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Sexualtrieb –
Frauen vs. Männer

Folgender Satz brachte mich darauf, über den Sexualtrieb bei Frauen und Männern (hier: Abwertung von männlicher Sexualität) einmal genauer nachzudenken:

„Der höhere Sexualtrieb des Mannes und dessen höhere Ausrichtung auf “casual Sex” erlaubt es dann, die Männer als “Zeitbombe” darzustellen, die alles ihrem Sexualtrieb unterordnen.“

Die Links sollen diese These untermauern. Ich zweifle aber leider viele „Forschungsergebnisse“ mittlerweile an. Zuviele verfälschende Statistikauswertungen werden je nach Ideologie verbreitet. Als Beispiel nenne ich jetzt  hier einfach mal die häusliche Gewalt gegen Männer, die ja nach wie vor verleugnet wird. Ich bin ja der Ansicht, dass sich die Gewalt durch Frauen und Männer da eher die Waage hält.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will:

Ich bezweifle mittlerweile, dass es so große Unterschiede zwischen dem Sexualtrieb von Frauen und Männern gibt.

In meiner Zeit als Barmentor eines Studentenwohnheims – das ist der Herr der Bar einer solchen Unterkunftsstätte 😉 – habe ich sehr oft beobachten können, dass es keinerlei Unterschied zwischen der „Geilheit“ der Geschlechter gibt. Es zogen immer Pärchen in trautem Einvernehmen gemeinsam ab. Klar, angebaggert haben zunächst die Jungs, das liegt aber dann an den Rollenbildern, die Frauen zumeist nur in der Theorie anzweifeln. Im „richtigen“ Leben macht es für sie ja genau das leichter. (Ich weiß, das ist wieder schrecklich sexistisch.)

Meine Erfahrungen sind ja nicht anderer Natur: Die Frauen, mit denen ich etwas hatte, haben nicht lange gefackelt. Es kam immer meist recht zügig zu Sex, wobei ich sagen muss, dass ich ja wegen meiner Sozialisation, dass der böse Mann immer nur f….. will, da eher zurückhaltend im Vergleich zur Frau war. Meine Erfahrungen also – eigene und die als Barmensch beobachtende – sagen mir, dass es keinen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern im Sexualtrieb gibt.

Wir alle wissen, wie sehr Forschungsergebnisse verfälscht werden. Viele Forschungen werden ja auch mit der Intention initiiert, etwas „gottgegebenes“ beweisen zu müssen. Es gibt z. B. diese Mär von der Häufigkeit der Gedanken an Sex durch den Mann im Vergleich zu Frau. Natürlich wird es da Unterschiede geben. Wird aber die Intensität und die Dauer dieser Gedanken erfasst? Das bezweifle ich. Ich befürchte auch diese Studie dient einzig und allein dazu, den Sextrieb des Mannes zu „dämonisieren“ – siehe auch obigen Link.

Meine Meinung hier ist eine sehr subjektive. Sie ist durch keinerlei objektive Forschung begründet. Vielleicht kann mir ja jemand bei meinen Gedankengängen behilflich sein, dass ich mir eine weniger subjektiv bilden kann. 😉

Ach so: Homosexualität habe ich jetzt einmal ganz außen vor gelassen, weil ich weder weibliche noch männliche Homosexualität beobachten konnte. Ich hatte einen schwulen Kumpel, – nein, wir hatten eine Freundschaft (Das war jetzt meine homophobie!) der seine Sexualität „irgendwie“ anders ausgelebt hat. Es war eher verborgen, was wohl an der Akzeptanz Homosexueller liegen wird.


 

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20 Gedanken zu „Sexualtrieb –
Frauen vs. Männer

  1. Meiner Meinung nach ist deine Skepsis hier völlig richtig: Kaum irgendwo wird soviel gelogen und gefälscht, wie beim Thema Sexualität.

    Wie man unter diesen Bedingung zu verläßlichen Aussagen kommen kann, weiß ich auch noch nicht, aber irgendwelchen Studien kopflos hinterher zu rennen, ist mit Sicherheit der falsche Weg.

    1. Genau hier liegt ja auch mein Problem. Meine Erfahrungen sprechen eine deutliche, andere Sprache.

      Ich glaube mittlerweile, dass sich Frau und Mann wirklich in manchen Dingen kaum unterscheiden. Das sind aber die Dinge, die Neofeministinnen immer abstreiten und abstreiten werden.

      Die Dinge, die angeblich gleich aus neofeministischer Sicht sind, sind es allerdings dann wiederum nicht.

      Ich spreche von häuslicher Gewalt, vom Sextrieb usw. Feministinnen sprechen immer nur von Dingen, die sie leicht an den Kuchen kommen lassen sollen.

      Zum Thema SEX hatte ich ja letztens den Artikel
      „Ich kann da wie ein Mann sein“
      Auch dieser Artikel spricht eher dafür, dass die Unterschiede gar nicht so groß sein können.

      Ich bin nur eben darauf gebracht worden, dass für Frauen das „Risiko“ unverfänglicher sexueller Intermezzi größer ist. Schwangerschaft usw. Natürlich gibt es Verhütung usw., es ist aber so, dass man gerade in dieser Beziehung oftmals etwas nachlässiger ist, als es vernünftig ist.

      Wir werden die Frage hier auch nie endgültig klären können. Ich möchte hier halt nur einiges hinterfragen und freue mich über andere Meinungen, Ansätze usw.

  2. Ich widerspreche einfach mal. Ich fand diese Woche zufällig ein Werbeexemplar der Morgenpost (so ne Art Bildzeitung) in meinem Briefkasten. Ich hab die noch nicht weggeschmissen und hab einfach mal in Reaktion auf diesen Artikel die Anzeigen für käuflichen Sex nach Inhalt ausgewertet, schon um dir zu widersprechen. Wenn die Nachfrage (Trieb) gleich ist, müsste ja das Angebot gleich sein. (gewisse statistische Schwankungen aussen vor gelassen). Meine Auswertung: von den 80 Anzeigen für käuflichen Sex warben 79 mit Frauen, 1 war ein Saunaklub der für beide Geschlechter warb, im Telefonsexbereich warben von 3 von 4 mit Frauen und einer mit der Erfüllung sonderbarer sexueller Fantasien und von den 16 Erotikmassageangeboten warben 15 mit Frauen, ein Massageklub war nicht eindeutig zuordenbar (zumindest für mich). Sofern Lesben nicht überdurchschnittlich käufliche Liebe konsumieren, dürfte die Nachfrage recht klar bei den Heterosexuellen Männern liegen, vor allem, da Frauen über das meiste Geld verfügen und so theoretisch ein größerer Markt sein müsste.

    Aufgrund dieser Analyse würde ich doch denken, dass Männer öfter Bock auf Sex haben als Frauen. Und die paar Bumsbomber unter südlicher Sonne dürften das nicht ausgleichen, vor allem wenn man die mit den Bumsbombern nach Asien verrechnet.

    1. Jetzt muss ich Dir widersprechen:
      Das ist so, als würde man von der allgemeinen Schuhwerbung darauf schließen, dass Männer keine Schuhe tragen. 😉

      Frauen leben ihre Sexualität halt anders aus. Der Besuch von Prostituierten lässt auch keinerlei Rückschluss auf den Trieb eines Geschlechtes zu.

      Auch das Thema Sextourismus gibt keinen zuverlässien Aufschluss darauf. Frauen holen gerade in dieser Beziehung unwahrscheinlich auf. DAS wird allerdings wieder schön unter den Teppich gekehrt.

      1. Ich sagte nicht, dass es keine weiblichen Freier gibt, nur eben weniger. Zumindest ist es meine Erfahrung, dass Frauen öfter Schuhe kaufen als Männer, man kann jetzt sagen, das der Klamottenkauftrieb stärker ausgeprägt ist als beim Mann. Wobei es auch Schuhwerbung für Männer gibt, z.B, Michael Jordan machte mal Werbung für Schuhe.

          1. Das mag sein, aber wenn Frauen einen genausogroßes Bedürfnis nach Sex haben wie Männer, und es auch weitgehend ausleben (siehe weiter unten die Diskussionen über Kuckuckskinder oder die untreuen Frauen die mit dir rumgegemacht haben oder anderweitig diskret vorgehen) dann düften auch genug Männer ihren Sexualtrieb weitgehend befriedigen, dass sich Prostitution nicht in dem großen Maßstab lohnt. Gibt es irgendwelche Studien, die beweisen, dass es genausoviele männliche Prostituierte gibt wie weibliche? Der gefühlte Frauenanteil liegt höher als bei Grundschulllehrern.
            Wenn Männer ihren Sexualtrieb an untreuen Frauen anderer MÄnner ausleben können, warum gehen sie dann zu Prostituierten?

            1. Um an dieser Stelle sinnvoll diskutieren zu können, müsste man die genauen Zahlen haben. Es gibt aber wohl Zahlen, dass gewisse Männer die Mehrheit der paarungswilligen Frauen beglückt und der Mehrheit halt nur Prostituierte übrig bleiben. Aber um darüber ordentlich diskutieren zu können, fehlen halt die Fakten. Ich denke, dass Frauen ihre Sexualität halt anders ausleben. Männer sind oftmals auch von Zuhause weg, was Versuchungen bringt – man ist in einer fremden Stadt und bevor man abends alleine im Hotel… Ich weiß es nicht. Das ist alles spekulativ.

              Das alles sagt aber immer noch nichts über den eigentlichen Sexualtrieb aus, um den es mir geht. 😉

          2. Wie du selbst sagst, beglückt eine kleine Anzahl von Männern eine große Anzahl Frauen. D.H. die Frauen haben ihren Trieb (weitgehend) befriedigt. Sonst würden die Frauen ihren TRieb noch mit anderen MÄnnern befriedigen. Und die wenigen MÄnner haben ihren Trieb auch befriedigt, d.h. Männer brauchen mehr Frauen, um ihren Trieb zu befriedigen, da ihr Trieb größer ist.

            Und wenn Papi auf Dienstreise der käuflichen Lust fröhnt, kann dies Mutti daheim in der Sturmfreien Bude auch tun, bzw. sie geht zwecks Sex woanders hin, in den Saunaclub oder ein Hotel und verknuspert andere Dienstreisende.

            Wenn Frauen den gleichen TRieb hätten, würde Prostitution weitgehend nicht existieren, oder aber in ähnlichen Größenordnungen für beide Geschlechter gelten. Gibt eben auch weibliche Dienstreisende.

            1. Ich verstehe den Rückschluss auf den angeblich größeren Trieb der Männer jetzt nicht. „Und die wenigen MÄnner haben ihren Trieb auch befriedigt, d.h. Männer brauchen mehr Frauen, um ihren Trieb zu befriedigen, da ihr Trieb größer ist.“

              Ich kann zu dem Thema nur sagen: Mit mir sind mehrere Frauen ihrem Partner fremd gegangen – es war ja mit mir immer die große Liebe – und mir sind zwei Frauen fremd gegangen. Aus den schwachsinnigsten Gründen. Einer war z. B. „Ich wollte nur mal sehen, ob mein Ex wirklich so scheiße im Bett war.“. Die andere ist mir am Ende der Beziehung dann mit 5 oder 6 Kerlen parallel fremd gegangen. Da leider am Ende der Beziehung doch noch etwas lief, hat mir das einen „Aidstest“ eingebracht.

              Aus meinen Erfahrungen heraus, sieht das Thema nämlich ganz anders aus. Die Dame mit den 5 oder 6 Kerlen parallel hat zumindest keine Prostituierten gebraucht. Bei Männern kann der Rückgriff auf Prostituierte auch daran liegen, dass sie neben der Arbeit eben keine Zeit haben, sich um einer weitere Prinzessin zu kümmern.

              Du sagst es ja selbst: Eine Frau hat viele Möglichkeiten, ihre Lust anders auszuleben, als sich einen Prostituierten kommen zu lassen. Da Frauen aber immer mehr berufstätig sind, wird sich auch hieran etwas ändern.

      2. Zumal Frauen ja seit jeher lernen „sich nicht unter Wert zu verkaufen“, d.h. sie gehen nicht offen mit ihrer Sexualität und Lust um, damit der Markt auch für sie noch genug hergibt. Wie viele Männer würden denn wohl noch eine fest Beziehung führen oder gar heiraten, wenn Frauen genauso offen mit ihrer Sexualität umgingen wie Männer? Deshalb werden äh.. sexuell offenherzige Frauen ja auch so schnell *von anderen Frauen* als Schlampen bezeichnet, weil sie den Maktwert für alle anderen auch drücken. Sex muss Mangel und nur mit gewissem Aufwand erreichbar sein, sonst sinkt einfach der Preis ins Bodenlose – nicht nur für die Prositutierten an der Straßenecke, sondern auch für die durchschnittlichen Frauen in der Versorgungsprostitution.

        1. Ja, Frauen heiraten immer vom Sozialstatur her nach oben.

          Ich nehme jetzt einmal an, wir sollen aus Deinen Äußerungen darauf schließen, dass Frauen ebenfalls einen ausgeprägten Trieb haben, diesen aber verbergen.

          Ich darf sowas wie Du ja nicht sagen. 😀

          1. Oh, guck dir mal die Videos der MGTOW-Gruppe an, wo eine Frau auf eine Anmache erst üblich zickig reagiert, aber plötzlich ganz interessiert ist, als sie sieht, dass der Typ in einen Ferrari oder Lambo einsteigt. Und dann ist sie total frustriert als er sich nicht mehr bequatschen läßt und mit ausgestrecktem Mittelfinger wegfährt 😀 Kurzum, stimmt die Farbe der Kreditkarte, die Marke des Autos und schlicht der Kontostand, dann kann Frau einen ganz erstaunlichen Trieb und noch erstaunlichere Offenheit im Bett entwickeln, die man ihr zuvor nie zugetraut hätte.

            Und wieso solltest Du weniger sagen dürfen als ich? Die Schere im Kopf kannst Du selbst im Altmetall entsorgen.

            1. Ich darf alles sagen, was ich will. Leider werden mir nur Freundschaften wegen meines Blogs gekündigt. Traurig aber war.

              Solche Dinge wie „sexuelle Attraktivität durch Kohle“ sind mir jetzt erstmal recht egal. Das ist ein soziales Phänomen. Mich interessiert momentan eher das biologische Phänomen des Triebes bei Mann und Frau.

    2. Ich erinnere da mal an den schönen Spruch, dass viele Frauen nur deshalb nicht den Ruf einer Hure haben, weil ihre Liebhaber schweigen. Das ist übrigens vielen Frauen in einem gewissen Alter wichtig, solange sie sich ausprobieren. Während sie zuvor oftmals „bumsfidel“ sind, werden sie dann ab Mitte / Ende 20 verschlossener, wenn sie sich wen für Ehe und Familie angeln wollen. Aber das heißt auch nicht, dass die Frauen dann weniger spitz seien, im Gegenteil. Siehe das Phänomen der Kuckucksinder, wo Frauen oftmals mit irgendwelchen Lackaffen in die Kiste springen, nachdem sie den treudoofen, zahlenden Trottel an Land gezogen haben, der ihre Familienidylle finanziert und ihnen den A….. hinterher trägt.

      1. Die Sache mit den Kuckuckskindern ist eine üble Sache, die durchaus auch für meine These spricht. Stimmt.

        Ich erwähnte ja auch bereits, dass ich nie einer Frau fremd gegangen bin, aber Frauen mit mir ihren Partnern fremd gegangen sind. Auch das spricht irgendwie eine andere Sprache als die allgemein vermittelte. Ich sage ja: Das ist wie das mit der Gewalt.
        Außerdem bringen Frauen den Spruch „Du denkst auch nur mit dem Schwanz!“ halt zu gerne. Da müssen doch die allgemeinen Sichtweisen stimmen!

          1. Ich verstehe den Ausdruck „mit dem Schwanz denken“ zwar, allerdings stößt der bei mir auf Unverständnis. Mein Teil meldet sich zwar hin und wieder, aber es denkt nicht. 😀

            Im übertragenen Sinne gebe ich Dir aber Recht: Als Mensch sollte man hin und wieder einmal seine Triebe befriedigen können und wollen. Das macht man bei Schlaf, Hunger und Durst ja auch. Da wird nichts kritisches daran gesehen, wenn man schläft, isst oder trinkt. Ein Bedürfnis nach Sex und damit auch nach Nähe ist ja nicht verwerflich. Ja, Du hast Recht: Ein reines Denken aufgrund von materialistischen Dinge hingegen ist verwerflich. 😉

  3. Aus meiner subjektiven erfahren, kann ich nicht sagen, dass frauen sexuell gleich hungrig sind, wie männer. auch was ich durch den job meines vaters, der sexualtherpeut ist, mitbekomme, spricht eine andere sprache. die frauen, die sexuell eher in den männerschlag gehören, waren nach meiner erfahrung durch die bank, nur an alpha männchen interessiert, was evolutionbiologisch auch völlig ins bild passt.

    1. Ich weiß es ja eben nicht. Ich scheine halt nur immer an eine besondere Spezie geraten zu sein. Die waren ja auch tlw. gewalttätig, was ich nicht jeder Frau unterstellen möchte. 😉

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