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Feministen sind auch nur Dominas.

Edit: Nach berechtigter Kritik in den Kommentaren: Ich wollte die Wahrnehmung von Dominas keineswegs untergraben. Dominas haben eine sehr wichtige soziale Funktion! Das kann man vom heutigen Feminismus nicht behaupten. Es war daher recht unbedacht beide so in einen Zusammenhang zu stellen. Ich hoffe, es wird dennoch klar, was ich meine, ohne Dominas Unrecht tun zu wollen. Ein <3 für Dominas! 😉

Wie komme ich drauf? Ich habe auf Gxxxxxx einen Link auf einen Text von meiner „Lieblingsfeministin“ Jasna Strick und einem ihrer Haus- und Hofhündchen zum Thema „Feministinnen und ihre Allies“ gefunden. Aber so wirklich habe ich den Link über den Text „Wie Anne Wizorek und ihre Freunde einmal einen schlechten, schlechten Menschen aus mir machten“ gefunden…
(Anne Wizorek hat es leider nicht zur Lieblingsfeministin geschafft: Dafür bedarf es einen Vortrag wie diesen hier.)

Der Text „What about the Allies? – Welche Art Unterstützung wünschen sich Feministinnen?„zeigt einiges auf. Während Arne Hoffmann zusammenfassend erklärt, dass er zuletzt ähnliche Dinge in der Literatur aus dem SM-Bereich (Handbuch für Sklaven) gelesen hat, kann ich mir jetzt leisten, ein wenig näher auf diesen lieblichen Text einzugehen. Ich befürchte allerdings, dass Arne Hoffmann den Text schon perfekt zusammengefasst hat.

Dennoch sind einige Dinge sehr auffällig und mögen vielleicht den einem oder anderen zu denken geben. Zunächst erstmal kurz als Erklärung, was „Allies“ überhaupt sind. In manchen Kreisen werden sie auch lila Pudel genannt. „Allies“ sind einfach Männer, die feministischen Ideen anhängen und Feministinnen bei der Durchsetzung ihrer Ideen  helfen wollen. Lila Pudel sind Feministinnen aber wohl etwas zu eigenständig und äußern ihre „Gedanken“ und „Schlüsse“ auch eben so: eigenständig. Wir werden im folgenden sehen, was sich so manche Feministin unter einem „guten Allie“ vorstellt.

Zunächst geht es im Text einmal darum, wie die Einstellung von Feministinnen gegenüber Allies überhaupt ist:

„Viele Feministinnen sind zu recht skeptisch gegenüber denen geworden, die sich selbst großzügig als Allies stilisieren, von deren Taten allerorten zu hören, aber so gar nichts zu sehen ist.“

Aha. Viele Allies sind also anmaßend, wenn sie sich als Allies bezeichnen. Sich „großzügig als Allies stilisieren“ – Stilisieren ist zunächst einmal eine Abstraktion von etwas. Abstraktionen sind zu meist Vereinfachungen auf ein Grundgerüst einer Sache. Wenn sich jemand „großzügig stilisiert“ ist er dann grundsätzlich erst einmal weniger als dass, als was er sich stilisiert? Ist er also insgesamt weniger als diese Abstraktion? Man kann Jasna Strick durchaus zugestehen, dass sie diesen Ausdruck mit voller Absichte gewählt hat. Sie studiert Germanistik und arbeitet gerade an ihrer Masterarbeit.

Großzügig – es ist dementsprechend etwas Erstrebenswertes, Tolles ein Allie zu sein. Hier wird dann noch darauf kritisch hingewiesen, dass von den Taten vieler Allies nichts zu sehen ist. Hier wird der Grundstein für einen Widerspruch gelegt, der sich später ergibt.

„Allies sind in erster Linie unterstützende Menschen, die nicht selbst von der Diskriminierung betroffen sind, gegen die sie sich stellen wollen.“

Schön. Was hier auf den zweiten Blick ersichtlich ist: Von Diskriminierung sind sowieso immer und ausschließlich nur Frauen betroffen. Während hier immer noch von aktiven Rolle des „Allies“ gesprochen wird, wird später deutlich, was sich die Feministin Jasna Strick unter dieser „aktiven Rolle“ des Unterstützens so vorstellt.

„Allies sind auch nicht zwingend Menschen, mit denen eine Feministin befreundet ist und nur weil du dich wie ein Ally verhältst, heißt das nicht, dass dir von deinem Handeln Vorteile bei Feministinnen entstehen. Ally solltest du aus Überzeugung sein und nicht nur, wenn sich eine Feministin in der Nähe befindet und dir dafür „Kekse“ geben kann.“

Hier wird die erste Wertschätzung deutlich: Allies sind nicht unbedingt Freunde von Feministinnen, müssen auch nicht unbedingt die Freundschaft einer Feministin durch das eigene Verhalten erlangen können und ganz am Ende wird der Wert eines Allys deutlich: Er bekommt keine Leckerchen wie ein Hund, für ihn sind „Kekse“ vorgesehen und die bekommt er auch nicht immer. Nettes Menschenbild. Die Feministin als Mensch und der Ally als tierähnliches Geschöpf, das es auf eine Art von Leckerchen abgesehen hat. Selbst auf diese Leckerchen soll er verzichten und soll ganz aus Überzeugung zum Feminismus stehen und Untertan sein.

„Feministinnen sind 24 Stunden am Tag Feministinnen. Feminismus ist eine Haltung und die lässt sich nicht abschalten, Diskriminierung noch weniger. Frauen sind an vielen Stellen des Lebens Belästigung und Sexismus ausgeliefert, haben schlechte Erfahrungen mit Übergriffigkeit gemacht und gelernt, immer wachsam zu sein. Diejenigen, die sich zusätzlich zum täglichen Kampf im Alltag auch politisch gegen das Patriarchat stellen, müssen sich allerorten erklären und ernten dafür vielfach Spott und Beleidigungen.“

Ja, die Feministin hat es schon schwer. Gerade auch Jasna Strick, die mit immer wieder demselben schlecht recherchierten Vortrag durch die Landen  zieht, um Vorträge zu halten. Feministinnen auf die Stellen im Bereich der Gleichstellung, der Genderforschung usw. warten. Feministinnen, die wie Frau Schwesig von gläsernen Decken faseln, obwohl sie selbst eben Opfer dieser gläsernen Decken geworden sind, indem Männer sie zu einer beispiellosen Karierre gezwungen haben.

Ja, es muss ein harter täglicher Kampf im Untergrund sein. Jeden Tag diese fürchterliche Belästigung und dieser fürchterliche Sexismus… Übergriffe…! Sie müssen den ganzen Tag wachsam sein! Das sollten sie mal sein, bevor sie ihre „Gedanken“ äußern. Dieser ganze #Aufschrei-Mist betrifft anscheinend nur so besonders attraktive Exemplare wie Jasna Strick. (links außen) Man möge mir diese oberflächliche Art verzeihen. Sie spricht aber von alltäglicher Belästigung und ich will nur verdeutlichen, wie schlimm es die Frauen in unserer Gesellschaft haben müssen, wenn schon… Egal, das ist jetzt unfair und fies.fitness-girl

Sie haben einen „täglichen Kampf“ und führen einen aussichtslosen Kampf gegen das Patriarchat. Aussichtslos deshalb, weil es ein Kampf gegen Windmühlen ist. Ganz wie Don Quichote wird gegen etwas gekämpft, dass es in dieser Form gar nicht gibt. Gäbe es ein Patriarchat hätten wir wohl kaum so viele unnötige Stellen wie im Gleichstellungsbereich. Gäbe es ein Patriarchat hätten wir auch kaum eine so ausgeprägte Genderforschung in Deutschland, wie wir sie haben. Diese Genderforschung geht zu lasten richtiger Forschung. An anderen Stellen werden Stellen gekürzt, was es in der Genderforschung nicht gibt. Es werden also Stellen gekürzt – z. B. in der Geologie, Paläontologie – oder aber frauenfreundlich umgewandelt, damit Studiengänge, wie der der Informatik, attraktiver für Frauen werden.

Einstellungstests werden für Frauen einfacher gestaltet, damit auch ja Frauen jeden Job machen können. Gerade im Bereich der Feuerwehr und der Polizei sind solche Dinge allerdings gefährlich für das Volk. Also sehen wir lieber zu, dass ein paar wenige Frauen nichts wegen einer angeblichen ungerechten Behandlung zu heulen haben, als dass wir Feuerwehrzüge sinnvoll besetzen können. Frauen sind körperlich nun einmal schwächer. Hauptsache aber, Frau Strick hat bei allen sexistischen Vorteilen gegenüber dem Mann einen täglichen Kampf zu kämpfen. Schon klar. Sie sollte mal in den Schuhen eines alleinerziehenden Vaters wandeln, der auf Jobsuche ist. Oder in den Schuhen eines Vaters, der allein um das Besuchsrecht für sein eigenes Kind kämpfen muss. Dann wüsste sie, was ein Kampf ist. Manche Väter kämpfen bis zu ihrem Tod.

Der Text ist eine wahre Fundgrube:

„Als Feministin wünschst du dir hin und wieder, dass nicht die ganze Welt feindlich ist. Dass du ab und zu Aufgaben abgeben kannst an Leute, die weniger ausgebrannt sind als du selbst und deine (weibliche) feminist bubble.“

Die ganze Welt ist feindlich. Grausam. Was sollen da wohl schwule Männer sagen, die weltweit tlw. um ihr Leben fürchten müssen? Oder o. g. Väter? Oder die Männer die Jahre vor der Frau sterben? Oder wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls? Oder wegen der schlechteren medizinischen Versorgung? Es ist schon tragisch, dass Frauen mittlerweile ohne Probleme Jobs bekommen, weil Headhunter fast ausschließlich Frauen suchen… Es ist tragisch, dass Mädchen schon in den Kitas und der Grundschule so bevorzugt werden oder weniger von der Jugendarbeitslosigkeit betroffen sind. Ja, Feministinnen haben es schwer. Wenn ich z. B. in der Politik Karierre machen wollte, würde ich mich jetzt ärgern, dass ich keine Frau bin.

„Einfach mal auf einer Party sein, auf der nicht immer du die Spielverderberin bist, die auf sexistische Witze hinweist.“

Immerhin: Sie merkt es! Sie merkt, dass sie eine Spielverderberin ist! Witze dürfen im übrigen auch sexistisch sein – deswegen heißen sie Witze. So ist es aber: Feminismus und Humor passen genauso zusammen wie „Stehend-Pinkler“ und Feministinnen.

„Der Typ, mit dem du dich an der Bar unterhälst, glaubt nicht, dass dein Lächeln ein Zeichen dafür ist, dass du generell auf Männer und im Besonderen auf ihn stehst. Männer erklären dir nicht mehr ungefragt Dinge, die du eh weißt oder nie wissen wolltest.“

Jetzt braucht sie endgültig Unterstützung im sozialen Leben. Sie maßt sich an, „Typen“ zu durchschauen. Typen klingt nebenbei bemerkt auch etwas herablassend, aber gut. Als ich noch unterwegs war, war es irgendwie normal, dass es an der Theke um die Anbahnung zwischenmenschlicher Kontakte ging. Da war es normal, dass es tlw. darauf hinauslief, dass sich etwas „ergibt“. Meine Freunde, Bekannten, Nachbarn, Landsleute usw. hatten aber alle das gewisse Feingefühl zu merken, wenn eine Frau keinen Bock drauf hatte. Diese Fähigkeit lies zwar mit steigendem Alkoholpegel nach, die Unwilligkeit der Frau allerdings auch… Jasna Strick… …wenn Du Dich nett unterhalten willst, geh in die Mensa. An der Theke wird oft geflirtet. Ehrlich. Das ist auch nicht frauenfeindlich gemeint. Ihr seid Teil des Spiels. Das hat nichts mit Diskrimnierung oder Sexismus zu tun.

Man möge  uns bösen Männern verzeihen, dass wir gerne Dinge erklären, mit denen wir uns auskennen. Das tun wir aber bei beiden Geschlechtern. Da ist auch nicht wirklich ein Sexismus hinter zu vermuten. Viel eher könnte man einmal auf die Idee kommen, dass es nett gemeint ist, wenn man etwas erklärt bekommt. Wissen ist ein Gut, dass man sich erarbeiten muss. Teilweise ist es richtig harte Arbeit. Es ist dann nett, wenn man dieses Wissen teilt.

Und woher zur Hölle sollen wir Männer wissen, was das verwöhnte Feministenweib, das unglücklicherweise vor uns steht, schon weiß oder nicht? Wir sehen zunächst einmal einen Menschen in Gestalt einer Frau und wollen nett und freundlich unser Wissen teilen. Das ist jetzt verwerflich? Dann sollten wir einmal damit anfangen und Frauen nur noch Wissen vermitteln, wenn sie sich bei uns zu Kursen anmelden. #Aufschrei! Wie man es macht: Man macht es falsch.

„Ein Ally fällt nicht einfach vom Himmel und deswegen ist es ganz normal, Dinge nicht zu wissen. Wichtig ist immer die Selbstreflektion des eigenen Handelns und der eigenen männlichen Privilegien. Sei dir also auch deines Nichtwissens bewusst und halte dich nicht für unanfechtbar. Nimm Kritik an deinem Verhalten ernst, aber nicht persönlich. Wir alle machen Fehler, wichtig ist, daraus zu lernen, das Handeln zu reflektieren und sich weiterzuentwickeln.“

So, Du liebes Ally-Hündchen, nimm es hin, wenn Du mit Deinem dürftigen Wissen und Deiner dürftigen Einstellung noch nicht ganz so weit, wie die feministische Obermutter ist. Das Lernen und das Weiterentwickeln geschieht natürlich nur unter der Aufsicht der Feministin. Ich wage es allerdings zu bezweifeln, dass es sich um ein „Weiterentwickeln“ handelt. Viele Dinge, die der Feminismus fordert und schon durchgesetzt hat, sind Rückschritte in Richtung Mittelalter. Da ist nichts mit „weiter“, sondern eher mit „zurück“.

„Sprich immer aus deiner Position heraus und spreche Frauen ihre Erfahrungen mit Sexismus, Street Harrasment etc. nicht ab. Sei dir bewusst, dass gerade Feministinnen unter Dauerfeuer stehen und dir deshalb nicht immer die Hand halten und alles hundertfach erklären können. Wenn du bei feministischen Dingen nicht weiter weißt, rede mit einem anderen Ally darüber oder schnapp dir ein Buch.“

Junge: Definitionsmacht! Man darf nicht hinterfragen, ob der Quatsch, den die Tante da gerade erzählt, wirklicher Sexismus ist! Allein die Frau darf nach gutdünken entscheiden, was Sexismus usw. ist! Da hast Du gar nichts objektiv oder kritisch zu hinterfragen! Du bist außerdem ein Ally! Jetzt fang auch bloß nicht noch an und frage bei den Feministinnen nach! Dafür gibt es andere Allys, die alle schon Bücher gelesen haben. Bücher lesen, das darfst Du auch! Wage es aber nie und frage eine Feministin. Da finde ich es doch angenehmer, wenn ich auch ungefragt etwas erklärt bekomme. Das scheint aber wohl eine rein männliche Eigenschaft zu sein. Das habe ich jetzt geschlussfolgert.

„Vergiss nicht, um wen es hier geht und mache Frauen sichtbar (das fängt z.B. bei Verlinkungen in Blogeinträgen an). Biete Frauen Freiräume, in denen sie sich entfalten können und respektiere. dass diese Freiräume auch mal nur für FLTI* reserviert sind. Achte online und offline auf dein Redeverhalten: Hast du in einem Gespräch viele Redeanteile, die besonders lang sind? Verhälst du dich dominant?“

Puh. Die letzten beiden Zitate zeigen deutlich, welche „aktive Rolle“ Feministinnen Allies zugedenken: Gar keine. Kommt man überhaupt dazu irgendwas zu sagen, wenn man die Dinge, die man sagen will erst einmal überprüft, ob die Dinge nicht „zu lang“ sind? Was ist „zu lang“? Für manche männerhassende Feministin ist jeder gesprochene Buchstabe eines Mannes zu lang. Was ist „dominant“? Zeugt der gesamte Text von Jasna Strick nicht von einer gewünschten Dominanz? Zeigt es nicht, dass Feministinnen einen Hang zur Dominanz haben? Außerdem ist es völlig arrogant wirre Buchstabengruppen in einen Text zu plazieren, von denen niemand weiß, was sie bedeuten. „FLTI*“ – ich dachte zuerst „*“ sollte eine Fußnote bedeuten. Es hat aber bestimmt wieder etwas mit Trans- und Intersexualität zu tun.

Mit diesem Absatz erteilt die gute Frau Strick ihren Allies ein de facto Redeverbot. Männer erdulden übrigens lange Redephasen von Frauen. Das müssen wir mittlerweile sogar recht häufig, weil das Rederecht von Frauen mittlerweile nicht mehr gleichberechtigt der Reihenfolge nach erteilt wird, sondern nach Geschlecht. Da muss man schon tlw. einige lange Reden gefüllt mit fülligen Füllwörtern ertragen. Feministinnen sind da aber weiter. Sie haben die Defninitionsmacht auch für „lange Redeinhalte“ und „dominante Redeanteile“. Feministinnen üben sich darin, andere direkt völlig mundtot zu machen. Nazivorwürfe an jeder Stelle, Spamblocking auf Twitter usw.

Könnten Frauen aufgrund deiner Redensweise keine Lust mehr haben, sich am Gespräch zu beteiligen? Bei manchen Themen ist es wichtig, auch mal den Mund zu halten. Es gibt Felder, die nur von Betroffenen besprochen werden sollten.

Da ist es wieder. Irgendeine Frau hat schon keine Lust sich am Gespräch zu beteiligen, nur weil sie meine Fresse erdulden muss. Das schiebt sie dann auf meine Redensweise und zack: Schon muss ich mit meiner Hackfresse die Klappe halte.

Es gibt Felder, die nur von Betroffenen besprochen werden sollten.DAS muss sie aber eigentlich erklären. Das trifft in keinem Fall zu. Es sollte immer jemand dabei sein, der sich objektiv eine Meinung bilden kann. Gut, das wird aber schließlich durch die Definitionsmacht völlig über Bord geworfen. Das ist das gleiche, wenn man in Frage stellt, warum Politiker sich im Bundestag ihre eienen Gehälter festlegen können. Die werden aber wenigstens noch ansatzweise von der Öffentlichkeit kritisiert. Eine Kritik ist bei Feministinnen ja nicht gestattet.

„Wenn du Street Harassment beobachtest, ist deine Zivilcourage gefragt. Sei dir aber bewusst, dass die Frau sich gerade vermutlich in einer unangenehmen Lage befindet, und vielleicht verängstigt ist. Auch hier ist das Anbieten von Hilfe und ggf. das Vertreiben der*des Angreifers die richtige Wahl.“

Mal wieder: Der Täter ist immer mindestens ein Mann. …und immer unterwürfig fragen! Erst fragen, dann helfen! Wenn Gefahr im Verzug ist, darfste schon unter Einsatz Deiner Gesundheit helfen, aber danach: Unterwürfig fragen!

Ihr kennt die Forderungen, dass Männer nachts die Straßenseite wechseln sollen, wenn sie hinter einer Frau hergehen? Jasna Strick wäre nicht meine „Lieblingsfeministin“, wenn sie dieser Forderung nicht auch auf dem Schirm hätte:

„Auch wenn du das Gefühl von Bedrohung vermutlich selbst kaum nachvollziehen kannst, ist es als mitdenkender Ally z.B. sinnvoll, nachts die Straßenseite zu wechseln, statt hinter einer Frau herzugehen.“

Gibt es irgendeinen Grund, dies tun zu wollen? Der Mann wird ständig und immer dämonisiert. Durch solche Forderungen entstehen doch erst Ängste. Das hat alles was von „Schwarze müssen hinten sitzen“ oder Bänke auf denen man nur mit einer gewissen Hautfarbe sitzen darf. Jetzt sind es Straßenseiten, die ausschließlich von Frauen benutzt werden dürfen. Merken die eigentlich noch, wie faschistisch die sind?

So, jetzt ist der Punkt erreicht, an dem meine ganze Energie hoffnungslos erschöpft ist. Männer sind menschliche Wesen, liebe Frau Strick. Dein gesamter Text geht darum, Allies viele Rechte abzusprechen. Wie sehen die Forderungen dann gegenüber ganz normalen Männern aus? Ich will es gar nicht wissen.

Der Text von Jasna Strick ist auf eine ganz fiese Art faschistisch. Ich glaube, anhand ihres Artikels wird deutlich, dass sich eigentlich Feministinnen eine gewisse Dominanz über Männer für sich wünschen. Es ist schon merkwürdig, dass von den Bestrebungen nach Gleichberechtigung mittlerweile nur der Hang zur Dominanz übrig geblieben ist. Das sehe ich in der Männerbewegung ganz anders. Auch hier fällt sehr oft der Begriff „Gleichberechtigung“. Diesen habe ich Jasna Stricks Artikel überhaupt nicht vorgefunden und das ist bedenklich und symptomatisch.

Gruß, Kuss, Schluss.

 

86 Gedanken zu „Feministen sind auch nur Dominas.

  1. „Man darf nicht hinterfragen, ob der Quatsch, den die Tante da gerade erzählt, wirklicher Sexismus ist! Allein die Frau darf nach gutdünken entscheiden, was Sexismus usw. ist! Da hast Du gar nichts objektiv oder kritisch zu hinterfragen!“

    Ja, wenn es danach geht, braucht man vor Gericht keine Anwälte und Richter mehr, nur noch einen Sachbearbeiter, der die Höhe des Strafmaßes festlegt. Unschuldsvermutung ist halt „Rotz“. ^^ Das ist eine so krude Haltung, dass ich einfach kaum Worte finde dafür. Wieso kann man die Infragestellung, ob etwas wirklich Sexismus ist, so fürchten? Wieso ist es so ein Skandal, wenn es am Ende heißen würde, „Mädel, solch einen Kommentar musst Du auch einfach mal aushalten“? Und wieso fragen sich manche, vielleicht ruhigere Gemüter*Innen nicht mal, ob nicht einige „Feministinnen“ in Wirklichkeit extrem überempfindlich und darum psychisch vielleicht nicht ganz stabil sind? Womit ich ernste Belästigung und Gewalt damit nicht wegreden will, gibt es. Aber Brüderles Dirndl-Kommentar ist kein echtes Problem, never! Man kann ja mal versuchen, einer Frau in Saudi Arabien zu erklären, warum ein solcher Kommentar gegen Frauenrechte verstößt ^^

    Und wenn man diesen Unsinn konsequent umsetzt, kommt so etwas bei raus:
    https://storify.com/D4M10N/conversation-with-papierhache-sexyisntsexist-eliza

    (Habe ich bei Erzaehlmirnix gefunden)

    1. Aus dem Link:

      How can a rational person be triggered by stuff I’ve not said but things the reader themselves implied?

      Hab ich das richtig verstanden? Leute werden durch das was sie anderen Leute unterstellen, was diese aber nicht gesagt haben, getriggert?

      OMG! Was hab ich alles bloß schon für schlechte Dinge getan, ohne das ich sie wirklich getan hab?

      1. Genau darüber wollte ich auch schon mit Dir drüber sprechen.

        Das war völlig daneben, was Du letzte Woche weder geschrieben noch gesagt hast! Völlig daneben! So wird das nichts. 😀

        Ja, deswegen habe ich nach dem Hirn gefragt. Ich habe gerade auch mal wieder den Clip „Brainwash – The Gender Equality Paradox“ gesehen. Das ist so krass, wie diese Genderquatschköppe die Realität ausblenden. Die verdienen Geld mit diesem Müll… Erinnert mich irgendwie vom Niveau her an Kreationismus.

        http://www.youtube.com/watch?v=tiJVJ5QRRUE

      2. „Hab ich das richtig verstanden? Leute werden durch das was sie anderen Leute unterstellen, was diese aber nicht gesagt haben, getriggert?“

        Das klingt wie typischer psychotisch-narzisstischer Borderlinekram. Er kann sehr gefährlich und gewalttätig werden, vor allem wenn die Umgebung lynchartig darauf einsteigt. Feminismus hat für mich daher auch etwas mit in diesem Sinne indviduell und kollektivistisch bösartig Gestörten zu tun. Eine Art Sociopathy-gone-Politics. Eigentlich doch immer so bei individuellen und kollektivistischen Störungen, die psychopatische Entmenschlichungen als bequemen psychischen wie auch „sozialen“ Ausweg der dies betreibenden Individuen beinhalten. So wohl auch die in unserer Historie. Sexismus, Rassismus, etc. kommt alles aus dieser gleichen Ecke. Erstaunlich oder gar nicht so erstaunlich ist, dass durch die sozial erlaubte Entgrenzung und Übergriffigkeit („ban Bossy“) gegenüber anderen bei Frauen genau dies im „weiblichen Format“ hervorgerufen wird.

        Alle die sich in so etwas ergehen sind allerdings zu hundertprozentig dafür verantwortlich, da es wohl aus einem Bequemlichkeit-Selbstsucht/Gier-Gemisch mit externalisierter und gezielter Projektion jeglichem eigenem für andere schadhaftem Verhalten und dann immer zu Tätern mutierenden davon dann Betroffenen beruht – eben Borderline-artig und menschlich von unfassbarer Bösartigkeit.

        Wizorek und Co. erzeugen Brechreiz bei mir. Es ist menschlich von kaum noch zu überbietender Häßlichkeit.

        Rant end:)

  2. Deinen Link muss ich mir nachher mal in Ruhe antun.

    Ja, es ist entsetzlich, was die für einen undemokratischen Dreck von sich geben dürfen. Hauptsache aber immer kritische Stimmen in die Naziecke schieben… Es ist zum Kotzen.

  3. Ist es.
    Und irgendwie kindlich. Zumindest seit ich Vater bin, habe ich diesen Vergleich oft gezogen. Auch Kinder verabsolutieren ihre Weltsich in einem gewissen Alter ohne Wenn und Aber. Und auch sie blocken jede Verhandlung ab. Erwachsene sollten aber in der Lage sein, sich durch die Brille Anderer zu sehen, was ja auch Überdramatisierungen abbauen helfen kann. Dazu sind Gespräche oft sehr nützlich. Aber diese Sorte Feminismus kennt Missverständnisse gar nicht! Die gibt es nicht. Sie wissen immer schon ganz genau, dass jedes von ihnen als falsch eingestufte Wort auch böse gemeint war. Ich glaube, da hilft nur noch der Rückzug in die Vaterrolle und eine entsprechende Behandlung solcher Leute wie Kinder… Klingt doof, aber Argumente werden wohl keine Wirkung zeigen.

    1. Das blöde ist ja, dass sich solche Sichtweisen in die Parteien eingefressen haben und mittlerweile die Politik in die feministische Richtung geht.

      Ich merke es selbst, dass ich mich gar nicht traue, in meiner Partei Männerrechte anzusprechen.

    1. Ich hatte mich auch kurz vor dem allgemeinen Hype über die Piraten schlau gemacht.

      Ich habe mich aber dann für eine sozialere Partei entschieden. Leider ist alles so Feminismus verseucht. Will man heute etwas in einer Partei reißen, sollte man besser eine Frau sein. Es sei denn, man ist bei der AfD oder der CDU. 😉

        1. Das macht sie aber für mich leider immer nicht nicht wählbarer. Das Zeichen, das man damit setzen würde, wenn man diese Parteien aus diesem Grund wählt, würde aber nicht erkannt werden. Falls doch: Es würde ignoriert werden. 🙁

    1. Ich fühle mich gerade durch Deine „*“ in meinem Sprachempfinden diskriminiert. 😛

      Boah… Der Titel… Das war Ende der 90er mal ein Hit…

      …*denk*… …*denk*…

      Ich gehe mal zum CD-Regal – ja, ich habe sowas noch… 😀 Ich habe sogar noch Schallplatten

      The Cranberries – Zombie?

      Nachdem ich jetzt Deinen Artikel ansatzweise gelesen habe, verstehe ich auch Deine „*“. 😀 😀 😀
      Dein Text ist anstrengend zu lesen. Aber voll ins Schwarze. In meinem nächsten nicht-Urlaubsland sagt man: „Job well done!“ 😉

      Ich nehme Dich mal in meinen Rock’n’Blogroll auf. 😀

  4. ich hab auch noch schallplatten (und auch einen plattenspieler!) und ich bin gefühlte 30 jahre jünger als du 😛
    ja, ich hab mir die sternchen angewöhnt. um leute zu ärgern, aber auch, weil es offenbar menschen gibt, die sich tatsächlich ausgegrenzt fühlen, wenn es nicht da ist. und eigentlich habe ich ja kein problem mit der geschlechtlichen vielfalt der leute. sondern mit den menschen, die meinen, sie wüssten, was am besten für diese menschen ist. ich habe mich noch nie diskriminiert gefühlt, wenn jemand nicht ‚..innen‘ geschrieben hat. aber da es einigen leuten wichtig ist, schreibe ich es. tut ja tatsächlich niemandem weh..

    aye, sind die cranberries. jeder meiner einträge hat ein musiktextzitat 🙂 anstrengend zu lesen also..pff. naja, er bezieht sich in weiten teilen auf vorangegangene texte. selten steht ein text komplett alleine. trotzdem danke für’s aufnehmen. du bist bei mir auch dabei 🙂

    1. äh… Mooooment… Fräulein! 😀 😀 😀

      Gefühlt… Von wem? Ich fühle mich wie ein junges Bambi! 😉

      Mir tun die Sterne weh. Ehrlich. Ich habe während meiner letzten Meditation mit Herrn Goethe darüber gesprochen. Er hat mich bestätigt. 😉

      So viel habe ich mich bei Dir noch nicht herumgetrieben, dass ich das gerafft hätte. Ich war ja schon stolz, dass ich das dann doch mit den Cranberries gerafft habe.

      Dann haben wir uns gegenseitig verlinkt, dann finde ich Dein Blog auch und kann auch mal „absenfen“. Ich will immer „Deinen Blog“ schreiben. Für mich ist es irgendwie der und nicht das Blog….

    2. Du machst die Sternchen ja tatsächlich ernsthaft…

      Ich sage jetzt mal besser nichts dazu. Sternchen sind eigentlich kein Bestandteil unserer Schriftsprache…
      Jetzt habe ich ja doch was gesagt… 😉

      1. …ich hab sie ne zeitlang (in älteren beiträgen) tatsächlich völlig bewusst willkürlich gesetzt, weil ich es albern fand. aber irgendwie habe ich gedacht, dass es wirklich niemandem weh tut, wenn leute meinen, sie fühlen sich ausgegrenzt, wenn man sie nicht setzt. seitdem nutze ich sie sowohl zu diesem zweck, als auch in zusammenhang mit der/die/das, um die lächerlichkeit dessen, dass man sich angeblich nicht mitgemeint fühlt, wenn man all das nicht nennt, deutlich zu machen. aber abgesehen davon kann man leute dadurch prima anonymisieren und kann gleichzeitig totale verwirrung stiften.
        was soll denn daran schlecht sein?! ..haha.. ich für meinen teil, benötige keine sterne oder gaps oder ‚innen‘ oder sonstwas. ich rede so gut wie immer davon, dass ich ‚zum arzt gehe‘.. aber..people are strange.

        und ja, ich schreibe eigentlich auch so gut wie immer ‚der‘ blog.

  5. ja, da hast du auch recht. aber es gibt eben auch menschen, die mit feministinnen nichts zu tun haben, sich aber dennoch ausgegrenzt fühlen. das respektiere ich dann eben, wenn sie darauf bestehen..mir geht es hier um transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle. die sind, wie sie sind und ich möchte sie nicht nötigen sich irgendwas zugehörig fühlen zu müssen. wenn sie es als zeichen von respekt erachten, dass man sie ‚mitnennt‘, dann tue ich das gerne. tatsächlich ist die gesellschaft gerade diesen menschen gegenüber allgemein sehr intolerant, sie haben nicht mal rechtliche sicherheiten durch nennung in den gesetzestexten – und das finde ich wirklich verwerflich. das ist der grund, wieso ich es mittlerweile tue. nicht, um irgendwelchen feministinnen zu gefallen.

    1. Ich finde aber, dass eine Ausgrenzung nicht durch das gezielte Zerstückeln der Sprache aufgehoben wird.

      Geht es einem Transsexuellen mit seinen Problemen tatsächlich besser, wenn wir uns mit der Sprache einen abquälen? Wird deshalb die Sicht auf die Probleme von Transsexuellen besser? Wird dadurch die Toleranz größer? Eher nicht. Ich bin z. B. voll von der Schriftsprache angenervt. Das färbt tlw. auch auf die Sicht auf Transsexuelle ab – jetzt nicht bei mir, ich kann mir aber vorstellen, dass es so ist. Dass es also genau den gegenteiligen Effekt hat.

      Du weißt auch, dass es Bestrebungen gibt über 50 verschiedene Geschlechter einzuführen? Zumindest will Facebook das. Sollen wir jetzt für jedes Geschlecht eine bestimmte Schreibweise einführen?

      Ne, sorry, aber Toleranz erzeugt man anders. 😛

    2. aber es gibt eben auch menschen, die mit feministinnen nichts zu tun haben, sich aber dennoch ausgegrenzt fühlen.

      Die Frage ist doch eher: Warum fühlen sie sich ausgegrenzt?

      Klar kann sich ein transsexueller Mensch ausgegrenzt fühlen weil es für ihn oder sie keine passende Toilette gibt. Aber deshalb kommt doch keiner auf die Idee über 70 verschiedene Toiletten anzubieten. Dafür gibt es im Normalfall geschlossene Kabinen. Die Tür entscheidet sich nach dem äußerlichen Auftreten. Wer da auch noch aus dem Raster fällt hat ganz andere Probleme als »mitgemeint« zu werden.

      ich rede so gut wie immer davon, dass ich ‘zum arzt gehe’

      Ja, klar! Ein Arzt halt. Egal ob Mann oder Frau. Zahnarzt oder Gynäkologin.

      die sind, wie sie sind und ich möchte sie nicht nötigen sich irgendwas zugehörig fühlen zu müssen.

      Aber als Mann soll ich mich bei MitarbeiterInnen zugehörig fühlen? Spätestens wenn der Text vorgelesen wird ist das schwierig bis unmöglich.

  6. …für die 50 verschiedenen geschlechter gibt es ja das sternchen 😉 zumindest bei mir. ich finde diese themen wirklich sehr schwierig. ich hab kein bock in die populistische ecke geschoben zu werden, wie ich das grade eben wieder gelesen habe (http://www.ruhrbarone.de/afd-jugend-strikes-against-genderterror/75586?fb_action_ids=256964081151566&fb_action_types=og.likes). für mich existieren die probleme auf anderen ebenen und ich halte nichts von leuten, die behaupten, geschlecht sei grundsätzlich gesellschaftlich konstruiert blabla und alle, die es anders sehen sind gleich in derselben schublade wie gabriele kuby, die dumme b**** und/oder biologist.
    ich denke aber durchaus, dass es menschen hilft, wenn sie z.b. in gesetzestexten kenntlich gemacht werden, weil das definitiv zu problemen führen kann. eine lange zeit galt es, dass menschen, die in between waren, sich doch besser für ein geschlecht entscheiden sollen. finde ich bescheuert. es gibt eben tatsächlich nicht nur mann und frau per se, aber ich denke z.b. nicht wie mein einer dozent, dass mann und frau nicht die extrema an zwei verschiedenen enden seien, sondern genauso geschlechter mittendrin wie eben intersexuelle es sind.
    das ist blödsinn. da bin ich dann gerne biologistin. und dass intersexualität die nächste stufe der evolution sein könnte, ist ebenso bullshit. gen-pool-vermischung dies das.

    aber ich finde es richtig, dass menschen frei wählen dürfen, als welches geschlecht whatsoever sie sich fühlen wollen. bei sowas denke ich immer: was würde ich tun, wenn es mir so ginge? wenn ich ein kind hätte, das in so einer situation steckt? es selbst entscheiden lassen, ist wohl die einzige chance auf ein kind mit halbwegs gesunder beziehung zu sich und seinem körper. und ich möchte, dass dieses kind auch rechtlich schutz hat. nicht nur schwangere frauen, männer und die ‚klassische‘ familie/ehe.

    1. Deine Gedanken sind ja für mich auf den ersten Blick so richtig. Ich habe jetzt nur schnell drüber gelesen. Mea culpa!

      Aber ich finde es halt blödsinnig, Toleranz über die Kastrierung der Sprache fördern zu wollen.

      Ansonsten: Ja, vielleicht sollte man im Gesetzestext erst einmal festlegen, dass es ein „undefiniertes“ Geschlecht gibt, dass bei allen Gesetzen eingeschlossen ist.

      Ich halte es aber für total bescheuert z. B. in Anmeldeformularen auf einmal ganz auf das männliche Geschlecht zu verzichten. Habe ich irgendwo was drüber geschrieben. Texte werden immer unleserlicher. Ich lese gegenderte Texte z. B. gar nicht, weil ich mich einfach nicht auf den Inhalt konzentrieren kann. Das fördert bei mir einzig und allein das „Genervt-sein“.

      Gabriele Kuby ist tatsächlich eine sehr fragwürdige Person. Ich habe mir mal einen kompletten Vortrag von ihr reinziehen müssen. Sie hat in zwei oder drei kleinen Pünktchenn vielleicht recht; was hilft es aber, wenn 98 % gequirlte Scheiße sind?

      Jetzt mal zu „b*****“ aus Deinem Kommentar: Ist das jetzt ein „Geschlechterding“ oder deutet es einfach nur eine Auslassung an? 😛

      Ich verstehe Deine Ansichten. Ich weiß auch, dass man im Studium mittlerweile wohl zu diesem Mist gezwungen wird. Ich halte diesen Mist aber für nichts, gar nichts, überhaupt gar nichts, weniger als überhaupt gar nichts gut. 😀 😀 😀

    1. Ich sehe das Problem aus einer anderen Perspektive. Toleranz wird im allgemeinen ausreichend geübt. Problematisch ist wenn Toleranz gefordert wird aber eben nicht toleriert wird wenn Andere die eigene Position nicht akzeptieren.

      A: »Du musst den Genderstar benutzen um allen zu zeigen dass du sie tolerierst«
      B: »Ich toleriere alle. Aber ich akzeptiere nicht diesen Schriftmüll. Ich toleriere sogar, dass du das benutzen willst. Aber ich will nicht. Und ich will auch keine solchen Texte lesen.«
      A: »Intoleranter A***h!«
      (stark vereinfacht)

    2. Als Männerrechtler muss ich sagen, dass es zunächst einmal größere Probleme gibt, die es zu bekämpfen gibt. Es gibt bestimmt mehr unglückliche Scheidungsväter und -kinder als Transsexuelle bzw. Intersexuelle. Mit der Problematik der Trans- und Intersexuellen wird klammheimlich über den Umweg der angeblichen Toleranz eine feministische Ideologie verkauft. Selbst Schwule werden instrumentalisiert.

      Wie schafft man also mehr Toleranz? Das funktioniert nur, wenn man vernünftig darüber redet, es Blogs gibt, die darüber schreiben usw. So entsteht langsam etwas mehr Toleranz.

      Aber wie schon gesagt: Es gibt größere Probleme, auch wenn diese Probleme ungerecht erscheinen mögen. Es gibt aber z. B. in Deutschland nach wie vor eine Obdachlosenproblematik. Auch hier sind wieder mehr Männer als „andere Geschlechter“ betroffen. Wir aber müssen uns mit „gendergerechter Sprache“ herumärgern, die nichts ändert und keinerlei Toleranz bringt. Wie schon gesagt: Beim Stammtischbürger könnte es eher das Gegenteil bewirken.

      Nochmal kurz zum Thema Obdachlose: Es wurde in Berlin gerade eine Notschlafstelle für Obdachlose in eine Notschlafstelle allein für Frauen umgewandelt. Das ist z. B. ein Skandal, der viel größer ist. Oder eine Sporthalle allein für Frauen, die Männer nicht benutzen dürfen. Das alles ist viel schlimmer, als wenn sich einige wenige Menschen nicht integriert fühlen. Es ist schlimmer, wenn Menschen imn Winter erfrieren.

      Klar, wir brauchen mehr Toleranz. Klar. Wir brauchen aber auch mehr Mitgefühl den vielen Menschen gegenüber die gerade im Winter äußerst bedroht sind. Frag mal einen Obdachlosen, wie sehr er sich integriert fühlt. Obdachlose interessieren aber Feministinnen nicht. Daher werden deren Probleme tot geschwiegen.

      …oder die ganzen Väter, denen ihre eigenen Kinder vorenthalten werden…

      Hauptsache aber, wir werden mit Gendersternchen und -unterstrichen gefoltert.

      😛

      Verzeih mir bitte, dass ich gerade „etwas“ engagiert klinge. Ich bin es. Es gibt viele Ungerechtigkeiten. Beseitigen wir erstmal die größten.

      Schwulenverfolgungen international z. B. Auch hier werden mehr Männer als Lesben verfolgt. Schwule brauchen aber kein Gendersternchen, ist klar. 😉

      1. Es wurde in Berlin gerade eine Notschlafstelle für Obdachlose in eine Notschlafstelle allein für Frauen umgewandelt. Das ist z. B. ein Skandal, der viel größer ist. Oder eine Sporthalle allein für Frauen, die Männer nicht benutzen dürfen.

        Hast du da gerade Links zur Hand? Ich kann da leider nichts Konkretes finden.

  7. jungs, ich bin doch bei euch.
    du hattest nur wegen der sternchen gemeckert und ich hab meinen standpunkt erklärt. wenn ich privat mit jemandem schreibe, gibt es auch bei mir keine sternchen. das tue ich meistens nur, wenn ich mich an jemanden wende.

    ich bin auch dafür, dass man sich um andere probleme kümmert. als ich vor ner weile in berlin war, da hingen, ich glaub, es war kreuzberg, viele plakate, auf denen stand ‚alle obdachlosen sind männer – und die erde ist eine scheibe‘. da habe ich auch gestutzt und dachte, was für eine perfide methode das ist und dass ich am liebsten eine gegenaktion starten würde ‚alle opfer häuslicher gewalt sind frauen – und die erde ist eine scheibe!‘. wo sind die männerhäuser?
    ergo: I hear you!

    1. Habe ich gemeckert? Nein, gar nicht…!

      Ich wollte ja nur sagen, dass es massivere Ungerechtigkeiten gibt, die absichtlich in der Versenkung verschwinden. Feministische Taktik halt. 😉

      Ja, erstaunlich. Es hat nie jemand behauptet, dass alle Obdachlosen Männer sind. Recht asoziale Kampagne. War wohl vor meiner Zeit in Berlin. Sonst hätte ich wohl drüber gebloggt.

      Außerdem sind alle meine Beiträge voller <3, wenn nicht sogar voller <4! 😀

    2. Das sollte kein Angriff auf dich sein. Ich finde es ehrlich gesagt total behämmert, bei gesellschaftliche Probleme überhaupt nach Geschlecht zu differenzieren.

      Einen möchte ich noch hinzufügen: »Alle weiblichen Opfer von häuslicher Gewalt sind Opfer von Männern – Und die Welt ist eine Scheibe« Weibliche Täter machen hier circa 1/3 aus.

      Was die Sternchen angeht. Für mich sind sie eher ein Zeichen falscher Toleranz. Die große Mehrheit der Menschen würden sich ganz klassisch als Mann/Frau bezeichnen. Und auch der Rest möchte meiner Meinung nach nicht als abartig oder abnorm gekennzeichnet werden. Für mich sind das alles Menschen. Ob oder ob nicht und in welcher Form da was zwischen den Beinen zu finden ist spielt doch höchstens für die Menschen selbst und ihre Partner eine Rolle.

              1. Männer sind da keine Opfer. Wo denkst du den hin? Andere Studien die beide Geschlechter abdecken sehen das Verhältnis sogar noch zu Ungunsten der Mütter kippen. Ich vermute hier eine stärkere Gewaltausübung gegenüber Jungen. Aber das ist reine Spekulation meinerseits.

  8. nee, das war letztes jahr im herbst oder so. also noch gar nicht so lange her. allerdings irgendwie nicht berlinweit, wie es scheint. da, wo ich derzeit war, hingen die gefühlt überall.

    meine beiträge sind selten voller <3. aber ich habe großen spaß daran sie mit blödsinnigen tags zu versehen.

    okay, nicht gemeckert. aber unbewusst meckerig erwähnt.

    1. Im Herbst 2013? War ich wohl schon in Winterschlaf…. Herbst 2012 könnte ich nachvollziehen, da sind wir gerade nach Berlin gezogen.

      Wenn ich gemeckert habe, dann nur wegen der sozialen Probleme aber nicht wegen Dir.

      1. War letzten Herbst:

        https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=476336475815315&id=147755445340088

        Jo, die Dunkelziffern, die ermöglichen wirklich immer das fließen von Steuergelder hin zu Allesaußermänner-Einrichtungen. Das die eine Notschlafstelle für Obdachlose in eine Notschlafstelle allein für Frauen umgewandelt, ist echt der Hammer. Wer hat die denn vorher in Anspruch genommen und wo gehen die jetzt hin? Wie kann das denen so egal sein? Ich raff es nicht!

  9. meine sternchen hast du bemängelt. darum auch die lange diskussion. und bestimmt auch wegen mir gemeckert. immerhin bin ich ne frau. die ist immer das opfer!

    ja, im herbst 2013. ich bin zwar seit herbst 2012 im osten, aber da war ich nicht wirklich oft in berlin…

    1. Ich bin doch froh, wenn es mal eine sinnvolle Diskussion hier gibt…

      Ja, immerhin! Du bist immerhin eine Frau! Hast Du einen neuen Avatar? Typisch Frau… Ständig umziehen und so…. 😉

      Vielleicht bin ich aber wieder nur verstrahlt. Ich weiß es nicht.

  10. umziehen? klamotten jetzt? oder umziehen in eine andere wohnung/stadt? naja..studium und so. aber ich wollte bewusst weg von dort, wo ich vorher war.

    nee, keinen neuen avatar. das bin immer noch ich als hommage an bowies ‚aladdin sane‘.

    das mit ‚ja, immerhin! du bist immerhin eine frau‘ erschließt sich mir nich 🙁 ich bin immerhin eine frau…

    1. Ne, schon Klamotten… Wenn schon Klischee, dann richtig.

      Also… Zu „immerhin“: In „immerhin“ steckt eine Wertung. Daher habe ich da so drauf herumgeritten. Du meintest es aber wohl wertneutral, ich weiß. 😉

      Bowie… Der war ja auch zeitweise sehr androgyn.

      Ja, Du bist immerhin eine Frau und das ist auch gut so. 🙂

  11. bowie ist fantastisch. bäm.

    ich liebe klamotten, ja. ich liebe schuhe. ich mag es sich durch sowas ausdrücken zu können. möglichst alles in bunt und in intensiven farben. ich bin kein pastell-mensch…aber es gibt eben auch männer, die das genauso sehen. bowie eben.

    ja, in immerhin steckt eine wertung. das war durchaus vorhin auch so gemeint – selbstironisch. ich verstand es dann nur nicht mehr in deinem zusammenhang.

    1. Bowie hat mich früher auf einigen Bildern schon klamottentechnisch irgendwie beeindruckt. Auch wenn ich immer fieser, böser Metaller in Leder war. Das mit dem Leder fällt ja heutzutage weg. Fieser Metaller? Ich weiß es nicht. Mein Sohn findet mich völlig normal. 😀

      Ich finde es okay, wenn jemand ein Faible für Klamotten hat. Habe ich viel zu wenig von. Würde aber auch nicht zu mir passen, glaube ich.

      Ich drücke mich aber auch lieber durch Worte aus und nicht mit Schuhen. 😀 😀 😀

      *lach*

  12. wenn ich mich aber eben nicht durch worte ausdrücken kann? dann bleiben mir die schuhe. es hat ja nun mal nicht jeder so viel erfolg als blogger wie du…und viele meiner schuhe sind extremst prima! das eine paar hat mir eine verkäuferin günstiger verkauft, weil sie so angetan war, dass es einfach meine schuhe seien. der ging wirkllich das herz auf…

    metaller sind für mich schon lange nicht mehr fies. ich habe u.a. skandinavistik studiert. dauernd neben den metallern zu sitzen, die sehr häufig ungewaschene, lange haare in mein gesicht gehalten und vor allem im sommer die luft dick gemacht haben in den seminarräumen..und dann feststellten, dass runen irgendwie doch nich so cool sind, wie sie dachten, sondern es durchaus mehrere runenalphabethe gibt, die es zeitlich und geographisch einzuordnen gilt..da haben sie ziemlich an bösheit eingebüßt.. das haben sich bestimmt auch selbst gemerkt.
    http://www.directupload.net/file/d/3561/pz7ol5s4_jpg.htm

    ich muss aber auch sagen, dass es zumindest einen gab, der sehr schöne gepflegte haare hatte. da hätte sich so manches mädel was von abgucken können..

    1. Jetzt bin ich gar nicht auf Deine „psychedelischen Schuhe“ eingegangen…

      Karamba… Da muss ich mir mal einen Soundtrack zu den Schuhen ausdenken… Die sind krass cool.

  13. Ich bin gar nicht erfolgreich als Blogger. Überleg mal, wer hier diskutiert. Ist ein ziemlich eingeschränkter Kreis, oder?

    Mir reicht es aber. Ich bin ja recht empfindlich und habe tlw. vor jedem einzelnen Kommentar „Angst“, dass etwas fieses kommt. Ein paar Mal war es auch schon so weit. Das waren aber bisher glücklicherweise nur kurze Ausfälle.

    hm. Deine Wahrnehmung von Metallern finde ich jetzt merkwürdig. Ich habe Metaller nie ungewaschener als andere erlebt. Klar, wir haben krasser gefeiert und sahen anschließend immer heftiger aus… Aber so im Alltag? Keine Ahnung. Vielleicht ist mir auch einiges nicht aufgefallen, weil ich immer recht viel getrunken habe.

    Skandiavistik studiert ein guter Bekannter von mir. Er hat jetzt auch ein Paper über einen Vergleich von rechtsradikalen Parteien – ich glaube – von Schweden und Deutschland veröffentlicht. Muss ich noch lesen. 😀

    Meine Haare waren immer okay… Sogar auf Festivals… …mehr oder weniger…

    http://www.nuklearsprengkopf.de/2013/12/ja-alte-zeiten-kehren-nicht-zurueck/

  14. die trauen ich hier nur nicht einzusteigen, weil wir so wirres zeug reden..

    ich hab auch manchmal angst vor kommentaren. ich habe auch eine bestimmte abonnentin gebeten mich zu de-abonnieren. hat sie leider nicht gemacht…

    ach, das sind doch nicht all meine erfahrungen mit metallern. mein bruder war längere zeit einer bzw. ist es immer noch. allerdings nicht mehr ganz so böse. in seinem freundeskreis gibt es auch einige. und ich war auch schon mit dem ein oder anderen liiert. das mit dem studium hat mich nur darin kuriert, dass diese typen in den wenigsten fällen fies oder böse sind. und an denselben sachen scheitern wie andere leute. da können ihnen ihre runen-ringe und kettenhänger leider nicht helfen..so romantisch sich das vorher für sie anhörte.

    und klar. rechte sind ganz gerne mit runen dabei. aber die meisten kennen sich eben halt auch nicht damit aus. haha. vielleicht wären sie weniger davon angetan, wenn sie sich damit auseinander gesetzt hätten. ich lese die edda allerdings definitiv lieber als die bibel. und so grundverschieden sind die ja jetzt nicht. nur andere umgebungen und fantasiekreise..

    deine haare sind mit sicherheit super! auf dem foto sehen sie ein bisschen wie brian mays aus. lange haare bei männern finde ich auch prima. so war das nich gemeint. aber pflege wäre bei einigen schön!

    1. Ich habe ja nach wie vor die Theorie, dass Metaller zumeist sensibler als der Durchschnittsmann sind.

      Die Musik ist nur eine Flucht aus der Realität. Ein Dampf ablassen. Ich komme emotional gar nicht mit überwiegend seichter Musik klar und ich bin außerdem noch eine HSP, nehme ich an.

      Meine Haare sind mittlerweile aber etwas dünner geworden. Normale Zeichen der Zeit. Sie sind aber immer noch lang. Ich werde sie auch so lange lang behalten, wie es irgendwie geht. Ich kann nach über 25 Jahren wohl gar nicht mehr anders. 😀

  15. weiß nich. mein freund ist sehr sensibel und der hört kein metal. er ist eher im alternative und indie-bereich anzusiedeln. sowie alten sachen aus den 60ern. seichte musik..hm. ich finde gute texte und surreale geschichten wie bei den ganz alten genesis-sachen großartig. gerne auch psychedelisches..wie ich schon woanders mal schrieb: ich bin nicht mehr wütend genug. und shouten und grawlen nervt mich in den meisten fällen einfach. das ist wie bei operngesang. es nervt und man versteht eh nix. 😛

    aber kann schon sein, dass ihr in echt alles sensible poeten, gefangen in körpern stark behaarter lkw-fahrer seid.

    was eine hsp ist, weiß ich allerdings nicht.

    1. Der Umkehrschluss gilt ja nicht. Ich sagte ja nicht, dass alle sensiblen Metal hören, sondern nur, dass viele, die Metal hören, sensibel sind. 😉

      😀 Ich habe keinen Körper eines stark behaarten LKW-Fahrers… Lass das auch nicht die LKW-Fahrer hören, die fühlen sich jetzt bestimmt diskriminiert. 😀

      Ich bin eine kleine Ausgabe eines Menschen. Ich bin eher wie ein Hobbit – allerdings ohne behaarte, große Füße.

      HSP:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t

      Das ist auch der Grund, warum ich über 20 Jahre meines Lebens gesoffen habe und nun die volle Dröhnung davon „genießen“ darf.

  16. aaah..ja. richtig. hsp. ohne spaß. ich bin auch eine hsp. (mir war die abkürzung nicht geläufig)
    wirklich. ich bin vor einigen monaten drauf gestoßen, weil ich auch gedacht habe, dass meine sensibilität, vor allem in bezug auf lautstärke (ich HASSE menschen, die keine rücksicht auf andere nehmen. darum ertrage ich das wg-leben auch kaum noch…) und das verhalten von menschen und atmosphären, nicht normal sind. hört sich jetzt trittbrettfahrermäßig von mir an, aber es passt sehr sehr viel der dort genannten ’symptome‘ auch auf mich. und ich hab tatsächlich gedacht: ja, das bist du.

    die lkw-fahrer sind doch nicht diskriminiert, wenn man sie als sensible poeten bezeichnet! oder…doch? naja. nicht jeder findet das vielleicht angemessen indirekt als intellektuell benannt zu werden. who knows.

    och, hobbits sind doch ganz putzig. irgendwie. und behaarte beine sind da sicherlich kein muss. auch im auenland hat man von rasiern gehört. ganz bestimmt!

    1. Ne, ne… Du hast ja nicht von den LKW-Fahrern als Poeten gesprochen. Du hast von Poeten gesprochen, die im Körper eines LKW-Fahrers gefangen sind. Das ist auch etwas anderes. 😛
      Ja, ich verstehe meistens alles, wie es da steht und nicht, wie es gemeint ist. 😀

      Ohne jetzt zuviel oder zu wenig zu sagen, kann ich behaupten, dass ich eher behaart wie ein Indianer bin und die Erfindung des Rasieres bis zu mir durchgedrungen ist. Nur… Wie benutzt man die? 😀

      Dass Du eine HSP sein könntest, kann ich mir sehr gut vorstellen. Es würde zumindest Dein Gerechtigkeitsempfinden erklären. Mich zwingt es praktisch dazu, über verschiedene Dinge zu bloggen, die mich berühren. Das stelle ich mir bei Dir ebenso vor.

  17. ..ich wünschte, man könnte editieren. ‚..und das verhalten von menschen und atmosphären..‘ jaja. immer diese durch den flur stampfenden atmosphären. also, ich reagiere auf umgebungen sehr heftig. atmosphären eben. spannungen kann ich kaum ertragen zwischen menschen. harmoniebedürftig und so.

    und die sympthome passen (plural) natürlich auf mich. nicht ‚passt‘.

    1. Ich hatte ja z. B. gestern eine kurze massive, depressive Phase. Die lag daran, dass ich mich recht böse mit meinem Sohn gezofft habe. Ich ertrage zwischenmenschliche Probleme nicht. An meiner letzten Beziehung hänge ich immer noch ohne Ende, obwohl sie sehr unangenehm einseitig beendet wurde. Seitdem – es sind jetzt 3 Jahre her oder so – habe ich auch niemanden mehr an mich herangelassen. So langsam nähern sich meine Gefühle allerdings einem Status an, der erträglich ist.

      Ich habe Schwierigkeiten mit Gerüchen. Ich hasse es an Parfümerien vorbeigehen zu müssen. Oder alte Frauen mit 4711-Geruch. Ganz füchterlich. Manchmal muss ich auch den „Medimax“ hier in Pankow fluchtartig verlassen, weil dort Musik gespielt wird, die ich nicht ertrage. Abends bin ich vollkommen reizüberflutet und hänge mich oftmals im Dunkeln ins Bett und höre Musik oder ein Hörspiel. Außerdem rasen meine Gedankenn den ganzen Tag. Es herrscht nie Ruhe in meinem Kopf.

      Es ist alles recht anstrengend. Vor allem habe ich eine globalere Sichtweise auf viele Dinge und bin daher immer wieder erschüttert, wenn Menschen „Stammtischmeinungen“ offenbaren… Ja, ja… So ist das…

      Eigentlich will ich ja auch nur Harmonie und ganz viel Liebe… 😉

      1. ja, das kommt mir sehr bekannt vor. es geht mir meist eher weniger mit gerüchen so – wobei ich intensiven schweißgeruch nicht abkann, der dann noch mit so nem seltsam männlichen geruch gemischt ist. mein ägyptischer, sehr netter mitbewohner neigt zu diesem duft..der hängt dann in der wohnung im flur..
        und zigarettengeruch finde ich anstrengend. aber am schlimmsten ist es mit lautstärke. wenn mich jemand anschreit, oder generell leute sehr laut sind, drehe ich innerlich durch. rumgestampfe im flur und rücksichslosigkeit in so ziemlich allen varianten. das ertrage ich echt nicht. meist ziehe ich mich dann auch nur zurück und bleibe in meinem zimmer bis ich das gefühl habe, ich kann fix raus auf den flur auf toilette.weil ich sonst platzen würde, wenn ich denjenigen träfe, der so laut war.
        ich bin auch oft sehr misanthrop und will niemanden auf dem flur treffen, weil ich smalltalk schrecklich finde.

        mit gefühlen kenne ich das auch..ich hatte eine schlimme erfahrung mit meiner ehemaligen mitbewohnerin aus meiner letzten wohnung. das ist ganz furchtbar zu ende gegangen. darunter habe ich so schwer gelitten, dass ich im ersten dreiviertel jahr hier, haarausfall hatte und jeden monat herpes. wirklich jeden. fast 7 monate lang. ich habe kaum geschlafen, habe mich nachts mit videos in den schlaf gedudelt, damit ich bloß nicht anfange nachzudenken, was passiert ist und wieso. die schuld suche ich auch grundsätzlich immer bei mir..jedes mal meinte ich ‚aber sie muss ja einen grund gehabt haben, dass sie mich jetzt so behandelt..!‘
        mein freund hat irgendwann einfach nur gesagt: ‚hast du vielleicht mal überlegt, dass sie einfach nur scheiße und asozial ist?! und es nichts mit dir zu tun hat?‘.. fällt mir schwer sowas zu akzeptieren…ich träume dann viel davon. in den träumen vertrag ich mich dann wieder mit den jeweiligen leuten…

        1. oh, und ich bin extrem begeisterungsfähig. wirklich absolut total. wenn ich etwas toll finde, bin ich regelrecht besessen. also, weniger von menschen im sinne von groupie-verliebtsein-mäßig. aber ich kann mich völlig in musik, texte, stimmen und stimmungen reinsteigern..und auch in pc-spiele…da ist es auch ziemlich krass.

        2. Super. Jetzt fallen mir ähnliche Dinge bei mir auf…

          Ich höre oftmals bei mir an der Türe, ob jemand im Treppenhaus ist. Sind Leute im Treppenhaus, gehe ich nicht raus. Dass war mir bisher nicht so bewusst, aber das mache ich recht häufig.

          Ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen, obwohl ich nichts Schlimmes gemacht habe. Dann will ich manchen Leuten gar nicht erst begegnen.

          Ich bin besessen von Musik. Früher – als ich noch getrunken habe – hatte ich die ganzen Symptome nur in ganz abgeschwächter Form. Es war, als wäre ich in Watte gepackt. Es war alles leichter, aber jetzt fühlt es sich „richtiger“ an. Es fühlt sich alles lebendiger an.

          Ich erwarte oft auch mehr von Menschen als in Wirklichkeit dahinter ist. Ich überschätze die Wahrnehmung und die Gefühlswelt anderer Menschen sehr extrem. Außerdem sind Worte für mich oftmals sehr heftig. Manche Dinge sind einfach nur daher gesagt, ich denke aber, dass jedes Wort eine stärkere Bedeutung hat, als es eigentlich gemeint war. Das hat schon zu manchem Konflikt geführt.

          Alles in allem ist es sehr anstrengend, aber ich möchte auch gar nicht anders sein.

          1. ja, genau. das kenne ich auch mit worten. ich nehme mir alles zu herzen und bin ewiglange total fertig deswegen. obwohl ich genau weiß, dass ich es völlig überbewerte.. und es meist nich mal leute sind, die mir in irgendeiner form wichtig wären.

            musik..ja. stimmen haben für mich eine große funktion. manche stimmen, wie die z.b. von peter gabriel, fühlen sich so vertraut an, als wäre er ein familienmitglied. sobald carpet crawlers anfängt, fühle ich mich geborgen..oder viele andere künstler auch, mit denen ich aufgewachsen bin. oft erkenne ich die lieder schon am ersten akkord. dadurch war ich im pub-quiz die letzten jahre immer der joker in der musik-runde 😀

            das mit dem alkohol kenne ich nicht. habe es nie probiert und habe daher auch keinerlei erfahrungen in der richtung. vermisse aber auch nichts.
            ich möchte auch nicht anders sein. oft vertrauen sich menschen mir an, die ich kaum kenne.

            mein besagter mitbewohner ist noch nicht lange in der wg. er hat schlimm liebeskummer zur zeit, hat aber keinerlei erfahrung damit. er wollte mit einer frau darüber reden, kennt allerdings kaum welche. also sprach er mich an, ob wir reden können..wir kennen uns so gut wie gar nicht. und ich hab ihn gefragt, wieso er nich die andere mitbewohnerin gefragt hat..er meinte, er könnte es nich erklären, aber dass er dieser anderen niemals was über sich erzählen würde und es sich bei mir richtig anfühlt.

            vielleicht ist das auch der grund, weswegen sich mein freund mir geöffnet hat. quasi der ersten frau überhaupt in seinem leben. bei mir darf er weinen und so sein, wie er ist. er leidet unter einer bestimmten persönlichkeitsstörung, kombiniert mit depressionen..viele meiner freundinnen sagen oft, ihnen wäre das zu anstrengend. aber für mich ist er so viel mehr als diese krankheit…und das ist es mir alles wert..

            1. Alkohol ist völlig besch… für einen HSP. Zu groß ist die Versuchung, Gefühle auszuknipsen. Ich bin aber froh, dass mein Sohn jetzt komplett ohne Berührungspunkte mit Alkohol aufwächst. Das war bei mir ja anders.

              Da ich oftmals auch Schwierigkeiten mit Geräuschen habe, gibt es oft Probleme in Bezug auf meinen Sohn. Kinder machen Geräusche. Kinder machen auch komische Geräusche. Manchmal kann ich die nicht ab und dann muss ich ihm sagen: „Sorry, ich komme darauf nicht klar, mach die Geräusche bitte in Deinem Zimmer oder halt die Klappe!“
              Das ist fies, aber ich ertrage es einfach nicht. Hin und wieder habe ich auch eine totale Reizüberflutung, dass ich nicht so reagiere, wie es gut wäre. Das muss ich meinem Sohn dann oft erklären.

              Die Mutter meines Sohnes hatte Borderline. Für mich war das ganze dann nicht sehr positiv. Es hat mich in Therapie befördert. Mein Alkoholkonsum ist durch diese Beziehung auch extrem in die Höhe geschossen. Nachher war ich ein Typ, der durch seine Psyche körperlich krank geworden ist und der richtig zum Alki geworden ist. Das war nicht schön, wenn Dein Freund aber eine „harmlosere“ Erkrankung hat, kann ich mir vorstellen, dass es sich tlw. für Dich auch als Bereicherung darstellen kann. Die Momente, in denen Sie voller übertriebener Liebe war, waren für mich ja auch bereichernd. Beim Borderliner wechselt sich das nur mit richtigem Hass ab.

              Mir erzählen auch viele Leute ihre Sorgen und Nöte. Ich höre auch gerne zu und bespreche diese Sachen sehr gerne. Es tut mir gut, wenn ich sehe, dass es dem anderen allein durch unser Gespräch besser geht.

              Früher war ich auch sehr gut im Musik erkennen. Mittlerweile höre ich aber so viel Kram, dass das fast gar nicht mehr möglich ist. Ich höre am Tag ca. 12 Stunden Musik – mindestens.

  18. ja, ich gehe echt dran kaputt, dass ich nicht wirklich was bewegen kann. und vom studium fühle ich mich so gebremst. ich kann kaum erwarten, wenn es vorbei ist.. und wenn ich einen wunsch frei hätte, es wäre tatsächlich von ganzem herzen: weltfrieden.
    damit mein kleines vogelherz endlich ruhe hat…

    naja, würdest du den rasierer benutzen, müsstest du natürlich deinen blog (ha! DEINEN) umbenennen. es sei denn, der name bezieht sich auf irgendwas anderes..was ich eventuell nich wissen will oder so.

    aber wenn die poeten in diesen körpern gefangen sind, ist das ja quasi wie besessen sein. und irgendwie werden diese zwei wesen dann…eins…*akte x musik wird eingespielt

    1. Ich kann Dir sagen, wo „pelz“ herkommt.

      Es begab sich zu jener Zeit in der Oberstufe eines Gymnasiums in Leverkusen, dass sich dort zwei Metaller über den Weg liefen und sehr gute Freunde wurden. Der eine recht hochgewachsen, der andere recht kurz geraten. Ein weiterer Metaller sprach immer von einem „Pelz“, wenn er lange Haare meinte. Der große und der kleine Metaller wurden aufgrund ihrer langen Haare dann zum großen und zum kleinen Pelz.

      Der Große wurde Nazi, der Kleine blieb so, wie er war – gut, gewisse Fortentwicklungen gab es hoffentlich. Der Namenszusatz „kleiner“ Pelz aber verschwand, weil es nur noch einen gab. Der kleine Pelz war nur noch „der pelz“. 😉

      Es hat also nichts mit Körperbehaarung zu tun, wenn man vom Haupthaar einmal absieht.

    1. Deswegen solltest Du ja auch vom Haupthaar absehen.

      Ich Nase habe die ganze Zeit „beharrt“ anstatt „behaart“ geschrieben… Wie unangenehm.

      Das traurige an der Sache ist, dass ich den großen Pelz nach wie vor als Freund sehr vermisse. Es war eine sehr intensive Freundschaft.

  19. > “FLTI*” [snip] hat aber bestimmt wieder etwas mit Trans- und Intersexualität zu tun.

    Ich denke das heißt „Frauen Lesben Transgender und Intersexuelle“, dass hier die männlichen Homosexuellen ausgeschlossen werden scheint nicht zu stören.

    1. Na klar: Der Mann darf sich nur als Ally hervortun. Rechte, ob als Hetero oder als Homo, erwirbt dadurch nicht.

      An sowas ist doch gar nicht zu denken! Die Feministin ist doch gleicher. …gleicher und faschistischer.

  20. „Feministinnen sind auch nur Dominas.“

    Was heißt denn hier „nur“? Dominas gehören zu den begehrtesten Frauen überhaupt, der Mangel an einschlägig Geneigten ist das fortdauernde Leid unzähliger MaleSubs, denen oft nichts übrig bleibt, als sich an den professionellen Sektor zu wenden!

    1. Ist doof ausgedrückt. Ich wollte den Dominas kein Unrecht antun.

      Du hast mit Deiner Kritik aber völlig Recht.

      Das wirft gerade wieder die Frage in mir auf, ob eine Domina auch unter das Prostitionsverbot fallen würde. Dann hätten Feministen ja ganze Arbeit geleistet…

      Ich werde eine Anmerkung in den Artikel schreiben, dass ich nichts gegen Dominas habe und deren Wertschätzung nicht untergraben wollte.

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