möchte ich auch das Konstrukt „Definitionsmacht“ verorten. Definitionsmacht folgt keiner nachvollziehbaren Argumentationskette und dient lediglich dazu, Machtpositionen für die Frau herzustellen und den Mann als Täter zu dämonisieren.

Ganz klar wird es mit dem folgenden Satz gesagt, der mich auch beim Lesen zur Aufgabe zwingt:

„Was oben als Definition von Gewalt eingeführt wurde: Das Brechen ihres Willens, muß nach der Definitionsmacht nur noch von der Frau benannt werden.“

Ob Feministinnen es irgendwann einmal merken, dass sie den Mann entmenschlichen, ihm keine Menschenrechte zugestehen, und einfach nur radikal argumentieren? Männer würden mit so einer Argumentation direkt in die rechte, frauenfeindliche Ecke gedrängt werden, wenn sie solche Texte in Bezug auf Frauen verfassen würden. Moderne Feministinnen übernehmen blind solche Phantasiegebilde wie „Definitionsmacht“ und geben sie als gottgegeben wieder. Zeitgleich behaupten sie im Gegensatz zum Mann einen akademischen Anspruch zu haben.

Akademische Ansprüche sieht man bei den Vertreterinnen der Genderforschung. Gesche Joost ist ein super Beispiel für die akademische Überlegenheit der Feministin.

So, muss jetzt leider den Beitrag hier beenden. Die feministische Verblendung wird mir gerade zuviel. Das wichtigste habe ich gesagt.

15 Gedanken zu „Definitionsmacht und das
eigenwillige Weltbild einiger
Feministinnen

  1. „ausführen, warum wie einen“
    wie = wir

    „Machtpositionen für die Frau herzustellen“
    Nicht Frau – Feministin, die meisten Frauen sind ja glücklicherweise nicht so drauf und für die soll das ja auch nicht gelten, schließlich sind die ja vom Patriarchat unterdrückt und haben keine eigene Meinung, weshalb man deren Meinung nicht nur ignorieren darf, man muss sie sogar unterdrücken.

    „Gesche Joost ist ein super Beispiel für die akademische Überlegenheit der Frau.“
    …der Feministinnen – die restlichen Frauen kommen (noch) mit ihrer Fähigkeit in die Bereiche.

    1. Du hast so Recht! Ich werde es ausbessern, vielen Dank.

      Sowas passiert mir halt, weil ich die Sachen immer schnell hinter mich bringen will. Mich belastet die ganze Thematik immer sehr.

      Ich werde TAGGEN und AUSBESSERN. 😉

    2. Ach so:
      In dem Text „Definitionsmacht…“ geht es tatsächlich aber um die Machtposition für die Frau. Daher ist hier „Frau“ korrekt. Ich habe lediglich bei Gesche Joost „Frau“ durch „Feministin“ ersetzt..

  2. Um mal etwas für Frau Schrupp zu sagen, (fast) jede größere gesellschaftliche Bewegung (z.B. Religionen, Grund- und Menschenrechte) für war ursprünglich nur eine Minderheitenmeinung. Über die restlichen Aussagen möchte ich lieber schweigen, ich stimme dir da zu.

      1. Ich kenne den üblichen Tonfall/Schreibstil der Frau nicht. Wenn der arrogante Ton öfters vorkommt, dann stimme ich dir zu, wenn nicht ich bin bereit bei Einzelfällen drüber hinwegzusehen.

        Btw ich finde es streckenweise extrem nervig, wie schnell die Nazikeule herausgeholt wird. Das verharmlost imo die echten Nazis.Aber vermutlich hat Nazi was mit Definitionsmacht zu tun und nicht mit Weltkrieg, rassistischen Massenmord und Autobahnbau.

        1. Die Nazikeule können die Feministinnen besser auspacken. Wie war das noch mit demm Breivik-Vergleich letztens?

          Ich finde aber tatsächlich, dass Feministinnen sehr viele Grundtendenzen haben, die in diese rechte Richtung gehen. „Weißer, heterosexueller Mann“, Mann kann grundsätzlich kein Sexismusopfer sein usw.

          Antje Schrupp lacht sich ja praktisch über diese rückständigen Frauen kaputt. Das ist eine widerliche Arroganz. Mich schüttelt es.

          1. Ignoranz und Arroganz ist für mich kein Zeichen für mich kein ausschließliches Zeichen von Nazitum. Das die gute Frau unter Realitätsverleugnung leidet ist schon schlimm genug.

            Ich denke, durch den Breivikvergleich haben sich die Leute selbst disqualifiziert.

            Btw ich denke, dass Männerrechtler in allen politischen Lagern zu Hause sind, auch bei den Nazis, bei den Kommunisten und bei allen dazwischen. Männerrechtler sind eine heterogene Gruppe. Nur denke ich das ebenso über Feministen*_/Innen.

  3. Pingback: NICHT-Feminist

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