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Feminismus:
Vortrag auf der #om13
der Piraten

Ich war gestern sehr erschrocken, als ich diesen Vortrag auf youtube gesehen habe. Ich war derartig erschrocken, dass ich mich entschlossen habe, diesem Vortrag, der auf der Open Mind 13 der Piraten gehalten worden ist, einmal zu sezieren. Es war anstrengend. Sehr anstrengend.

Hier aber zunächst einmal der Vortrag, obwohl ich glaube, dass meine Nachbearbeitung reicht. 😉

Der Vortrag wurde auf der Veranstaltung Openmind von den Piraten gehalten.

Edit: Der Vortrag wurde zunächst aufgrund von Beschwerden über Persönlichkeitsrechtsverletzungen vom Netz genommen, aber dann anscheinend an drei (!) verschiedenen Stellen wieder bei youtube hochgeladen. Sagt vieles über die Piraten aus.

Der Vortrag von Jasna Lisha Strick , die sich in ihrem Twitterprofil als „Maliziöses Miststück, Tugendfurie, Krieger*innenprinzessin. Literatur, Feminismus & Gefühlsduselei.“ vorstellt, ist eine gutes Beispiel dafür, dass Wirkung und Inhalt zwei unterschiedliche Dinge sein können. Ich kann mir vorstellen, dass sie mit diesem Vortrag, der nahezu ohne ernstzunehmenden Inhalt daher kommt, einige Wirkung erzielt hat.

Es ist etwas anderes, einem Menschen zu glauben oder aber seine Aussagen in Ruhe zu betrachten. Ich habe mir die Mühe gegeben und ihre Aussagen einmal betrachtet.

Da das „Triggern“ von Inhalten so modern geworden ist, „triggere“ ich hier auch mal:

Im folgenden wird tlw. eine Sprache benutzt, die nicht die meinige ist. Zumindest nicht, wenn ich ernst genommen werden möchte und ich mich außerhalb von Ironie, Sarkasmus usw. befinde. 😉

Sie nennt ihren Vortrag „Ihr gehört alle mal durchgevögelt“ Der Titel soll die drastische Wortwahl der s. g. „Hater“ verdeutlichen. „Hater“ sind Menschen, die sehr viel hasserfüllte Dinge zu bestimmten Themen von sich geben. Der Titel des Vortrags wird hier aber ohne weiteres Belegen einer Quelle gewählt und als tatsächliche Ausdrucksweise eines „Haters“ verkauft.

Titel mit Untertitel lauten:

Ihr gehört alle mal durchgevögelt
Hate Speech und Victim Blaming nach dem #Aufschrei

Ich werde im Folgenden aufzeigen, dass Jasna Lisha Strick – Faserpiratin auf Twitter – nicht viel „Hate Speech“ – Aussagen eines „Haters“ – aufzeigen kann und dass „Victim Blaming“ in ihrem Vortrag gar nicht vorkommt. Was allerdings vorkommt, sind unzulässige Nazivergleiche. Sie „zitiert“ viele Beiträge von Twitter und einige Blogbeiträge. Ich habe mir jedes einzelne Zitat vorgenommen, um zu zeigen, wie substanzlos, propagandistisch und hetzerisch ihr Vortrag ist.

Sie fängt direkt etwas ungeschickt mit einem Gruß an „die Maskus“ an. Ich nehme an, sie identifiziert Hater als Maskus, was ja schon eine gewisse Wertung zeigt. Es ist zumindest rhetorisch nicht sehr geschickt, einen Vortrag mit einer Ansprache an diejenigen zu beginnen, die man eigentlich kritisieren möchte. Zumindest ist es keine gute Idee, es provozierend auf diese Art und Weise zu tun.

Direkte Zitate von Jasna Strick, setze ich fett und in einen anderen Schrifttyp in Anführungszeichen.

„Es geht um Hate Speech, um Sexismus, Rassismus, Gewaltandrohungen.“

Nein, geht es nicht. Vor allem das Vorkommen von Rassismus und Gewaltandrohungen kann sie mit keiner Silbe nachweisen. Aber das zeige ich deutlich, indem ich mich durch ihren ganzen Vortrag durchhangele.

 „Heute soll es um die Hater gehen, die, die einfach nur ihren Frust herauslassen.“

Frust herauslassen, ist zunächst einmal nichts Verwerfliches. Diente aber nicht #Aufschrei dazu, Frauen die Möglichkeit zu geben, Frust herauszulassen und Dinge anzusprechen? Auf der einen Seite ist es gut, auf der anderen Seite „hate“?

„Es geht um massive Bedrohungen und Beschimpfungen, die Frauen erhalten haben.“

Sie erwähnt u. a., dass die Frauen diese Bedrohungen per SMS erhalten haben. Da sollte man sich fragen, wem man denn seine Telefonnummer gegeben hat. Es ist aber keine Phänomen, dass das Internet nach sich zieht. Ich habe die Handynummer von Jasna Strick z. B. nicht. Die Bedrohungen und Beschimpfungen bleibt sie uns im Laufe des Vortrags allerdings schuldig.

„Der Nachteil der Medienwirksamkeit ist, dass es dann auch die andere Seite gibt.“

oder aber auch „Der Nachteil der Demokratie ist, dass man andere Meinungen zu Wort kommen lassen muss.“ Das Demokratieempfinden von Jasna Strick möchte ich nicht haben. Wenn man eine Meinung kund tut, muss man immer eine andere Meinung, Wahrnehmung tolerieren. Dies ist aber anscheinend bei den feministischen Piraten unerwünscht.

„Diese Reaktion gibt es vor allem, wenn Frauen sich äußern.“

Zum einen bleibt sie uns die Bedrohungen usw. schuldig und zum anderen ist es eine sehr subjektive Aussage, die an keiner Stelle empirisch bewiesen werden kann. So kann ich wieder nur Jörg Kachelmann für die Prägung des Begriffs „Opfereabo“ dankbar sein. Hier wird direkt wieder der Blick auf die Frau als Opfer gelenkt. Schwach.

Dass Frauen es so schwer haben, sieht man an unserer Kaiserin Merkel, Frau Aigner, Frau von der Leyen, Frau Schröder usw.

Nun kommt sie zum ersten „exemplarischen“ Tweet:

XXX:
gekaufte #spambots und müde agenturarbeit vom gewöhnlichsten, dazu männerfeindlichkeit vom miesesten #aufschrei #fickdichgrimme #goa13
21. Juni 2013

Ich lese hier lediglich eine Kritik an der Vergabe des Grimme-Preises und die Kritik an #Aufschrei, dass dort eine gewisse Männerfeindlichkeit vorherrscht. Hier wird keine Frau bedroht oder beleidigt. Der Umgang mit Kritik – die ja, wie oben gesehen, unerwünscht ist – wird deutlich, indem Jasna Strick ihre „Beweiskette“ mit diesem Beitrag auf Twitter eröffnet.

Es scheint also schon zu kritisieren  zu sein, wenn sich jemand über die eine Preisvergabe und Männerfeindlichkeit äußert.

Anschließend erzählt sie etwas von „60.000 Tweets zu #Aufschrei in 4 Tagen“ – diese Zahl müsste sie zunächst einmal belegen. Desweitern ist fraglich, ob alle Beiträge, die mit „#Aufschrei“ versehen wurden, überhaupt inhaltlich damit zu verbinden sind. Die meisten Tweets waren eben nicht wie gewünscht inhaltlich mit #Aufschrei verbunden.

„Ich glaube, wir arbeiten mit Scientology zusammen!“

ist die Äußerung zum Thema „Agenturarbeit“. Darf ich feststellen, dass Scientology eine ähnliche Mentalität hat, wie manche feministische Strömung? Wahrscheinlich darf ich das nicht. Feministinnen dürfen Nazivergleiche ziehen, kritische Männer dürfen ja nur politisch korrekte Dinge äußern.

@XXX nicht nur traurig, #stalkingvorwürfe / #provokationen sind für viele frauen zum einträglichen Geschäft geworden. 😉
@marthadear

Hervorragend aus dem Zusammenhang gereissen. Ich kann keinen Zusammenhang zu hate speech oder Bedrohung oder überhaupt zu #aufschrei herstellen. Die ganze Aussage wird auch noch durch einen Smiley relativiert. Es gibt also keine schlimme Aussage und diese wird auch noch relativiert. Schon das zweite Glied der Beweiskette, das nichts taugt.

Es folgt ein Beispielhafter Blogeintrag vom Berufszyniker. Er hat nicht umsonst den Namen Zyniker für sich gewählt. Er wird sehr kontovers aufgenommen. Die Dinge, die er sagt, haben aber alle Hand und Fuß.

Ach nee! #Aufschrei wird der #goa13 verliehen. Hat sich die vorgetäuschte Schwanz-aus-der-Hose-Kampagne ja gelohnt! #gibtwichtigeres
21. Juni 2013

Diesen Tweet lässt die Votragende recht unkommentiert. Mir als kritischen Betrachter zeigt der Tweet (ein Beitrag auf Twitter) aber einiges. Zunächst einmal: Der Tweet ist von einer Frau. Frauen scheinen also teilweise auch nicht so zufrieden mit #Aufschrei zu sein. Die „Schwanz-aus-der-Hose-Kampagne“ bezeichnet wahrscheinlich den Vorfall, den eine Initiatorin von #Aufschrei via Twitter geschildert hat. Angeblich hat jemand in einer gut gefüllten S-Bahn sein Glied vor der Dame herausgeholt und sie zusätzlich bedroht.

Diese Geschichte ist an vielen Stellen zurecht kritisch hinterfragt worden und wird mittlerweile totgeschwiegen, dass man diese Geschichte hoffentlich schnell vergisst. Die Geschichte ist allerdings immer noch fragwürdig und zeigt die Glaubwürdigkeit von #Aufschrei. Jasna Strick hat sich mit dem Zitieren dieses Tweets keinen Gefallen getan.

Auch hier wird der Inhalt wieder relativiert. (#gibtwichtigeres)

@XXX geistige und optischer Müll in Reinkultur #goa13 #Aufschrei
@vonhorst
28. Juni 2013

Hate? Bedrohung? Sieht das jemand? Ich sehe nur das Missfallen des Grimme Preises.

DerHarteSchwanz
@marthadear du hast noch ganz andere Problem, wie die Fotos von Dir zeigen, lol…
DerHarteSchwanz
@vonhorst würde deine visage eher als kackenhässlich bezeichnen, lol
DerHarteSchwanz
@Suedelbien du bist wirklich eine selten dämliche Fotze
ohne Datum, Quelle angeblich Twitter

Die Worte sind allesamt beleidigend. Dem stimme ich zu. Schade nur, dass es diesen Account „DerHarteSchwanz“ bei Twitter gar nicht gibt. Es gibt also weder den Account, noch einen Zusammenhang noch sonst irgendetwas. Ein solider, glaubwürdiger Vortrag wird anders erstellt.

Da krieg ich imm Hass, wenn so Hipstaa-Fötzchen über „schwere“ Arbeit reden und dabei fast ohnmächtig werde!
ooooaaRRRRRRooaaRRR
ohne Datum, ohne Zusammenhang

Ein weiterer Tweet einer Frau. Vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Keine Verbindung zu Feministinnen oder #Aufschrei. Ich kenne die Dame, die diesen Tweet erstellt hat. Ich nehme an, sie hat sich über eine Arbeitskollegin geärgert. Sowas ist im Interesse von Frau Strick? Inhaltlich hat dieser Tweet hier überhaupt nichts zu suchen. Es kommt nur der Verdacht hoch, dass Frau Strick überhaupt keine Beiträge für ihren Vortrag gefunden hat.

Eine Initiatorin von #Aufschrei kommt auch als „Beweis“ für Hate und Bedrohung zu Wort:

Anne Wizorek @marthadear
die mails, die mir sagen, ich würde alles nur schlimmer machen und gehörte einfach nur wieder ordentlich durchgefickt. #aufschrei
29. Januar 2013

Nun ja, ich könnte hier auch etwas schreiben, dass ich ständig Sexangebote bekomme. Das stimmt aber nicht. Behaupten kann man viel. Vor allem wenn man einen #Aufschrei initiiert hat. Auch hier finde ich keine stichhaltige Belege für Hate und Bedrohung.

J. Strick nennt es „den Klassiker“ wegen dem sie ihren Vortrag so genannt habe. Ich stelle allerdings fest, dass sie ein Wort durch ein anderes ersetzt hat. 😉

Es folgt erneut ein Blobeintrag vom Berufszyniker. Klar, diesen Beitrag kann man in die Kategorie Hate Speech einordnen. Eine Gewaltandrohung, Rassismus kann ich allerdings nicht entdecken.

Nun komme ich endlich zu ehren. Ich werde in einem Tweet angesprochen.

@WolleJ Die #Aufschrei-Tanten sind in der Minderheit. Die haben jetzt ihren #goa13 und kraulen sich gegenseitig die Muschi. #abhaken
26. Juni 2013

Keine Gewaltandrohung, kein wirklicher „Hate Speech“ – durch #abhaken gibt es wieder eine Relativierung. Der Ärger über den Grimmepreis überwiegt.

Es folgt ein Textausschnitt OHNE Quelle.

„Ich habe übrigens den Verdacht, dass da noch ein andere Nutzerin involviert war, die rein zufällig für NDR und Tagesschau arbeitet. Vielleicht sollte man die einfach mal als radikale Feministin denunzieren.“

Wo ist der Zusammenhang mit #Aufschrei? In welchem Zusammenhang wurde das überhaupt verfasst? Die Beweiskette ist keine Kette.

Es folgt ein Zitat vom Berufszyniker, der anscheinend der Hauptlieferant zu sein scheint.

@XXX Deute ich das richtig, dass das #Vieh sich derzeit vermehrt? <twitterlink> #Horror

Ja, das ist nicht nett. Es fehlt allerdings der Zusammenhang. Es ist aus einer Unterhaltung heraus gesagt worden. Man kann nicht einfach aus einer Unterhaltung einen Satz herausgreifen und diesen als „Beweis“ nehmen. Ich sehe auch wieder keine Drohung. Ich sehe auch wieder keinen Rassismus. Ich sehe auch keinen Sexismus. Hate Speech vielleicht.

Kommen wir zur zweiten Erwähnung meiner Person.

@WolleJ Wer schützt das Kind vor so einer unreifen #Psycho-Mum in spe?! #Jugendamt? Oder erhängt es sich bei der #Geburt mit der Nabelschnur?
29. Juni 2013

Nun ja: Wieder einmal die Frage nach dem Zusammenhang. Es gibt Mütter, die töten ihre Neugeborenen. Es gibt feministische Mütter, die stillen nur ihre Mädchen und die Jungs aus feministischen Gründen eben nicht.  Sowas ist psychopathisch; daher kann man in solchen Fällen von „Psycho-Mums“ reden.

Was nur auffällt: Hier ist nichts mit einem Begriff für Twitter identifiziert. Der Vorwurf, Maskulisten würden Feministinnen nachstalken, macht umgekehrt wohl eher Sinn oder wie kommt Frau Strick an diesen Tweet? Es ist einfach Leuten innerhalb eines Vortrages etwas vorzuwerfen, was man selbst tut.

Und nochmal was vom Zyniker:

@Wolle J @XXX… Manchmal enden #Kinder von Psycho-„Müttern“ aber auch in #Blumentöpfen o. #Tiefkühltruhen

Nochmal: Wenn man nicht gerade den Tags „Blumentöpfen“ und „Tiefkühltruhen“ folgt, ist ein Auffinden dieses Tweets nur über Stalking möglich.

Inahltlich sagt der Zyniker lediglich, dass es Mütter gibt, die ihre Kinder nach der Geburt töten und asozial entsorgen. Ist das kritisch zu hinterfragen? Wenn man Säuglingsmord verurteilt?

Keinerlei Gewaltandrohung, keinerlei Sexismus, keinerlei Rassismus, kein #Aufschrei-Zusammenhang usw.

Es geht weiter: Ohne Quelle, ohne Autor, ohne Datum.

Wer nominiert sowas eigentlich für den Grimme-Preis? Ausgediente Stasie-Kader? Goebbels ideologische Erben?

 Die gute Frau Strick ist persönlich beleidigt, wenn man ihre Nominierung für den Grimme-Preis in Frage stellt. Sie ist zum wiederholten Male anscheinend beleidigt, weil es um diesen grottigen Grimme-Preis geht. Mit Sexismus, Gewaltandrohung, Rassismus usw. hat allerdings auch diese Quellen- und Datumlose Sache nichts zu tun.

Ach so… Zusammenhangslos wurde

Vagina-Faschisten

drunter gesetzt. Wahrscheinlich um einen sexistischen Bezug herzustellen. So argumentiert keine erwachsener Mensch.

Noch kein deutscher #feminazi hashtag? Der ist aber dringend nötig! Wir überlassen Twitter nicht länger den Gehirnwäschehexen.
6. Juli 2013

Das ist mal wieder ein Tweet einer Frau. Er zeigt, welche Wirkung diese Neofeministinnen auch auf Frauen haben. Sogar Frauen nutzen das Wort feminazi, wenn sie über Neofeministinnen sprechen. „Gehirnwäschehexen“ verdeutlicht auch, wie die Methoden dieser Feministinnen auch durch Frauen wahrgenommen werden.

Es zieht sich durch: Keine Bedrohung, kein Sexismus, kein Rassismus. Lediglich Kritik und Kritik ist ja böse.

…und erneut ein Beitrag einer Dame, die schon zuvor grundlos zitiert wurde:

So faschistoide Hipster-Feministinnen sind auch so ein widerliches Volk.

Und wieder: Kein Zusammenhang. Es reicht wohl, wenn man das Wort „Feministin“ benutzt, um in den Augen der Neofeministinnen negativ aufzufallen. Keine Bedrohung, kein Sexismus, kein #Aufschrei-Zusammenhang usw.

Dann wird Frau Strick trickreich:
Sie erwähnt einen Kommentar, auf einer Webseite, der nicht freigeschaltet und gelöscht wurde. Dieser Beitrag wurde dann auch noch durch Frau Strick gekürzt.

WTF? Was ist das für eine Art, Bedrohung, Rassismus, Sexismus usw. zu belegen?

Sie macht dann so weiter. Sie beschreibt einen gelöschten Kommentar auf ndr.de.

„Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.“

Richtig: Nett ist anders. Wer aber hat so etwas von sich gegeben? Es könnte ebenso eine Neofeministin gewesen sein, um Beweise gegen Maskus zusammen zu bekommen. Wir werden es nie erfahren.

Langsam wird es anstrengend, weil ich mich durch eine unendliche Nicht-Argumentation kämpfen muss. Nur um zu zeigen, was mit den Piraten und den Neofeministinnen so los ist…

Es folgt ein Zitat aus einem Trollaccount.

@marthadear @.. Lutscht mir doch alle mal meine anonymen #noname Eier.“

Ja, schön. Prollig, unnötig usw. Aber: keine Bedrohung, kein Rassismus, kein #Aufschrei-Zusammenhang. Solche Kommentare gibt es in sozialen Netzwerken halt.

Ja, im Prinzip motzen+lästern wir hier nur rum, man bräuchte mal was Effizientes, um die ewig jammernden, machtgeilen Feminazis zu stoppen.

Ein Tweet einer Frau, der wiederum zeigt, wie auch Frauen so langsam die Neofeministinnen aufnehmen. Wieder einmal: Kritik ist böse. Keine Bedrohung, kein Rassismus, kein #Aufschei-Zusammenhang… Es zieht sich unendlich durch.

Was sagt Frau Strick?

Frau Strick sagt:

„An dieser Stelle hätte ein Katzenbild eingefügt werden müssen, das habe ich vergessen!“

Richtig. Genauso vergessen, wie einmal darüber nachzudenken, welches Bild man vermittelt. Das Katzenbild hätte vielleicht das Niveau der Argumentation erhöht.

Es wird spannend. Frau Strick kategorisiert die Anfeindungen, die Bedrohungen, den Rassismus…

  • Verschwörungstheorien (ganz am Anfang – ein Beispiel)
  • Aufschrei sei erfunden (ganzer Vortrag – kein Beispiel)
  • feministische Weltverschwörung (ganzer Vortrag – kein Beispiel)
  • Sexismus gib es gar nicht (kein Beispiel – ganzer Vortrag)
  • Beleidigungen über das Aussehen – ein Mann hätte auf diese Kategorie verzichtet,
  • rassistische Kommentare (auch hier: kein Beleg. Frau Strick sagt, sie müsse sich ‚Pocahontas‘ anhören – wie gemein!)
  • Vorwurf des Nichtskönnens – (kein Beleg – gibt es vielleicht eine Angst, dass dies zutrifft?)
  • Sexleben verbunden mit dem Dasein als Lesbe und Homophobie (diese Kategorisierung trifft ausschließlich Frauen wegen der Homophobie)
  • Beleidigung der Familie (sie hat KEINE konkrete Beleidigung der Familie nachgewiesen)
  • Drohungen in Bezug auf den Arbeitsplatz und der Vermieterin (sie hat Vermieterin gesagt! Kein konkretes Beispiel, eine Erwähnung)
  • Nazivergleich (den Vergleich haben Frauen angebracht und ist tlw. auch nicht von der Hand zu weisen, der Rassismusvorwurf stammt von der guten Frau Strick – also genau andersrum)

Ich stelle also fest, dass Frau Strick keinerlei Nachweise über Sexismus, Bedrohung, Rassismus usw. geführt hat. Sie hat lediglich Dinge aus dem Zusammenhang gerissen und in einen Vortrag ohne wirklichen Inhalt gepackt. Das staunende Piratenpublikum ist allerdings nun von Hatern usw. überzeugt. Damit und dadurch, dass sie diesem Vortrag eine Plattform gegeben haben, haben sich die Piraten für mich politisch erledigt.

Es folgt ein Gejammere, dass viele nicht wüssten, welchen Bedrohungen und Beleidigungen die armen Feministinnen so ausgesetzt sind und wie heldenhaft sie doch selbst sei, dass sie sich für diesen Vortrag nach vorne stellt… Ich nenne es ganz einfach Mediengeilheit ohne Inhalte zu transportieren.

Dann wirft sie „denen“ – also den Maskutrolls – vor, sie würden den Neofeministinnen nachstalken. Ich denke, ich habe den Beweis geführt, dass dies ebenso durch Neofeministinnen geschieht.

Sie nennt noch ein Zitat der 1908 geborenen und 1989 verstorbenen Schauspielerin Bette Davis „When a man gives his opinion, he’s a man. When a woman gives her opinion, she’s  a bitch.“ Ich mache nur darauf aufmerksam, dass das Zitat ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und wir mittlerweile in einem anderen Jahrtausend leben.

Anschließend kann sie sich einen Vergleich zu Marzahn-Hellersdorf nicht verkneifen. Die Nazikeule wird also erneut ausgepackt. Na, wenn man sonst nur inhaltsleere zu bieten hat… Dann zeigt sie noch ein Bild von ihrer Lieblingsfeministin Lisa Simpson. Lisa Simpson, vergessene Katzenbilder – was bleibt sonst noch in Erinnerung? Ach ja: Böse Maskus!

Die bösen Maskus – die Hater – gefährden nach ihrer Sicht dann auch noch die Politik und die Demokratie. Wo bleiben nur die Folter- und Vergewaltigungsvorwürfe? Ein bisschen weniger ist manchmal ein bisschen mehr. Für mich war das alles jetzt sehr anstrengend. Ich denke aber, ich habe ihren Vortrag zurecht und zielführend auseinandergenommen.

Traurig ist nur, dass die Piraten sowas in ihre Politik integrieren.

Ach so: Gegebenenfalls sollte man den Vortrag rechtlich untersuchen lassen, da einige Fotos – wahrscheinlich ungefragt – von diversen Personen gezeigt werden und einige mit der Nennung ihres Twitteraccounts nicht einverstanden sein könnten.

79 Gedanken zu „Feminismus:
Vortrag auf der #om13
der Piraten

    1. Wurde gerade auch von einer Feministin attackiert. Ihr Verstand hat nicht dafür gereicht, zu sehen, dass ich den Vortrag komplett zerpflückt habe.
      Ich war direkt „erratisch“. 😀

  1. >“Schade nur, dass es diesen Account “DerHarteSchwanz” bei Twitter gar nicht gibt. Es gibt also weder den Account, noch einen Zusammenhang noch sonst irgendetwas. “

    Dass es den Account nicht gibt liegt daran, dass er von Twitter „suspended“ wurde. Es gibt zumindest einen Tweet, den man per Google finden kann, der sich auf den Account bezieht: https://twitter.com/Hammelsprung/status/348601679068921856

    Wenn man kritisiert, dann sollte man bei der Wahrheit bleiben bzw. diese präzise beschreiben. Bei einem Account, der nicht existiert hat, kommt eine „Sorry, that page doesn’t exist!“-Meldung. Bei „DerHarteSchwanz“ nicht, technisch existiert er also, er wurde lediglich gesperrt. Warum er gesperrt wurde dürfte dann wohl nahe liegen.

    Bei dem Tweet zu den „Psycho-Müttern“ habe ich mir mal die Mühe gemacht, den Tweet inklusive Kontext rauszusuchen. Hier mal Links auf die relevanten Tweets:
    https://twitter.com/Berufszyniker44/status/351070331152248832
    https://twitter.com/Berufszyniker44/status/351075127661830145
    https://twitter.com/Berufszyniker44/status/351076661959208962
    Dann zu schreiben „Inahltlich sagt der Zyniker lediglich, dass es Mütter gibt, die ihre Kinder nach der Geburt töten und asozial entsorgen.“ ist völlig irreführend, da sich im Zusammenhang ganz konkret über EINE Person unterhalten wurde, nicht über irgendwelche hypothetischen Sachen.

    Ich will gar nicht sagen, dass der Vortrag perfekt war, aber deine Sezierung ist mindestens ebenso fehlerhaft.

    1. Hätte nicht die Vortragende den Kontext heraussuchen müssen?

      Ich glaube schon. Daher: Kontextlos im Vortrag.

      Dann wurde der Account vom „HartenSchwanz“ suspended. DAS konnte und kann ich nicht wissen. Es ist rein spekulativ aus welchen Gründen dies geschah. Die Existenz dieser Tweets ist also nach wie vor zweifelhaft.

      Außerdem kann ich hier immer noch keine Bedrohung, keinen Rassismus und keinen Sexismus entdecken. Sorry, aber der Titel des Vortrages ist vollkommen verfehlt.

      1. Dann wäre der Vortrag immens lang geworden. Wäre es schön, wenn man zu jeder einzelnen Äußerung die ursprünglichen Daten hätte? Ja, natürlich. Aber nichtmal in akademischen Publikationen hast du immer Zugang zu den Rohdaten. Und in der Unterhaltung bei den 3 von mir verlinkten Tweets warst du ja selbst involviert, wenn ich das richtig sehe.

        1. Ja, das siehst Du richtig. Ich kann mir aber unmöglich sämtliche Unterhaltungen über Monate merken.

          Ich sehe Deine Kritikpunkte ja. Es ist allerdings unmöglich etwas über „DerHarteSchwanz“ zu sagen. Ist ja alles hinfort. Daher ist es ein leichtes, sich solche Aussagen auszudenken oder zu verändern. Sie sind auf jeden Fall nicht nutzbar. Es sei denn, man hätte sie anderweitig sichern können.

          Ich finde es auch juristisch bedenklich, dass ich in einem Vortrag, in dem Rassismus, Sexismus usw. behandelt werden, so offen genannt werde. Wie Du feststellen kannst, wird mir keine negative Äußerung vorgeworfen. Durch die Nennung meines Accounts werde ich aber in diese Nähe gerückt. Nicht wirklich fair, wie ich meine. Persönlichkeitsrechte gibt es anscheinend nicht.

          Aber wenn diese Punkte die einzigen sind, denke ich, dass ich MEINEN Job besser gemacht habe als die Vortragende. 😉

          1. Das sind 2 Sachen, die ich mir rausgesucht habe. Mehr Zeit habe ich nicht investiert. Es gibt viele andere Sachen in deinem Post, die ich problematisch finde (was so alles als Relativierung gilt und, dass ein Tweet dadurch dann irgendwie sofort unproblematisch ist, oder „Solche Kommentare gibt es in sozialen Netzwerken halt“). Aber das waren eben 2 Sachen, wo etwas in dem Post recht objektiv falsch war.

            Ich frage mich aber wirklich, wieso die Default-Annahme ist, dass das doch alles genauso gut erfunden sein könnte. Hatespeech, Victim-Blaming etc wurden in so vielen Kontexten außerhalb von „#aufschrei“ nachgewiesen und kommen immer wieder vor, wenn Frauen sich öffentlich über Missstände oder ihre Erfahrungen mit Sexismus äußern.

            1. Ich stelle fest, Du stellst viel höhere Ansprüche an meine Kritik zum Vortrag als an den Vortrag selbst.
              Victim Blaming wurde im Vortrag gar nicht behandelt, aber im Titel angesprochen. Genau so wie Sexismus.

              Ja, bei Twitter hat man nicht viele Möglichkeiten Dinge als „ironisch“ zu kennzeichnen. Hierfür dienen Hastags und Smileys. Diese relativieren durchaus.

              Deine ganze Kritik an meinem Beitrag ändert nichts daran, dass die gute Frau einen schlechten Vortrag abgeliefert hat und durch diesen Vortrag Menschen in die Nähe von Sexismus, Rassismus und „Hate Speech“ rückt. Dies solltest Du beachten.

              Natürlich ehrt es mich, wenn Du Dich derartig mit meinem Artikel beschäftigt. Es wäre aber gut, wenn Du den Anlass meines Artikels genauso kritisch betrachten würdest. Vor allem die Rolle der Piraten in dieser Sache ist eigentlich nicht zu unterschätzen. Ich möchte mit einer Partei, die solch schlechte Vorträge auch noch bei youtube veröffentllicht, nichts zu tun haben. Sie sind mit diesem Vortrag und dem Veröffentlichen auf youtube unwählbar geworden.

              Die Postgenderidee wurde ja durch feministische Ideologien schon lange abgelöst.

  2. Um mal etwas postives über die Referentin zu sagen, sie mag die Simpsons.

    Dein Beitrag: Ich stimme dir zu.
    Zum Zitat von Bette Davis: Wie du schon sagtest, es war ne andere Zeit und außerdem muss das Zitat nicht stimmen. Es gibt/gab viele Männer, deren Meinung nicht gehört/ernst genommen wird oder wurde und viele Frauenmeinungen wurden udn werden ernst genommen. Es gab/gibt viele Mänenr, die unter dem Pantoffel der Frau stehen, deren Meinung zählt/e nichts. Schönes Zitat aber nur von beschränkter Richtigkeit.

    Btw Es ist heutzutage üblich, dass Prominente wenig schmeichelhafte „Fans“ haben. Bekommen Netzfeministinnen mit mehreren Talkshowauftritten mehr Hassmails als andere prominente Mitbürger, z.B. Prominente Männerrechtler? Christian, der von oben hat, immerhin einen eigenen Twitterspitznamen Evochris. Ein gewisser Pelz bekommt gelegentlich auch „Liebesbriefe“, wenn man so seinen Blog verfolgt. Letztere tauchen nicht in Talkshows oder Leitmedien auf.

    1. Ja, ich erlebe mit diesem Artikel schon einen leichten Shitstorm heute.

      Was bemerkenswert ist:
      Es werden höhere Maßstäbe an die Kritiker des Neofeminismus angelegt als an die Neofeministinnen. Die dürfen schlechte Vortäge halten, die auf youtube hochgeladen werden, aber wehe man kritisiert den Vortrag. Dann bist Du zum Schuss freigegeben. 😉

      1. Deine Involvierung in die Tweets ist zumindest unglücklich, es macht deine Argumentation nicht gerade einfacher, das „aus dem Zusammenhang reißen“ anzuprangern. Passiert was solls.

        Meiner Meinung nach sind sowohl deine Kritik am Vortrag als auch die Kritik an deiner Kritik nachvollziehbar. Wobei ich auch der Meinung bin,dass je nach Medium sollte man weit weniger pinglig bei Quellenangaben/Standarts sein. Bei einer wissenschaftlichen Arbeit/Sachbuch sollten hohe Standarts sein, bei seriösen Zeitungen/Blogs/Dokumentationen/Vorträgen habe ich nicht ganz so hohe Ansprüche, Und bei unbedeutenden Popelblogs habe ich geringe Ansprüche. Wobei man sich nach oben orientieren sollte nicht nach unten. Um es mit einem Beispiel zu unterlegen. An dein Blog habe ich geringe Erwartungen an Recherche und Quellen, an Arne Hoffmanns Blog habe ich höhere Erwartungen und an seine Sachbücher noch höhere.

        Ich will deinen Blog nicht beleidigen, ich lese ihn recht gerne, aber in Bezug auf Reichweite und Anspruch spielt er in einer anderen Liga als andere Blogs, z.B. Genderama oder Allles Evolution.

        1. Du beleidigst meinen Blog nicht.

          Genderama bringt zwar gute Inhalte, aber eben nur „kommentierte Fremdinhalte“. Dieser Artikel hier z. B. hat mich über 4 Stunden eigene Arbeit gekostet.

          Sind die beiden genannten Blogs von Dir nicht auch so träge und übersetzen keine englischsprachigen Inhalte? Wie dem auch sei. Mein Hauptaugenmerk liegt mehr auf eigene Inhalte und meine Gedankenwelt als das weitergeben von Fremdinhalten.

          Das mit der Reichweite: Ich bin ganz froh, dass ich dem ganzen Shitstormkawatsch nur begrenzt ausgesetzt bin. 😉

          Ich finde es nur erheiternd, dass an meinen Artikel viel strengere Maßstäbe angelegt werden als an den arg misslungenen Beitrag dieser Feministin.

          Das ist – schlicht gesagt – total panne, Damit meine ich jetzt nicht Dich, sondern die weiteren Reaktionen, die ich heute so vernommen habe.

          Es sieht so aus:
          Weil es ein Vortrag unter der Piratenflagge war und auf dieser OM13 lief, wird direkt eine gewisse Qualität vorausgesetzt, die es aber nicht gibt.

          Ich verstehe die Kritikpunkte hier ja auch. Ich kann sie aber in soweit nicht unterschreiben, dass ich meinen Text anpassen würde. 😉

          Man kann z. B. einen gelöschten Account von dem man keine passenden Tweets mehr nachbollziehen kann, nicht als „Beweismittel“ nehmen. Man kann auch nur spekulieren, warum dieser Account gelöscht wurde. Aber mit Spekulationen gewinnt man auch kein Gerichsverfahren. 😉

          Smileys und Hashtags geben Tweets auch eine andere Wertigkeit. Ein Zwinkersmiley heißt, dass der Tweet nicht so ernst gemeint ist usw. Daher sehe ich keine Veranlassung meinen Artikel anzupassen.

          Ich habe ja auch in tierischer Kleinarbeit nachgewiesen, dass die gute Dame z. B. Victim Blaming und Rassismus überhaupt nicht in ihrem Vortrag angesprochen hat, obwohl es groß über dem Vortrag stand usw.

          Na ja, sollen die Leute halt strenger mit mir umgehen als mit dem verhunzten Vortrag. Feministinnen dürfen das. 😀

          1. Natürlich treffen deine Bemerkungen über die Blogs ins Schwarze. Ich meinte das anders, Alles Evo ist ein Wissenschaftsblog und Genderama ein Journalistisches Blog und deshalb habe ich eine höhere Erwartungshaltung an Quellenangaben und Wissenschaftlichkeit und Seriösität habe als an dein Blog, das nur deine Privatmeinung als Hobby wiedergibt. IMO sind dies unterschiedliche Kategorien die man nicht vergleichen sollte. Ich lese jedes dieser Blogs aus unterschiedlichen Gründen gerne.

  3. Ich lese Genderama ja auch regelmäßig.

    Mein Blog ist also weder wissenschaftlich noch journalistisch. 😀
    So ein Ärger. 😉

    Mir ist gerade mal aufgefallen:
    Mädchen, die über die Rechte von Jungs schreiben, haben es einfacher und bekommen schneller Applaus. ;D

    1. Imo kriegen die Mädels auch schneller Ärger und zwar von den patriarchalischen Unterdrückern, sie werden von den Feministinnen als Kollaborateure angesehen. *G*

  4. Nicht nur Dich stört, dass diese Berliner Feministinnen auf Veranstaltungen, die vorrangig daraus bestehen, dass man einander Tweets und Blogposts vorliest, Inhalte ohne jeglichen Kontext auch unter Verschweigen eines möglichen vorherigen eigenen Beitrags präsentiert und eine einseitige Dämonisierung betreibt, während man sich selbst als durchweg als ach so arme Opfer präsentiert. Gleichzeitig wird den Männerrechtlern aber vorgeworfen, sie würden Verschwörungstheorien anhängen. Ganz so wie verwöhnte Teenie-Töchterlein, die die ganze Zeit Stress machen und provozieren, aber wenn die Eltern gucken mit den Augen klimpern und auf den „bösen“ Bruder zeigen, weil der ja eh unbeliebter ist. Ganz schön schäbig…

    1. Ich finde ja richtig schlimm, dass sie z. B. von Bedrohung und Rassismus spricht – der Vortrag beginnt ja mit folgendem Satz – und zeigt kein einziges Beispiel für Bedrohung und Rassismus.

      “Es geht um Hate Speech, um Sexismus, Rassismus, Gewaltandrohungen.
      Sie zeigt weder Sexismus, Rassismus oder Gewaltandrohungen auf.

      Was aber in den Köpfen bleibt: Der Männerrecchtler droht Gewalt an und ist rassistisch. Das einzige Beispiel für Rassismus war, dass sie sich Pocahontas anhören müsse. Wenn ich ehrlich bin: Das ist sogar ein wenig witzig. 😉

      Das ganze bekommt ja noch einen höheren Wert, da der Vortrag auf einer Piratenveranstaltung gehalten wurde und frei jeder Kritik bei youtube hochgeladen wurde.

      Eine Feministin hat meinen Artikel hier gestern gelesen und warf mir direkt vor, dass ich verwirrt sei und mein Artikel nicht ernst zu nehmen sei. „Ha ha – vielen Dank für diese fundierte Kritik.“

      Ich bin ja mittlerweile sehr verzweifelt, wie einfach es ist, den Mann zu dämonisieren. Man muss einfach ein paar Schlagworte nennen – Rassismus ist immer gut in Deutschland oder auch Gewaltandrohung – , dann braucht man auch nichts mehr zu belegen. Den Rest macht das feministische Publikum.

      Wann hören Männer endlich auf, sich wie die Fifis der Neofeministinnen zu benehmen? Sie fühlen sich ja als Helden und Retter der Menschheit, wenn sie sich selbst als Feminist bezeichnen. Sie merken nicht, dass sie sich das eigene Grab schaufeln.

      Was meinen die denn, was sie noch für einen Wert haben, wenn Frauen die Macht haben, die sie anstreben? Es geht allein um Machtstreben. Das, was sie uns Männern vorwerfen, praktizieren sie ja schon seit Ewigkeite – nur viel besser und inhumaner, weil der Mann in ihren Augen ja genetischer Abfall ist. Was übrigens eine sehr, sehr kritikwürdige Aussage ist. Aber Hauptsache, Männer werden an den rechten Rand gedrückt.

      1. Mich verwirrt etwas die Vokabel „Neofeminimus“.

        Nach einer ersten Suche scheint damit zum einen neoliberaler Feminismus gemeint zu sein. Aber auch die SPD scheint sich dieses Terms zu bedienen. Beide Verwendungen passen aber gar nicht zu deinem post.

        Vermutlich hab ich da eine Wissenslücke und wäre für einen kurzen Hinweis dankbar. 🙂

        BG
        Elmar

        1. Hi Elmar,

          Neofeminismus verwende ich für den Feminismus der „Berliner Schule“. Ich war es leid, immer dazu sagen zu müssen, dass ich nichts gegen den „normalen Feminismus“ habe.

          Ich habe einen Beitrag zu MEINEM Begriff des Neofeminismus gemacht. Müsste ich mal ordentlich verlinken. Ist allerdings auch nicht so schwierig hier zu finden. Ich benutze diesen Begriff für mich, um eine Unterscheidung hinzubekommen. Als Humanist dürfte man ja nichts gegen den „normalen Feminismus“ haben. 😉

          Entschuldigue die gestiftete Verwirrung, aber mir gefällt der Begriff für den neuen schädlichen Begriff ganz gut.

          Gruß

          wolle

          1. Kein Grund, sich zu entschuldigen, aber bei den vielen Bezeichnungen verliert man halt leicht mal den Überblick. 🙂

            P.S.: „Als Humanist dürfte man ja nichts gegen den “normalen Feminismus” haben.“

            Eine interessante These … werde mal darüber nachdenken – schöne Anregung, danke. 🙂

            1. “Als Humanist dürfte man ja nichts gegen den “normalen Feminismus” haben.”

              Ich denke als Humanist MUSS man gegen den normalen Feminismus sein.

              1. Ja, das habe ich in der Zeit geschrieben, als ich noch die Märchen vom guten, lieben Feminismus geglaubt habe.

                Du hast völlig Recht. Vielleicht sollte ich den Artikel nochmal überarbeiten. 😉

                Edit: Ach so… Ich habe es im Kommentar geschrieben… Dann kann man das ja hier auch richtig nachvollziehen.

    1. Vielen Dank für die Vorwarnung. Dann werde ich wohl eine Menge Kommentare als Spam markieren dürfen. 😉

      Ich glaube auch, dass NSA & Co. mich lieben. 😉

  5. Ich bewundere Deine Ausdauer und Deinen Versuch, Dich fair mit einem derartigen Gewürge auseinanderzusetzen. Ich muss gestehen, ich habe nicht Deine Toleranz und aufgrund meines Alters wohl auf eine Reihe von Vorurteilen angesammelt, ich nenne sie Erfahrung, die mich bewegen, Vorträge, die in Ordinärsprache eingeleitet werden, wie den von Frau Strick, gar nicht anzusehen/horen, denn ich wage einmal die ungeprüfte These, dass jemand, der einen solchen Vortragstitel wählt, (a) dumm ist, (b) neurotisch an einem Thema klebt, das Jugendliche normalerweise mit dem Ende der Pubertät überwunden haben und (c) nichts Substantielles zu sagen hat, denn sonst wäre er mit Ernst bei der Sache.

    Wie gesagt, ich finde Deine Zerlegung hier sehr gut, frage mich aber dennoch, ob man wirklich jeden Blödsinn, den irgend ein armes Würtschen verzapft, das offensichtlich mit dem eigenen Leben mehr als unzufrieden ist, analysieren soll. Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage, vor die wir in unserem blog auch regelmäßig gestellt sind, aber vielleicht sollte man damit beginnen, sich der eigenen geistigen Hygiene Willen nicht mehr mit Schmutz wie dem von Strick zu beschäftigen und denjenigen, die es tun, den Status zuzuweisen, den man gemeinhin für – wie man früher gesagt hat: Randständige zur Verfügung hat. Nicht dass noch der Gedanke aufkommt, irgendetwas, was nach einem derartigen Titel von einer Vortragenden gesagt wird, wäre in der normalen Welt zuhause, habe einen Normalitätsstatus.

    Derartige „Feministen“, die eine Mary Wolstonecraft vermutlich nicht einmal eines Blickes gewürdigt hätte, sind kein Bestandteil der normalen Welt und das sollte man deutlich machen … Wir setzen uns ja auch nicht mit den Ansichten von Kriegsverbrechern, die in Den Haag einsitzen, auseinander – obwohl das vermutlich auf höherem Niveau erfolgen würde…

    1. Du hast Recht. Ich belaste mich zu viel mit solchen Dingen. Aber mein Gerechtigkeitsempfinden zwingt mich praktisch dazu.

      Es erzürnt mich regelrecht, wie kritiklos dieser Vortrag aufgenommen wurde.

      Vielen Dank für Deinen Kommentar und das Lob. 🙂

      1. Dein Gerechtigkeitsempfinden ehrt Dich, und ich kann es gut nachvollziehen, dass man sich über die Larmoyanz von Zeitgenossen aufregt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Zahl derer, die derzeit die Normalität verteidigen, sehr gering ist und deshalb wäre es wichtig, Kräfte zu bündeln und eine klare Trennlinie gegen Rotlicht-Geschwurbel wie das von Strick zu ziehen. Lass‘ sie ihrer täglichen Verbal-Prostitution vor ihresgleichen nachgehen.

  6. Aus wachsender Neugier lese ich mit Beginn dieser „Kontroverse“ in diversen Stellungnahmen (Twitter, Blogs, Kommentare) die verschiedenen Sichtweisen. Letztendlich läuft die Problematik darauf hinaus, dass auf Grund eines handwerklich misslungenen Vortrags die Geschichte eskaliert und sich auch im Nachhinein viele (PP-Prominente)zu Äußerungen hinreißen lassen, die der #Aufschrei Debatte durchaus nahe kommen 😉
    Was bleiben wird nach einigen Tagen und mit etwas Abstand? Beide Seiten haben teilweise recht und unrecht innehalb der verschiedenen Stufen der Debatte bzw. deren Eskalation.
    Dein Blog leistet einen guten Beitrag, egal ob man jedem Detail nun so folgen will oder nicht, es ergänzt das Gesamtbild der ganzen Angelegenheit. THX!
    Diese Femminismus & deren Hater Debatte hat zwischenzeitlich eine Dynamik, die sich von der Realität weitgehend entfernt. Schade eigentlich.

    1. Du hast gerade mit dem Hinweis auf die mangelnde Realität wohl recht. Der ganze Neofeminismus hat sich in seinen wirren Theorien von der Realtität entfernt. Leider werden uns diese wirren Ideen schon staatlich aufgezwungen. (Genderkawatsch usw.)

      Danke für Deinen Kommentar.

  7. „Anschließend erzählt sie etwas von “60.000 Tweets zu #Aufschrei in 4 Tagen” – diese Zahl müsste sie zunächst einmal belegen. Desweitern ist fraglich, ob alle Beiträge, die mit “#Aufschrei” versehen wurden, überhaupt inhaltlich damit zu verbinden sind. Die meisten Tweets waren eben nicht wie gewünscht inhaltlich mit #Aufschrei verbunden.“

    Die ca. 60.000 stimmen.
    Dein Verdacht über die Inhalte der Beiträge ist richtig, Details s. hier:
    http://maninthmiddle.blogspot.com/p/aufschrei.html

  8. “Der Nachteil der Demokratie ist, dass man andere Meinungen zu Wort kommen lassen muss.”

    An welcher Stelle im Video ist dieser Satz gefallen? Konnte ihn nicht finden.

    1. Sie sagt das ziemlich am Anfang, wenn ich mich recht erinnere. Ich meine, bevor der Vortrag so richtig beginnt.

      Sorry, Dein Kommentar war im Spamordner gelandet, daher sehe ich ihn erst jetzt.

  9. Im Anlauf zur 2009 Wahl führte Frau v.d Leyen eine wachsende Gruppe von CDUlern in eine sehr erfolgreiche Kampagne gegen die Meinungsfreiheit. Die Piraten waren die einzige Gruppe die dagegen kämpfte, darum wurde ich Mitglied. Die Öko Angehauchtheit der Piraten würde sich legen weil Menschen die das Internet brauchen können im Angesicht des Climategate nicht länger am CO2 Weltuntergang glauben könnten,meinte ich. Auch war es erfrischend eine Partei ohne diese verlogene Frauenunterstützung zu sehen, darum wurde ich Mitglied. Mit den Öko wurde immer schlimmer und als Henry Kissinger Ehrenmitglied wurde, da habe ich korrekt voraus gesagt das Frauenquote, Unterstützung der Dauerkriege, Eurorettung sozusagen der ganze Einheitsbrei der etablierten Parteien von den Piraten übernommen werden würde. Bei diesen Vortrag habe ich mich sehr gefreut das ich schon lange kein Mitglied der Piraten mehr bin.

    1. Das Problem bei einigen Piraten ist, dass sie gar nicht merken, wie sehr der Kurs der Partei ins Schlingern geraten ist und diese Neofeministinnen jetzt die Hand am Steuer haben. Das merke ich daran, dass sie auf Kritik überhaupt nicht ordentlich reagieren können, weil sie die Kritik gar nicht einordnen können. Nun ja, ich hatte wegen der Piraten einmal große Hoffnung, dass sich etwas in der Parteienlandschaft tun würde.
      Wie Du aber sagst: Es wurde immer schlimmer und schlimmer. Bin mal gespannt, wann die Menschen merken, dass diese Neofeministinnen dabei sind, GANZ Deutschland zu ruinieren. (Genderforschung, Quotenregelungen, Schulprobleme von Jungs usw.)

    1. Verstehe den Kommentar gerade nicht. Auf welche Aussage beziehst Du Dich genau?

      Die Piraten haben dem Vortrag eine Bühne gegeben und verteidigen ihn noch. Mehr muss ich mich nicht fragen.

      1. „Die Piraten“ ist eine Pauschalisierung, die vollkommen unangemessen ist.

        Die OM13 war keine Piratenveranstaltung, nur weil ihre Organisatoren zufällig in der Piratenpartei sind. Es gibt deutlich mehr Piraten, die diesem feministischen Hirnfick kritisch gegenüberstehen, als solche, die ihn mittragen. Ich fühle mich von deiner Verurteilung zu Unrecht angegriffen.

        Die Partei kann nichts dafür, wenn ihre Mitglieder faschistischen Weltbildern nacheifern.

        1. Tja, dann frage ich mich allerdings, warum so viele Parteimitglieder in die Sache involviert sind.
          Warum innerhalb der Partei Verfahren laufen, das Video zu verpixeln, zu löschen usw.
          Warum die ganze Sache unter einem Piratenaccount veröffentlicht wurde.

          Du fühlst Dich zu Unrecht angegriffen. Ich habe Dich nicht angegriffen. Ich verurteile es, wenn unter der Flagge einer Partei solche Aktionen laufen.

          Erkläre mir, warum so viele der „Parteiprominenz“ sich zu diesem Vorfall geäußert haben, wenn die Partei nichts damit zu tun hat.

          Dann erkläre mir, wie eine Veranstaltung wie diese PiratInnenCon oder wie die hieß zustande kam, wenn die Partei diesen Weg nicht teilen will.

          Dann erkläre mir, warum ich einen kleinen Shitstorm durch Piraten abbekommen habe.

          Wenn Du Dich zu Unrecht angegriffen fühlst, solltest Du die Partei überprüfen. Warum kommen denn einige Leute auf die Aussagen, die auch ich hier treffe?

          Die Piraten waren einmal Postgender. Sind sie das denn noch? Ich glaube nicht.

          Ihr habt Euch die Partei von den Neofeministinnen aus der Hand nehmen lassen. Das ist traurig, aber wahr. Es ist auch traurig, dass Teile der Partei auf Persönlichkeitsrechte pfeifen können.

          1. Die PiratinnenKon fand ich insofern spitze, als die Organisatorinnen dort das Fazit ziehen mussten, dass ihr Femifaschismus von den allerwenigsten modernen aufgeklärten Frauen geteilt wird – auch innerhalb der Partei. Das ist doch ein gutes Zeichen.

            „Die Partei“ ist keine homogene Masse. Von „den Piraten“ erntest du nicht nur Shitstorms, sondern auch vielfache Unterstützung. „Die Piraten“ sind postgender.

            Die Feminaz*ösen sind nicht die Mehrheit in der Partei, sie haben nur die größte Fresse. Das ist wie bei den Antifas bei den Grünen – du verstehst?

            Ich wähle eine Partei für ihre Politik und nicht dafür, dass sie möglichst wenig Spinner anlockt. Der Feminazi-Weg ist nicht der Weg, den die Piratenpartei in irgendeinem Parlament, in dem sie vertreten ist, beschreitet. Die Partei dafür zu verurteilen, dass sie Feminazis ungehindert rumblöken lässt, ist insofern Quark.

            Die meisten Piraten, die ich persönlich kenne, zeigen einer Frau wie Faserpiratin allenfalls den Vogel.

  10. Dann sollten die Piraten, die anscheinend noch ganz dicht sind, endlich mal feste Grenzen ziehen und nicht dulden, dass so etwas im Namen der Piraten veröffentlicht wird.

    Mit Verlaub:
    Da lassen sich welche auf der Nase herum tanzen. Hätte ich etwas zu sagen, gäbe es ganz viel Anträge auf Parteiausschluss. So aber ist die Partei verloren. Frag Dich einmal, warum die Umfrageergebnisse immer um die 2 % lauten.

      1. Ja, wir alle tun den Piraten unrecht und 2 % sind ein hervorragendes Ergebnis und die Piraten dürfen weiterhin auf Persönlichkeitsrechte sch****n.

        Von mir aus dürfen die Piraten alles. Ich darf aber weiterhin humanistisch auf Menschenrechte und Stil achten.

        Man entschuldige meine Ausdrucksweise.

        Wie haben denn bitte die Piraten dafür gesorgt, dass ein Gesetz „nicht durchgekommen“ ist?

        1. Wie wäre es, du lässt die widerlichen Pauschalisierungen endlich weg? Wo scheiße ich auf Persönlichkeitsrechte?

          Du kämpfst mit den Mitteln des Neofeminismus‘ gegen die Piratenpartei, merkst du das nicht selbst?

  11. Sag‘ mal, geht es Dir noch gut?

    Sprach von „tux sch***t auf Persönlichkeitsrechte“ oder sprach ich von „Piraten sch***n auf Persönlichkeitsrechte“?

    Wenn DU die Piraten bist, dann ist die Partei aufgrund einer Hybris nicht wählbar.
    Wer spricht von Dir als Person? Ich spreche von der Partei.

    Ich habe Dir erklärt, warum es eine Sache der Partei geworden ist. Dass Du in der Partei bist, heißt noch lange nicht, dass ich DICH damit meine. Ich meine die Partei und das Bild, das sie nach Außen vermittelt.

    Dieses rhetorische Mittel, ich würde mit den Mitteln des Neofeminismus kämpfen hat was von „aber du!“. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.

    1. Du schreibst „die Piraten“ und wirfst uns damit alle in einen Topf. „Die Piraten“ ist wie „die Männer“. Also ja, du sprachst auch von „tux scheißt auf Persönlichkeitsrechte“.

      Weniger bescheuert wird deine Argumentation, wenn du sie umformulierst: „Einige wenige Mitglieder der Piratenpartei scheißen auf Persönlichkeitsrechte“. Und schon ist jeder Grund, sich über die böse Partei aufzuregen, verschwunden.

      Was „die Partei“ nach außen hin vermittelt, kannst du insofern auch nur schwer beurteilen. „Die Partei“ vermittelt auch nach außen hin das Bild einer heterogenen Gemeinschaft. Sie lässt ein Video löschen und stellt es dann gleich mehrfach wieder ein – ist sie jetzt für oder gegen Persönlichkeitsrechte? Sie lässt @Faserpiratin sich selbst zum Obst machen und nimmt sie hinterher für ihren Vortrag auf die Hörner – ist sie jetzt für oder gegen Feminismus?

      Ein Satz, der mit „die Piraten“ anfängt, ist in aller Regel falsch. Tut mir wirklich Leid, dass ich es wage, unzulässige Pauschalisierungen als neofeministische Methode zu bezeichnen, aber genau so läuft das. Die nehmen auch Einzelfälle als Beleg dafür, dass „die Männer“ allesamt voll kaka sind.

  12. Du argumentierst hier als einziger sehr wirr.

    Dann müsstest Du auch alle Wahlzettel anzweifeln auf denen man „die Piraten“ wählen kann. Das stellt eine unzulässige Pauschalisierung dar.

    Wir beenden das am besten hier.

    Es war ja zweifelsohne nicht sehr nett gemeint, mich in meiner Argumentationsweise mit Neofeministinnen in ein Boot zu werfen. Und nein: Ich habe nie gesagt, der Herr Tux, der pfeift auf Menschenrechte.

    Wenn man sich in einer Partei zusammenschließt, muss man sich auch als solche Partei ansprechen lassen müssen. Durch diesen Zusammenschluss werden die Menschen zu einer abstrahierten Sache.

    Punkt. Aus. Ende.

    1. Ich wähle auf dem Wahlzettel nicht „hat keine Spinner an Bord“. Ich wähle auf dem Wahlzettel eine bestimmte Politik. Die Piratenpartei macht keine neofeministische Politik. Schau in die Landtage, in denen sie sitzt. Bürgerrechte, digitale Freiheit, Menschenrechte. Kein Feminismist.

      Punkt, aus, Ende.

      1. Also für eine Partei spricht am ehesten der Vorstand, der hat sich voll hinter den Inhalt des Hate-Vortrags und das Verhalten der #om13-Veranstalter gestellt, s.
        http://vorstand.piratenpartei.de/2013/08/30/stellungnahme-zu-om13-und-dem-hate-speech-vortrag/

        Dieser Beschluß ist noch in anderer Hinsicht bemerkenswert:
        „… Bundesvorstand hat das Orgateam der #om13 und die Referentin des Vortrages … gebeten, eine Handlungsempfehlung abzugeben“ – dieser Vorgabe wird blind gefolgt. Das ist so, also ob der Richter den Angeklagten fragt, wie er zu der Anklage steht und welche Strafe er gerne hätte, und das dann als sein Urteil verkündet. Wer hat hier eigentlich zu sagen und trägt die Verantwortung?

        Landtage: ich empfehle die Plenarrede am 27.02.2013 von Marc Grumpy Olejak im Landtag NRW. Links siehe
        http://maninthmiddle.blogspot.de/p/faq.html#parteien_piraten

        1. Dir ist sicherlich bekannt, dass in der Piratenpartei der Vorstand lediglich die Exekutive, nicht aber Judikative und Legislative darstellt? Anders gesagt: Bernd Schlömers Aussagen sind in der Partei genau so interessant wie meine.

          1. Wenn die Aussage eines Parteivorstandes keinen Wert mehr hat, sollte man sich überlegen, welche Aussagen der Piraten dann überhaupt noch Wert haben.

            Deine Aussagen gehen in diese Richtungen: Der Vortrag, der auf einem offiziellen Kanal der Piraten zu sehen war, hat keinen Wert und die Aussagen eines Parteivorstandes haben keinen Wert.

            In meiner ganz bescheidenen Dummheit frage ich Dich nun:
            Wer kann überhaupt Aussagen treffen, die bezüglich der Partei einen Wert haben?
            Entschuldige, aber das ist alles totaler Kawatsch, den Du erzählst. Dinge, die von einem großen Teil der Partei als Vortrag applaudiert abgesegnet werden und auf einen offiziellen Kanal der Partei landet und die Aussagen eines Parteivorstandes spiegeln ganz klar die Partei – hier Die Piraten – wider.

            Aber auch die Stellungnahme des Parteivorstandes zu dem Video wird Dir nicht reichen:
            Stellungnahme des Parteivorstandes der Piraten

            Warum haben Mitglieder der Piraten niemals das Gefühl, das es langsam gut ist? Das ist jetzt eine „Pauschalisierung“, die auf Erfahrungen auf Twitter fußen. 😛

          2. Wer kann überhaupt Aussagen treffen, die bezüglich der Partei einen Wert haben?

            Die Mitgliederversammlungen. Grundregel: Was nicht im Programm steht, ist nicht „piratig“.

  13. Nochmal Piraten:
    Die Empörung über den Lauschangriff der NSA auf Deutschland und die Zusammenarbeit der Kanzlerin und Minister Friedrich, auch die Tatsache das Rot Grün genau so mit gemacht hatten, hätte für die Piraten ein gefundenes Fressen sein sollen. Was Fukushima für die Grünen war, hatte Snowden für die Piraten sein sollen was kriegen wir von den Piraten? – Zögern, Unklarheit.

    Die Mehrheit der Piraten sind gegen Frauenquote und Gendermainstreaming, trotzdem gibt die Partei Vorträge wie dieser von Frau Strick eine Bühne. Was das noch schöner macht, es werden nicht alle Mitglieder zu der Veranstaltung eingeladen, nur die feministisch angehauchten. Das wäre als würden die Grünen einen Gastredner von der Atomlobby haben, nur unterstützer von AKWs einladen und nachher sagen „Die geäußerte Meinung ist nicht die der Grünen“

    Irgendwo hat doch eine Partei eine Richtung und wer andere Meinung ist kann kein Mitglied sein. Die Piraten sind gut dabei gefahren sich nicht vom Feminismus übernehmen zu lassen und ihre Populärität nimmt ab mit jeder Maistream Ideologie die sie gegen den Willen ihrer Mitglieder übenehmen.

    1. Viele Dinge sind innerhalb der Partei sind untragbar geworden. Anstatt sich gegen diese Strömungen zu wehren, keift der Pirat liebe ausgiebig gegen Kritikier dieser Strömungen.

      So ein Pech.

      Es ist z. B. in Twitter sehr anstrengend Meinungen kund zu tun, die kritisch mit den Dingen der letzten Zeit umgehen.

    2. „Irgendwo hat doch eine Partei eine Richtung“

      Sollte man glauben. Aber Ausrichtungen können sich auch ändern.

      „Die Piraten sind gut dabei gefahren sich nicht vom Feminismus übernehmen zu lassen“

      Darüber promoviert sicher mal ein Politologe, wann und wie die Piraten vom Feminismus gekapert wurden. Ich habe das bisher für eine neue Entwicklung gehalten, bin jetzt aber zufällig auf die Seite der om12 gestoßen. Dort trat echte hard-core feministische Prominenz auf (https://pentabarf.junge-piraten.de/fahrplan/om12/day_2012-09-22.de.html): Antje Schrupp, Lavinia Steiner und Anatol Stefanowitsch.

      Steiner (http://www.lavinia-steiner.de/?page_id=11), prominentes Mitglied der Grünen Jugend, gab „… Impulse für eine Weiterentwicklung und einen Ausblick darauf, was nach (!!!!) dem Postgender-Ansatz kommt und zeigen auf, warum dieser nicht für ein sinnvolles Verständnis der Geschlechterverhältnisse sorgt und zu fatalen Politiken führt.“

      Soviel zum Thema „Gastredner vom Meinungsgegner auf eigenen Veranstaltungen sprechen lassen“.
      Fand statt im Sept. 2012, wurde aber wenigstens 3 – 6 Monate vorher entschieden. Die feministische Kaperung war offenbar schon im Frühjahr 2012 ziemlich fortgeschritten.

  14. Wenn ich wissen würde, dass die RadFems bei den Piraten nix zu melden haben, würde meine Unsicherheit bei der kommenden Wahl verfliegen und die Piraten hätten meine Stimme. Aber so gut wie alles was ich in dem letzten halben Jahr gelesen habe sind Meldungen über Personladiskussionen oder halt irgendein Gendermist wie Unisex-Toiletten. Man könnte jetzt behaupten, dass das halt das journalistisch Interessanteste an der Partei ist und im Hintergrund nur der normale langweilige politische Betrieb mit ordentlichen Menschen stattfindet. Aber wenn man sich den Umgang mit den Wahlprüfsteinen von AGENS anschaut:
    http://genderama.blogspot.de/2013/07/piraten-blamieren-sich-bei-agens.html

    sieht es in meinen Augen so aus als ob die Radfems auch bei offiziellen Stellungsnahmen das Zepter führen. Daher hab ich bedenken.

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