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Empathie im Feminismus

Ich lenke mich gerade von meinen eigentlichen Aufgaben ab, indem ich lustig durch’s WWW stolpere. Dabei bin ich dann irgendwie auf einen Text einer Frau gestoßen, die einen Blog zum Thema „alleinerziehende Mutter“ macht. Sie ärgert sich ein wenig über die Solidarität im WWW. Eigentlich ärgert sie sich ja über die Solidarität unter den politisch aktiven Frauen im WWW.

Aber so richtig eigentlich ärgert sie sich über die Mädchenmannschaft und Twitter. Über die Mädchenmannschaft ärgert sich mancher, der nicht gerade im feministischen Vollwahn ist. Über die Mädchenmannschaft ärgern sich sogar sämtliche Gründerinnen eben dieser, da sie ja alle das sinkende Schiff verlassen haben…

Nun denn: Sich zoffende Strömungen im Feminismus verschaffen uns Männern ein wenig Zeit, um uns und unsere Ideen zu sammeln und diese zu formulieren. Wir sind es ja nicht gewohnt für unsere eigenen Bedürfnisse einzustehen und diese zu äußern. Alleine in mir steckt noch so viel an Sexismus gegenüber meinem eigenen Geschlecht, dass ich es oftmals gar nicht fassen kann. Zu sehr hat schon bei mir die feministische Sozialisierung gegriffen. Ich bin 40. Ich werde 41.

Wie soll mein Sohn später zur Erkenntnis kommen, dass er als Junge/Mann Sorgen und Nöte hat und diese auch haben soll und muss…? Egal, ich wollte eigentlich über etwas anderes schreiben.

Ich wollte nur meinen Gedanken zur Empathie der Frau im Feminismus zum besten geben. Wenn man sich die Situation so ansieht, fragt man sich, wo denn genau die Empathie der Frau im allgemeinen sein soll. Die Verhaltensweisen, die wir Männer unterstellt bekommen, indem wir als Alphamännchen, Maskutroll usw. beschimpft werden, sind im Feminismus in genau dieser Form vorhanden. Leider muss ich jetzt Ausdrücke wie „Stutenbissigkeit“, die bei den Damen hinzukommt, usw. vermeiden. DAS wäre ja wieder sexistisch und irgendwelche „double standards“ könnte man bestimmt auch wieder einmal entdecken.

Jene Dame – die alleinerziehende Mutter – also, ärgert sich – vollkommen zurecht – über die Destruktivität der Mädchenmannschaft. (Eine Frage könnte nun sein, wann man denn die letzten konstruktiven Impulse seitens des Feminismus verspürt hat, aber nun denn…) Die Mädchenmannschaft hat sich wohl ihren eigenen Thron in der Szene gebastelt und meint nun ganz – Achtung: feministischer Rantausdruck! – PATRIARCHAL ihre Urteile und Wertzumaßungen in die Welt posaunen zu müssen. Die Mädchenmannschaft fühlt sich als die Instanz, die den Weg des Feminismus vorgibt. Das ist dann wohl ein Wahrnehmungsproblem.

Es gibt so einige Wahrnehmungsprobleme. Ein sehr großes Problem ist die fehlerhafte Wahrnehmung über die eigene intellektuelle Kompetenz bei Feministinnen. Das habe ich gerade kürzlich zu spüren bekommen, als mir mangelnde Argumentationsfähigkeit verbunden mit der Ignoranz meine Argumente überhaupt wahrnehmen zu wollen, vorgeworfen wurde. Ich musste leider den Filter bemühen. Ich habe dann festgestellt, dass diese Dame in dieser Nacht wohl quer durch das Netz in „männlichen Blogs“ eher ‚unargumentativen‘ Quatsch hinterlassen hat, sich aber jedesmal wie eine Oberlehrerin bezüglich ihrer Argumente aufgeführt hat.

Es ist auch immer wieder erstaunlich mit welcher Freundlichkeit und Empathie auf Kommentare in femininistischen Blogs reagiert wird. Ich schrieb z. B. in einem Blog, dass ich erst über Umwege zu einem Beitrag gefunden habe und wurde direkt angeranzt, dass dies Umwege überhaupt nicht nötig seien, da ich den Blog ja direkt lesen könne usw. Gut, ich wusste bis dahin nicht, dass es eine Verpflichtung zur täglichen Lektüre mancher feministischer Blogs gibt, die sich auch lediglich durch zwei gelungene Beiträge zum Thema „Beschneidung“ auszeichnen. Dann verkneift man sich halt, an bestimmten Stellen in eine Diskussion über dort ausgeführte Themen treten zu wollen.

Wo aber ist die Empathie, die ja angeblich so wichtig für DAX-Unternehmen sein soll? Wo ist die Empathie, die so unersetzlich für unsere Gesellschaft ist? Wo ist sie? Feministinnen zerfleischen sich genauso, wie es andere Gruppen tun. Hier haben sie schon lange die Gleichberechtigung erreicht. Durch diese Gleichberechtigung aber kann man allerdings nicht mehr auf einer angeblich vorhandenen Empathie herumhacken, weil sie nicht existent ist.

Ich bin als alleinerziehender Vater bisher auch bescheidener von Frauen behandelt worden als von Männern. Männer haben kein Problem mit mir. Männer nehmen es einfach zur Kenntnis. Von Frauen höre ich zunächst einmal: „Da haben sie sich aber etwas vorgenommen!“ – Was im Grundsatz sexistisch ist. Mir wurden durch Frauen von Behörden und Institutionen Knüppel zwischen die Beine geworfen, es ist eigentlich nicht zu fassen. Bei diesen Damen handelte es sich ausschließlich um Feministinnen. Wo war die Empathie? Wo war der Humanismus zumal ein Kind im Spiel war/ist?

Ich musste eben auch eine Maischberger-Sendung ausmachen, die um Sexismus ging. Es ging aber in Wahrheit nicht um Sexismus. Es ging eigentlich um den Sexismus durch den Mann. Einen anderen Sexismus, so wie ich ihn erfahren habe, gibt es ja anscheinend nicht. Die Sendung war so männerfeindlich geraten, ich habe sie nicht ertragen. Eigentlich wollte ich mir ein Interview mit einer Femenfrau in dieser Sendung ansehen. Ich habe es nicht bis dahin geschafft, weil ich den Tag ohne die Gewissheit beenden wollte, dass männliches Flirten zu Sexismus und zu Vergewaltigungen führt und dass ich sowieso ein Schwein bin. Das ist die Diskretierung eines ganzen Geschlechts über unsere Medien. Männer sollen sich abends als Schweine und Vergewaltiger fühlen. Das wird zwar nicht direkt, aber durch hässliche Blumen gesagt. Wo ist hier die beschworene Empathie der Frau, die uns dem Paradies näher bringt?

Die Sache ist die: Ich kann solche Dinge als irreal und menschenverachtend verorten. Mein Sohn wächst in diesem Klima auf. Er kann froh sein, bei einem Vater – Achtung: böses Wort! – bei einem MANN aufzuwachsen. Ich kann viele Dinge auffangen. Wo aber ist die sagenumwobene Empathie der Frau? Sollten solche Dinge nicht unmöglich sein, wenn es diese Empathie gäbe?

Empathie gibt es in dem Blog jener Frau. Ist es aber nicht wieder nur reine Empathie, wenn es um das eigene Los in der Gesellschaft bzw.  dem WWW geht? Ich greife jetzt mal einfach einen Satz heraus, der zeigt, dass dort nicht viel Empathie jenseits des eigenen Tellerrandes vorhanden ist:

„Ich fühle mich wirklich nicht wohl zwischen Nazis und Maskulinisten und empfinde es darüber hinaus aber auch als höchst fragwürdig, ein solches ideologisches Werkzeug zu nutzen.“

Zum einen habe ich das Gefühl, dass sie nicht wirklich weiß, wovon sie spricht, wenn sie den Begriff „Maskulinisten“ wählt und zum anderen ist die Nennung von Maskulinismus und Nazis in einem Satz eher oberflächlich, ja sogar bösartig und denunzierend.. Aber vielleicht drückt „Maskulinismus“ ja auch ihre eigene Definition einer Gruppe aus. Ich sperre mich allerdings dagegen mit Nazis in einem Satz genannt zu werden. Vielleicht meint sie mich als Männerrechtler ja auch gar nicht. Da sehe ich wiederum das Fehlen von Empathie gegenüber langsameren Menschen. 😉

Sie schreibt weiter: „Das ist Denunziantentum und Blokwartmentalität. Das ist wirklich hässlich und tut mir persönlich sehr weh.“ Das scheint allerdings ledigleich der Fall zu sein, wenn es um sie als Opfer dieses Twitteraccounts geht. Männergruppierungen darf man ja mit Nazis in einen Topf werfen. Sind nicht alle Männer per Geburt Nazi? Natürlich stimmen anscheinend die Dinge, die sie dem Twitteraccount @Blockempfehlung  zuschreibt. Das tut sie aber offensichtlich nur, weil sie selbst Opfer geworden ist.

Ich vermisse eine Empathie der Frauen, wenn es über den eigenen Tellerrand hinaus geht. Warum spricht z. B. eine Frauenelite nur über Frauenquoten in deren Genuss ausschließlich eine Frauenelite kommen kann? Warum ist das wohl so? Warum ist dieser feministischen Frauenelite das Geschick der normalen Frau relativ Gleichgültig? Es geht immer um Eliten. Es geht immer um den Teller vor der Nase. Wo ist die Empathie, die Frauen auszeichnen soll?

Man verzeihe mir, dass ich wenig Beispiele über die Umgangsformen der Feministinnen bringe. Dafür reicht aber ein Tag bei Twitter völlig aus. Ich wurde noch nie so häufig als Nazi, Maskutroll, Idiot usw. beschimpft wie in meiner Zeit auf Twitter. Solche Umgangsformen kann man sich auch in feministischen Blogs in den Kommentaren ansehen, falls dort Meinungsäußerungen zugelassen sind. Mittlerweile sehe ich berüchtigte Feministinnen auch in „Maskublogs“ auftauchen und dort vom Leder zu ziehen. Diese Dinge kann man alle auch Männern vorwerfen, ich weiß. Geht es aber nicht um Gleichberechtigung?

Wo aber ist die Empathie der Frau? Die feministische Frau will eine gerechtere Welt? Dann soll sie doch bitte bei sich und in ihren Reihen anfangen und manche Ideologie hinterfragen.


EDIT:

Stolperte gerade hier entlang: Was sind männliche Privilegien?
Die Bloggerin pflegt z. B. einen netten Umgang mit ihren Lesern. Die Einseitigkeit in ihrem Blick auf die Welt lassen wir mal. Wir müssen uns nur die Sterblichkeitsraten von Männern in verschiedenn Gebieten ansehen. 😉

13 Gedanken zu „Empathie im Feminismus

      1. Ich benenne allerdings Personen, wenn es von gehobenem Interesse ist. Wenn z. B. – wie im Falle der Faserpiratin Jasna Strick – eine komplette Partei hinter Persönlichkeitsverletzungen und faschistoiden Verhalten steckt. Ich rede hier von den Piraten, die sich mit ihrem #om13gate einiges geleistet haben. Parteiinterne Personen – das schlimmste daran ist, dass es sich zumeist um s. g. lila Pudel handelt, haben diesen hetzerischen Vortrag an verschiedene Stellen im Internet hochgeladen, damit dieser Vortrag möglichst viele Personen erreicht. Das sind eigentlich Methoden von faschistoiden Organisationen.

        Die Piraten haben sich von den Feminmistinnen – ganz besonders einer Jasna Strick – „kapern“ lassen und bedeuten mittlerweile eine Gefahr für die Demokratie. Man hat ja auch gesehen, wie sie in Sachen NSU auf einmal verkacken, weil sich ihre Schwerpunkte zum Feminismus hin verschoben haben. Das können die Piraten leugnen, wie sie wollen. Die Tatsachen und Twitter sprechen dagegen.

        Edit: Ganz extrem sieht es für unsere Gesellschaft insgesamt aus, da es sich bei Jasna Strick um eine „gefeierte“ Grimme-Preisträgerin handelt. Das wirft eine ganz schlimmes Bild auf Deutschland.

  1. Ich spreche eigentlich exemplarisch von zwei Frauen.

    Die alleinerziehende Mutter ist als Aufhänger im Artikel verlinkt.

    Die andere ist egal, mir waren nur wieder einmal Details bezüglich der Selbstgerechtigkeit und des eigenen Anspruchs aufgefallen.

  2. Es ist egal, um wen es sich genau handelt. Es spielt keine Rolle.

    Bei „Empathie der Frau“ meine ich die Empathie, die überall in den Medien so heraufbeschworen wird.

    Frauen sind die besseren…. blablabla, weil Empathie usw….

  3. „Alleine in mir steckt noch so viel an Sexismus gegenüber meinem eigenen Geschlecht, dass ich es oftmals gar nicht fassen kann.“

    Geht mir auch so, aber ich übe das täglich: Männer ansprechen, die den Weg nicht wissen, Männern Dinge schenken, die ich nicht mehr brauche, betrunkene Männer vor Sicherheitsleuten beschützen, indem ich ihnen mit Respekt begegne und helfe, aus der Situation, in der sie für Sicherheitsleute zu einer Aufgabe werden, schnell und ohne Aufstand rauszukommen.

    Ich habe nur die besten Erfahrungen damit gemacht und es ist schon peinlich, daß ich so spät auf den Trichter gekommen bin: Männer reagieren durch die Bank freundlich, sind dankbar und niemals aggressiv, sondern erstaunt, daß sie auch mal nett behandelt werden.

    Mann muß sich nur Mühe geben.

    Frauen dagegen helfe ich niemals, ich arbeite nie für sie, ich zahle niemals ihre Rechnung und ich sehe sie nicht mal auf der Strasse an. Sogar, wenn ich nur nach dem Weg gefragt werde, entschuldige ich mich, es nicht zu wissen auch dann, wenn ich es sehr genau weiß.

    Denn im Zeitalter des Feminismus löst jede Frau jedes Problem selbst.

    1. Ist das aber nicht traurig? Männer werden überall, wo es geht bescheiden behandelt und man fängt mittlerweile an, sich genauso blöde den Frauen gegenüber zu benehmen? Mein Sexismus in mir lässt mich momentan noch, wenn ich in der Stadt unterwegs bin, von Frauen denken, dass sie ja empathisch nett usw. seien. Sind sie in der Mehrheit aber doch gar nicht. Waren sie es mal?

      Ich weiß es nicht.

      Vielleicht passt sich mein Sexismus – meine inneren Gedanken, dass der Mann das Böse und die Frau das Liebenswerte ist – endlich mal der Reallität an. Die Realität sagt mir, dass schon mein Sohn total besch… von Frauen – seinen Erzieherinnen, Lehrerinnen usw. – behandelt wird. Meine Erfahrungen sagen ja nichts anderes.

      Ich finde das extrem traurig. Alles führt doch immer nur zu den Erkenntnissen, dass Feminismus die Gesellschaft spaltet und eigentlich faschistoid ist. Über letzteres habe ich heute noch einen recht guten Artikel, obwohl er von einem Piraten ist – 😛 -, gelesen:
      Aranitas Gedanken: Warum Feminismus faschistisch ist

      Ich finde es wirklich zum Kotzen und sehr traurig. Es muss einen nicht wundern, wenn gewisse Schriftsteller feststellen, dass wir uns „in einem Krieg befinden“.

      Ich muss aber auch sagen, dass ich eben einer netten Frau noch eine E-Mail geschrieben habe. 😉

      1. „Waren sie es mal?“

        Ja, klar waren sie es mal. 🙂

        Aber das war in einer Zeit, in der eine Frau sich noch durch Leistung zu einem liebenswerten Zeitgenossen machen mußte nicht schon durch ihre angeborenen Geschlechtsteile zur überlegenen Rasse zählte.

        Frauen könnten, wenn sie wollten, daß ist ja meine Kritik. Und das macht es to traurig.

  4. Die Sache mit der Emphatie sehe ich wie du, aber wir brauchen vorher eine Diskussion darüber, was wir vernünftigerweise unter Emphatie verstehen wollen.

    Denn wenn wir keine nachvollziehbaren Kriterien anbieten können, Empathie zu detektieren, dann glaubt uns kein Mensch unsere Frauekritik.

    Da gibt es ein Buch, daß ich lange schon mal lesen wollte:

    karsten stueber rediscovering empathy

    Vielleicht bringt das weiter.

    1. Wieso habe ich „Kerstin Stueber“ gelesen? Er ist ein er und heißt doch Karsten Stueber. Ich werde einmal in das Buch hineinschauen. Leider habe ich nicht wirklich Zeit für Bücher. Muss noch das letzte Buch von Bernhard Lassahn lesen.

      Bücher von Frauen lese ich z. B. gar nicht mehr. Vielleicht habe ich mich deshalb verlesen, weil ich darauf achte und praktisch immer lauere.
      Frauen werden schon so mit Steuergeldern bedacht, da muss ICH nicht noch Geld in deren Kasse spülen muss. Wenn ich auch ehrlich bin: Ich bin wohl zu männlich als dass ich mit weiblicher Literatur etwas anfangen könnte. Selbst von Frauen geschriebene Fantasyliteratur ist immer und ständig nur feministisch. Es nervt. (Jennifer Robbison (?) usw.)

      1. „Selbst von Frauen geschriebene Fantasyliteratur ist immer und ständig nur feministisch.“

        Ja, fällt mir auch auf: Männer sind nur noch Material, wenn sie angstvolle Frauen schützen und retten, die dann in sicheren Situationen den dicken Zampano raushängen lassen – ist in jeden modernen Film so.

        1. Es tut nur weh, dass man sowas eigentlich nicht sagen darf. Frauen dürfen über Männer in der übelsten Art und Weise reden, aber Männer dürfen nicht feststellen, dass kulturell von Frauen fast nichts als feministisches Geheule kommt.

          Frauen dürfen Männern in Filmen „in die Eier treten“ usw., was als lustig und gerechtfertigt dargestellt wird…

          Was sagen Feministinnen dazu? Double standards?

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