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Beschneidung:
KiKa – „Schau in meine Welt! – Tahsins Beschneidungsfest“
– eine KRITIK

Dieser Artikel dient nicht der Aufklärung über Beschneidungen. Dies habe ich und viele andere an anderen Stellen bereits vorgenommen. Es geht lediglich um die widerliche Darstellung der Beschneidung durch den KiKa.

 Edit: Die Sendung, um die es geht, gibt es hier und den Webtalk gibt es hier


 

Ich habe mich ja schon im Vorfeld „etwas“ über die Ausstrahlung dieser Sendung geärgert.

Mein Aufruf, KiKa mit Beschwerdemails zu bedenken

und

die (Standard-)Antwort von KiKa auf meine Mail

Nun hat KiKa die Sendung ausgestrahlt. Ich nehme an, dass die Reaktionen im Vergleich zu #Aufschrei eher gering ausgefallen sind. Hier geht es ja nur um die Beschneidung von Jungs und nicht das Wohlbefinden von Frauen. Es ist leider offensichtlich, dass die Belange von Jungs – sowohl psychische als auch körperliche und schulische– nicht gerade von großem Interesse gesegnet sind. Das ist ein ernsthaftes Problem.

Wie dem auch sei. KiKa hat die Sendung nun ausgestrahlt und ich habe mich durch sie durchgequält. Es folgt nun meine – wahrscheinlich sehr emotionale – Kritik, die ich sehr schnell nach der Ausstrahlung verfasst habe.

Zunächst einmal stelle ich fest, dass es KiKa nicht geschafft hat, einen Kinderarzt in ihr Expertenteam zu berufen, der im Internet für Fragen bereit steht. Das „Expertenteam“ besteht aus

Michael Stumpf KiKA, Programmgeschäftsführer
Prof. Dr. Sandra Fleischer  Uni Leipzig, Medienpädagogin
Prof. Dr. Jörg Rüpke Uni Erfurt, Max-Weber-Kolleg, Religionswissenschaftler

Es wurde kurzfristig abgeändert zu:

Michael Stumpf KiKA, Programmgeschäftsführer
Prof. Dr. Sandra Fleischer  Uni Leipzig, Professorin für Kindermedien
Prof. Dr. Jörg Rüpke Uni Erfurt, Max-Weber-Kolleg, Religionswissenschaftler
Dr. med. Jörg Schweiger Krankenhaus „St. Nepomuk“ Erfurt, Chefarzt
Ender Cetin Sehitlik Moschee Berlin, Erziehungswissenschaftler

Die Frage ist nun, was den Programmgeschäftsführer von KiKa zum Experten für Beschneidungen bei Jungs macht.

Die Frage ist nun,  was eine Medienpädagogin zur Expertin für Beschneidungen bei Jungs macht. Diese Medienpädagogin ist an der Universtität Erfurt tätig. Auf der Homepage geht es direkt um „Informationen zur Ringvorlesung „Religion und Politik“ im Wintersemester 2013/14„.

Der blanke Hohn ist dann der Religionswissenschaftler.
War es nicht eine große Religion, die die Welt noch ewig als Scheibe verkauft hat?
Sind es nicht Religionen, die für die viele Tote auf dieser Welt verantwortlich sind?
Geschieht im Namen von Religionen nicht nach wie vor massives Unrecht?
Okay, man kann sich als Religionswissenschaftler auch kritisch mit Religionen auseinandersetzten, was ich aber vorab schon bezweifelt habe, weil hinter der Sendung eine katholische Produktionsfirma steckt.

Der „medizinische Experte“ Dr. Schweiger, Chefarzt der Urologie am Katholischen Krankenhaus St. Nepomuk in Erfurt, der der Expertenrunde hinzugefügt wurde, ist kein spezialisierter Kinderarzt und ist an einem katholischen Krankenhaus („In christlicher Tradition Krankheiten heilen — Leiden lindern“) tätig.

Es ist also festzustellen, dass im s. g. Expertenteam des KiKas ausschließlich religiös motivierte Menschen sitzen. Es ist kein Menschenrechtler, kein persönlich Betroffener oder irgendjemand außerhalb des religiösen Umfeldes in diese Diskussionsrunde eingeladen worden. Dies und eine Zensur, auf die ich später eingehen werde, führte zu keiner Diskussion, sondern einer einseitigen Schilderung der Beschneidung.

Der eigentlich Bericht im Fernsehen zeigte nahezu ausschließlich eine Familie, die sich voller Freude auf die Beschneidung ihrer Söhne vorbereitet hat. Es wurde kein negativer Aspekt geschildert. Die soziale Komponente – Gruppenzwang – wurde positiv beleuchtet. Das Wort „Gruppenzwang“ stammt von mir und nicht aus dem Sendebeitrag.

Zwischen bunten Bildern erzählt eine Stimme aus dem Off, dass die Beschneidung natürlich unter Betäubung durchgeführt wird. Man könnte nun hinterfragen, warum denn bei einem so harmlosen Eingriff eine Betäubung nötig ist. Könnte man. Das wäre aber schon – wie sich später zeigen wird – zu kritisch für den KiKa.

Die Kinder werden nach diesem „harmlosen Eingriff“ damit belohnt, dass sie reich beschenkt werden und im Bett der Eltern schlafen dürfen. Es wird in den schönsten Farben ausgemalt, wie das Fest vorbereitet wird und das Haus geschmückt wird. So geht es die ganze Sendung über. Es wird einzig und allein einmal dadruch unterbrochen, dass gezeigt wird, wie das Kind die Betäubungsspritze unter fragwürdigen hygienischen, nicht sterilen Verhältnissen bekommt. (Dort sollte auch die Beschneidung stattfinden, die nicht gezeigt wird.)

Die Verstümmelung wird als ein Fest zwischen „Beschneidung, Geburtstagen und Hochzeiten„, die ständig im Heimatdorf Tahsins gefeiert werden, beschrieben. Der Junge hat zwar Angst vor der Beschneidung, eine Wahl hat er aber anscheinend nicht. Stattdessen freut es sich, wie es wohl jedes Kind tun würde, auf seine Geschenke. („Ich habe Angst vor der Beschneidung, das Gute aber ist, dass man Geschenke bekommt.“)  Alle anderen sind schon beschnitten, er nicht. Die Beschneidung betrifft in dem Dorf alle Jungs. (Dass es alle Jungs betrifft, macht die Sache nicht besser. Es gab schon viele Dinge, die alle betroffen haben und nicht als positiv zu sehen waren.)

Die Beschneidung wird auch durch einen Kommentar eines Freundes von Tahsin als „Bindeglied zwischen arm und reich“ beschrieben, eben weil es alle trifft. Das alles zeigt aber doch nicht, dass die Beschneidung richtig ist, sondern dass noch viel passieren muss, um die Beschneidung aus der Welt zu schaffen. Es ist auch reines Blendwerk, wenn man das soziale Umfeld anderer Kulturen unterschwellig auf unsere Kultur projizieren will, wie der KiKa es tut.

Während des Berichts fällt der Satz: ‚Die Beschneider sind da. „Für ihre kleine Operation benutzen sie einfach den Wohnzimmertisch.“‚ Diesem Satz muss man nichts mehr hinzufügen.

Die eigentlich OP wird nicht gezeigt. Nach der OP ist alles gut und toll. Es wird das unbeschwerte Leben auf dem Basar gezeigt. Außerdem geht es noch darum, wie Tahsin sich für das Fest schick macht und auf dem Fest tanzt. Keine Spur von der OP. Keine Spur von dem Leid des Heilprozesses usw.

Ich habe die Zusammenfassung stark gekürzt. Zu oberflächlich, bunt, verharmlosend und einseitig war die Darstellung. Es war wie der Titel und die Ankündigung des Beitrags vermuten ließ: Es war die Darstellung eines Festes. Die eigentliche Beschneidung ging völlig unter, was ja auch durchaus gewollt war.

Kommen wir nun zum Webtalk und der Möglichkeit für Kinder nach bzw. während der Ausstrahlung mitzuchatten:

Mein Sohn wurde direkt von der Möglichkeit ausgeschlossen mitzudiskutieren. Seine Registrierung für den Chat wurde unbegründet innerhalb von EINER MINUTE abgelehnt. Als spätere Begründung bekam ich im Chat zum Webtalk „man muss mehrere Tage vorher registriert sein“ mitgeteilt. Das begründet aber noch lange nicht, warum mein Sohn abgelehnt wurde. Ich vermute ja, weil er eine E-Mail-Adresse mit der Domain dieses Blogs verwendet hat. Eine „offizielle Angabe“ von Gründen zur Ablehnung gab es nicht.

kika_abgelehnt

Die Möglichkeit sich also direkt im Chat zu beteiligen, wurde meinem Sohn verweigert. Man gibt mit diesen Möglichkeiten an, verweigert diese aber. Ein jeder kann sich seine Schlüsse selbst daraus ziehen.

Der Webtalk

Gut, der Webralk. Für die Teilnehmer am Chat zum Webtalk war zumindest aufschlussreich, dass es fast ausschließlich Beschneidungsgegner im Chat gab. Bewusst habe ich keinen Chatteilnehmer gesehen, der der Beschneidung gegenüber positiv eingestellt war. Die Fragen die diese Teilnehmer stellten, sollten an die Gesprächsrunde weitergeleitet werden. Ich glaube, es wurden insgesamt drei Fragen weitergeleitet, die sorgsam zuvor ausgewählt wurden und an Harmlosigkeit nicht zu überbieten waren.

Die Fragen der Teilnehmer waren zum größten Teil sehr direkt und haben auch nicht an Fakten gespart. Es wurden Ausdrücke wie „Verstümmelung„, „Orgasmusunfähigkeit“ usw. genannt. Ich habe es mir erlaubt, sämtliche Fragen mitzuloggen. Ich veröffentliche sie hier, auch wenn ich rechtlich nicht geprüft habe, ob ich es darf oder nicht. Meiner Meinung nach überwiegt das öffentliche Interesse rechtlichen Bedenken.

KiKa_Webtalk_log_14019

Auffällig war, dass der Programmgeschäftsführer Herr Stumpf, die Verantwortung für die eigentliche Aufklärung zur Beschneidung ständig auf den Zuschauer abwälzen wollte. Der KiKa zeigt also einen positiven Bericht über die Beschneidung und anschließend dürfen die Eltern die ganze Situation wieder gerade biegen. Er wurde nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass um diese Zeit ja Eltern mit ihren Kindern diese Sendung gemeinsam sehen würden und dann auf ihre Kinder einwirken könnten. Man zeigt also ideologisch zu hinterfragenden Müll und verlässt sich auf die Eltern, die das ganze wieder gerade biegen? Das ist ein Armutszeugnis und dient nur dazu, diese fragwürdige Sendung zu rechtfertigen.

An keiner Stelle wird in dieser Diskussionsrunde – dem Webtalk – die Beschneidung hinterfragt. Sie wird eher u. a. durch den Mediziner verharmlost. Dass es sich eigentlich um eine Menschenrechtsverletzung handelt wird abgestritten.

Herr Stumpf redet sich diesen Beitrag mit „dokumentarischer ansatz, öffentlich-rechtlicher auftrag. wir sollen und wollen kutlturelle vielfalt zeigen“ schön. Kein Satz dazu, dass ein TV-Sender auch einen Auftrag hat, kritisch zu sein. An allen anderen Stellen berichtet der KiKa kritisch – Ägypten, Syrien usw. – nur wenn es um die Beschneidung geht, nicht. Er ist auch überrascht, dass es bereits im Vorfeld schon herbe Kritiken zur Ausstrahlung des Sendung gekommen ist. Nun ja, mag das vielleicht an der Art und Weise der Präsentation gelegen haben?

KiKa hat wohl ca. 600 Mails zu dem Thema erhalten. Diese Zahl ist schon beachtlich.
Es wird betont, wie stolz der KiKa ist, dass die eigentliche Beschneidung nicht gezeigt wird – auch nicht andeutungsweise. Wäre aber genau das nicht nötig gewesen, um Kindern deutlich zu zeigen, dass es eben nicht um Geschenke, sondern eine Verstümmelung geht? Ach ne, sorry. Laut der Teilnehmer des Diskussionsrunde handelt es sich ja nicht um eine Verstümmelung. Ich frage mich allerdings nur, wie sie es sonst bezeichnen, wenn einem Menschen ohne Grund ein Stück vom Körper abgetrennt wird.

Dr. Schweiger sagt ganz explizit, dass es bei Jungen keine Verstümmelung sei, man eine Beschneidung aber nicht mit der Beschneidung bei Mädchen vergleichen dürfe, weil es sich bei Mädchen tatsächlich um eine Verstümmelung handele. Warum aber? Ist das nicht der ewige Fehler, dass die Beschneidung von Jungs so verharmlosend von der Beschneidung bei Mädchen abgekoppelt wird? Es wird von einer Geringfügigkeit des Eingriffs gesprochen.

Weiter kommen die Märchen von der geringeren HIV-Übertragung durch beschnittene Männer –  was ja eben nicht so ist – und die Sache mit der Verursachung von Gebärmutterhalskrebs durch Unbeschnittene ans Licht. Gebärmutterhalskrebs durch Unberschnittene… Dieses Argument ist so lächerlich, weil es zahlenmäßig so absurd ist, das überhaupt als Argument zu nennen. Der gute Herr Doktor scheint bei Alice Schwarzer in die Schule gegangen zu sein.

Dem KiKa ist es nicht zu pervers, die Beschneidung in einem Atemzug mit einer Konfirmation oder einer Kommunion zu nennen. Es wird zwar dazu gesagt, dass man es eigentlich nicht vergleichen soll, tut es in dem Moment aber dennoch.

Abschließend stelle ich fest, dass die Diskussionsrunde eine Alibirunde war, um dem Zuschauer demokratische Beteiligungsmöglichkeiten vorzugaukeln. Es wurde keine kritische Frage aus dem „Erwachsenenchat“ zum Webtalk in der Diskussionsrunde diskutiert. Es kamen lediglich zwei oder drei vorher sorgsam ausgewählt (zensierte!) Fragen zur  Sprache.
Die Besetzung der Runde zeigte, wo es lang gehen sollte: Es sollte in eine religiös motivierte Diskussion gehen, die Menschenrechte vollkommen außer acht lassen sollte.

KiKa hat hier eindeutig gezeigt, wo sein Bildungsauftrag liegt: In der Verletzung von Menschenrechten und der Demokratie. Schlimm nur, dass wir das Alles mit unseren Gebühren finanzieren. Schlimm für alle Kinder, die noch beschnnitten werden. Das kann man nämlich nicht mehr gut machen.

Ender Cetin konnte es sich dann auch nicht nehmen lassen noch auf Rechtsradikalismus hinzuweisen.

Auf Rechtsradikalismus weist man immer hin, wenn die eigenen Argumente nicht reichen. Das tun Feministinnen und anscheinend auch noch religiöse Verfechter der Beschneidung.


 

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28 Gedanken zu „Beschneidung:
KiKa – „Schau in meine Welt! – Tahsins Beschneidungsfest“
– eine KRITIK

  1. Hallo,
    ich habe gerade deinen Mitschnitt von diesen Webtalk durchgelesen – Jetzt kommt der Hammer, meine Beiträge (ich hatte mich auch beteiligt) erscheinen in deinen Mitschnitt überhaupt nicht! Das bedeutet, die haben alle Beiträge im Vorfeld zensiert und die allzu kritischen Fragen für die Leserschaft vorenthalten. Ich habe Screenshots von meinen Beiträgen gemacht, wenn du möchtest kann ich sie dir gerne per mail zukommen lassen.

    1. Ich kann mir – rein theoretisch – vorstellen, dass die den Chat irgendwie „aufgeteilt“ haben. Aber dafür muss ich morgen erstmal Deine Snapshots sichten. Vielleicht haben die tatsächlich einige Dinge per Hand direkt aussortiert.

  2. Kann es sein, dass Ihr den eigentlichen Talk (Livestrean) und die Chat-(Text-)Kommentare verwechselt?

    Die Chat-Kommentare sind hier gesichert: http://pastebin.com/6NyrHiM9
    Der eigentliche „Experten“-Talk war Liveübertragung von der es (soweit mir bekannt) keinen Video-Mitschnitt gibt.

  3. Gehört vielleicht jetzt nicht so ganz hierher, aber angeregt durch die angesprochene Zensur des Webtalks. Offenbar typisch für solche Kreise.

    Hab gerad den erst kürzlichen Vortrag von Kuby gesehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=HzscL5PPkPY

    Bin eigentlich nicht sehr geneigt religiös zu denken, aber die Dame hat in vielen Punkten recht! Und ihre Informationen, die sie anbringt, sind wohl auch sehr ernst zu nehmen und nicht nur religiös eingefärbt.

    Ein weiterer unbehaglicher Gedanke beschleicht mich, wenn ich die heimlich installierte Queschnittsaufgabe „Gendermainstreaming“ der rot-grünen Regierung und das anschliessende Wirken der feministisch-totalitären Ideologin von der Leyen als Familienministerin (http://www.inkultura-online.de/kubyrev.html) sowie die Verfassungsrichterin Baer (http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/susanne-baer-bundesverfassungsgericht/) in diesem Zusammenhang betrachte. Insbesondere, dass diese Person zugleich Mitherausgeberin der feministischen Zeitschrift Streit ist.

    Ein Unding für Verfassungsrichter(innen), dass sie sich an Propaganda-Medien beteiligen!
    Davor war Baer Direktorin des GenderKompetenzZentrums (GKompZ) an der Humboldt Universität Berlin, das bis vom Bundesfamilienministerium vollfinanziert wurde.

    Das klingt nicht nur nach Korruption, das hat bereits eine Charakter, den ich nur aus der Geschichte kennen. Und die involvierten Personen denken sie sind auf der guten Seite – menschenverachtende Verblendung wie wir sie schon kennen, nur in neuen Kleidern. Und wiederum über Missbrauch ehemalig guter Begrifflichkeiten und Werte.

    1. Habe gerade nicht viel Zeit. Habe versucht mit Gabriele Kuby ein Interview zu bekommen. Sie ist wohl sehr beschäftigt.

      Sowohl Frau Kuby als auch Frau Kelle sind tlw. sehr konservativ und im christlichen Glauben verstrickt. Sie sprechen viele Dinge an, die wahr sind und unterstützenswert sind. Auf der anderen Seite haben sie aber auch diksussionswürdige Positionen. In Bezug auf die Genderdebatte haben sie aber in der Hauptsache Recht.
      Der Gendermist ist eine riesige Gefahr für unsere Gesellschaft. Es sei denn, man ist Feministin.

      Ich habe hier im Blog an vielen Stellen an vielen Dingen Kritik geübt. 😉

      Danke für Deinen Beitrag. Solche Beiträge, finde ich sehr gut. Sie tragen etwas zur Diskussion bei.

    1. Wer sollte denn auch noch Kinder haben wollen? Viel zu groß ist doch die Gefahr, dass man „nur“ einen von diesen patriarchalen Bengeln bekommt. 😉
      Sorry, ich werde langsam zynisch. Die Welt wird zu unfreundlich für Kinder.

      Wir sollten uns wehren. 😉

    1. „Wir sollten uns wehren.“

      Ja es ist tatsächlich Zeit. Es nimmt offenbar auch größere Dimensionen an als („nur“) eine Männerbewegung.

      Ich finde diese eigentümliche „Gleichschaltung“, die auch in den Medien zu beobachten ist, unheimlich. Und warum (wie auch in der obigen Diskussion deutlich wird) sind diese Personen derart militant, aggressiv, intolerant … bereit über jede demokratische Rechtsstaatlichkeit hinwegzugehen … etc.? Als ob jemand ein (gender-feministisches) Borg-System errichtet hat. Wie kann das sein? Wieso sind all diese Menschen derart davon beeinflusst?

      Zu sehen war das ja auch in Bezug auf die hier angesprochene Kika Sendung. Es ist diese eigentümliche und harte Ignoranz des (Zwischen-)Menschlichen sowie die beharrliche Verdrehung von Fakten/Realität, die mir mittlerweile tatsächlich Angst macht.

      Dann die Verbindung mit recht dubiosen Gruppen (NGOs) mit wohlklingendem Anliegen und Repräsentanten (Warum sind die dabei?) um die EU herum, die als pseudo-demokratisches Bürokratie-Gebilde (siehe z.B. http://sciencefiles.org/2014/01/10/toleranz-und-ihr-verzerrtes-spiegelbild/) sehr anfällig gegen Einflussnahmen ist. Oder die Rape-Culture bzw. VAWA in den USA. Funktioniert offenbar immer über Gegen-etwas-und-spezifische-Gruppen-Gesetze, die vermeintlich „schützen“ sollen, aber diese dämonisieren bzw. kriminalisieren und den Rechtsstaat über die Umkehrung von In-Dubio-Pro-Reo zur geradezu ideologisch-religiösen Inquisitionsinstanz werden lassen. Hier ist auch der Zusammenhang mit dem Missbrauch von Missbrauch ehemalig guter Begrifflichkeiten und Werten.

      Schenkt man Kuby glauben, hat das offenbar auch der Vatikan im Fadenkreuz.

    2. Und dann alles über Sexualisierung, vor allem offenbar von Kindern zwecks Indoktrination! Das das nicht ok ist springt einem doch geradezu in Gesicht! Wieso sind diese Menschen dafür nicht emotional erreichbar. Das ist doch schon mit dem Instinkt erfassbar.

      1. Ja, der Bildungsplan von Baden Würtemberg läuft einzig und allein über die Sexualisierung der Kinder schon im Kindergarten über gendertheorienahe Gruppen, die eben diese Pläne einbringen.

          1. Karamba. Das liegt nicht wirklich nach einem Sozialstaat. Das klingt nach Totalitarismus. Sollte das stimmen, steuern wir ganz gewaltig auf Dinge zu, die wir alle nicht wollen.

            Mein Sohn ist nächstes Jahr mit Sexualkunde dran. Mal sehen, ob ich da auch aktiv werden muss. Zwischen uns beiden funktioniert das mit der Aufklärung nämlich sehr gut. Wir brauchen keinen Staat, der entscheidet, ob und was mein Sohn zur „Toleranzförderung“ wissen muss.

            Dein Link macht mir Angst.

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