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Borderline – Was ist mit den Angehörigen?

Vor einigen Tagen habe ich den Artikel Borderliner: Immer auf der Kippe aus der Zeit gelesen. Diesen nehme ich nun zum Anlass meine – subjektiven – Gedanken und Gefühle zum Thema einmal loszuwerden. Mich hat der Artikel auch wieder geärgert, weil einiges vernachlässigt und anderes schöngefärbt wurde. Ich bin  nach wie vor der Ansicht, dass Borderline nicht heilbar ist. Die Rolle der Angehörigen und Partner wurde außerdem erneut komplett ausgeblendet. Sie sind aber die wirklichen Opfer.

Subjektiv, weil ich persönlich von dem Thema betroffen war. Ich habe ein gemeinsames Kind mit einer Borderlinerin. Mir ist sehr wohl bewusst, dass es einen offiziellen anderen Ausdruck für diese Erkrankung gibt, Borderline ist allerdings geläufiger.

Ich werde mich im Laufe dieses Textes an vielen Stellen wiederholen, da ich viele der geschilderten Dinge schon ein manches Mal geschildert habe. Allerdings muss man viele Dinge immer wieder schildern, damit sie eventuell einmal ins Blickfeld der Menschen geraten.

Ich wusste relativ früh von der Borderlineerkrankung meiner erwählten Partnerin. Sie hat keinen Hehl daraus gemacht, sie habe Borderline. Borderliner haben aber die Fähigkeit ihre Eigenschaften perfekt hinter einer Maske, die intelligent, charmant, kreativ und liebenswert daherkommt, zu verbergen. Erst im Laufe der Zeit wurden immer mehr Dinge offenbar, die schließlich in gelebter Gewalt seitens meiner Partnerin mündeten.

Bereits als wir zusammenzogen fand ich in ihren Umzugssachen einen ganzen Karton voller ungeöffneter Briefe von Gerichten, Gerichtsvollziehernn usw. Als gelernter Justizangestellter, der zeitweise in der Zwangsvollstreckung eines Amtsgerichtes tätig war, schwante mir Fürchterliches. Ich ahnte, dass sie überschuldet sei. Auf meine Anfrage hin, teilte sie mir mit, dass alles schon lange erledigt sei. Blind vor Liebe glaubte ich es.

Ich glaubte ihr auch, dass sie unter einer nicht akuten Form der Leukämie litt. Dass dies eine Lüge war, stellte ich erst später fest, nachdem sie mir vorgespielt hatte, sie sei täglich in einer Chemotherapie und in ärztlicher Behandlung. Sie verließ täglich zur selben Zeit das Haus und bei Wiederkehr spielte sie mir mit Kotzgeräuschen Nebenwirkungen der angeblichen Chemotherapie vor.

Mir wurde auch weisgemacht, sie habe sich sterilisieren lassen und könne keine Kinder mehr bekommen. Aus Gründen, die mit meiner Beschneidung zusammenhängen, habe ich dann allerdings lediglich einen Treffer gelandet, der sie schwanger werden ließ. Da es damals bereits in unserer Beziehung schwer kriselte, war ich eher damit beschäftigt, zu hoffen, unsere Beziehung würde sich durch das weitere Kind wieder „normalisieren“, als festzustellen, dass sie mich ganz übel bezüglich ihrer Sterilisierung angelogen hat. (Sie hatte bereits ein Kind von einem anderen Mann.)

Während der Schwangerschaft fanden die gesundheitlichen Hiobsbotschaften natürlich kein Ende. Zunächst musste ich mir Sorgen um das ungeborene Leben machen, weil sie lange überlegt hat, das Kind evtl. abtreiben zu lassen. Hier war natürlich ihre Ansicht „Mein Bauch gehört mir!“ ausschlaggebend. Ich durfte die Klappe halten, bis sie ihre Entscheidung getroffen hat. Ich durfte lediglich ein „Egal, wie Deine Entscheidung lautet, ich stehe zu Dir!“ äußern. Tief im Inneren wollte ich dieses Kind aber haben, obwohl niemals ein Kind in meiner Lebensplanung war.

Ach so. Die Hiobsbotschaften… Nach einem weiteren angeblichen Besuch beim Arzt – sie verschwand lediglich immer für mehrere Stunden aus der Wohnung und trieb sich irgendwo herum – teilte sie mir mit, dass sie wegen der Schwangerschaft die Chemotherapie abbrechen müsse, sie allerdings nun mehrere Gehirntumore habe und die Schwangerschaft eventuell mit einer künstlich eingeleiteten Frühgeburt früher abgebrochen werden müsse.

Ihre Krankheitsgeschichten waren immer lebensbedrohlich. Zunächst lediglich für sie und dann für das ungeborene Leben. Man kann sich vorstellen, wie sehr solche Dinge an einem sensiblen Menschen nagen können. Ich lebte in der ständigen Angst zunächst sie und dann auch noch das ungeborene Leben zu verlieren.

Während der Schwangerschaft wurden allerdings die Widersprüche innerhalb ihrer Geschichten immer größer. Ihre Lügen wurden offensichtlich. Ich stellte sie irgendwann zur Rede und erntete, wie immer ein großes Schweigen zu meinen Vorwürfen, die man keinem Menschen machen möchte. Man zweifelt normalerweise nicht an, wenn ein Mensch einem erzählt, er habe Krebs. Man zweifelt es nicht an, wenn man erzählt bekommt, dass ein Mensch Gehirntumore hat. Kein Mensch erwartet, dass solche Geschichten erlogen sind, weil die Betroffene Person im Mittelpunkt stehen will. Niemand rechnet damit, mit solchen Geschichten angelogen zu werden. Es ist derartig unmoralisch, sich mit solchen Geschichten zum Zentrum zu machen, dass es niemand erwarten kann, derartig hinters Licht geführt zu werden.

Nachdem ich ihr also – einseitig, von ihr kam ja nur Schweigen – durch gewisse Begebenheiten nachgewiesen habe, dass sämtliche ihrer Krankheitsgeschichten erlogen waren, kam das nächste Problem. Das Geschlecht des ungeborenen Kindes wurde bestimmt.
Es war ein Junge. Diese Nachricht ließ sie in tiefste Depressionen fallen, die sich in Aggressionen gegenüber dem ungeborenen – meinem Sohn – äußerten. Nachdem sie zuvor das Rauchen eingestellt hatte, fing sie nun wieder an. Zunächst heimlich auf dem Klo. Sie müsse so oft auf das Klo, weil sie Magenprobleme habe usw. Da ich ja empfindlicher geworden war, was Gerüche von Tabakwaren anbelangte, habe ich dann doch irgendwann gerafft, dass sie heimlich auf dem Klo raucht. (Ich hatte gemeinsam mit ihr am Anfang ihrer Schwangerschaft das Rauchen aufgehört.) Nun war auch die Hemmnis gefallen, überhaupt zu rauchen. Sie rauchte zeitweise sogar mehr als vor ihrer Schwangerschaft. Das Kind musste erst einmal nach der Geburt unter Nikotinentzug leiden und entwickelte sich zu einem Schreikind, das nächtelang durchschrie. Ich vermute nach wie vor einen Zusammenhang zu ihrem Tabakkonsum.

Natürlich kümmerte ich mich nachts um das Kind. Dass ich damals noch regelmäßig arbeiten gegangen bin, störte sie nicht. Nach der Arbeit kaufte ich noch ein und durfte nach Rückkehr in die gemeinsame Wohnung direkt erstmal das Kind wickeln. Sie hat es immer unterlassen ihn zu wickeln, bevor ich nach Hause kam. Die Einkäufe musste ich auch noch wegpacken und die Windeln, die während meine Arbeitstages in der ganzen
Wohnung verteilt auf dem Boden lagen, entsorgen.

Es ging an die Grenzen meiner körperlichen Belastbarkeit. Die Differenzen und Probleme wurden größer. In dieser Zeit wurde auch ihr Drogenkonsum stärker. Als sie anfing, die Kinder mit auf „Drogenmeetings“ zu schleppen, versuchte ich sie zunächst daran zu hindern, die Kinder mitzunehmen. Es endete in körperlicher Gewalt, die von ihr aus ging. Ich musste die ersten Male die Polizei verständigen. Ich wurde – damals noch in Dortmund – zum ersten Mal als Gewaltopfer der Wohnung verwiesen. An einem Abend wurde ich von der Polizei vor einem „Männerhaus“ abgesetzt. Was man mir als „Männerhaus“ verkauft hat, war tatsächlich die Obdachlosenunterkunft. Das zeigt die Wertigkeit des Mannes als Gewaltopfer. Ich habe erst später wahrgenommen, dass es keine Männerhäuser gibt. Zusätzlich verwies man mich natürlich der Wohnung für zwei Wochen. An diese Order konnte ich mich natürlich nicht halten, da ich mir Sorgen um den Säugling und ihr anderes Kind machen musste. Ich konnte und durfte doch nicht riskieren, dass ihnen etwas passiert. Es waren ja mittlerweile Drogen im Spiel.

Eines Tages – als ich nicht mehr konnte – teilte ich ihr mit, dass ich wieder nach Bonn gehen müsse, weil dort meine ganzen Freunde verblieben sei. Merkwürdigerweise wollte sie bei mir bleiben. Naiv wie ich war, hoffte ich immer noch, dass sich alles wieder „normalisieren“ würde. Es wurde allerdings alles noch schlimmer. Die Gewalttägigkeiten wurden nach unserem Umzug nach Sankt  Augustin immer häufiger. Auch hier wurde ich als Gewaltopfer der Wohnung verwiesen. Ich wurde bei der Polizei ausgelacht, als ich
eine Anzeige erstatten wollte. Erst als ich blutüberströmt in der Wache auftauchte, nahm man mich ernst. Ich durfte also eine Anzeige erstatten. Diese wurde aber dann relativ zügig durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Eine Gewalttat, die eine Narbe über meinem rechten Auge hinterließ, wurde also eingestellt.

Es ging alles irgendwann nicht mehr. Ich war psyschisch fertig. Ich kotzte täglich mehrere Stunden und kein Arzt konnte feststellen, was mir fehlt. Mittlerweile weiß ich, dass dies alles psychisch bedingt war. Ich zog endlich aus der gemeinsamen Wohnung aus. Da die Kinder nicht beide von mir waren, konnte ich sie auch nicht gemeinsam mitnehmen. Ich wollte sie auch nicht voneinander trennen. Daher nahm ich mir eine Wohnung, die ich glücklicherweise auf der gleichen Etage im gleichen Haus bekommen konnte.

Die Gewalt hörte aber nicht auf. Bei nahezu jeder „Kindsübergabe“ ging sie auf mich los. Das führte dann dazu, dass das Jugendamt, das ich irgendwann einmal eingeschaltet hatte, bestimmte, dass ich die Kinder zunächst nicht mehr sehen dürfe, weil es ja bei den Übergaben immer zu Gewalt käme. Ich wurde also für ihre Gewalttätigkeit bestraft und sie wurde indirekt belohnt.

Meine Sorgen bezüglich der Kinder wurden in dieser Zeit ja nicht geringer. Lediglich meine Hoffnungen beide Kinder zu retten, wurden Stück für Stück zerstört. Ich wollte also das Aufenthaltsbestimmung für meinen Sohn. Die Verhandlung war der einzige Hohn.  Sie durfte in den höchsten Tönen von ihrer Borderlinererkrankung schwärmen und meine Schilderungen bezüglich ihrer Gewalt mir gegenüber wurden ganz unterbunden. Der Richter lachte mich gar aus. Natürlich konnte sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht für unseren Sohn behalten. Auch wenn sie attestiert schwer psychisch krank war und sich zu der Zeit auf Weisung des Jugendamtes in einer Tagesklinik befand.

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass mein Alkoholproblem in der Gerichtsverhandlung thematisiert wurde, das sich während der Beziehung zu ihr ergeben hat. Am Tage der Gerichtsverhandlung war ich allerdings schon längst trocken. Ich bin es bis heute. Es gibt ja keinen Grund mehr für mich.

Nachdem ich vor Gericht gescheitert war, konnte ich also nur noch sehen, dass ich aus meiner Wohnung heraus, wenigstens einen Blick auf des Kindeswohl zu werfen und mein Leben ansonsten wieder einigermaßen ins Reine zu bekommen. Aufgrund ihrer sexuellen Ausschweifungen am Ende der Beziehung musste ich einen Aidstest über mich ergehen lassen, da die Gefahr einer Ansteckung wegen ihres Verhaltens außerhalb der Beziehung sehr groß war. Sie hatte am Ende tlw. 4 oder 5 Sexualpartner regelmäßig neben mir. Ich habe die schönste Dinge darüber auf unserem gemeinsamen Rechner lesen dürfen, weil sie es recht schlecht getarnt hat. Es war ihr offensichtlich egal, ob ich ihre ganzen Ausschweifungen mitbekomme. Ich habe Dinge von der eigenen Partnerin gelesen, die man niemals von jemandem lesen möchte, den man einst liebte.

Obwohl es mir nach der Trennung, dem negativen Aidstest usw. langsam aber stetig besser ging, wurde deutlich, dass ich eine Therapie benötigte. Etwas, das ich früher als Schwäche abgetan habe, wurde mir nun selbst zuteil. Ich ging also in Therapie.  Meine Einstellung gegenüber Therapien hat sich nun ins Gegenteil gewandelt. Ich sehe den Menschen nun als zerbrechliches Wesen, das es sich durchaus gestatten darf, seine Schwächen zuzugestehen und sich helfen zu lassen.

Lange Rede kurzer Sinn: Sie verstarb kurze Zeit nach dem Gerichtsprozess und ich konnte zumindest meinen Sohn zu mir nehmen. Er war zum Glück noch so jung, dass er keinen richtigen Schaden durch sie nehmen konnte. Anders sieht es bei seiner Schwester aus: Sie war bzw. ist auch noch Jahre später Bettnässerin und hat auch schon einige soziale Defizite. Eins z. B. ist es, dass sie immer recht bösartige Dinge zu einem sagt, obwohl sie etwas nettes zu einem sagen möchte. Sie kann es in dem moment aber einfach nicht und es kommen so richtig fiese Dinge dabei heraus. Ich sehe sie ab und zu zusammen mit meinem Sohn. Leider erging es ihr in der Zwischenzeit tlw. weiterhin nicht besonders gut.

Warum ich das hier aber alles schreibe:
In o. g. Artikel geht es wie immer nur, um den armen Borderline-Betroffenen. Es geht niemals um dessen Opfer. Es geht niemals um den Partner oder die Kinder. Bei diesen werden unendlich große Schäden verursacht. Es wird nicht umsonst festgestellt, dass ehemalige Partner eines Borderliner dringend eine Therapie benötigen. Es ist also bekannt, was Borderliner mit ihren Partnern veranstalten können.

Ich brauchte ja nicht nur eine Therapie. Ich bin ja jetzt auch noch zusätzlich trockener Alkoholiker. Mein Sohn musste direkt nach seiner Geburt erstmal eine Entgiftung machen.  Ihre Tochte ist bzw. war jahrelang Bettnässerin usw. Aber es geht immer nur um die Borderline-Erkrankten.  Viel schlimmer sind aber doch die ganzen Opfer, denen es kein Bisschen besser geht. Dieser Kuschelkurs allein für den Borderliner, der so viel Leid über seine Angehörigen, seine Partner bringt, widert mich an.

Ich bin mit Schulden aus der Beziehung heraus gegangen, meine beruflicher Weg war zerstört, ich leide immer noch unter den Nachwirkungen der Beziehung. Es fällt mir z. B. schwer zu
telefonieren. Während der Beziehung musste ich ja während jedes Telefonats befürchten, es könne wieder eskalieren. Telefonate meinerseits waren Auslöser von körperlichen Gewaltexzessen.

Ich bin immer noch sozial eingeschränkt, weil sämtliche Kontakte von mir durch sie zerstört wurden. Danach ist es mir als alleinerziehender-Alg-II-Mann nicht so wirklich gelungen neue soziale Kontakte aufzubauen. Allein meine Fähigkeit dazu ist extrem eingeschränkt. Das sind alles Nachwirkungen durch EINE Beziehung zu EINER Borderlinerin. Während sie mit anderen Borderlinern in der Tagesklinik kochen, Bilder malen und Sport machen durfte, gab es für mich nichts. Es wird immer nur von den armen Borderlinern gesprochen. Natürlich muss man ihnen  helfen. Viel mehr aber haben Angehörige und Partner Hilfe verdient.

Es ist auch nicht wirklich Zufall, dass zumeist Frauen als Betroffene von Richtern, Staatsanwälten, dem Jugenamt und anderen Behörden geschützt werden. Es ist dasselbe Phänomen, wie das, bei dem Frauen vor Gericht geringere Strafen kassieren oder vor dem Familiengericht wahre Wunschkonzerte feiern dürfen, was den Umgang ihrer Kindern anbelangt. Das alles ist dem s. g. Opferabo geschuldet. Es geht niemals um die Opfer z. B. deren Partner oder etwa die gemeinsamen Kinder. Es geht einzig und allein um das Wohl der Frau. Immer.

Anders ist es nicht zu erklären, dass die Drogen- und Gewaltexzesse meiner damaligen Partnerin und Mutter meines Sohnes überhaupt keine Beachtung fanden. Kinder gehören ja auch immer zur Mutter, ganz genau. Wir haben eine Kultur, in der Frauen als das begabtere, friedfertigere, sozialere  Geschlecht gesehen werden. Ich habe diese Eigenschaften zumindest in dieser Beziehung nicht gesehen. Eine solche Sicht auf ein Geschlecht spricht auch ganz deutlich, dass eins nicht gewollt ist: Gleichberechtigung.

Man entschuldige den langen Text, der auch tlw. wirr erscheinen mag:
Es sind aber nach wie vor Emotionen für mich damit verbunden.

105 Gedanken zu „Borderline – Was ist mit den Angehörigen?

  1. Freut mich, dass es Dir nun besser geht. Den Zeitartikel habe ich auch gelesen und mir erst mal keine Gedanken gemacht, bis ich deinen Kommentar gelesen habe. Ich musste Gottseidank sowas bisher nur indirekt mitmachen, irgendwie hatte ich immer einen guten Riecher, was so kranke Frauen anbelangt. Trotzdem fürchte ich mich auch vor einer Situation, in der ich so hilflos ausgeliefert bin, weil man mir als Mann keinen Glauben schenkt. Beispiele gibt es ja in der jüngsten Zeit genug! Ich wünsche Dir weiterhin Alles Gute und hoffe, dass Du hier mit deinem Blog am Ball bleibst!

  2. Das Jugendamt hat dann irgendwann doch mal etwas von ihr verlangt. Sie ist dann zur gemeinsamen Freizeitgestaltung von Borderlinern in eine Tagesklinik gegangen. Als Therapie würde ich gemeinsames Kochen und Sport nicht bezeichnen.

    Ich hatte da schon lange Kontaktsperre zu den Kindern. Ich frage mich allerdings mittlerweile wie rechtlich bindend das alles war.

  3. Ich würde nach dem was du beschreibst die Frau als recht untherapiert oder nicht therapiewillig bezeichnen. Das zeichnet ein sehr erschreckendes Bild. Gott sei Dank MUSS das nicht so laufen.

    Diese Freizeittherapien kenne ich nur zu gut. Man kann sich einer solchen Therapie durch Manipulation etc. schon recht gut entziehen. HIer müsste ambulant vorgearbeitet werden.

    Kannte mal eine Dame, die hauptsächlich zum LEute kennenlernen in Therapie ist…

  4. Ja, sie war nicht wirklich therapiewillig. Die ganze Sache wurde ja auch nur halbherzig durch das Jugendamt verfolgt. Ich habe dann einige Zeit später ein paar von den Dingen gesehen, die sie dort gemacht hat. Das war zum einen ein Stundenplan voller Sport, Kochen und Malen und natürlich noch ein paar der Werke aus dem Malen. Ich erspare mir die Kommentare.

    „…zum Leute kennenlernen…“ – Die Sinnhaftigkeit davon erschließt sich mir gerade nicht so ganz. Alkoholiker treffen sich allerdings auch in irgendwelchen Gruppen. Vielleicht steckt ja mehr Sinn dahinter, als sich mir auf den ersten Blick erschließt. 😉

    Zu meinen ganzen Auslassungen muss ich aber sagen, dass ich sie sehr und noch sehr lange geliebt habe. Ich kann mir auch keine andere Mutter für meinen Sohn vorstellen. Das mag aber an meiner begrenzten Vorstellungskraft liegen.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass ihr Tod durch einen Schlaganfall für meinen Sohn und mich in der ganzen Situation das Beste war. So hart es klingt. Mein Sohn hätte sich aber niemals so frei entwickeln können, wie er es jetzt bei mir tut.

    Das Jugendamt hatte ja geplant, entweder die Kinder bei ihr zu belassen oder in ein Heim zu geben. Ich kam in den Plänen des Jugendamtes gar nicht vor.

    1. “…zum Leute kennenlernen…” – Die Sinnhaftigkeit davon erschließt sich mir gerade nicht so ganz.

      Ist sehr einfach zu erklären: Sie ist nicht bereit sich helfen zu lassen braucht aber die Aufmerksamkeit durch die Therapie, weil es ihr soo schlecht geht. Dadurch hat sie auch wieder mehr Nachsicht durch die Familie etc. Es geht dabei aber nicht um die Therapie – sondern konkret um Manipulation. Was ist also für so jemanden wichtig? MEnschen zu haben, die ihn verstehen. Das sind andere kranke Menschen und die lernt man eben in einer Klinik am besten kennen… Klingt auch hart – ist aber wahr. Angenommen hat sie bis heute von der Therapie NICHTS.

      1. Irgendwie schilderst Du gerade genau meine Erfahrungen.

        Sie hat sich gerne mit der ihr gestellten Diagnose wichtig gemacht und Mitleid geerntet. Ansonsten hat sie ihr Borderline-Dasein gerade am Ende extrem ausgelebt. Vor allem ihre „sexuelle Freizügigkeit“. Gerade die war auch nicht wirklich ein gutes Umfeld für die Kinder.

        Ja, von der Therapie hat sie ebenfalls nichts angenommen. Es ist gerade am Ende eher immer schlimmer geworden. Schade nur, dass ich für das Jugendamt nie eine Alternative für die Kinder war.

        1. Ich denke es ist hier so wie mit allen anderen Menschen auch… Es gibt solche und solche. Auch ist es finde ich nicht so, dass Angehörige im eigentlichen Sinne zu kurz kommen und den KRanken zu viel Aufmerksamkeit zukommt – es ist m.M. nach leider vielmehr so, dass nicht systemisch gearbeitet wird. GAnz allgemein. BEi dir ist ja leider gar nicht gearbeitet worden, sondern mehr geahlt. Leider recht häufig so.

  5. Du widersprichst Dir schon ein bisschen selbst, oder? Du findest, es ist im eigentlichen Sinne nicht, aber leider recht häufig so. 😉

    Ich habe jetzt einige Männer kennengelernt, die schlechte Erfahrungen mit Borderlinefrauen gemacht haben. Die Geschichten ähneln sich und alle haben keinerlei Beachtung gefunden. Alle leiden nach wie vor unter ihren Erfahrungen.

    Ich hörte aus meiner eigenen Familie z. B. den Spruch „Du hättest noch viel mehr auf die Fresse bekommen sollen!“ als es um die erlittene körperliche Gewalt ging. Die Missachtung der Opfer fängt in der Familie an und hört noch lange nicht bei Polizei und Staatsanwaltschaft auf.

    Die erste richtige Unterstützung, die erfahren habe, war die, als ich meinem damals 3jährigen Sohn mitteilen musste, dass seine Mutter verstorben ist. Hier ging es auch nicht um mich und meine Erlebnisse, sondern meinen Sohn.

    Ich bin ja auch eher für die ganzen traumatischen Erlebnisse mit der Borderlinerin bestraft worden. Wohnungsverbot, Verbot die Kinder zu sehen usw.

  6. Ich finde, dass das Problem nicht ist, dass Angehörige zu kurz kommen und Betroffene zu sehr beachtet werden (sowohl, wenn das Problem angegangen wird als auch anders), sondern, dass zu wenig systemisch gearbeitet wird.

    Ich finde, dass häufig erst gar NICHT gearbeitet wird.

    Ich denke das widerspricht sich nicht (vielmehr hab ich es nicht sher geschickt aneinandergehängt). Es hängt zwar zusammen, aber schließt sich nicht aus. Es sind einfach nur zwei Dinge.

  7. Es ist genauso wie mit der häuslichen Gewalt gegen Männer:
    Es gibt keine öffentliche Diskussion darüber. Es wird totgeschwiegen oder direkt verneint.

    Die Artikel über Borderline sind nahezu allesamt darüber, wie man dem Borderliner im Kuschelkurs am besten begegnen kann und ihn wieder RICHTIG in die Gesellschaft integrieren kann. Es ist nie die Rede von einer Gefahr durch Borderliner und das bemängele ich.

    Du unterschätzt die Dinge, die für Borderline getan werden. Es gibt Stellen für Borderliner in Tageskliniken, in Kliniken, es gibt psychologische Studien usw. Was gibt es für die Angehörigen und die Partner?

    Für Borderliner wird einiges getan.

    1. Ich danke!

      Ich habe den Artikel recht schnell heruntergetippt, weil mich viele Dinge schon noch belasten. Es mussten auch viele Dinge gekürzt werden. Wenn der Artikel aber nur ein paar Leuten irgend etwas bringt, hat es sich schon gelohnt. 😉

  8. Vielleicht hätte dir damals dieses Buch geholfen:
    http://www.amazon.de/Schluss-mit-dem-Eiertanz-Angeh%C3%B6rige/dp/3867390053

    Inhaltsverz.:
    http://load.doccheck.com/de/load.php/shp/1/cl/download/fid/6e64d6634b1e8d989.01307484/name/BAL-0019-0001_schluss_mit_dem_eiertanz_inhalt.pdf

    Ich war auch mal mit einer (mutmaßlichen) Borderlinerin zusammen, die ich auch ziemlich geliebt habe. Das war ein extrem ausbeuterisches Verhältnis, allerdings habe ich solche krassen Dinge, wie du sie berichtest, nicht erlebt. Es gab in vor allem keine Kinder. Nach anderthalb Jahren habe ich Schluss gemacht, weil sie versuchte, ein Dreicksverhältnis mit einem anderen Liebhaber zu etablieren.

    Mir hat wohl geholfen, dass ich einen sehr starken Freiheitsdrang habe, eher „skeptisch“ als „gefühlsduselig“ drauf bin und mir schlicht die Bereitschaft fehlte, „alles“ zu tun, um die Beziehung zu retten. Abgesehen davon habe ich nie daran geglaubt, dass Menschen sich in ihrer Grundpersönlichkeit ändern können. Die Hoffnung, dass sich die Beziehung „normalisieren“ könnte, ist mir nach etwa einem Jahr verflogen – mir ist klargeworden, dass eine stressfreie Beziehung mit dieser Frau schlicht nicht möglich ist. Allerdings hatte ich auch Angst vor der Trennung, weshalb ich es noch ein halbes Jahr weiterlaufen ließ. Die Trennung war trotzdem sehr schwer für mich, das war eine Art Vernunfthandlung, die ich gegen meine eigenen Gefühle durchgezogen hab, und es hat lange gedauert, über den nachfolgenden Zustand der inneren Leere hinwegzukommen.

    „Erst als ich blutüberströmt in der Wache auftauchte“

    Wie hat sie das eigentlich hingekriegt? Waffeneinsatz?

    1. Danke für die Links. Bin gerade etwas in Eile. Schaue ich mir alles in Ruhe an!

      Ja, wenn man es so sieht, war es „Waffeneinsatz“. Sie hat mir eine Flasche Cola ins Gesicht geworfen. Die hat mich dann knapp neben dem Auge erwischt und es gab eine nette Platzwunde, die dann ärztlich versorgt werden musste. Eine kleine Narbe ist zurückgeblieben. Vorher waren es ja lediglich „nur“ Blutergüsse u. ä.

      Bei mir war ja das Problem, dass ich wegen der Kinder nicht weg gekommen bin. Wären beide von mir gewesen, hätte ich mir ja beide einfach packen können. Das ging aber auch nicht.

      Aber toll, dass Du es ganz gut geschafft hast. Das mit der Dreierbeziehung deutet wirklich auf Borderline hin. Meine war sexuell ja auch etwas „verschoben“.

      1. „Sie hat mir eine Flasche Cola ins Gesicht geworfen.“

        Krass. Wenigstens eine leere Flasche? Interessant, dass die Anzeige eingestellt wurde. Es kann doch nicht Bedingung sein, dass man in getrennten Haushalten lebt, oder doch? (Aus deinem offenen Brief: „Es hilft nur nichts, wenn entsprechende Anzeigen direkt durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden, weil man im gleichen Haushalt verbleibt.“) Wie wäre das mit vertauschten Rollen? Wenn du ihr die Flasche an den Kopf geworfen hättest? Wäre das dann mit der gleichen Begründung eingestellt worden?

        „Das mit der Dreierbeziehung deutet wirklich auf Borderline hin.“

        Da gab es schon ein paar mehr Hinweise, aber ich wollte die Story nicht zu sehr ausbreiten.

        Das verlinkte Buch gehört für mich zu den besseren, die ich über Borderline gelesen habe, vor allem nimmt es sehr konsequent die Perspektive der Angehörigen ein. Das Buch wurde immer wieder in Foren empfohlen, die Amazon-Rezensionen habe ich zwar nicht gelesen, aber die scheinen auch überwiegend postitiv zu sein. Vielleicht gibt es inzwischen Besseres, hab mich seit zehn Jahren nicht mehr mit dem Thema beschäftigt.

        Natürlich hilft so ein Buch nicht gegen gesellschaftliche männerfeindlichen Ressentiments.

        Ich habe selbst alles mögliche über Borderline gelesen, um meine Erlebnisse zu verarbeiten und besser einordnen zu können. Ich bin kurz vor der besagten Trennung auf eine Beschreibung dieser Persönlichkeitsstörung gestoßen, vorher konnte ich mir ihr Verhalten nicht erklären (obwohl ich durchaus in Psycho-Büchern herumgesucht hatte). Bei dir war es ja andersherum – du wurdest von Anfang an darauf hingewiesen.

      2. Eines muss ich noch anbringen:
        Ich finde das extrem leiwand von dir, dass du wegen dem Kind, das nicht von dir war, so viel auf dich genommen hast. Ich bin mir sicher, wenn sie die Geschichte einmal in voller Länge erfährt, wird sie dir sehr dankbar sein.

        1. Du meinst die Halbschwester von meinem Sohn?
          Ja, es war ursprünglich geplant, dass das Kind das einzige Kind bleiben wird, dass mit uns zusammen lebt. Dann kam noch mein Sohn.

          Sie war von Anfang an gegen mich eingestellt. Ihr Papa war ursprünglich das Heiligste auf dieser Welt und ich habe ihrem „Papa die Mama weggenommen“. Daher war sie mir gegenüber zunächst sehr übel gegenüber aufgestellt.

          Später hat sie dann gesehen, dass ihr Vater dann doch so einige Defizite hat.

  9. [..] Wenigstens leere Flasche? Wäre es auch bei vertauschten Rollen eingstellt worden? [..]

    Es gab Zeiten, in denen es auch bei Frauen so war. Die letzten 10 – 15 Jahre hat sich da aber wohl etwas dran geändert– für die Frauen. Es ist ja so: Der Staatsanwalt sitzt in seinem warmen Büro und will zu seiner netten Frau nach Hause und liest in seiner Akte, dass ein Mann von seiner Frau verletzt wurde. Er sieht mich und die Verursacherin ja nicht. Noch weiß er, dass sie psychisch krank ist. Dann entscheidet man halt nach seinen Vorurteilen – wie man aufgewachsen ist. Ich bin ja auch aufgewachsen, dass nur Männer Frauen schlagen und dass man Frauen nicht schlägt. Was man macht, wenn einen die Frau schlägt, war nicht in meiner Erziehung vorgesehen.

    [..] Da gab es schon ein paar mehr Hinweise, aber ich wollte die Story nicht zu sehr ausbreiten.
    [..]

    Musst Du ja auch nicht. Einige Dinge sollten privat bleiben, zumal man als Mann oft verlacht wird – je nachdem, was man für eine Geschichte erzählt. Ich würde die Geschichte auch nicht so erzählen, wenn sie noch leben würde.

    Es muss halt jemand erzählen und den Job mache ich dann halt. 😉

    [..]Hast du eigentlich eine Antwort auf den offenen Brief bekommen? (Falls du ihn überhaupt ans Ministerium gesendet hast.) [..]

    Ja, ich habe den Brief an zwei Ministerien geschickt. Einmal das Bundesministerium und dann an das Ministerium von NRW. Beide haben meinen Brief ignoriert.
    Außerdem habe ich den Brief in meiner unendlichen Naivität an massig Gleichstellungsbeauftragte geschickt. Ich habe nur von einer eine Antwort bekommen. Sie lautete: „Wenn ein Mann unter Gewalt in einer Beziehung durch eine Frau leiden muss, muss man das als „Pech bei der Partnerwahl“ abtun.

    So sieht es in Deutschland aus. Daher schreibe ich ja so viel in meinem Blog darüber, weil solche Dinge einfach nicht gehen. Wir haben anscheinend eine Klassengesellschaft die in der Mitte durchgeht – und zwar vertikal.

  10. Es gibt meines Erachtens Beschwerdemöglichkeiten gegen solche Entscheidungen der Staatsanwaltschaft. Letztlich handelt es sich auch um Strafvereitelung im Amt, wenn eine schwere Körperverletzung nicht verfolgt wird. („Schwer“ dürfte sie schon wegen des Flascheneinsatzes sein, das Werfen mit mit einer gefüllten Flasche halte ich sogar für lebensgefährlich).

    Nunja, inzwischen hat sich die Sache erledigt.

    Dass die Ministerien/Gleichstellungsbeauftragten dir nicht antworten, ist mal echt lame. Man kann natürlich nicht damit rechnen, etwas zu bewirken, aber bisher dachte ich zumindest, dass die höflich antworten. Und dann noch so ein dreister Spruch (“Pech bei der Partnerwahl”). Meine Güte.

    Ich hoffe, dass es viele lesen.

    1. Damals war ich zu sehr neben der Spur. Der Kampf um die Kinder stand ja bevor und ich war therapiebedürftig, was ich da noch nicht wusste…

      Ja, die Sache hat sich jetzt erledigt.

      Mittlerweile weiß ich ja, dass ich mir diese ganzen Schreiben an die Gleichstellungsbeauftragten hätte schenken können. Ich habe damals „Gleichstellung“ im Kopf noch durch „Gleichberechtigung“ ersetzt – was ja durchaus gewollt ist. Mittlerweile weiß ich ja, dass diese Beauftragten lediglich im Namen der Frau unterwegs sind.

      Ich schreibe das alles hier ja auch, damit der Blick von einigen auf die Sache vielleicht ein anderer wird. Außerdem mache ich mir wirkliche Sorgen um die Zukunft meines Sohnes. Die Diskriminierung wird ja immer schlimmer.

  11. Hi,
    ich bin auch Borderlinerin und finde das, was du da schilderst sehr heftig. Ich will dich nicht angreifen, aber dein erster satz nervt mich ziemlich… dass die wahren opfer die angehörigen seien. Das stimmt nicht! die angehörigen können gehen wann sie wollen, aber ich zum Beispiel muss mit dem scheiss dann weiterleben. Ich glaube als normalo kann man es nicht nachvollziehen, wie das leben mit borderline ist. Es ist praktisch die hölle auf erden. und glaub mir nicht alle sind gleich! ich zum Beispiel klammer nur unglaublich viel und ja, ich streite mich sehr häufig… jedoch bin ich ein wirklich ehrlicher mensch (ich weiß sowas sagt man nicht, aber ich glaube das ist das einzigst positive an mir).
    So genug kritisiert 😛
    zu deiner Freundin (ex)..: ich glaube, sie hat das aber auch ausgenutzt, dass sie krank war… die Krankheit auch als ausrede genutzt. außerdem ist sie wirklich ein extrembeispiel und man sollte nicht alle über einen kamm scheren. Wenn alle sowas ins netz stellen, dann finden „halbwegs normale borderliner“ wie ich hinterher noch keinen Partner :O :P.
    Zu dem punkt, dass es nicht heilbar ist kann ich auch noch was sagen: ich denke man kann es jedoch verdammt gut behandeln… ich kann mittlerweile halbwegs normal damit leben und ich denke das schafft jeder. 🙂
    Du musst dir klar darüber sein, dass deine ex auch einen gesunden Teil ihrer Psyche hatte, und wenn der einfach nur asozial und schlecht war, dann ist borderline das kleinste Problem:D
    ich finde es unfair und es macht mich traurig sowas zu lesen, dass man über einen kamm geschert wird… ich kann nix für diese Krankheit! den meisten und auch mir wurde schlimmes angetan, die Kindheit genommen und als sei das nicht alles, muss man jeden tag mit sich selbst kämpfen. und dann kommen leute die einen verurteilen wollen…
    naja das glück wurde nicht gerecht verteilt, das einzige was man machen kann ist, als borderliner ernsthaft an sich zu arbeiten (die therapieformen sind vielversprechend) und an die angehörigen etwas Verständnis zu haben, da die Person bis zu einem gewissen grad selbst nix dafür kann. aber wichtig ist auch: grenzen setzen! dann kann der borderliner sich nicht mehr viel erlauben 😛

    1. Ach, weißt Du…

      Ich konnte nicht gehen, die Kinder von ihr konnten ebenfalls nicht gehen. Der Staat hat sie dann noch so geschützt und ihr die Kinder zugesprochen, obwohl sie mit NICHTS im Leben klar kam. Sie hat mir psychische Störungen hinterlassen und den Kindern auch. Sie ist ja dann verstorben.

      Die Kinder und ich sind schon kaputt und Du erzählst, man könne einfach abhauen und alles sei gut. Das ist Scheiß. Es ist bekannt, dass ehemalige Partner von Borderlinern oftmals eine Therapie benötigen. Richtige Therapien gibt es aber zumeist nur für den Borderliner. Der Ex-Partner wird oftmals noch ausgelacht.

      Mein eigener Vater hat zu mir gesagt, als ich von erlebter Gewalt berichtet habe, dass ich am besten „noch viel mehr auf die Fresse bekommen hätte“. Ja, stimmt: Ich hätte einfach gehen können. Ich hätte die Kinder einfach im Stich lassen können. Was aber wäre ich dann für ein Mensch gewesen?

    2. Ich habe die Krankheit meiner Mutter als verzweifelte Versuche, Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen, erlebt. Da war sie fast taub und blind, wenn sie von Personen, in die sie regelrecht „verliebt“ war, bemerkt wurde. Wir Kinder waren da abgeschrieben; sie hat uns dann nicht mehr bemerkt. Zum Glück waren wir Zwillinge, anders hätten wir das wahrscheinlich nicht überlebt.
      Ich habe natürlich auch eine Ahnung, woher das bei ihr kommt, weil ich ja auch die Mutter meiner Mutter kannte, also meine Großmutter. Die war auch schon so. Die hat zB ihren Bruder ins Gefängnis gebracht, weil sie ihn für den Täter in einem Mord, den sie nur aus der Zeitung kannte, gehalten hat. Sie war dann auch hochoffiziell im Irrenhaus. Ansonsten hat sie mit Geistern geredet und ihren Mitmenschen eine unheimliche Verachtung entgegengebracht, Kinder, die noch nicht zurückgeredet haben, aber unnatürlich vergöttert. Meine Mutter hat sie vernachlässigt, allein gelassen und unwahrscheinlich verletzend beleidigt. Dass sich meine Mutter da nicht gesund entwickeln konnte, ist klar.
      Aber auch, wenn ich weiß, woher es kommt, ändert das nichts an der Gefährlichkeit meiner Mutter. Sie selbst ist es, und wenn die andere Leute manipuliert, die dann gegen uns vorgehen, ist da auch eine Gefahr. Und sie scheint sich der meisten Dinge, die sie tut, durchaus bewusst zu sein; deshalb trägt sie sehr wohl auch eine gewisse Verantwortung.

      Langer Rede kurzer Sinn:
      Natürlich haben BorderlinerInnen Schlimmes erlebt, sonst wären sie nicht so und könnten nicht so eine Besessenheit entwickeln. Aber muss man sich deshalb alles gefallen lassen? Muss man deswegen Kinder ausliefern? Auch wenn einem solche Leute auch Leid tun müssen, aber man muss sie auch bremsen dürfen. Wenn jemand, immer wenn er traurig ist, mit einem Maschinengewehr herumschießen muss, wird man den ja auch verhaften – allerdings nur, wenn er ein Mann ist.

      1. Die Opfer von Borderliner sollten ebenfalls für den Missbrauch, welchen sie vielen anderen Menschen antun, bestraft werden. Wie Drogensüchtige. Beides Krankheiten, warum wird der Borderliner so geschützt und ein anderer Kranker für sein Leid auch noch bestraft wird.

    3. Genauso sehe ich das auch. Borderline ist ein täglicher Kampf mit mir selbst und eine tägliche Entscheidung! Ich habe die DBT und auch die Traumatherapie gemacht, bin aber nicht geheilt. Ich habe allerdings gelernt besser damit umzugehen, und alternative Verhaltensweisen anzuwenden. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Rückfälle gibt, wie zum Beispiel bei der Selbstverletzung. Jedoch ist es viel viel seltener geworden.

  12. ANsonsten Zustimmung, weil ich das Problem selbst kenne, aber in einem Punkt muss ich widersprechen: Es geht nicht immer um die Frau, sondern es geht um einen bestimmen Typ von Frau, nämlich den demonstrativ leidenden. Eine Frau, die nicht die Opferrolle spielt, wird wie ein Vater angesehen, also der Feind.

  13. Ich habe eben deinen Artikel oben und den Artikel in der Zeit gelesen. Und ich habe ehrlich gesagt Gänsehaut bekommen bei der Schilderung deiner Situation. Da ich selbst Ex-Partnerin eines Borderliners bin, muss ich dir definitiv recht geben. Die Angehörigen sind eigentlich die Opfer. Und es wird leider viel zu wenig über das immense Leid der Angehörigen und Partner von Borderlinern berichtet. Damit möchte sich offenbar niemand auseinandersetzen. Es gibt immer nur „trockene“ Fakten über das Krankheitsbild Borderline. Auch gibt es leider noch zu wenige Partner bzw. Ex-Partner von Borderlinern die ihr Leid offen erzählen. Vielleicht kennst du ja meinen Blog ebenfalls – in dem ich über die Beziehung zu meinem Borderliner erzähle und welches extreme Leid er mir in den fast fünf Jahren die wir zusammen waren, zugefügt hat. Das ist jetzt bald ein Jahr her und ich habe immer noch daran zu knabbern. Wenn auch andere wunderbare Dinge in meinem Leben – glücklicherweise – meinen Kummer bei weitem überlagern.

    @ yasi

    Du machst es dir verdammt einfach! Als Partner(in) eines Borderliners kann man eben NICHT einfach gehen! Denn man ist emotional viel zu sehr an seinen Partner gebunden. Und durch die ständigen Eskapaden, Manipulationen und emotionalen Erpressungen seitens eines Borderliners wird einem fast der „freie Wille“ geraubt! Von der seelischen und körperlichen Kraft ganz zu schweigen.

    Du als Borderlinerin müsstest es eigentlich am besten wissen: Es gibt reflektierte und unreflektierte Borderliner. Und mein Borderliner zählt leider auch zu den unreflektierten! Trotz vieler Therapien und ständiger Arztbesuche wurde er als NICHT therapierbar eingestuft.

    Aus meinen bisherigen Erfahrungen muss ich leider auch sagen dass Borderline eben NICHT heilbar ist! Das habe ich auch von vielen anderen mitbekommen.

    Hast du auch nur die leiseste Ahnung WIE SEHR wir „Opfer“ unter eurer Krankheit zu leiden haben? Welche immensen seelischen Schäden wir davontragen? Ich glaube das kannst du dir überhaupt nicht vorstellen!

    Natürlich ist mir auch klar wie schlimm für euch Borderliner selbst diese Krankheit ist. Ich habe es ja bei meinem Borderliner tagtäglich mitbekommen und erlebt.

    Der Leidensdruck ALLER ist extrem hoch. Bei den Betroffenen selbst eben nur ANDERS als bei den Partnern und Ex-Partnern bzw. Familienangehörigen.

    Zum Schluss noch eins: Kein Borderliner braucht auf die Mitleids-Tour zu machen – denn andere Menschen haben auch eine schlimme Vergangenheit oder eine schlimme Kindheit erlebt und haben aber KEIN Borderline entwickelt. Man darf sich nicht hinter dieser Krankheit verstecken oder sie gar als Ausrede für sein negatives Verhalten benutzen!

    1. Ich denke auch, dass Borderline nicht heilbar ist. Man kann es abdämpfen – am besten wohl mit Medikamenten, mehr aber auch nicht.

      Ich habe nach einigen Jahren noch Schäden, die wahrscheinlich dauerhaft sein werden. Ich habe z. B. Probleme damit, von mir aus andere anzurufen. Wenn ich angerufen werde, ist das in Ordnung. Ich selbst komme aber eher selten auf die Idee andere anzurufen. Es bessert sich aber momentan.

      Ich habe auch Angst, wenn mich Leute mehrfach anlügen, dass ich es wieder mit jemandem zu tun habe, der psychische Störungen hat. Ich achte auf viele Zeichen bei anderen Menschen, damit mir so etwas auch bloß nie wieder passiert. Ich bin ewig auf der Hut und misstrauisch.

      Das habe ich alles meinen Borderlineerfahrungen zu verdanken.

      1. Ich finde ein gewisses Misstrauen aber nicht schlecht. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wenn alle das gleiche Misstrauen hätten, wäre die Welt ein bisschen besser, manche Betrügereien gar nicht möglich.
        Und du schützt damit auch andere, wenn du bei Lügen misstraurisch bist. Ungerechtfertigte Anschuldigungen werden dadurch vielleicht verhindert.

  14. Hi, schlimme Geschichte!
    Borderline ist so ein Begriff, ich glaube, Narzisstische / Antisoziale Persönlichkeitsstörung könnte da auch passen. Unter diesen Begriffen findet man gute Infos im Netz.
    LG

    1. Borderline ist halt so der Begriff aus dem allgemeinen Sprachgebrauch. Eigentlich wollte ich das Thema ja auch begraben, habe aber einen Artikel bei A Voice for Men gelesen. Daher musste ich dann nochmal.

      Ich hoffe, ich kann das Thema bald begraben. Meine letzten Schäden verschwinden auch so langsam. Ich kann bald wieder von selbst telefonieren. 😉

  15. Ich komme gerade aus einer Borderline-Beziehung und bin auf der Suche, wie und wo ich meine kreativen Texte, die ich zur Verarbeitung schreibe, öffentlich teilen kann – aber es findet sich einfach nichts. Wir Angehörige haben so wenig Raum, selbst in Borderline-Netzwerken findet man kaum Unterstützung. Wahnsinn. Es macht mich genauso wütend wie dich! Danke für diesen Artikel – so weiß ich, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin! Auch wenn mein Partner ein Mann war. Kuschelkurs ist genau das Wort, nach dem ich gesucht habe: Es wird alles beschönigt, genau wie bei anderen sozialen Gruppen, die unangenehm auffallen. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass es dir und einem Sohn gut geht!

    1. Bitte überlege Dir, ob Du Deine Erfahrungen in einen eigenen Blog schreibst. Mit WordPress.com z.B. kann man so einen Blog in 5 Minuten ohne Kosten erstellt haben. Bitte teile uns Deine Blogadresse mit, ich werde Dich sofort abonnieren. LG

  16. Schlicht und einfach: Danke für den genialen Artikel.
    Selten so schön beschrieben bekommen, in welch unsägliches Leid man durch chronisch Überpriviliegierte hineingezogen werden kann.
    Für die Zukunft wünsche ich Dir nur das Beste!!
    LG

  17. Laut deiner Schilderung hast du ein Trauma durch deine Beziehung davongetragen, das würde unter dem Begriff Posttraumatisches Belastungssyndrom als Grund für eine Therapie deinerseits ausreichen. Oder hat man dir das nicht angeboten, weil du ein Mann bist? Das ist leider immer noch ein großes Problem, dass männliche Opfer häuslicher Gewalt und (emotionalem) Missbrauchs nicht ernst genommen werden und sie daher im Stillen leiden.
    Da ich selber in einer Partnerschaft jahrelang misshandelt wurde, kann ich deinen Zorn gut verstehen! Ich finde auch, dass sich alle Personen in deinem Leben unmöglich verhalten haben! Gerade, wenn Verwandte nicht hinter einem stehen, ist das besonders schmerzhaft…
    Trotzdem sollte man nicht Opfer-Olympiade veranstalten und daher finde ich die Aussage, dass Angehörige von psychisch Kranken Menschen es schwerer haben, als die Betroffenen selbst, ziemlich pietätslos, wenn man es als Pauschalaussage macht. Ich bin nämlich auch psychisch krank und habe, neben den Symptomen natürlich, fast täglich mit dem Stigma zu kämpfen.
    Also: mehr Hilfen für Angehörige, aber keine Dämonisierung von psychisch Kranken!!

    1. Nun ja, der Zorn ist vorüber. Mittlerweile kann ich auch guten Gewissens sagen, dass es ja seine Gründe hatte, warum ich sie auch einmal geliebt habe. Außerdem ist sie die Mutter meines Sohnes, auch wenn sie nun schon seit ein paar Jahren tot ist.

      Ich war in einer Therapie. Die Therapie an sich hat mir im Nachhinein betrachtet nicht viel geholfen. Was mir geholfen hat, war die Tatsache, dass mir überhaupt einmal jemand zugehört hat und dass dieser jemand um das Verhängnisvolle von Borderline wusste.

      Die Therapie ist mir an keiner Stelle angeboten worden, noch bin ich auf eine Therapiemöglichkeit hingewiesen worden. Ich war nachher völlig am Ende. Ich war kurz davor Hardcore-Alkoholiker zu werden, konnte meine Post nicht mehr öffnen, habe mich an jeder Stelle gehen lassen. Daher habe ich dann zunächst aufgehört zu saufen und dann eine Therapie von mir aus angestrebt, weil ich einfach nicht mehr lebensfähig war.

      Ich finde tatsächlich, dass der Blick zu sehr auf den Borderline-Erkrankten und nicht die Angehörigen geht.

      1. Danke für deine freundliche Antwort. Ich bin sehr froh, dass es dir nun besser geht, aber auch wirklich verärgert, dass man dir so wenig geholfen hat. Das bestätigt nur mein Gefühl, dass es im Psychotherapeutischen Bereich in Deutschland nicht besonders gut zugeht.
        Ich finde auch, dass für Angehörige zu wenig getan wird – meist gibt es ja solche Angehörigen-Selbsthilfegruppen (war auch in einer), aber die sind auch nicht besonders gut.
        Trotz allem bleibe ich bei meiner Meinung, dass es falsch ist, diesen Kampf auf den Rücken der psychisch Kranken auszutragen. Denen wird nämlich auch nicht richtig geholfen (hast du ja durch die „Spieltherapie“ selber gemerkt). Wir werden schon genug stigmatisiert, da sind solche Aussagen wie die in deinem Eingangspost extrem kontraproduktiv.

        1. Ich kann mir vorstellen, dass es in solchen Selbsthilfegruppen sehr emotional zugeht, was man ja auch verstehen kann. Ich habe das Glück, dass mein Sohn mich daran erinnert, dass es auch einmal so etwas wie Liebe gab.

          Ich glaube nämlich im Gegensatz zu manch anderem, dass Borderliner nicht nur durch ihre Krankheit beeinflusst und zerfressen sind. Sie leiden oft extrem unter ihren Zuständen.

          Welchen Eingangspost meinst Du?

          1. Ich meinte deinen Original-Blogeintrag, indem du schreibst, dass es Angehörige schwerer haben als Betroffene.
            Das Problem in Selbsthilfegruppen ist gar nicht, dass es so emotional zugeht, dafür sind sie ja da, sondern, dass die anwesenden Fachkräfte (Therapeuten, Sozialarbeiter o.ä.) überhaupt keine Hilfe sind, sondern oft ganz im Gegenteil vernünftige Gespräche unmöglich machen.
            Da ich wie gesagt selber auch in einer Beziehung misshandelt wurde, kann ich deinen Schmerz wirklich gut nachvollziehen. Man kann einfach nicht fassen, wie ein Mensch, der doch sagt, dass er einen liebt, einem soetwas antun kann. Und trotzdem liebt man diese Person irgendwie. Da bricht eine Welt für einen zusammen und auch mir fällt es nach all den Jahren immer noch schwer, Menschen zu vertrauen.
            Therapeuten vertrau ich übrigens aber auch nicht wirklich, da habe ich über die Jahre auch viel zu viele Enttäuschungen erlebt. Man wird weder als Opfer, noch als psychisch kranker Mensch ernst genommen – das muss ich bittererweise einfach so sagen.
            Ich wünschte wirklich, ich wüsste, wie ich dir helfen könnte – eigentlich kann ich dir nur sagen: Glaub an dich; dein Schmerz ist echt; lass dir nicht einreden, du seist kein „richtiges“ Opfer; tu dir und deiner kleinen Familie Gutes; ihr habt es verdient.

            1. Mir geht es soweit ganz gut. Gewisse Schäden werde ich immer behalten. Damit habe ich mich abgefunden. Gewisse Dinge aus meiner Kindheit sind viel gemeiner.

              Wofür ich eine Lösung finden muss: Als HSP ist das Alleinerziehen etwas anstrengender für mich als für andere. Mein Sohn ist dabei aber recht hilfreich.

              Es gibt Studien, die die Hilfe von Therapien im Großen und Ganzen hinterfragen.

  18. Geht’s noch? Nur weil du an einen borderline erkrankten geraten bist, der sich nicht reflektieren kann heißt das noch lange nicht, dass die Krankheit nicht heilbar ist. Ich habe die Diagnose und ich lebe ein völlig normales Leben mit einem Partner der garantiert kein Opfer von mir ist. Im Gegenteil: er bewundert mich dafür, dass ich mich so im Griff habe und so bin obwohl ich diesen ständigen Kampf gegen die Symptome bekämpfe.
    Ich finde es so verdammt traurig und unfair, wie Betroffene immer dar gestellt werden. Es mag auf viele zutreffen, aber nun mal nicht auf alle. Und es ist so ungerecht dass man dreifach bestraft wird. 1. Mit dem was man erleben musste und wodurch man krank gemacht wurde. 2. Mit dieser Erkrankung selbst leben zu müssen und weil das ja noch nicht reicht 3. mit den Stigmata die diese Diagnose mit bringt. Solche Kommentare wie deine!
    Man darf also nicht glücklich und gesund werden damit? Keine Partnerschaft führen dürfen? Liebe borderline dann könnt ihr euch auch gleich das Leben nehmen.
    Zum Glück gibt es noch ausschließlich solche Idioten, die durch schlechte Erfahrungen mit einem Betroffenen alle anderen mit verurteilen.

    1. „Idioten“, „selbst erkrankt“ – das reicht.

      Danke.

      Ich finde es auch so verdammt unfair, dass zwei Kinder Traumata durch eine Borderlinerin davon getragen haben. Ich finde es auch so unfair, dass ich meinen Job verloren habe, meine sächlichen Kindheitserinnerungen, eine Narbe davon getragen habe (und mehrere auf der Seele). Ja, das finde ich unfair.

      Vor allem finde ich es unfair als Idiot beschimpft zu werden.

      1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass damit zwar hausieren gegangen worden ist, um Mitleid zu bekommen, aber nichts aktiv gegen die Erkrankung unternommen worden ist. „Das Leben ging ja weiter.“ Ja, für sich selbst, das Leben anderer wurde völlig ruiniert.

        Es kann Borderliner geben, die von dieser Diagnose gehört haben und sich bewusst sind, dass es diese gibt. Das hilft nur nichts, wenn sie sich weiterhin auf Partner und Familie unkontrolliert loslassen.

        1. Was mich mal interessieren würde: Was soll man eurer Meinung nach denn als Borderliner machen? Die Krankheit verschwindet ja nicht einfach, auch wenn man reflektiert, in Therapie geht und an sich arbeitet ist es ein harter und langer Weg und vermutlich werden gewisse Aspekte immer bleiben, einige hier vertreten ja auch die Meinung Borderline sei gänzlich unheilbar. Was also tun? Sich als Borderliner von sämtlichen sozialen Kontakten lösen, Verbindung zur Familie abbrechen?
          Was dir passiert ist hat mein vollstes Mitgefühl und Verständnis für deine Wut und ich hoffe wirklich das du und die Kinder das ganze irgendwann verarbeiten könnt. Nur deiner Aussage die wahren Opfer sind die Angehörigen kann ich nicht zustimmen – sobald Borderline im Spiel ist gibt es nur Opfer…

          1. Wer aber fügt seinen Mitmenschen Schaden zu? Ist es der Borderliner oder der Angehörige?

            Wer erfährt Unterstützung? Ist es der Borderliner oder ist es der Angehörige?

            Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dem Angehörigen noch mit Vorwürfen begegnet wird, warum er sich denn nicht getrennt habe usw. Der Borderliner ist aus dem Spiel heraus: Er ist ja psychisch krank.

            „Meine Borderlinerin“ hat mind. 4 Menschen das Leben runiert. Das bezieht sich nur auf die Zeit, von der ich weiß. Diese Zeit wurde durch ihren Tod schlagartig beendet.

            Ein Boderliner hat sein ganzes Leben Zeit das Leben anderer zu zerstören. Es ist eine ganz einfache Rechnung, wer die wahren Opfer sind. Da muss man noch nichtmals bedenken, dass die Unterstützung für sie so gut wie nicht gegeben ist.

              1. Ich sehe mich selbst als „trockene“ Borderlinerin, kann durchdrehen, bin schon durchgedreht, habe Destruktivität gezeigt, aber ich lerne immer mehr, es zu erkennen, und dann in den Analysemodus zu schalten und es von außen zu beobachten.
                Aber natürlich muss der feste eigene Wille da sein, es zu verhindern, und dass man erkennt, dass man in dem Moment verrückt ist.
                Nähere Details sind aber zu privat.

    2. Hallo und guten Tag …

      Es geht nicht um Menschen die ein schlechtes Verhalten an den Tag legen,zu benennen…
      Gibt es ein Namen für das Verhalten ist allen Geschädigten geholfen da jetzt jedem Bewusst wird was eigentlich bei dem Erkrankten so läuft …
      Begriffe wie Borderline war mir bekannt und ich habe meine Ex Frau bis zur Selbstzerstörung geliebt …Nur leider gab es vor 18 Jahren nicht solche offen Ausgesprochene Website …
      Das Verhalten von einem Boderlingestörten ist wie ein kleines Ki d und kein Mensch geht davon aus das der Erwachsene Borderliner sich auch so verhält…
      Ein Borderline erkrankter Mensch ist aus der Kindheit nie herausgekommen u d wird und kann nie Verantwortung übernehmen …Ein Kind klaut ein Kaugummi und der Erwachsene ,,,Macht,,,dann was ???
      Genau dieses irre krasse Verhalten traut man ja keinem Erwachsenen zu !!!
      Und deswegen ist es wichtig das zu thematisieren …
      Sorry aber solange es ein ,,,Namen,,,dafür gibt muss er ausgesprochen werden u d ist absolut notwendig …
      Eine Borderlinefrau(Kind) braucht kein Kind in die Welt setzen,das gleiche gilt für den Mann …
      In solchen Beziehungen leiden immer die,,,gesunden,,,Angehörigen und werden dann sogar selbst noch gestört und übertragen das Verhalten an die nächste Generation …
      Augen öffnen,ich bin Betroffen und habe nach der Trennung jede Menge solcher Leute angezogen u d mir ist Bewusst geworden wie schnell man sich in solchen Manipulierenden Erwachsenen Personen täuschen kann …Das Thema ist aber auch sehr schwierig da es sehr in die Psysche geht und nur ein Erfahrener oder ,,,Gelernter,,,dies erkennt…
      Für normale Leut ist es einfach Zuviel u d auch nicht nachvollziehbar …
      Es gibt nicht ohne Grund soviele langjährige Eziehungen die geschneidert sind …Und die Opfer eines Borderliners sind nicht doof sie sind nur empfänglich für das eine oder andere und der Borderliner weiß das genau …
      Kopf hoch,allen denen die aus der Psyschomasche herausgekommen sind und seit euch gewiss ihr hab das Überlebt …
      Wissen schützt uns denn
      Gefühle verwirren uns und genau der Name Borderline oder die Stigmatisierung lässt den Geschädigten helfen …
      Warum sollen die Gequälten ihre Qualen nicht beim Namen nennen…
      Borderline ist eine schwere Pesönlichkeitstörung und an solche auch anerkannt …
      Verheimlichen oder einfach nicht anerkennen ist hier ein typisches,irres,kindisches und gefühlloses Verhalten eines Borderliners …

      1. Kann ich alles bestätigen. Das nicht anerkennen ist leider auch ein Symptom der Krankheit selbst (ich sag mal trotzigkeit wie ein kind „das bin ich nicht“ aber später benutzen um zu sagen „du weißt was ich bin“). Einerseits soll man ihnen nicht die Krankheit immer wieder vorwerfen b.z.w. vor Augen führen und andererseits muß man es tun da sonst nie irgendwas hängen bleibt, bis sie es selbst glauben. Ich kenne eine Geschichte wo jemand eine Therapeutin hatte und die musste es tagtäglich in das Tagebuch schreiben bis der Betroffene es wirklich glaubte ( ich denke mal das ist einer Art Suggestion im positiven Sinne.). Dafür muß aber erstmal etwas Selbstreflexion da sein bis die Betroffenen überhaupt was verstehen. Bei mir war es so das ich trotz alledem immer noch contra gegeben hatte weil ich es nicht dulden konnte was passiert (und das endete immer in einer Attacke). Da kam dann immer das Verhalten eines Kindes zum Vorschein mit (sagen wir mal Baby-Blau-Syndrom), Schreihen, Weinen, Hass, Verzweifelung, weil sie nicht bekommen in dem „jetzt“ was sie wollen. Da setzt das Mitgefühl ein und gibt Ihnen doch was Sie wollen um Ruhe zu bekommen. Das ist ihr Teretorium, womit sie immer Erfolg haben (zumindest am Anfang bei mir.). Wenn jene dann bemerken da geht nix mehr sind Sie weg (gilt für völlig unreflektierten die zusätzl. noch andere Probleme haben.). Dann sind sie beim nächsten und jener sagt haste gut gemacht! Da hast „Du“ als einzelner absolut keine Chance, wenn sich der Betroffene sich Bestätigung sucht bei denen wo er es bekommt. Ein Kampf gegen Windmühlen, wenn die es nicht wollen dann setzten Sie es durch! Grundsätzlich sage ich mal so „wenn“ dich jemand wirklich liebt und du auch so fühlst dann sollte man wirklich eine Therapie machen von selbst. Wenn das nicht gegeben ist kann man auch nicht von Liebe sprechen sondern nur von einer Zweckgemeinschaft. Das hört sich hart an aber ist so und wenn man merkt du kannst nichts tun dann gehe bevor du dich selbst zerstörst (da fängt es an wo man Verhaltensweisen annimmt von den Betroffenen, ist mir egal, mach mal, super bei Sachen wo sich die Haare sträuben.). Dann musst du gehen aus Selbstschutz, denn Selbstaufgabe deinerseits gibt Ihnen noch mehr Macht und du bist dann nur noch ein Spielball und nur noch von nutzen wenn ein anderer nicht verfügbar ist. An dem Punkt bin ich gegangen und habe mir gesagt die zieht mich mit runter, das wird nichts! Du musst diesen Mensch fallen lassen zur Einsicht (wenn vorhanden und wenn dann auch nur kurz vor knapp.), um diesem Mensch zu zeigen nicht mit mir. Wenn du das tun willst , bitte!…aber ohne mich…

        Mfg

  19. ich habe über 2 jahre mit einer bl gelebt, war mit ihr verlobt… ich habe ähnliche dinge erlebt! das hätte ich mir nicht erträumen können… ich stand immer im leben, war beruflich erfolgreich, durchtrainiert und eine starke persönlichkeit…
    nach 2 jahren war es dann vorbei und ich ging durch die hölle weil ich einem kranken menschen geholfen hatte, immer für ihn da war etc. …
    ich kann dich zu 100 Prozent verstehen…
    sie war sehr hübsch, blond mitte 20 und zierlich… ich 1,80 cm und ca. 90 kilo trainierte körpermasse…
    sie hat zugeschlagen, geworfen etc. etc. … ich danke dem lieben gott, dass ich mich immer wieder kontrollieren konnte …
    rate mal wer der schuldige und unkontrollierte mensch war… das zierliche blonde mädchen? : D
    willkommen in der „gleichberechtigung“…

  20. Ich bin durch Zufall auf deinen Blog gelandet. Das was du erlebt hast mache ich zur Zeit immer noch durch. Mir wurde ein Jahr lang Märchen von Vergewaltigungen, Gewaltaten, Anzeigen, bis hin zu einem Hirntumor, aufgetischt und alles aus einem Grund – das meine Partnerin die Zuwendung bekommt die sie sich wünschte, was jedoch realistisch betrachtet gar nicht möglich ist, denn sie bekam von mir sämtliche Aufmerksamkeit, Zeit und selbstaufopferung durch weg steckrn der eigenen Menschichen Bedürfnisse. Ich wurde geschlagen und belogen. In einer Sekunde wurde man zum Held und Retter in goldener Rüstung erklärt, in der nächsten fiel man tiefer als ein gefallener Engel. Man wird an einem Tag mit Liebe überhäuft, man nächsten für ein unbedeutendes, vom Partner falsch kognitiv aufgefasstem Wort, verhasst und auf Distanz gehalten, die Gefühle verkümmern dabei am ausgestrecktem Finger und man selbst kann nur sagen „Ich stehe hinter dir, egal was sein wird.“, muss aber für den Betroffenen immer abrufbereit sein… Wie es sich für uns Angehörige anfühlt, das ist bei all dem ‚auf sich selbst achten und gut gehen lassen‘, zweitrangig. Depression und Soziale Ängste sind da vorprogrammiert und das Leben gerät aus den Fugen und selbst das wird einem dann nich angekreidet, das dies Auswirkungen des Verhaltens des Betroffenen sind, das wird verdrängt. Noch nie habe ich solch eine Einsamkeit in einer Beziehung gespürt – zweit einsam sein. Ein ewiges auf und ab durch die Gefühle des Betroffenen Partners.

    1. Bin gerade krank. Daher nur kurz:

      Keine Frage: Borderline.

      Gerade gab es auf Siegel Online zwei Artikel, die ein völlig harmloses Bild der Krankheit zeichnen.

      Liegt das daran, dass die Täter meist weiblich sind?

  21. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen als ich in google „Borderline und Sterilisierung“ eingegeben habe. Ich (28) bin seit 3,5 Jahren mit einer Borderline erkrankten zusammen. Am Anfang dachte ich die Krankheit besteht aus Depressivität und Ritzen. Ich dachte wenn ich ihr genug Liebe gebe alles besser wird, doch das wurde es nicht, bzw ist es nicht. Sie ritzt sich nicht mehr, was ich eine ganze Zeit lang als Erfolg empfunden habe. Das ritzen ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Das letzte halbe Jahr hat sie von Kindern geschwärmt, wie gerne sie doch welche hätte. Darauf bin ich natürlich nicht eingegangen, ganz einfach weil sie Krank ist und ich weiß wie das ganze enden würde. Sie wollte so sehr Kinder, wohl bemerkt ohne einen Job zu haben oder auch nur irgendeinen Weg im Leben zu verfolgen. Dies war für sie aber kein Argument um die Kinderplanung zu verschieben oder so, nein sie hat sich obsessiv mit dem Thema Kinder auseinander gesetzt, jeden tag wie besessen in Foren gelesen, in facebook gruppen kommentiert, nur noch videos mit kindern/babys angeguckt. Sie war einfach nicht davon zu überzeugen das es nicht der richtige Moment ist. Seit einer Woche nun will sie sich sterilisieren lassen (von einer Extreme in die andere). Sie ist der Meinung das sie als Kranke keine Kinder haben sollte, die idee ist Ihr jetzt einfach so gekommen. Selbst nach 3,5 jahren klärt sie mich schrittweise über Lügen auf welche sie mir zu Beginn der Beziehung erzählt hatte. Ich weiß schon lange das ich mich damals in Ihre Lügen verliebt habe, in die Person die sie vorgab zu sein. Und ich sitze jetzt in der falle der emotionalen abhängigkeit, ich bin mir im klaren das ich mit ihr keine Zukunft habe, der Gedanke sie wegzuschicken tut aber einfach so sehr weh da sich es nicht übers Herz bringe. Die Vorstellung was aus ihr werden wird sobald ich sie verlasse bringt mich um. Je länger die Beziehung geht desto mehr bereue ich mich jemals mit ihr getroffen zu haben. Seit ich mit ihr zusammen bin habe ich nur selten Kontakt zu meinen Freunden. Ein treffen ist fast nicht möglich, weil wenn ich nach hause komme werde ich vorwurfsvoll angeschwiegen bzw, mir wird vorgeworfen ich wäre doch bestimmt im Puff gewesen… Mit meiner Familie und meinen Freunden möchte sie garnichts zu tun haben, so das wir kein normales Verhältnis zu meiner Familie haben, sollte ich noch erwähnen das wir zusammen wohnen und ich für alles aufkomme und sie nicht fähig war einen ganz einfachen idioten sicheren job zu behalten? seit ihrer Fristlosen kündigung bemüht sich keines wegs einen Job zu finden, zockt den ganzen Tag WoW und verlässt das haus nicht. Aber immerhin kümmert sie sich Halbherzig um den Haushalt, das sie sich vollumfänglich um den haushalt kümmert kann ich von ihr ja nicht erwarten, das sie wie sie sagt ja schon genug macht. Sie hat mir auch gleich zum Beginn der Beziehung zwei haustiere aufgedrückt, einen Hund und eine Katze, ich kann beide nicht ausstehen, doch damals war ich so blind verliebt das ich wahrscheinlich auch einen Indischen Elefanten bei mir aufgenommen hätte wenn sie es nur verlangt hätte. Meine Fresse wie sehr ich diesen Köter nicht leiden kann, wir haben den auch nur um den zu haben, ist ja nicht so als würde sie jetzt lange Gassi Spaziergänge mit ihm machen oder so, nein er ist einfach nur da und frisst mir die haare vom kopf oder viel eher zersägt mir meine Nerven. Ein Sexual leben habe ich seit 3 jahren nun auch nicht mehr, bzw kann man es als solches nicht bezeichnen, wenigstens ist sie keine der Borderlinerinnen mit einem Ausschweifenden sexuealtrieb der sie in viele verschiedene betten treibt, wenigstens dieser oftmals auftretende negative aspekt der Krankheit bleibt mir erspart. Letzten habe ich sie auf Ihre zukunft angesprochen das fing sie an zu weinen und meinte sie habe keine (sie ist 21….), therapieren lassen will sie sich auch nicht. Sie möchte garnicht das ihr Leben besser wird, sie will es weiter so leben und noch schlechter. Ich habe glück 2 sehr gut Freunde zu haben, welche mich auch trotz des mauen Kontakts nicht abegeschrieben haben, der eine hat jetzt angefangen mich darauf gezielt anzusprechen und zu fragen ob ich mir so den rest meines lebens vorstelle, und das habe ich nicht. Meine Familie steht weiterhin hinter mir, sie wissen nichts von der Krankheit sehen jedoch das Ergebnis, ich habe den Rückhalt den ich eigentlich brauche um mich endlich zu befreien, doch mir fehlt der Ruck und die Kraft es einfach zu beenden. Ich habe mich hier jetzt ausgekotzt und entschuldige mich auch dafür aber es hilft mir in meiner jetzigen Situation einfach.

    Ich kann jedem nur raten, dass wenn er eine/n Frau/Mann kennenlernt und anzeichen von BL sieht, einfach flüchten soll ohne zurück zu gucken, weil es im Endeffekt keine Glückliche zukunft mit so jemanden gibt, auch wenn man es sich als Partner sehr wünscht und alles dafür tun würde. Diese ganze Energie sollt man lieber in eine gesunde Beziehung stecken.

    1. Die Ähnlichkeiten sind immer wieder verblüffend und ich weiß, wie hart das alles ist. Es trifft immer die Menschen am schlimmsten, die empfindsam sind und emotional eine Menge zu geben haben. Diese trifft es dann umso brutaler.

      Du solltest auf jeden Fall sehen, dass Du aus der Beziehung heraus kommst. Sonst bist du ganz schnell fertig für eine Therapie.

      Kann ich Deinen Kommentar zu einem Artikel machen? Dann findet man ihn einfacher.

  22. Sehr schön geschrieben!

    Ich hatte selbst Borderliner in meinem Freundeskreis. Wie man es wendet, wie man es auch dreht, es ist leider für die Angehörigen, die Freunde eine wirkliche Belastungsprobe welche in den seltensten Fällen auf Dauer gesehen gut gehen kann. So tragisch es für die Betroffenen auch ist, so richtet das, was das Verhalten auf das soziale Umfeld projiziert, wesentlich schlimmer und destruktiver.

  23. Nach unzähligen gelesenen Erfahrungsberichten von Borderline-Zerstörten kann doch die Frage nur lauten :
    1. Wie erkennt man /frau schnell, daß man an einen BL zu geraten droht ?
    2. Wie kann ich mir diese Person vom Leibe halten ?
    3. Wie komme ich, falls man in dieser Honigfalle festklebt, meine Freiheit zurück ?
    4. Wie können sich Betroffene untereinander helfen ?
    Die Physikerin Curie, die die Wirkweise der Radioaktivität erforscht hat, hat einmal gesagt, daß man mit bedrohlich wirkenden Dingen besser umgehen kann, wenn man deren Wirkprinzip verstanden hat. Sie sind dann zwar keineswegs harmlos, aber hantierbar.
    Wenn wir alle zusammen mehr miteinander als übereinander reden würden, wäre der Boden diesen Personen unter den Füssen weggezogen und sie somit ohne Halt.
    1. Isolieren
    2. Negieren
    3. als nicht-existent betrachten
    Sicherlich schwer, aber machbar. Selbstbestimmtes Leben gegen unerträgliche Knechtschaft.
    Muss einfach machbar sein. Der erste Schritt zur Abwicklung dieser voll-kaputten Beziehungen ist wohl das Schreiben eines Blogs : you never walk alone !
    Es ist schon mühsam genug, seinen eigenen Laden in Ordnung zu halten.
    Wenn Leute, auch nicht BL Existenzen, versuchen, ihre eigenen Problemen zu Euren zu machen : N e i n sagen und auch konsequent durchziehen !
    Wenn das Rettungsboot, in dem Du sitzt, nur fünf weitere Leute aufnehmen kann, kann es auch sicherlich sieben oder acht aufnehmen, aber nicht 15 oder 20 !
    Ein gesunder Egoismus kann auch erlernt werden; Altruismus ( selbstlose Hilfe) ist ehrenwert, aber nicht unbedingt der Goldstandard. Es gibt Menschen, denen man einfach nicht helfen sollte. Tut man es doch, so wird man Undank ernten……..

    1. Ich habe es versucht, sie wie Erwachsene zu behandeln, aber das funktioniert nicht. Wenn man ungefähr weiß, auf welcher Stufe der kindlichen Entwicklung der Borderliner stehengeblieben ist, ist es einfacher. Das seelische Alter muss man dann einfach akzeptieren. Mehr geht nicht.

  24. Ist man eigentlich ein unbezahlter Therapeut oder Versteher für alle, die massive Probleme mit sich und ihrer Umwelt haben ? Das Leben ist eben nicht nur schwarz oder weiß; schwierig ist es, solche Entwicklungen in einer Beziehung / Partnerschaft zu einem BL Menschen zu erkennen und die Reißleine zu ziehen. Ein Krokodil wird auch niemals ein Vegetarier werden ( frei nach W.Churchill).

  25. Ich habe so einen Fall in der Verwandtschaft – Mann heiratete Borderliner-Frau, sie setzten 2 Kinder in die Welt, und nach 4 Jahren kriegte er die Kurve und reichte die Scheidung ein. Er schaffte es, das Sorgerecht für die Kinder zu bekommen. Das ist extrem selten und war eine große Anstrengung der ganzen Familie, und es ist noch nicht vorbei, denn sie schädigt fleißig andere weiter, und kommt immer mal wieder zurück.
    Dies in aller Kürze zusammengefaßt meine Bekanntschaft damit.
    Ihre Berichte kommen mir recht vertraut vor, so ähnlich ging es da auch zu. Es ist wichtig, daß Sie diesen Bericht veröffentlicht haben, denn es ist wirklich sehr schwierig, in solchen Fällen Hilfe zu finden. Das wichtigste ist vielleicht, daß man sich durch den Borderliner nicht von der Familie entfremden lassen darf, denn die kann einem am ehsten mal 2 Stunden Ausgang für einen Anwaltsbesuch o.ä. verschaffen.

  26. Leider die Realität in Deutschland …
    Mein Fall: 2 Kinder mit einer Borderlinerin, die solange Gutachter ablehnte bis eine Gutachterin wohl für Frauen war (was ich nicht wusste und mein Anwalt naiv war) Die stellte fest, das die Kinder am besten zur Mutter gehören. Doch in der Zwischenzeit gab es ein Misshandlung durch meine Ex an einen der Kinder, das hatten sie nicht berücksichtigt ) unfassbar …
    Urteil zu meinen Gunsten, danach landeten die Kinder durch das nächste Gutachten bei der Mutter, Kinder wurden entfremdet , nach 6 Monaten vor einer Gutachterin spielen, das ging 4 Monate so dann meinte die Gutachterin die Kinder haben kein Problem mit dem Vater. Der Richter meinte nur seien Sie doch froh das Sie wieder Kontakt haben … Keine Bestrafung der Mutter.. 4 Jahre später kommt der Junge mit 13 Jahren zu mir . Kann sein Glück kaum fassen und spricht nach 3 Jahren was er so alles erlebt hat … unglaublich …
    Jugendämter … Richter und „Gutachter “ ein Sammelsurium von unfähigen Experten …
    Was mein Sohn mir alles erzählt hat unfassbar …

    Kämpft für Eure Kinder … Gebt nicht auf und die Zeit spielt für Euch … Heute geht er kaum noch zur Mutter … LG Rasmus

  27. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Stärke.Es ist so traurig das es hier in Deutschland keine geeignete Hilfe gibt.Was ihr durchgemacht habt da ziehe ich den Hut vor Euch ab.Das es Euch als Mann noch schwerer gemacht wurde,ihr verhöhnt ,ausgelacht wurdet usw. ist eine Schande.
    Ich kann nur hoffen das dies Krankheitsbild (Typ3) mehr in der Öffentlichkeit bearbeitet wird und Gerichte,Ämter,Polizei usw. mehr geschult und sensibel gemacht wird im Umgang .

    Stärkt Euch und vergesst nicht Euch auch mal etwas gutes zu tun um das ihr weiter euren Weg gehen könnt.Baut weiter ein soziales Umfeld Euch auf was Euch stützt und auch mal auffängt wenn ihr ins Stolpern geratet.

    L.G. Lena

  28. Also ich bin selbst Borderlinerin, bin aber sehr erschrocken von deiner Erfahrung! Ich muss sagen, dass es ganz viele verschiedene Arten von Borderlinern gibt. Eine Bekannte von mir ist ebenfalls sehr impulsiv und aggressiv und hat ihren Partner regelmäßig verprügelt, teilweise ins Krankenhaus gebracht. Ich allerdings, bin das komplette Gegenteil davon. Auch was das Lügen betrifft. Ich würde niemals auf die Idee kommen, irgendjemanden zu schlagen, Menschen die ich liebe zu belügen oder zu manipulieren. Es gibt so viele verschiedene Symptome bei Borderlinern….Ich möchte damit nur sagen dass nicht alle Borderliner gleich sind und ja, Borderliner sind Opfer…alle! Denn Borderline entsteht durch traumatische Erlebnisse in der Kindheit und Jugend. Trotzdem sind nicht alle Borderliner so wie deine Exfrau!

  29. Hallo pelz, meine 15 Jahre andauernde Achterbahnfahrt mit einem verängstigten, emotional sehr instabilen, traumatisiertem Menschen voller infantiler, destruktiver Verhaltensmuster aber eben auch typischerweise positiver, liebenswerter Eigenschaften kam im letzten Sommer jäh zum Stehen.

    Wir haben uns -zum Glück- trotz Ehe konsequent gegen Nachwuchs entschieden (Bei ihr aus Eifersucht, sie wollte mich mit niemandem teilen, auch nicht mit einem eigenen Kind) womit „das Leid“ wenigstens nicht wieder „vererbt“ wurde. Falls Du nach so vielen Jahren des Blog-Beginns dich auch weiterhin über BPS/Cluster B austauschen magst, könnten wir das sogar „offline“ bei Tee und Kölner Gedeck ähh.. Gebäck machen, falls Du noch in/bei Bonn wohnst. Wie viele von uns aus eigener Erfahrung wissen, ist es schwierig im Kreis der verbliebenen Freunde und Angehörigen mit Jemandem darüber zu sprechen, da sie es ja verständlicherweise kaum glauben und nur bedingt nachvollziehen können, was solch ein hilfsbedürftiger aber eben auch grausamer Mensch unter 4 Augen anrichten kann. Danke für die Zeit, Arbeit und Offenheit, die in diesem Blog stecken. Es hilft!

    1. Hallo,
      ich wohne nicht mehr in Sankt Augustin bei Bonn. Mich hat es nach Berlin verschlagen.
      Die Nachwirkungen meiner Beziehung zu jender Damer wirkt auch nach zehn Jahren noch nach. Mittlerweile bin ich gar nicht mehr bereit, mich auf eine Beziehung einzulassen.
      Es schloss sich die Beziehung zu einer sehr narzisstischen Frau an, die mir den Rest an Beziehungswilligkeit geraubt hat.
      Wenn Du mal nach Berlin kommst, könnten wir einen Kaffee trinken. 😉

      Gruß

      pelz

      1. Hi ,
        habe alles gelesen. Ziemlich übel was da abgelaufen ist. Ich habe es gerade 3 1/2 Monate mit so einem menschen ausgehalten (meine sozialen Kontakte waren vorher schon eingeschränkt, da ich immer wieder enttäuscht wurde aber dachte mir jetzt mach mal die interessiert sich für mich…was ich jetzt bitterlich bereue…,ein disaster…)Das erinnert mich sehr an meine ex …und ich muß mir das immer noch ansehen (da es aus meiner Sicht immer schlimmer für sie wird, nachdem was ich durch andere mitbekommen habe.)Mein Nachbar hatte sie gesehen mit der Person mit der sie mich betrogen hat…das könnte ich weiter ausführen aber das würde ziemlich lang werden da ich doch sehr detailliert in meinen Ausführungen bin.

  30. Hallo Pelz,
    Das Thema interessiert mich sehr, weil ich selbst über Umwege immer wieder mit Borderlinerinnen zu hatte. Leider auch immer im Kontext mit Kindern. Aus meiner Erfahrung unterscheiden sie sich lediglich in der Ausprägung und wie sie ihre Konflikte ausleben. Das heisst, wie weit sie selbst bereit sind zu gehen und wo ihre persönliche moralische Grenze ist, die natürlich täglich sich verändern kann. Selbstverständlich sind auch sie selbst meist von ihren Müttern so geprägt worden. Jedenfalls finde ich deinen Artikel sehr authentisch und aufrichtig, ist ja auch nicht einfach die emotionale Erpressung und den Missbrauch so ehrlich auszuführen. Jedenfalls würde mich persönlich sehr interessieren, was genau deine Motivation war, besonders am Anfang, dass du in „ihr Netz“ gegangen bist. Welche Eigenschaften dich dazu verleitet hatten. Ich kann mir vorstellen, dass es ein großes Verantwortungsbewusstsein ist und auch eventuell auch eine gewisse Anfälligkeit sich als rettender Held zu fühlen. Soweit ich gelesen habe, sind sie Meister der symbiotischen Beziehungsbindung bis sie nach kurzer Zeit massiv entwerten. Bis dahin fühlt sich der auserwählte Partner angeblich wie ein Held. Natürlich kommen diese beiden Phasen in Wellen, die immer kürzer und vor allem auch intensiver werden. Kannst du das eventuell genauer schildern?
    Da ich weiss, dass diese Erfahrungen sehr nachhaltig sind, ist es denke ich sehr wichtig, die genauen Ursachen für sich selbst zu kennen. Wo man anfällig ist und warum. Eventuell kann ich mir vorstellen, dass die Rollenbilder unserer Gesellschaft auch ein großes Thema in diesem Bereich sind. Ich glaube auch, dass wir als Frau und Mann überhaupt keine Vorbilder mehr haben und deshalb auch in Beziehungen immer mehr Probleme haben. Vielleicht hilft dir das Buch Männlichkeit leben (Björn Thorsten Leimbach), ich habe dazu gutes Feedback von anderen Männern bekommen. Ich freue mich über deine Antwort und wünsche dir alles Liebe!!

    1. Das war bei mir recht einfach:
      Sie hat mir jemanden vorgespielt, der sie nicht war. Natürlich war sie intelligent, witzig, hübsch. Das psychische destruktive Chaos dahinter konnte ich erst viel später erkennen. Die ganzen Lügengebäude fingen zuerst nach einer gewissen Zeit an zu bröckeln bis sie völlig eingestürzt sind. Da war es dann aber bereits zu spät.

      Das gefährliche an Borderlinern ist ja gerade, dass man sie nicht direkt erkennen kann. Sie sind perfekt im Vorspielen von Lebensrealitäten, die es nicht gibt.
      Es ging bei mir nie darum, der Held zu sein.

      Das mit der Prägung durch Mütter, da weiß ich nicht, ob ich das so geschlechtsspezifisch unterschreiben kann. Oftmals liegen die Ursachen wohl in einem Missbrauch in der Kindheit. Dieser kann durch beide Geschlechter erfolgen.

      Nach „meiner Borderlinerin“ war ich kurz mit einer extrem selbstbezogenen Kosmetikerin zusammen. Die hat mir den Rest gegeben.

      Ich suche nun keine Beziehung mehr. Ich will es aber auch nicht ausschließen. Mir ist allerdings keine Frau mehr über den Weg gelaufen, für die ich meine (emotionale) Freiheit aufgeben würde. Mal sehen, was die Zukunft bringt oder nicht bringt. Ich bin aber keinesfalls der Frauenwelt gegenüber verbittert. Ich mag Frauen nach wie vor – auch wenn ich sie jetzt nicht mehr ganz so auf einen Sockel stelle. Ein bisschen Evolution steckt mir aber nach wie vor in den Knochen.

      Zum Thema Männlichkeit:
      Ich lebe jetzt seit 10 Jahren mit meinem Sohn alleine und habe mich zunächst an seiner sich entwickelnden Männlichkeit orientiert. Bei mir konnte er sich natürlich entwickeln und hat mir gezeigt, wie sehr ich bereits von der Gesellschaft (hier vor allem LehrerINNEN) dressiert worden bin.

      Hier werden die Leute wohl wieder schreien: Man kann ein Kind doch nicht als Orientierungspunkt nehmen! Ich sage aber: Doch kann man. Hätte bei mir eine natürliche Entwicklung stattgefunden ohne feministische Beeinflussung, hätte ich viel früher die Reißleine ziehen können und hätte mir viel Leid erspart. Allerdings gäbe es dann meinen Sohn nicht. So hatte das Leid im Endeffekt doch seinen Sinn. 😉

      Mit diesen Wellen: Ich schrieb ja oben, dass es langsam anfing zu bröckeln. Es fängt langsam an und steigert sich immer mehr. So ist es dann auch mit den Schüben: Sie sind zunächst selten, steigern sich dann aber in der Anzahl. Die Heftigkeit ist ein Thema für sich. Borderliner leben in ihrer eigenen Realität. Da reicht dann auch am Anfang schon einmal „ein Trigger“. Aber das ist später auch gesteigert. Ich erinnere mich an den Satz:

      „Wir können ja heute Abend diesen einen Film mit dieser einen Schauspielerin – Meg Ryan oder so – gucken.“

      Der Satz hat gereicht, sie ist ausgeflippt und es kam zu Gewalttätigkeiten gegenüber meinem Heiligtum (meine CD-Sammlung) und später mir gegenüber. Dieser eine Satz als Antwort auf die Frage:

      Was machen wir denn heute Abend?

      Zum Glück ist die ganze Sch… schon lange vorbei. Spuren hat sie aber hinterlassen. Sowohl beruflich als auch privat.

      1. Vielen Dank für deine rasche und ausführliche Antwort, die ich sehr interessant finde. Verstehe ich es richtig? Das heisst, dass du dich in sie verliebt hast, weil du ihre Maske und Lügen als „Spiegel“ attraktiv gefunden hast? Könnte man bei einer „neuen Frau“ ähnliches Verhalten bereits in dieser Zeit aufgrund der Intensität erkennen? Und was genau bedeutet, es war dann schon zu spät? Wie genau sieht diese „Falle“ aus? Und heisst das, dass du die feministische „Frauen/Lehrerinnen“ Erziehung als Problem für dich wahrnimmst, weil du zu wenig oder keine männlichen Vorbilder hattest um dich als „selbstbewusster Mann“ nicht in diese Falle locken zu lassen?
        Wie geschrieben war ich nie direkt mit Borderline in Kontakt, da ich als Frau vermutlich nur geringe Berührungspunkte im sozialen Umfeld hatte. Jedoch bin ich als Frau und Mutter immer mit Männern in Verbindung, die diese Erfahrung gemacht haben und noch machen, teils auch wegen Kindern noch machen müssen. Somit be-trifft es mich indirekt auch immer wieder und es ist natürlich nicht einfach, immer wieder Distanz zu den Betroffenen einzunehmen (aus reinem Selbstschutz), die ja wie du warst jetzt in so einer Konstellation sind, da man sie liebt und leiden sieht.
        Deshalb suche ich nach dem ursprünglichen Schlüssel um hier mit besserem Verständnis für die direkt Betroffenen in meinem Umfeld einen guten Weg für alle zu finden (ob sie nun mit Borderlinerinnen oder nur tendenziellen zusammen sind, ist für mich persönlich unerheblich). Ich selbst kann nur den emotionalen Schmerz (beider) mitfühlen, jedoch fehlt mir die Erkenntnis, wie diese Falle genau aussieht und was jemanden drinnen hält. Und selbst wenn man wie du aus der Falle (ich hoffe, das Wort passt) entkommt, ist es denn nicht wichtig, diese genau zu kennen?
        Ich denke, dann wäre es auch einfacher bei neuen Bekanntschaften die Maske und alles dahinter schneller und besser zu erkennen. Eine „Beziehung“ soll sich ja langsam entwickeln dürfen, nachdem man sich immer besser kennen lernt.
        Danke für deine große Offenheit. Ich bin sicher, dass dieses Thema sehr viele beschäftigt. Laut Internet gibt es 3% diagnostizierte Borderliner in Deutschland, ich gehe von tendentiell sehr viel höheren Zahlen aus, wobei davon natürlich die wenigsten die Diagnose erhalten würden. Jedoch sind deren Beziehungen ebenfalls stark belastet und auch schmerzhaft, schlimm ist es, wenn es um die Kinder geht wie bei dir und auch vielen anderen…

  31. Verstehe ich es richtig? Das heisst, dass du dich in sie verliebt hast, weil du ihre Maske und Lügen als „Spiegel“ attraktiv gefunden hast?

    Ich habe keine mir bewusste Maske attraktiv gefunden. Eine „Maske“ war schlicht nicht zu erkennen.
    Diese „Maske“ ist in meinen Augen auch keine Maske, da Borderliner in ihrer Wahrnehmung gefangen sind und zu vielen Dingen innerlich gezwungen sind. Bei „Maske“ denke ich an absichtliches tarnen. „Meine“ war tlw. gar nicht in der Lage, die Wahrheit zu sagen. So kam es mir zumindest vor. Ihre Lügengebäude waren ihre Realität. Deswegen ist der Umgang mit ihnen auch so grausam für denjenigen, der in der wirklichen Realität lebt. Sie schaffen es, dass man an dieser anfängt zu zweifeln und sich selbst für bekloppt hält, weil die Wahrnehmungen krass auseinandergehen.

    Meine Verwandtschaft war da auch nicht sehr hilfreich. Mein Vater sagte beispielsweise zu mir, dass ich noch „viel mehr auf die Fresse“ hätte bekommen sollen. Erst ein Therapeut hat mir zugehört und geglaubt.
    Das war unwahrscheinlich befreiend.

    Könnte man bei einer „neuen Frau“ ähnliches Verhalten bereits in dieser Zeit aufgrund der Intensität erkennen?

    Das ist sehr schwierig. Wenn man die Warnsignale kennt und mit ihrem Umfeld über sie gesprochen hat, dann ja. Ansonsten: Meine konnte eine völlig andere Realität vorgaukeln. Da kommt man nur hinter, wenn man sehr misstrauisch ist.

    Und was genau bedeutet, es war dann schon zu spät? Wie genau sieht diese „Falle“ aus?

    Sobald man emotional mit dem anderen verknüpft ist, wird es problematisch. Bei mir war dann noch ihre Tochter im Spiel und sie war ganz schnell schwanger, obwohl sie angeblich sterilisiert war. Sind Kinder im Spiel ist man spätestens gefangen.

    Und heisst das, dass du die feministische „Frauen/Lehrerinnen“ Erziehung als Problem für dich wahrnimmst, weil du zu wenig oder keine männlichen Vorbilder hattest um dich als „selbstbewusster Mann“ nicht in diese Falle locken zu lassen?

    Das ganze Bild, dass Feministen vermitteln ist falsch. Die Frauen unserer Kultur werden nicht unterdrückt.
    Es werden Ansprüche an den Mann angemeldet, die selbst nicht im entferntesten erfüllt werden. Ich war z. B. mit keiner Frau zusammen, die nicht extrem eifersüchtig war. Bei mir wurde aber alles als extreme Eifersucht und Kontrolle interpretiert. Mit mir sind Frauen fremd gegangen, ohne dass ich das wusste und mir ist eine Frau extrem fremdgegangen…
    (Ich wusste z. T. nicht, dass die Frauen in Beziehungen waren, weil es mir verheimlicht wurde.)

    Keine „meiner Frauen“ hat auch nur einen Handschlag im Haushalt gemacht, weil das ja Geschlechterstereotypen entspricht, gegen die Frau kämpft. Arbeitsteilung war also nicht. Als feministisch erzogener Mann lässt man sich das dann auch noch gefallen.

    Bei mir war vieles sehr paradox. Ich war immer Metalfan, habe mich aber von dem ganzen Opfergelaber der Feministen blenden lassen. Mittlerweile habe ich mich sehr tief in die Materie eingelesen. Kate Millett, Shulamith Firestone etc. (Auch s. g. „heidnische Feministinnen“, die man getrost als Nazis bezeichnen kann. Es gibt auch Feministinnen im KKK, was gerne verschwiegen wird.)

    Wie geschrieben war ich nie direkt mit Borderline in Kontakt, da ich als Frau
    vermutlich nur geringe Berührungspunkte im sozialen Umfeld hatte. Jedoch bin ich als Frau und Mutter immer mit Männern in Verbindung, die diese Erfahrung gemacht haben und noch machen, (…)

    Es gibt auch genug Borderlinemänner. Ich hoffe aber, Du steckst in einer glücklichen Beziehung mit einer funktionierenden Familie. Das war immer mein Traum. Jetzt ist es zu spät und meine Bereitschaft zu Kompromissen ist momentan sehr gering. 😉
    Allerdings heißt das nicht, dass ich nicht insgesamt kompromissbereit bin: Ich habe einen pubertierenden Sohn um mich herum.
    Es erstaunt mich immer wieder, dass ich ein ganz anderes Verhältnis zu meinem Sohn habe, als ich es aus meiner Kindheit her kenne. Es ist gut. (Schlicht ausgedrück.) 😉

    Deshalb suche ich nach dem ursprünglichen Schlüssel um hier mit besserem
    Verständnis für die direkt Betroffenen in meinem Umfeld einen guten Weg für alle zu finden (ob sie nun mit Borderlinerinnen oder nur tendenziellen zusammen sind, ist für mich persönlich unerheblich).

    Nach meiner Erfahrung gibt es keinen guten Weg für alle. Gerade die Kinder sind empfängliche Opfer für den Borderliner, weil sie es nicht besser wissen. Vater und Mutter sind die Welt der Kinder. Wie sollen sie unterscheiden zwischen der realen Welt und der Welt des Borderliners. Wie sollen sie mit dem schwarz-weiß Denken des Borderliners klarkommen, dass zum Glück eher auf den Partner gerichtet ist?
    Ich habe ein Kind erlebt, dass sehr lange wegen schlimmer Erfahrungen in Therapie musste. Mein Sohn war es nicht.

    Ich selbst kann nur den emotionalen Schmerz (beider) mitfühlen, jedoch fehlt mir die Erkenntnis, wie diese Falle genau aussieht und was jemanden drinnen hält. Und selbst wenn man wie du aus der Falle (ich hoffe, das Wort passt) entkommt, ist es denn nicht wichtig,
    diese genau zu kennen?

    Falle klingt immer nach „bewusst aufgestellt“. Das tun Borderliner eigentlich nicht. Sie sind ja auch nur auf der Suche nach Liebe, kommen aber mit Gefühlen absolut nicht klar und drehen sie in Sekundenbruchteilen. Aus Liebe wird mit Wimpernschlag Hass. Ich habe es erlebt, dass sich Liebe und Hass immer wieder sehr schnell gedreht haben.

    Für mich ist es unmöglich einen Borderliner direkt zu erkennen. Ich erkenne es erst, wenn ich durch das nähere Umfeld die entsprechenden Vorgänge erzählt bekomme. Ansonsten ist es für mich unmöglich, einen Borderliner zu erkennen. Sie sind oft ja auch unwahrscheinlich beliebt in sozialen Netzwerken usw.

    Ich denke, dann wäre es auch einfacher bei neuen Bekanntschaften die Maske und alles dahinter schneller und besser zu erkennen. Eine „Beziehung“ soll sich ja
    langsam entwickeln dürfen, nachdem man sich immer besser kennen lernt.

    Da sind wir bei einem anderen Problem der Gesellschaft: Viele springen von einer Beziehung in die nächste. Man gibt sich keine Mühe mehr, eine Beziehung zu halten. Klar: Ich habe mir in meiner Borderline-Beziehung zu viel Mühe gegeben, aber eine solche Beziehung ist hoffentlich nicht normal. 😉

    Danke für deine große Offenheit. Ich bin sicher, dass dieses Thema sehr viele
    beschäftigt. Laut Internet gibt es 3% diagnostizierte Borderliner in Deutschland, ich gehe von tendentiell sehr viel höheren Zahlen aus, wobei davon natürlich die wenigsten die Diagnose erhalten würden. Jedoch sind deren Beziehungen ebenfalls stark belastet und auch schmerzhaft, schlimm ist es, wenn es um die Kinder geht wie bei dir und auch vielen anderen…

    Ich habe zwei riesengroße Fehler: Ich bin zu ehrlich und viel zu naiv. Eigentlich geht es viele gar nichts an, aber ich will Menschen davor bewahren, dass sie dasselbe erleiden müssen. Naivität ist insofern ein Problem, dass ich nach wie vor nichts Böses von den Menschen erwarte. Damit habe ich mich mein Leben lang auf die Nase gelegt und das wird wohl auch so bleiben.

    Es ist bei mir zum Glück alles 10 Jahre her und ich zweifle nicht mehr an meinem Verstand. Meine Realität ist nun Realität und ich werde nicht mehr mit einer falschen Realität verrückt gemacht.

    Das Tragische bei mir war allerdings, dass später festgestellt wurde, dass ich eine HSP bin. Diese Kombination „Borderline trifft auf HSP“ ist tragisch.

    1. Hmm,

      Ich denke mal Leute wie wir glauben an das gute im Menschen und stolpern dadurch immer wieder in Situation die uns eigentlich unangenehm erscheinen sollten und halten immer noch fest bis nichts mehr geht. Ein weiteres Problem ist wohl das viele von uns die in solche Beziehungen verfallen, doch sehr wohl eigene Defizite haben und deshalb so gut passen und da schaltet sich der gesunde Menschenverstand aus. Ich habe nun durch meine Erfahrungen gelernt (was ich vorher nie wahr haben wollte), mich frühzeitig von toxischen Personen zu lösen wenn sie einen nur weh tun oder auch nur im Ansatz einen verletzen tun. Einfach Standards setzen , welche durchaus ausgehebelt werden können aber das Bauchgefühl ist entscheidend. Ich habe auch gelernt das eine Beziehung mit einer BPD erkrankten Person zum scheitern verurteilt ist (sofern unbehandelt und ob Einsicht beim erkrankten besteht) egal ob früher oder später, da kann man noch so stark sein es geht einfach nicht. Es sei denn man ist eine sehr dominante Person und gefühlskalt aber das wäre keine Beziehung auf Augenhöhe sondern nur eine Zweckgemeinschaft. War es im Grunde genommen auch bei uns aber eben halt zu emotional. Wir haben was gesucht und bei denen gefunden und das gaben sie uns. Letztendlich haben mich meine hohen Moral und Werteinstellungen vor weiteren Schaden bewahrt und bin noch glimpflich davon gekommen, abgesehen von Freundschaften mit Personen die ich eh nicht lange aufrecht erhalten hätte aus Selbstschutz. Live and learn wie mein freund aus Kanada sagt.

      Mfg

  32. Es tut mir Leid, was du erlebt hast. Ich danke dir jedoch für deine Schilderung, ich wünschte mehr Angehörige würden sich dazu äußern. Ich selber habe Borderline und habe gleichzeitig eine Freundin mit Borderline. Ich bin jedoch definitiv keinesfalls so stark davon betroffen, wie die Person deines Artikels. Ich denke bei der Person im Artikel ist Borderline mit Histrionischer Persönlichkeitsstörung verbunden. Das gibt es leider recht häufig. Ich finde ebenso das Angehörige zu oft vernachlässigt werden. Angehörige , gerade welche die in eine Ko-Abhängigkeit geraten sind, und Betroffene leiden meiner Meinung nach gleichermaßen unter dieser Krankheit. Ich selber war schon als Kind „anders“, vor allem zu Hause. Als Jugendlicher wurde ich extrem mit meinen Verhaltensweisen und meine Eltern standen trotz Bemühungen immer alleine da. Und einen 7 Jahre jüngeren Bruder, der unter der Situation ebenfalls leidet gab es auch. Mit Therapie, Medikamenten und Zusammenhalt wird es bis heute (bin inzwischen 21) stetig besser. Es gibt jedoch gute und schlechte Phasen.
    Für Betroffene gibt es Hilfen, aber Angehörige brauchen diese Hilfen genauso und meiner Meinung nach sollte diese ihnen auch rechtlich zustehen und von der KK bezahlt werden.
    Ich glaube übrigens auch nicht das Borderline heilbar ist. Aber keine Persönlichkeitsstörung ist heilbar. Ich denke aber, dass es je nach Schweregrad durchaus möglich ist, durch Therapie Techniken zu erlernen, und damit ein nahezu normales Leben führen zu können. (Wen es interessiert, schaut nach
    Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ,meiner Meinung nach die Wirksamste Therapie/ weil Motto ist: Du musst handeln, nicht die Anderen). Jeder Borderliner der Anderen so schadet wie oben erzählt, gehört therapiert. Wer das verweigert sollte zwangseingewiesen werden oder sich von anderen Menschen fernhalten.

    1. Hallo Alisa,

      Hammer!

      Klare Worte von dir….aber der Wille muss da sein vom erkrankten selber, ansonsten ist eine Zwangseinweisung verlorene liebesmühe meiner Meinung nach Alisa. Ich bin mittlerweile mit mehreren Personen in Kontakt getreten die auch Kontakt zu Narzissten und Borderliner hatten. Fast ausnahmslos hatten alle eine Therapie danach nötig weil diese so stark geschädigt wurden von den Betroffenen. Du kannst sehr gut reflektieren, daß sieht man an deinen aussagen, was meine ex leider nicht konnte und wahrscheinlich immer noch nicht kann. Ihre Lebensphilosophie ist z.b. „bleib so wie du bist! Man sollte sich nicht für einen anderen Menschen ändern, entweder man liebt sich so wie man ist oder nicht“. Was aber völliger Unsinn ist, da man sich ja nicht ändert sondern krankhaftes nur heilt b.z.w. abmildern tut und das mit der Person an sich nichts zu tun hat. Meine ex möchte die alten Muster beibehalten aus dem Grund sich selber weiter zu schädigen (wo auch ihr Suchtverhalten eine große Rolle in ihrem Leben spielt). Sie hatte die Chance ein neues Leben zu führen aber wollte es nicht aus dem Grund sie könnte ihre falschen Freunde verlieren. Was tut der Betroffene also? Ein Mensch eintauschen gegen mehrere geht nicht, und vielleicht andere kennenlernen die ihr wohl gesonnen sind auch wenn sie keine Drogen nimmt oder anderes tut um Freundschaften (in unangemessener Weise) aufrecht zu erhalten und sich ausnutzen zu lassen. Ich habe es versucht ihr beizustehen aber ich hatte gemerkt das ich nicht helfen kann und ein Kampf gegen Windmühlen kann man nicht führen solange der Betroffene sich im Dunstkreis anderer befindet. Traurig aber war…

  33. Meine Mutter hat Borderline. Was soll ich sagen. Ihre Erkrankung und damit ihr Verhalten, hat mein Leben zerstört. Das fängt an, dass ich von Babyalter ihr Verhalten nicht verstanden habe, die Spiegelung ihrer starken emotionalen Zustände nicht verarbeiten konnte (es wird ja leider vergessen, dass ein Baby auf die Fürsorge und Beruhigung und gesunde Liebe angewiesen ist. Findet das nicht statt, dann ist das Risiko groß, dass Störungen entstehen beim Baby. Das kann bis zum Urvertrauen gehen. Und das passiert auch, wenn Betroffene das gar nicht möchten und in Behandlung sind) und endet damit, dass ich dank ihrer Gewaltausbrüche später, traumatisiert bin. Den Kontakt habe ich abgebrochen und jeder Therapeut hat mir dazu geraten. Letztlich mache ich aus Selbstschutz einen großen Bogen um Betroffene. Das ist natürlich nicht gerecht, aber Selbstschutz steht an erster Stelle. Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter in Therapie war, versucht hat ihr Leben in Griff zu bekommen, aber die Erkrankung ist insgesamt so zerstörerisch, dass es nicht geklappt hat. Heute bin ich der Meinung, dass sie keine Kinder in die Welt hätte setzen dürfen.

  34. Hallo Pelz,
    ich war früher in der Borderlinezone sehr aktiv. Sowohl als Leser, als auch als Schreiber.
    Ähnliche Geschichten, wie Du sie hier berichtet hast, gab es in der Zone des öfteren.
    Lieber Pelz, ich wollte Dir nur den Rat geben, nicht an der Menschheit an sich zu (ver)zweifeln.
    Ich selbst habe, relativ bald nach meiner Borderlineerfahrung, eine Beziehung mit einer lieben Frau gefunden, die jetzt bereits 7 Jahre anhält und immer noch harmonisch und ohne die Borderline-typischen unschönen zwischentöne verläuft. Ich hatte ihr von Anfang an von meinen Erfahrungen berichtet und mit ihr thematisiert, dass ich sicher gehen will, nicht den gleichen Fehler wieder zu machen.
    Inzwischen sind wir auch verheiratet.
    Also, arbeite an Dir und wenn Du fürchtest, wieder eine Borderlinepersönlichkeit anzulocken, frage Dich, warum das wohl geschieht.
    Sonst verpasst Du die eigentlich schönste Sache der Welt.

    1. Relativ kurz danach war ich mit einer Frau zusammen, die sehr narzisstisch war/ist. Alles andere erklärt sich dann von selbst.

      Mittlerweile bin ich allerdings im Web wortkarger geworden. Ich bin zu oft auf das Übelste beschimpft worden.

      1. Oje… Narzissmus oder Borderline… das nimmt sich ja leider beides nicht wirklich viel von den Verhaltensweisen.

        Es ist krass, meine Wenigkeit ist auf diesem Blog gelandet, weil ich nach 2 Jahren meine Borderlinebeziehung zufällig auf einem MA-Markt getroffen habe und mich nun wieder bezwungen sehe, mich erneut mit diesem Thema auseinander zusetzen.

        Die Begegnung war völlig überraschend. Die Blicke trafen sich. Keiner sagte ein Wort, nur ein leicht schmerzverzerrtes? Lächeln lag auf ihrem Gesicht, wie auf dem meinen. Ich dachte, ich hätte in den 2 Jahren genug Abstand zu ihr erlangt, mal von ihrer monatlichen Schuldentilgung bei mir abgesehen… von wegen… alles was ich in mir mühsam wieder aufgebaut hatte, zersprang mit einem Stich im Herzen. Ich bin wieder gefangen… in negativen Erinnerungen etc.

        Selbst meine Freisprechung zur Gesellin am Freitag, ist mir zunehmend egaler, auch wenn ich versuche gegen das „Alte“ und „Vergangene “ anzukämpfen.

        Am besten ist es wohl doch, mir mal ambulante psychologische Hilfe zu suchen… zumindest entnehme ich das auch hier bei vielen Betroffenen, die ebenfalls unter ihren Erfahrungen mit Borderlinern leiden, als Weg.

    1. Hi,
      sorry, bin jetzt erst dazu gekommen, mich um die Kommentare zu kümmern. In den Kanal habe ich jetzt reingeschaut. Klingt bisher alles vernünftig, was ich dort gehört habe.

      Gruß

      Wolle

      1. Ja, die Geschichten sind ja noch gemäßigt im Gegensatz zum dem was wir erleben durften und andere die ihre Erlebnisse hier geschildert haben, ich habe auch mittlerweile Kontakt zu anderen ex-Angehörigen wo es um Rufmord im privaten und sozialen Umfeld geht. Wo jene noch Gesundheitliche Schäden von trugen bis zum Herzinfarkt/ptbs u.s.w. und ihnen selber ein halbes Jahr später vorgeworfen wird „wegen dir bin ich in der Klappse gelandet“ (wer hat hier ein Problem möchte ich mal fragen?). Durch das was ich erlebte habe ich mich mit dem Thema auseinander gesetzt und durchweg die Bank nur solche Menschen die ich mal als Freunde sah kennengelernt (tratschen und Zwietracht sähen weil jene sich anderen gegenüber aufwerten und somit Ansehen genießen und was in ihrem armseligen Leben schief lief) auch das hochtoxische Umfeld worauf ich zuletzt traf (bl-Familie, und deren Freunde, Bekannte ) Da sieht man wieviele normale Menschen es noch gibt, man muß ja schon davon ausgehen das fast jeder vierte eine PS hat, also nur umdrehen und Treffer.

        Ist doch kein Wunder das sich einige zurück ziehen und Mauern aufbauen. Echt traurig.
        LG 😊

        1. Bei mir ist es zum Glück mittlerweile einige Zeit her. Tiefe Spuren hat alles aber hinterlassen. Diese sind so tief, dass es mein ganzes Leben nach ihr negativ beeinflusst wurde.

          Na ja, aber mein Sohn ist das überwiegend Positive.

  35. Jeder der in so einem Abhängigkeitsverhältnis war trägt Narben davon und dunkle errinerung dessen was passiert ist, ich hatte zudem auch mitbekommen das alle aus ihrer Familie extrem männerfeindlich waren und die, die da waren unterwürfig gewesen sind sich im jeden Aspekt ihres Lebens reinreden ließen (und im Hintergrund nur gehört habe, die alte hexe u.s.w.u.s.f. 😅), diese aber teilweise selbst manipulierend waren (bl färbt ab), Kompromisse gleich null von der weiblichen Seite, da heißt entweder tue dies oder ich tue das (was wohl ein tägliches Mantra bei Menschen mit PS ist.). Man fühlt sich immer bedroht, ich möchte mal eine Frau kennenlernen die mal einen netten, warmherzigen Mann sucht und nicht immer solche Wiesel die sich wie die letzten Penner benehmen, das kann man (n) wohl vergessen bis die Hölle zufriert dann kommen die erst gar nicht hochgekrochen.

    Wenigstens haste was gutes aus deiner Beziehung, nämlich dein Kind ,ich wette er hätte auch zu 100% eine PS entwickelt wenn es nicht so gekommen wäre.

    Glück im Unglück 👍😊
    LG

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