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Die Internationale…
…der Männerrechte

…werden wir alle wohl noch lange nicht singen. Wahrscheinlich werden wir sie niemals singen; zu groß sind die unterschiedlichen Wahrnehmungen, politischen Einstellungen und der intellektuelle Background Hintergrund.

Mir fällt seit langem schon auf, dass Blogs aufgrund ihrer „intellektuellen Erscheinung“ gewertet werden. Es werden Blogs inhaltlich als recht hochwerteig eingestuft, obwohl sich die Inhalte oftmals nur auf Originalzitate – meist nahezu im Fullquote – aus englischen Blogbeiträgen, Artikeln usw. beschränkt. Ich weiß ja nicht, wie es Euch mit englischen Texten so ergeht, aber bei mir ist es so:
Ich habe einen recht guten Wessi-Schulabschluss und habe auch ein paar Semester studiert. Daher kann mir durchaus ein wenig Englischkenntnisse unterstellen. Mein Englisch ist aber mittlerweile eher fachbezogen. Mit diesem Englisch komme ich bei vielen englischen Texten nicht wirklich weit bzw. habe auch gar keine Lust, mich mit einem Text stundenlang auseinanderzusetzen, um ihn letztendlich in seiner Gänze zu verstehen. Ich möchte damit sagen: Für mich z. B. sind Fullquotes englischer Artikel nicht wirklich weiterbringend. Das Verständnis dieser Texte könnte da sein, ich habe allerdings keine Zeit, mich mit Übersetzungstools an Texte zu begeben.

Ne, liebe Leute, es ist nicht wirklich weiterbringend, englische Texte nahezu im Fullquote wiederzugeben. Das Geschlechterding – 😉 – ist auch ein Problem, dass die Masse angeht. Die Masse ist eben nicht dazu in der Lage, englische Texte zu lesen und zu verstehen. Einen Blog aufgrund von Beiträgen, die total an der Masse vorbeigehen, intellektuell zu verorten und als wichtiger als andere Blogs einzuordnen, ist eher kontraproduktiv.

*** Pause *** — Mein Sohn zeigt mir gerade sein Haus bei Minecraft. Er hat sich gerade einen Wintergarten gebaut. 😀 Jetzt baut er sich einen Garten…. — *** Pause ***

Wo war ich? Ach so – bei der „Verortung einzelner Blogs“. Man sollte sehen, dass eine Sprache gesprochen wird, die von einem großen Teil der Menschen verstanden wird. Wir müssen Missstände, Forderungen nach Gerechtigkeit usw. „an das Volk“ bringen. Es ist ja so, dass viele Dinge, die uns auffallen, gar nicht bei der normalen Bevölkerung ankommen. Das Dinge bedrohlich sind, die sprachliche Änderungen durch diesen Gendermist hervorbringen, verstehen wir. Der Bäcker oder die Friseurin wissen doch gar nicht, dass es sowas gibt. Die Genderisierung der StVO ist ein gutes Beispiel. Wer weiß denn davon?

Fängt man dann noch an und hält seine Texte zu diesen Themen so, dass ein Großteil der Bevölkerung sie gar nicht verstehen kann, hält man diesen diese Informationen vor.

Btw.: Mein Englisch würde für viele Artikel einigermaßen reichen. Ich habe aber keine Lust, mich neben einer Fortbildung und meines Jobs als erleuchtetes Vorbild für meinen Sohn übermäßig mit einem Text zu beschäftigen. Außerdem quälen mich viele Dinge, ich habe schon oft erwähnt, warum das bei mir übermäßig der Fall ist.

Da ich schon dabei bin: Auch bei uns gibt es eine Form des Sexismus. Beiträge von Frauen zu dem Thema werden übermäßig hochgejubelt, weil sie eben von Frauen zum Thema Männerrechte sind. Um es mal feministisch auszudrücken: Das ist positive Diskriminierung. 😛

Ich motze gerade so schön… 😀 Mal was zu Robin Urban. Wir können doch froh sein, dass sie so ist, wie sie ist. Sie leistet es sich, in Diskussionen zu gehen. Sie scheut sich nicht, sich auf maskulistischen Blogs zu äußern, ihre Meinung darzustellen. Was wäre es für eine Situation, wenn alle Feministinnen so wären wie Robin Urban? Wir könnten endlich diskutieren. Ich halte Diskussionen ja für die fruchtbarste Möglichkeit, sich in Themen einander zu nähern, Lösungen zu finden.

Was aber haben wir? Wir haben Neofeminas wie Jasna Strick, die in Vorträgen mit einem Schlag ganz viele Twitternutzer an den Pranger stellt. Sie hat sogar meinen Account in ihrem Vortrag namentlich genannt, ohne dass überhaupt ein Beitrag von mir innerhalb meines Twitteraccounts in das Thema einzuordnen war. Frau Strick hat sich anschließend ja auch in keinster Weise zu ihrem asozialen, faschistischen Vortrag auf der om13 der Piraten geäußert. Das haben wir. Freut Euch über Robin Urban. Leider ging es soweit, dass ihre Tweets in der Luft zerissen wurden, nur weil sie eben Feministin ist. Auch in dieser Situation war sie recht wortgewandt und hat recht geduldig einen Shitstorm ertragen. (Klar, ich finde ihre Meinungen zumeist nahezu unerträglich, aber sie stellt diese zur Diskussion!)

Was stelle ich also fest:
Ich stelle fest, dass es kein Duell der Blogs sein sollte, wer ist intellektueller als der andere. Ich stelle fest, dass wir uns alle einer Sprache befleißigen sollten, die in der Masse ankommt und ich stelle fest, dass es eine Jasna Strick und eine Robin Urban gibt. Sucht Euch Eure Lieblingsfeministin aus. 😀

Denkt an das Volk. Dort werden Revolutionen gemacht. 😉

Das war mein RANT zum Sonntag. 😉

16 Gedanken zu „Die Internationale…
…der Männerrechte

  1. Falls du auf Genderama anspielst: Um „Intellektualität“ geht es da gar nicht, es geht um Zeit. Die männerpolitische Bloggerszene ist keine Institution wie der Staat, an den man alle möglichen Ansprüche richten und darauf drängen kann, dass sie erfüllt werden. Mir persönlich fehlt schlicht die Zeit, relevante englischsprachige Zitate eigens zu übersetzen, weil ich fürs Bloggen nicht bezahlt werde, sondern es irgendwie in meinen beruflichen Alltag hineinrammen muss. Insofern haben meine Leser nicht die Wahl zwischen einem Beitrag mit englischsprachigen Originalzitaten sowie einem Beitrag mit Übersetzungen dieser Zitate, sondern zwischen einem Beitrag mit englischsprachigen Zitaten und KEINEM Beitrag. Da sehr, sehr viele Deutsche Englisch in der Schule gelernt haben, verzichte ich auf Beiträge mit englischsprachigen Zitaten nicht, weil einige Leser ihnen nicht folgen können.

    Wenn natürlich jemand die Zeit hat, pro Tag mehrere Stunden für kostenlose Übersetzungen aufzubringen, freue ich mich immer über eine Mail. 🙂

    1. Toll. Jetzt wird es kompliziert. Jetzt muss ich schreiben. 😀

      Also… Ich kam im Zusammenhang mit Genderama darauf, weil mir Genderama in diesem Zusammenhang genannt worden ist. Ich persönlich bin mehr als dankbar für Genderama und sehe den Anspruch von Genderama ja an anderer Stelle. Genderama verstehe ich so, dass es einen Überblick vermitteln soll, was national und international in Sachen Männerrechte so läuft. Diesen Sinn und Zweck erfüllt Genderama super. Besser geht es nicht. Ich hoffe, Du weißt, dass ich Dein Blog sehr zu schätzen weiß.

      Ich meinte andere Blogs. Blogs, die englische Artikel fast im Fullquote bringen und sich dann in einer extrem intellektuellen Sprache über eben jene Texte äußern. Wenn ich ehrlich bin: Meine Bildung ließe es zu, mich mit diesen Texten zu beschäftigen. Allein mir fehlt die Zeit. Wenn man aber Abitur und ein Studium braucht, um eben diese Texte zu verstehen, dann läuft etwas falsch.

      Ich vergleiche für mich innerlich die Situation der Männer mit der Situation der Arbeiter Anfang des letzten Jahrhunderts. (Ich weiß, dass man diesen Vergleich eigentlich nicht bringen darf, aber es gibt Parallelen.) Es geht um die Situation des Mannes im allgemeinen. Wir dürfen nicht den Fehler wie die Neofeministinnen machen und uns nur um eine Elite kümmern. Der Mann des Volkes ist betroffen. Dann sollte man auch dessen Sprache sprechen.

      Ich verlinke übrigens auch sehr oft auf Genderama, weil ich froh bin, dass jemand diesen ganzen Mist sichtet und aufbereitet. Ich erwähnte ja schon oft, wie sehr mich dieser ganze Mist eigentlich quält.

      Nochmal:
      Genderama hat für mich einen ganz anderen Stellenwert, allein weil ich um Deine Zeit weiß und daher umso dankbarer bin, dass ich mir selbst eine Menge Zeit der Recherche wegen Deines Blogs schenken kann.

  2. @Pelz

    „Für mich z. B. sind Fullquotes englischer Artikel nicht wirklich weiterbringend.“

    Wenn sie innerhalb von Argumenten gebracht werden, dienen sie meistens dem Zweck, eigenes Unverständnis zu verschleiern. Innerhalb von Nachrichten oder Quellen sind sie unvermeidlich.

    „Man sollte sehen, dass eine Sprache gesprochen wird, die von einem großen Teil der Menschen verstanden wird. Wir müssen Missstände, Forderungen nach Gerechtigkeit usw. “an das Volk” bringen.“

    Das halte ich für eine übertriebene Forderung: Einige – nicht alle – blogs müssen was unters Volk bringen und Schoppe auf man-tau hat das sehr gut raus. Entsprechend erfolgreich ist er und darüber freue ich mich.

    Andererseits finde ich vieles …ähm … verbesserungsbedürftig, aber vielleicht ist es mehr die Aufgabe anderer blogs, das besser zu machen, weniger verständlich zu schreiben, von Schoppe gelesen zu werden und erst in zweiter Stufe seine Inhalte unters Volk zu bringen?

    Ich persönlich finde diese mehrstufige Verbreitung völlig akzeptabel.

    1. Mir ist ja bewusst, dass Zitate zur Belegung der eigenen Aussagen sein müssen. Das verbietet aber niemandem solche Zitate sinnvoll zusammenzufassen. 😉

      Da das Web nicht so wirklich mit Seiten überschwemmt wird, was Männerrechte anbelangt, ist es halt schade, wenn dann noch die Hälfte für die meisten wegfallen, weil das Verständnis einfach nicht gegeben ist. Natürlich bin ich nicht gegen Vielfältigkeit.

      Ich bemerke ja auch nur, dass man Artikel einfach zuviel Originaltext enthält und wenig eigenen Inhalt. Der eigene Inhalt würde auch als Kommentar auf die Originalseite passen. 😛

      Ist im vorletzten Absatz Kriktik an meiner Seite hier versteckt? Falls ja: Hey, ich brauch sowas doch deutlich! 😀

      …und „übertriebene Forderung“… Ohne übertriebene Forderungen läuft ja nix. Frag mal Gewerkschaften und Arbeitgeber. 😉
      Nein, ich möchte ja nicht, dass alle Blogs eine Sprache an den Tag legen, die man im Neandertal hätte sprechen können. Manch Seiten sind halt etwas übertrieben. DAS fällt mir auch nur im Bereich der Männerrechte so auf. Es hat tlw. schon etwas von Brunftzeit. 😛

      1. @Pelz

        „ist es halt schade, wenn dann noch die Hälfte für die meisten wegfallen, weil das Verständnis einfach nicht gegeben ist.“

        Das stimmt natürlich.

        „Hey, ich brauch sowas doch deutlich!“

        Nein, es ist eine Kritik an Schoppe, der für mein Verständis schon immer leicht verworren und zu wenig stringent schreibt und noch weniger argumentiert. Diese mangelnde Struktur ist für mich persönlich ein echtes Verständnishindernis und ich brauche länger, um zu kapieren, was denn nun eigentlich sein Punkt ist und was da mal wieder völlig überflüssig zusammengerührt wird.

        Da ich aber der Einzige mit diesem Problem zu sein scheine, sage ich das auf man-tau nicht mehr. Die anderen finden es toll und das hat seine Wirkung. Warum soll ich das stören?

        An deinem blog finde ich gut, daß du immer wieder neue Themen, die sonst wenig Beachtung finden, aufgreifst: Wir brauchen neue Ideen und müssen zeigen, wo überall in der Gesellschaft sonst unsichtbare Männer betroffen sind.

        Wenn ich meckern will, dann merkst du das schon. 😉

        Muß mich jetzt um die letzte Anwort an Albert kümmern – sorry.

        1. Brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Ich dürfte momentan gar nicht antworten. Müsste normalerweise aufpassen, ich war aber immer ein nicht sehr disziplinierter Schüler. 😀

          Kann sein, dass es mir mit Sch. genauso geht. Ich meide viele Seiten auf denen ich mich zu lange mit dem Verständnis des Inhaltes herumquälen muss. Ich habe nicht sonderlich viel Zeit, da ich mich um meinen Sohn kümmern will und er gerade erst flügge wird. 😉
          Wenn ich z. B. Sätze mehrfach lesen muss, dass ich sie überhaupt erst einmal grammatikalisch verstanden habe, bevor ich mich um den Inhalt kümmern kann, hat sich das Thema für mich schon erledigt. Ich bin zu ungeduldig. Ich vermute wieder einen Zusammenhang mit „HSP“. Daher ja auch mein Artikel. Manche Artikel sind einfach zu überladen.

          Das mit den Themen… Ich wiederhole mich leider sehr oft. Viele Dinge werden viel zu wenig gesagt und nicht jeder bekommt jeden Artikel mit oder hat kein Interesse an gewissen Artikeln. Sämtliche Artikel entstammen aber aus meinem reichen Erfahrungsschatz des wundervollen Lebens. 😉
          Ich hoffe, ich kann bald wieder über „profane Dinge“ wie die Skylanders schreiben, die mein Sohn so cool findet… (Ich ja auch… :D)

          1. „Wenn ich z. B. Sätze mehrfach lesen muss, dass ich sie überhaupt erst einmal grammatikalisch verstanden habe, bevor ich mich um den Inhalt kümmern kann, hat sich das Thema für mich schon erledigt. Ich bin zu ungeduldig.“

            Deshalb plädiere ich ja dafür, daß es auch in der Männerrechtsbewegung Spezialisten für bestimmte Themen sollte, die von anderen bloggern gelesen und das ganze das verständlicher aufbereitet wird.

            So könnte man in die Tiefe gehen und am Ende doch alle erreichen. 🙂

            1. Ich bin ja der grundsätzlich der Meinung, dass Sprache ein Gut der Allgemeinheit ist. Ansonsten hätten die feinen Herren ja auch bei ihrem Latein bleiben können. 😉

              Aaaaaber:
              Stimmt, ein jeder soll, kann und darf schreiben, wie er will und kann. 🙂 Ein wenig Übersetzung würde nicht schaden, ja. Leider ist die Auswahl an Menschen, die sich aktiv für die Rechte des Mannes einsetzen wollen und können, nicht sehr groß. Daher werden sich schwerlich Leute finden, die so etwas übernehmen können.

              Ich selbst merke u. a. ja auch viele Anfeindungen, weil ich Dinge ausspreche, die angebliche nicht existent sind.

  3. Ich stimme hier eher pelz zu, wenn er sagt, daß man eine Sprache wählen sollte, die von einem möglichst großen Publikum verstanden wird, und zwar ohne jeden Satz dreimal lesen zu müssen. Es ist nämlich wirklich so, selbst wer die intellektuelle Kapazität hat, hat noch lange nicht die erforderliche Zeit, die eine Auseinandersetzung mit komplizierten Texten erfordert. Na gut, Du (elmar) hast sicher Recht, daß das nicht für /jedes/ Blog gelten muss.

    Wie man nun aber ausgerechnet Lucas Schoppe als Positivbeispiel der Verständlichkeit bringen kann, ist mir rätselhaft. Ich halte ihn vielmehr für ein gutes Negativbeispiel: Er redet gern absätzeweise um den heißen Brei herum und sein Ausdruck ist viel zu gestelzt und kompliziert. Er zeigt, wie man es eben /nicht/ machen sollte, wenn man eine breite Masse erreichen will. Es sind also vielmehr solche Texte, die einer Zweitverwertung bedürfen, um den Inhalt „unters Volk zu bringen“. Zugegeben, in letzter Zeit hat er sich gebessert, es ist nicht mehr so schlimm wie es mal war.

    Allerdings will ich seinem Stil damit nicht die Daseinsberechtigung absprechen. Sicher hat er seine Zielgruppe, die ihren Lesestoff in genau dieser Form braucht. Möglicherweise ist das sogar die beste Form, um wankelmütige Feministen zu bekehren. Feministische Literatur ist ja auch oft in diesem Stil geschrieben. Wenn er solche Leute dort abholen kann, wo sie stehen, und dann mit seinem differenzierten und gut begründeten Inhalt punkten kann, ist das ja auch eine gute Sache. Diese Vielfalt können wir uns ruhig leisten.

    Was das englische angeht, habe ich keinen so klaren Standpunkt. Einerseits gebe ich pelz recht, daß hier in Deutschland viele Menschen des Englischen nicht so mächtig sind, um problemlos englische Texte überfliegen zu können, und daß man darauf mit einer zugänglicheren Sprache, nämlich Deutsch, reagieren muß. Andererseits finde ich es hochnotpeinlich für unser Land, daß das eben so ist. Wenn man in andere Länder reist, dann sieht man, daß es dort völlig selbstverständlich ist, daß fast jeder ein zumindest alltagstaugliches Englisch beherrscht.

    Eine gute Übersetzung zu liefern, ist tatsächlich sehr anstrengend und aufwendig. Erst recht, wenn das Original auch ironische Elemente oder gar Wortspiele enthält, dann ist eine treffende Übersetzung besonders schwierig. Das macht man für sein privates Blog nicht so nebenbei. Wenn man einen Gedanken hat, den man niederschreiben will, dann hemmt es beim Schreiben, sich über eine Übersetzung Gedanken zu machen. Auch für das Schreiben ist das Zeitbudget begrenzt. Schreiben dauert ohnehin schon viel länger als Lesen.

    Dann noch dazu:
    > Auch bei uns gibt es eine Form des Sexismus. Beiträge von Frauen zu dem Thema werden übermäßig hochgejubelt, weil sie eben von Frauen zum Thema Männerrechte sind.

    Das stimmt sicherlich, aber man muß auch die Umstände bedenken. Egal ob man sich eher als Männerrechtler oder mehr als Feminismuskritiker sieht, wichtig ist in jedem Fall, daß gerade auch Frauen ihre Stimme erheben. Sonst fällt es nämlich zu leicht, diese Positionen als die von verbitterten Frauenhassern zu diffamieren. Werden die gleichen Positionen aber von Frauen geäußert, sind diejenigen, die sich immer noch einer inhaltlichen Auseinandersetzung entziehen wollen, dann schon gezwungen, Frauen zu beschimpfen anstatt das salonfähige Männerbashing zu betreiben. Aus medientaktischer Sicht ist es also sehr wichtig, daß auch viele Frauen diese Positionen vertreten. Und wenn es wirklich so ist, daß Frauen sich weniger trauen als Männer, sich öffentlich zu äußern, und vielleicht etwas mehr Ermutigung brauchen, dann können wir uns auch diesen Sexismus gerne leisten. (Ich bin sowieso nicht grundsätzlich gegen Sexismus, solange er nicht diskriminierend ist. Wenn Frauen und Männer verschieden sind, dann können wir sie ruhig auch verschieden behandeln.) Dennoch müssen natürlich auch Texte von Frauen inhaltlich kritisiert werden (können), aber ich glaube, in der Hinsicht haben wir uns nichts vorzuwerfen, da gibt es keinen Korrekturbedarf.

    1. Ich finde es natürlich gut, wenn man mir zustimmt. 😉

      …aber… Ich muss auch feststellen, dass Deine Ansicht bezüglich der englischen Sprache zwar verständlich und einleuchtend ist, Du aber direkt im nächsten Absatz genau die Punkt bringst, die mich zu eben meiner Meinung bringen:
      Die Texte, die zitiert werden, sind eben keine alltagstauglichen Texte. Auch solche Dinge wie „ironische Wortspiele“ und die „ironischen Elemente“ allgemein, stärken eher meine Ansicht. Ich habe vor Jahren einmal Douglas Adams im Original gelesen. Ich habe dem Handlungsstrang folgen können, aber ich habe keinerlei Humor entdeckt. Da eben liegt der Dackel begraben: Es gibt kaum Menschen, die diese Texte sinnvoll als Nicht-Englisch-Muttersprachler verstehen können. Dieser Ansicht bin ich sehr gefestigt, weil ich meine, mein Englisch ist relativ gut. (Ich habe ein paar Vorlesungen an der UofT in Toronto im Bereich der IT gehört und lese Dokus fast ausschließlich auf Englisch – das ist aber IT-Englisch!)

      Es wird halt oftmals übertrieben. Ich bin mittlerweile so genervt davon, dass ich DEUTSCHE Blogartikel mit Beitragstiteln, bei denen man sich noch nichtmals die Mühe gibt, diese auf muttersprachlich zu halten, gar nicht erst lese, weil ich weiß, dass sich zumeist ein Soziologenenglisch dahinter verbirgt, das ich als blöder Justizfachangestellter-abgebrochener-Informatikstudent-Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung-Schlagzeuger nicht raffe. 😀

      Aber das ist nur meine Meinung. Wie schon gesagt: Ich bin so extem ungeduldig. Es ist bei mir so, dass ich z. B. Lieder, bei denen in der ersten Minute nicht viel passiert, direkt ausmache. Kenne ich die Gruppe dann besser, legt es sich. Ich muss den Dingen aber erst einmal eine Chance geben. Vielleicht ist das ja mein Fehler. 😉

  4. > Nein, es ist eine Kritik an Schoppe, der für mein Verständis schon immer leicht verworren und zu wenig stringent schreibt und noch weniger argumentiert. Diese mangelnde Struktur ist für mich persönlich ein echtes Verständnishindernis und ich brauche länger, um zu kapieren, was denn nun eigentlich sein Punkt ist und was da mal wieder völlig überflüssig zusammengerührt wird.

    Offenbar hab ich Dich vorher völlig falsch verstanden. Wir haben mit seinen Texten anscheinend die gleichen Probleme. Lediglich daß er zuwenig argumentiert würde ich so nicht unterschreiben.

    Aber wenn ich nochmal Deinen ersten Kommentar lese, klingt das für mich immer noch so, als ob Du dort die Verständlichkeit von LS rühmst.

    1. Ich habe es so verstanden, dass er ihn nicht wirklich auf Anhieb versteht. Ich glaube, ich weiß, wen ihr meint. Aber meine Ungeduld lässt mich manche Dinge dann nicht mehr lesen.

      Vielleicht verpasse ich etwas, vielleicht auch nicht. Ich verpasse auf jeden Fall, an meiner Geduld zu arbeiten. 😉

    1. Ich habe diesem Blog gar keine Uhr gegönnt! 😀

      Ja, die Uhrzeit des Servers geht falsch. Ich dachte, es sei nur eine Stunde, dass sich der nach dem Mond richtet… Ich werde es überprüfen. Ich habe das auch nur bemerkt, als ich mal in die Statistiken geguckt habe und dort schon ein neuer Tag angebrochen war. Ich dachte schon, ich sei von gestern. 😉

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