Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
stellt sich vor

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist die Frauenorganisation der SPD. Die ASF hat die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel.

Hierbei geht es der ASF um Begriffe wie „Gender Budgeting„, um der „gerechten Verteilung“ von Steuergeldern. Feministinnen vergessen oftmals, woher die Gelder kommen, die sie so fleißig verteilen.

Gender Budgeting in der Hansestadt Rostock

Was zunächst erst einmal Gender Budgeting überhaupt ist, wird an der Auslassung der ASF in Bezug auf einen Antrag in Rostock deutlich:

Die ASF hat einen Antrag zur Einführung von Gender Budgeting eingebracht. „Wir müssen den Haushalt der Hansestadt darauf hin überprüfen, welche Gelder wo hingehen„, so Kiefert-Demuth. „Anschließend schichten wir sie so um, dass sie gerecht verteilt sind. Ich vermute ein besonderes Ungleichgewicht bei den Sportvereinen. Clubs, die sich vorrangig klassischen Männersportarten widmen, erhalten mehr Geld als Frauenvereine. Auch im Kulturbereich könnte es nicht gerecht zugehen. Aber das werden wir nach einer ausführlichen Analyse des Haushaltes dann sehen.

Beim Gender Budgeting geht es also darum, keine offensichtlichen Ungerechtigkeiten zu beseitigen, sondern zunächst einmal überhaupt erst zu finden. Es wird vermutet, dass es ungerecht zuginge. Ich nehme an, dass es bezüglich der Sportvereine dann so läuft, dass geguckt wird, wieviele Angebote der Verein für Männer und wieviele er für Frauen hat. Keine Berücksichtigung wird dann natürlich finden, welches Geschlecht im Sport engagierter ist und in welchen Bereichen sich die meisten Menschen (ja, auch Männer sind Menschen!) betätigen. Es wird ausschließlich daraufhin überprüft werden, an wen sich die Angebote richten.

Es geht nicht darum, an welcher Stelle das zu verteilende Geld die meisten Menschen erreicht. Es geht darum, dass Frauen Geld „vom Kuchen“ bekommen. Wie sehr Frauen im Sport engagiert sind, lässt sich an der Liste der mitgliederstärksten Sportvereine Deutschlands (ohne Alpenvereine) erkennen. Fußballvereine haben hier offensichtlich die meisten Mitglieder. Wenn ich den ASF richtig deute, sollte es sich bei Fußball um eine vorrangig klassische Männersportart handeln. Es herrscht also ein extremes Übergewicht in Sportvereinen gegenüber den Frauen. Wie eine „gerechte Budgetverteilung“ im Sinne von Frauen aussieht, dürfte bekannt sein. Ein gerechtes Budget interessiert Feministinnen allerdings auch nicht, wenn es um steuerlich finanzierte Gender-Forschungsplätze an Unis oder Gleichstellungsbeauftragte geht. Gleichstellungsbeauftragte können bekanntlich nur Frauen werden. Es ist schon befremdlich, dass es anscheinend immer nur um das Abgreifen von Finanzen geht.

Ich sehe im Gender Budgeting der ASF keinerlei Ansätze eine stärkere Durchmischung  der Sportvereine zu fördern, sondern nur eine Initiative Sportvereinen, die „vorrangig Männersportarten“ anbieten, das Geld zu entziehen, um es Vereinen, die Sport für Frauen anbieten zu geben. Einer große Menge Sportlern soll also das Geld entzogen werden, um es einer entsprechend kleineren Menge Sportlerinnen zu geben. Das ist Gerechtigkeit im Namen der SPD. Das ist Gerechtigkeit im Namen des Feminusmus‘.

Ich frage mich auch immer wieder, warum Feministinnen, wenn es um das Geld geht, verstärkt auf angebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam machen, wo doch Geschlechter angeblich nur sozial konstruiert sind. Wenn dem so ist, fördern diese Untersuchungen nach „vorrangigen klassischen Männersportarten“ eben nicht eine solche „soziale Konstruktion“? Werden die Gräben nicht tiefer, wenn man Sportvereinen das Geld entzieht, um sie weniger frequentierten „Frauensportvereinen“ zu geben? Da kann man sich richtig auf die Wut im Volk – ja, auch gerade am Stammtisch – über diese eigentliche Ungerechtigkeit gegenüber Männern freuen.

Männer geben übrigens auch viel mehr Geld im Bereich des Sports aus. Was u. a. auch höhere Steuereinnahmen zur Folge hat. Wäre es da nicht gerecht, wenn Steuergelder auch weiterhin in etwa zu diesen Teilen in die Sportförderung von „klassischen Männersportarten“ fließen würde?

„Ziel der Veranstaltung ist es auch, dass mehr Frauen Lust bekommen, sich kommunalpolitisch zu engagieren.“

Oh. Frauen sollen gefördert werden, sich politisch mehr zu engagieren. Brauchen sie doch gar nicht. Die wenigen Frauen, die das tun, kommen doch durch die Quote an ihre Posten. Egal ob sie qualifiziert sind oder nicht. Hat jemand gerade Schwesig gerufen? Das verbitte ich mir! 😉

Gerade kürzlich habe ich über die DKP am Frauentag geschrieben. Ich finde ja nicht, dass in Bezug auf den Feminismus große Unterschiede zwischen der DKP und der SPD vorhanden sind. Der gesunde Mensch darf sich jetzt hierüber Gedanken machen. (Es gibt übrigens auch starke Verknüpfungen zwischen Feministinnen der SPD, der Grünen und der Piraten, was auf Twitter sehr deutlich wird.)

Die ASF wäre keine feministische Organisation, wenn sie nicht das Märchen vom Gender Pay Gap erzählen würde:

22 Prozent weniger Entgelt als Männer im Durchschnitt – das ist die Realität für Frauen in Deutschland. Damit ist die Entgeltlücke hierzulande größer als in den meisten EU-Ländern. Auch wenn Frauen genauso viel und genauso gut arbeiten wie ihre männlichen Kollegen, ist ihr Entgelt deutlich geringer. Das muss sich ändern!

Ich persönlich finde ja, dass man sich mit solchen Aussagen politisch selbst disqualifiziert, weil es ja nicht den Wahrheiten entspricht. Schlau lesen kann man sich über Lohnungerechtigkeit z. B. hier.

Die deutsche Rechtschreibung ist den Damen auch egal; denn es heißt ja bekanntlich „Frauen*kampftag“ und nicht „Frauenkampftag„. Kampftag ist sowieso ein eher patriarchaischer Begriff oder? 😉

Was aber auffällig ist: Frauen basteln sich ihre Welt. Es ist bekannt, dass die Mitgliederzahlen mit steigender Durchsetzung feministischer Ideen stark gesunken sind. Dasselbe gilt für die Wahlergebnisse. Beim ASF feiert man die Frauen allerdings treibende Kraft hinter der SPD. (Wenn ich hier von Frauen sprecche, meine ich die feministischen Frauen der SPD.)

150 Jahre SPD – Nur mit Frauen erfolgreich – Frauentagswochenende in Leipzig

Ein wenig Bewusstsein für die Realität würde mancher „Genossin“ ganz gut tun. Dies betrifft die Wahrnehmung der eigenen Leistungen, die Wahrnehmung von der Verteilung von Gewalt in der Gesellschaft (Ja, es gibt tatsächlich Gewalt durch Frauen gegen Männer!), Gender Pay Gap und jetzt auch das „Gender Budgeting“.

Die ASF hat sich hier also als „wertvolle Organisation“ der SPD dargestellt und  zeigt wieder einmal die Wählbarkeit der SPD. Die ist ungefähr genauso hoch wie die Wählbarkeit der Grünen und der – hat hier schon wieder einer reingerufen? Die DKP ist ein krasses Beispiel! Piraten? Noch krasser! – … …wie dem auch sei, die ASF hat ihre Männerfeindlichkeit auf ihrer eigenen Webseite offenbart.

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8 Gedanken zu „Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
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  1. Die machen immer weiter und wenn das dann logisch widerlegt wird, kommen Dunkelziffern ins Spiel, die Frauen wollen eigentlich werden aber durch die Anwesenheit der Männer unterdrückt. Die Genderisten haben halt ein Interesse an einer Diskriminierung der Frau, ansonsten werden die ihren Job los. Daher immer weiter Unterschiede finden und in die Schablone der Frauendiskriminierung pressen.

    1. Was ich ja hier im ersten zitierten Absatz total auffällig finde:

      Es wird nach Benachteiligungen gesucht, damit Geld in die Kassen der Feministinnen fließt. Das ist pervers.

      Du hast Recht, dass es von Interesse für die Feministinnen ist, ständig neue Diskriminierungen zu finden. Gibt es keine, werden sie halt gemacht. Gibt es eine Diskriminierung der Männer, lässt man sie durch großes Gezeter verschwinden.

  2. Geld ist ein knappes Gut. Daher haben Sportvereine nicht selten Schwierigkeiten sich ausreichend zu kapitalisieren. Das trifft aber vor allem Sportarten die eher ein Schattendasein fristen.

    Was sind den typische Frauensportarten? Synchronschwimmen? Nordic Walking? Rhythmische Sportgymnastik?

    Werden die Gelder nicht hauptsächlich nach aktiven Mitgliedern verteilt? Wäre es also eine Lösung wenn Frauen sich verstärkt ihren bevorzugten Sportarten widmen würden als sich für eine Fat-acceptance-Bewegung zu engagieren?

    1. Du machst Dir jetzt als Mann darüber Gedanken, wie man das Geld gerecht verteilen kann? *rofl* Da bin ich ja mal gespannt, wie lange es dauert, bis eine Frau kommt und irgendeine Ungerechtigkeit und Benachteiligung findet…

      Wie man nachlesen kann, ist es doch die Aufgabe des ASF Ungerechtigkeiten aufzuspüren und Gelder umzuverteilen. 😀

      Sorry, aber ich kann dieses feministische Volk in ihren Sorgen nicht mehr ernst nehmen. Ernst nehme ich allerdings die Bedrohung für die Gesellschaft, die durch sie ausgeht.

        1. Die Frage stellt sich hier doch gar nicht.

          Da müsste man sehr viele Aspekte berücksichtigen. Da ich kein Sportler bin, wäre das aber wohl eine faire Angelegenheit, wenn ich etwas zu sagen hätte. Aber wie gesagt: Irgendwann käme eine Feministin und würde irgendwas ungerecht finden. Daher bin ich froh, dass ich mich da nicht weiter ärgern muss.

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