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Man guckt Frauen nicht auf die Teller, ey!

Gerade in der Mittagspause. In dem Unternehmen in dem ich arbeite, essen immer alle gemeinsam. Die 80 % Frauen und die 20 % Männer. Es kocht immer einer für alle vegan.

Heute begab es sich, dass ein Kollege locker zu einer Kollegin

„Voll der tolle Teller, wa?“

sagte.

Darauf bekam er

Ey, das ist aber jetzt voll sexistisch, ey!

zu hören.

Auf sein WTF-Gesicht („what-the-fuck-Gesicht“) bekam er es dann folgendermaßen erklärt:

Man guckt einer Frau nicht auf den Teller und kommentiert den noch! Das ist sowas von sexistisch! Frauen dürfen essen, was sie wollen!

fitness-girlDa fiel es mir dann auch auf! Teller von Frauen sind genauso wenig zu kommentieren, wie… …mittlerweile alles? Es handelte sich um einen Teller mit Spinat, Kartoffeln und Tofu. Das mag vielleicht für manche Leute schon eine Beleidigung sein. Wo sich aber bei dem Spruch ein Sexismus verbirgt, man – vor allem MANN – weiß es nicht.

Warum schreibe ich das hier? Weil es absurd wird. Der Mann rennt bald Frauen gegenüber schweigend durch die Welt. Ist ja alles, was er von sich gibt per se sexistisch. Wann fällt es den Feministinnen einmal auf, dass sie nur auf möglichen Sexismus lauern und ihn dort entgecken, wo er gar nicht ist?

Solche Kleinigkeiten begegnen mir täglich. Während Frauen von einem alltäglichen Sexismus sprechen, der auf diese Art überhaupt nicht existiert, sollten sie lieber etwas gegen den alltäglichen Wahnsinn in sich selbst tun. Ich bin froh, dass ich die Halbzeit des Lebens so langsam überschreite. Mein Sohn tut mir aber leid; wenn sich nicht bald etwas ändert, wird es immer schlimmer werden.

 

9 Gedanken zu „Man guckt Frauen nicht auf die Teller, ey!

  1. Sei nicht traurig. Dein Sohn lebt doch schon längst in einer kritischeren Welt.

    Aber mal was anderes. Wieso hast du die Frau denn nicht gefragt, was genau sie als sexistisch empfindet? Hätte ein interessantes Gespräch werden können.

    Mit dieser semantischen Ebene bringt man übrigens meist alle möglichen Feministinnen und Gendersens aus dem Konzept, weil die meist einen völlig formalistischen Bezug zur Realität haben. Ein genaueres Hinterfragen bringt die regelmäßig aus dem Konzept.

    Frag mal irgendeinen Gender-Spasten, was eigentlich die Gleichheit von Mann und Frau bedeuten soll. Und wie er eigentlich Männer und Frauen unterscheidet, wenn sie gleich sind.

    Als etwas anspruchsvoller Mensch bin ich immer etwas traurig darüber, wie wenig man diesem ganzen Gender-Zeug auf einer viel grundsätzlicheren Ebene zu Leibe rückt. 🙂

    1. Kann ich dir sagen: Es war nicht mein Gespräch und ich kann mir noch keine solcher Diskussionen da leisten. 😉

      Ich bringe diese kleinen Beispiele ja auch nur, um zu zeigen, was wir Männer mittlerweile täglich aushalten müssen. Nimmt man alle Beispiele zusammen ergibt sich ein deutliches Bild. 😉

    1. Das sollte darauf hinauslaufen, dass der Mann wieder nur darauf aufmerksam machen wollte, dass sie als Frau zu viel isst, was totaler Quatsch ist. Er wollte einfach nur was zu ihr sagen und freundlich sein. Frauen sind aber mittlerweile so gepolt, dass sie überall Sexismus suchen und ihn auch noch ganz abstrus finden… Den finden aber nur sie.

  2. “Voll der tolle Teller, wa?” << Wenn er das so gesagt hat, handelt es sich nicht um eine sexistische Aussage. Dann wirft deine Kollegin mit Begriffen um sich, die mit der Sache nichts zu tun haben. Sowas nervt, weil es letztlich allen schadet, die tatsächlich unter Sexismus zu leiden haben.

    1. Ich erlebe ständig sowas. Das war nur ein kleines Beispiel. Ich habe ja schon mehrere Beispiele gebracht. Sie alle zeigen, dass viele feministische Frauen auf Sexismus lauern. Als Mann traut man sich bald überhaupt nicht mehr irgendwas zu sagen.

      Es tut mir ja auch leid, aber es ist so. Viele Dinge, die damals bei #Aufschrei getwittert wurden, waren ähnlich lächerlich. Was nicht heißen soll, dass dort keine ernstzunehmenden Tweets bei waren. Der größte Teil von #Aufschrei war aber Schrott. Oder ist eine dieser Tweets irgendjemandem im Gedächtnis geblieben?

  3. Also ich habe viele Tweets gelesen, die eindeutig sexistisch waren…als Frau wirst du halt meist in eine Rolle erzogen, die sowas aber schweigend hinnimmt und den Fehler noch bei sich sucht. „Aufschrei“ hat den meisten Frauen erstmals gezeigt: nein, du bist nicht alleine – das ist ein strukturelles Problem und es ist NICHT in Ordnung, sexistisch behanelt zu werden. Ja, mit der Zeit wurden viele Inhalte absurder,“Aufschrei“ inflationär gebraucht und somit wurde die ganze Sache teilweise auch ins Lächerliche gezogen. Wer „Sexismus“ als inflationäres Toschlagargument verwendet, hat ihn aber in meinen Augen nicht verstanden, ist in meinen Augen also auch keine reflektierte Feministin, sondern eher eine schädliche Trittbrettfahrerin.

    1. Die Frauen, die dort getwittert haben, waren sich zumeist schon ihrer Sache sicher. „Sexistische Tweets“ hast Du also gelesen. 😛 Du meinst Tweets, die Sexismus geschildert haben. 😉

      Als Mann wird man erzogen, dass einem Dinge, die Femininstinnen als Sexismus ihrem Geschlecht gegenüber ansehen, sich selbst bzw. dem eigenen Geschlecht nicht als Sexismus wahrzunehmen. Als Mann wird man erzogen, dass man Frauen nicht schlägt. Was aber tut man, wenn man von einer Frau geschlagen wird, was gar nicht so selten vorkommt? Tja, Erziehung läuft wohl auf beiden Seiten schief.

      Es gab noch eine Webseite zum Aufschrei, wo Frauen ihre Erlebnisse posten konnten. Die war extrem lächerlich. Aufschrei wurde von Feministinnen benutzt, um ein bestimmtes Bild zu vermitteln. Dieses Bild hat auf diese Art und Weise nie in der Gesellschaft existiert. Die Medien haben es dankbar aufgenommen und verbreitet. Das normale Volk stand nie hinter dem Aufschrei.

      Twitter ist sowieso eher ein Netzwerk für Feministinnen und Piraten als ein sinnvolles Medium.

      Ich habe gestern wieder gesehen, wohin Feminismus führt: Zur generell akzeptierten Misandrie. Vielleicht bist Du ja in der Lage, mir positives über den Feminismus zu berichten. Ich sehe nur Benachteiligung für Jungs in der Schule, Statistik Verfälschungen zum Thema Gewalt, Sexismus & Co., Vernichtung von Gleichberechtigung durch Quoten, quotiertes Reden und Parteivorgaben usw. Du darfst mich gerne aufklären, was positiv ist.

      Feminismus bringt auch so nette Hashtags wie #killallmen, #breitmachmacker usw. hervor. Es ist nichts Versöhnliches am Feminismus. Ich hoffe darauf, dass sich die normalen Frauen endlich vom Begriff des Feminismus verabschieden und wieder für wirkliche Gleichberechtigung kämpfen. Gleichstellung ist z. B. konträr zur Gleichberechtigung.

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