Homosexualität:
Geschechtsumwandlungen im Iran

Vorgestern habe ich mich noch über Transsexuelle in der iranischen Frauenfußball-Nationalmannschaft lustig gemacht.

Heute lese ich, dass Geschlechtsumawandlungen für Schwule der letzte Ausweg seien, einer Verfolgung und Bestrafung zu entgehen:

“Seit Irans Staatsgründer Ayatollah Ruhollah Chomeini vor drei Jahrzehnten in einer Fatwa den chirurgischen Eingriff für vereinbar mit dem Islam erklärte, verzeichnet die Islamische Republik nach Thailand weltweit die meisten Geschlechtsumwandlungen. Wer sich in einem falschen Körper gefangen fühle, dürfe den Körper verändern lassen, um sein Leiden zu lindern, urteilte Chomeini. Fortan galt Transsexualität in der schiitischen Morallehre als heilbare Krankheit, ganz im Gegensatz zur Homosexualität. Sie wird nach wie vor verurteilt als Verbrechen und Gotteslästerung, die mit Auspeitschung oder dem Tod bestraft werden kann.”

(Geschlechtsumwandlung oder Strafe)

Wäre mir dieser Zusammenhang klar gewesen, hätte ich mich nicht darüber lustig gemacht. Es tut mir leid.

Man muss sich das nur einmal vorstellen:
Um seine Sexualität einigermaßen leben zu können, muss man eine Geschlechtsumwandlung durchführen. Zur Sexualität gehören ja nicht nur ein Orgasmus hin und wieder. Man sehnt sich ja auch nach der Nähe des Anderen, nach einem Zusammensein. Ich bin gerade etwas schockiert.

Ich möchte gerne mehr darüber schreiben, aber ich merke, dass ich schreibe, wieder lösche und dass ich es immer fürchterlicher finde. Ich wollte meinen Beitrag von gestern  nur mit neuem Wissen kommentieren.

Ein Gedanke zu „Homosexualität:
Geschechtsumwandlungen im Iran

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