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Adoption von Kindern –
die Sinnhaftigkeit „homosexueller Adoptionen“

Beim letzten Treffen NICHT-Feministischer Männer – vormals „Gipfeltreffen“ – hatten wir u. a. das Thema der Kindesadoption durch homosexuelle Paare. Dieses Thema ist ein äußerst schwieriges; denn hier geht es nicht nur um Vorbehalte gegenüber Homossexuellen, die immer wieder ins Rennen geworfen werden, es geht hier auch um allgemeine soziale Dinge. (Der Artikel spiegelt nicht die Ergebnisse des Treffens wider – es sind meine eigenen Gedanken!)

  • Wie viele Kinder stehen überhaupt für eine Adoption bereit?
  • Wie viele heterosexuelle Paare möchten überhaupt ein Kind adoptieren?
  • Wie viele homosexuelle Paare möchten überhaupt ein Kind adoptieren?
  • Wie stehen die allgemeinen Zukunftsperspektiven für heterosexuelle Paare aus?
    (Scheidungsraten)
  • Wie sehen die allgemeinen Zukunftsperspektiven für homosexuellen Paare aus?
  • Gibt es unterschiedliche Prognosen für eine gesunde Entwicklung von Adoptivkindern bei hetero- bzw. homosexuellen Paaren?

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass immer weniger Kinder in Deutschland adoptiert werden (Immer weniger Kinder werden adoptiert und Zahl der Adoptionen sinkt) Der Artikel ist zwar aus dem Jahre 2011, die angeführten Gründen für die sinkenden Adoptionszahlen, dürften allerdings noch stärker geworden sein. Der andere Artikel ist aus dem Jahre 2013.

Als Gründe werden aufgeführt:

  • In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren; daher werden auch weniger Kinder zur Adoption freigegeben.
  • Kinder verbleiben häufiger in ihren Familien; die Rechte der Familien wurden gestärkt und die Familien werden besser unterstützt. (Finanziell und auch z. B. psychologisch usw.)
  • Man rät immer weniger zu Adoptionsfreigaben. (Wurde früher einer alleinstehenden 18-Jährigen früher zur Adoptionsfreigabe geraten, wird sie heutzutage eher unterstützt.)
  • Es kommen weniger ungewollte Kinder zur Welt. (Verhütung, Abtreibung)
  • Kinder, die aus Familien herausgenommen werden, weil es ihnen in ihren eigenen Familien zu schlecht ergeht, kommen zumeist in Pflegefamilien und werden nicht zur Adoption freigegeben, um ihnen weitere Trennungstraumas zu ersparen.

Die Zahl der adoptierten Kinder wird einigermaßen durch Adoptionen durch Stiefmütter oder Stiefväter hochgehalten. Reine Adoptionen in „neue“ Familien (s. g. Fremdadoptionen) gibt es immer weniger.

Es ist also zunächst festzustellen, dass es Ziel der Jugendämter ist, Kinder möglichst wenig adoptiert werden zu lassen. Kinder, die kurzfristig aus ihren Familien genommen werden, sollen nicht durch mehrere Verlustsituationen gehen. Haben sich die Kinder in ihrer Pflegefamilie eingelebt, sollen sie nicht wieder aus dieser herausgerissen werden, um in eine Adoptionsfamilie zu kommen.

Außerdem wird darauf geachtet, dass immer mehr Kinder in ihren eigenen Familien verbleiben. Die Unterstützung durch die Jugendämter soll größer geworden sein, dass Probleme in den Familien bekämpft werden, bevor ein Kind durch den Verlust der eigenen Familie muss. Die weiteren Faktoren sind dann noch bessere Verhütungsmethoden und Schwangerschaftsabbrüche.

Genauere Zahlen über die Anzahl der Adoptionen bis ins Jahr 2010 gibt es hier und außerdem hier: Zahl der Adop­tio­nen im Jahr 2012 wie­der rück­läu­fig.

Im Artikel Zahl der Adoptionen sinkt werden einige Zahlen direkt genannt:

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurde mehr als jedes zweite adoptierte Kind (57 Prozent) von Stiefeltern angenommen – also von neuen Partnern der leiblichen Mutter oder des leiblichen Vaters. 128 Kinder (drei Prozent) wurden demnach von Verwandten adoptiert, 1543 Kinder (40 Prozent) von nicht verwandten Personen.

Wie oben schon erwähnt, sind die Adoptionen durch ein „neues einzelnes Elternteil“ (Stiefmutter oder Stiefvater) relativ hoch.  Mehr als 50 % der Kinder werden schon durch Stiefväter oder -mütter adoptiert.

Für eine Adoption vorgemerkt waren den Angaben zufolge am Jahresende 2012 insgesamt 959 Kinder und Jugendliche. Das waren knapp zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Obwohl die Zahl der Bewerbungen für eine Adoption um fünf Prozent zurückging, bewarben sich rein rechnerisch immer noch sechs mögliche Adoptiveltern um ein Kind.

An dieser Stelle wird es nun interessant. Ich gehe davon aus, dass es sich um heterosexuelle adoptionswillige Paare handelt. In Deutschland gibt es noch kein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Es bewerben sich also 6 potentielle (soziale) Elternpaare um ein Kind. Die Chancen für ein solches Paar, ein Kind adoptieren zu können stehen also 1 : 6.

Diese Zahlen gehen natürlich nach oben, wenn noch homosexuelle Paare adoptieren dürfen, Das führe ich jetzt einfach einmal völlig wertfrei aus. Die Chancen ein Kind zu bekommen, sind also für homosexuelle Paare dann von Anfang an schon sehr gering. Es würden zumeist heterosexuelle Paare ein Kind adoptieren können. Ich gehe davon aus, dass viel weniger homosexuelle Paare überhaupt ein Kind adoptieren wollen.

Wenn man weiterhin davon ausgeht, dass durch sozialen Status usw. homosexueller Paare nichts gegen ein Adoption durch homosexuelle Paare sprechen würde, fehlen noch die Ergebnisse von Langzeitstudien bezüglich der Entwicklung von Kindern in gleichgeschlechtlichen Paareverbindungen. Die australische Studie, die an verschiedenen Stellen – vor allem in homosexuellen Kreisen und auch durch genderama – so hochgejubelt worden sind, dass sich Kinder in gleichgeschlechtlichen Verbindungen besser entwickeln, ist durch critical science als Strohfeuer entlarvt worden: Sind gleichgeschlechtliche Eltern doch nicht die perfekte Familie?.

Das Problem daran ist nun, dass man für zuverlässige Ergebnisse Langzeitstudien heranziehen muss. Erlebnisse in der Kindheit – Verluste, die Sozialisation allgemein – zeigen sich oftmals erst nach langer Zeit. Wie viele psychologische Traumas kennen wir, die durch Erlebnisse in der Kindheit hervorgerufen werden?

Normalerweise könnte man ja sagen, dass die Zahl der interessierten homosexuellen Paare sowieso verschwindend gering und dementsprechend zu vernachlässigen ist. Allerdings kann man darauf auch erwidern, dass man zunächst erst einmal von einer Gefahr für die kindliche Entwicklung ausgehen muss, da alles andere als Versuch am Menschen durchgehen muss. Versuche am Menschen sind genauso zu verurteilen, wie Versuche am Tier. (Man möge mich entschuldigen: Ich bin Veganer und achte auf Menschen- und Tierrechte.)

Ein weiterer Aspekt ist es, dass man schon darauf warten kann, dass die Rufe nach „homosexuellen Quotenelternschaften“ laut wird. Feminismus macht nämlich Schule. Schafft man es schon nicht durch gewöhnliche Qualifizierung, muss immer eine Quote her.

Meine Meinung ist ja grundsätzlich, dass ich auch homosexuelle Paare für geeignet halte, Kinder groß zu ziehen. Paare, die sich zu einer Adoption entscheiden, sind auch zumeist sozial abgesichert, gut gebildet und allgemein gut geeignet Kinder zu erziehen. Die Frage ist hierbei aber nicht, wie geeignet die Paare, egal ob homo- oder heterosexuell – sind. Es geht hier viel eher um die Frage, wie wirkt es sich aus, wenn ein Kind bei einem homosexuellen Paar aufwächst.

  • Wie wird so etwas in der Gesellschaft aufgenommen?
  • Wie werden solche Kinder in der Schule aufgenommen und behandelt?
  • Wie wirkt sich das alles auf die Gesamtentwicklung aus?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten. Vor allem sind sie nicht durch mich zu beantworten. Ich denke, dass zuerst Langzeitstudien herangezogen werden müssen. Es gibt ja bereits Elternteile, die auf „natürlichem“ Wege Kinder haben und nun halt einen „homoerotischen Lebensweg“ eingeschlagen haben. Man wird wohl die Kinder dieser Paare dauerhaft begleiten müssen, um dann zu sehen, wie die Auswirkungen auf das Kindeswohl sind, um dann über ein Adoptionsrecht von Homosexuellen zu entscheiden.

Den Kindern entgeht in dieser Zeit nichts. Stehen doch 6 Elternpaare einem Kind gegenüber.

Meine theoretischen Überlegungen werden aber allesamt durch die lesbisch-feministische Lobby ad absurdum geführt. Unsere Kinder sollen ja schon in der Schule mit einer krassen Aufklärung bombardiert werden, die nicht gut für die Entwicklung der Kinder sein wird.
Nun darf man nicht den Fehler machen, Adoptionen durch homosexuelle Paare in diesem lesbisch-feministischen Licht zu betrachten.

 

 

 

 

wow. Ich habe wieder einen ausführlichen Artikel geschrieben. Wie kommt es? Vielleicht weil man mich heute weiter wütend gemacht hat.

 

51 Gedanken zu „Adoption von Kindern –
die Sinnhaftigkeit „homosexueller Adoptionen“

  1. Einen Aspekt lässt du völlig ausser Acht. Nehmen wir an, Mensch mit Kind verliebt sich neu in einen Menschen des gleichen Geschlechts. Nun wächst das Kind mit zwei Eltern auf. Das Elternteil mit dem Sorgerecht stirbt, das 10 jährige kind wird seit 9 Jahren von den beiden grossgezogen, nun aber hat es ein Elternteil verloren, und darf beim anderen nicht bleiben. Halte ich auf jeden Fall für grundfalsch.
    Die Zahl der Fälle darf imho hier genausowenig wie bei der AR-Frauenquote eine Rolle spielen, hier geht es um das Prinzip.
    Das mit den Langzeitstudien finde ich auch nicht prall. Damit unterstellst du, dass es für den Charakter eine Rolle spielt, ob wer homo oder hetero ist. Kinder können durch schlechte Eltern schaden nehmen, das ist fraglos. Sicherlich ist es für das Kind auch nicht schlecht, wenn es mit Vater und Mutter aufwächst. Aber sind 2 Väter oder zwei Mütter schlechter als ein alleinerziehendes Elternteil? Ich glaube nicht.

    1. Sage ich das denn?

      Ich sage lediglich, dass es nicht darum geht, wie jetzt wer als Elternteil geeignet sein könnte, sondern es sollte allein um das Kindeswohl gehen. Solange man nicht zuverlässig weiß, wie sich das alles auf das Kindeswohl auswirkt, sind solche Dinge Experimente am Menschen – hier sind es dann Experimente am Kind.

      Es geht doch gar nicht darum zu sagen, wie geeignet Homosexuelle sind. Es geht zunächst darum, wie es sich auf das Kind auswirkt. Da eignen sich auch Momentaufnahmen nicht, da Erlebnisse aus der Kindheit viel später negativ auftreten können.

      Außerdem: Es gibt zunächst einmal genug adoptionswillige Heteros. Die Kinder versäumen also erstmal nichts, wenn man das Heranwachsen von Kindern in homosexuellen Beziehungen zunächst einmal untersucht.

      Den Fall, den Du schilderst, lasse ich außer Acht, weil es in diesem Fall um so einiges mehr geht. In Deinem Fall geht es um Dinge wie „alleiniges Sorgerecht“ usw. Das ist eine noch komplexere Baustelle. Daher habe ich solche Fälle völlig außer acht gelassen.

      Es ist ja auch blöde, dass Kinder, die bereits bei homosexuellen Partnerschaften leben, allgemein nicht durch den Partner adoptiert werden können. Darum geht es in meinem Artikel aber nicht.

      Es geht um das grundsätzliche Recht auf Adoption durch Homosexuelle. Hier sind halt einige Dinge im Bezug auf das Kindeswohl zu prüfen. Da kann man nichts auf Verdacht beschließen, nur weil man ach-so-politisch-korrekt ist.

      Es geht um Kinder. Es darf hier nicht an erster Stelle um Homosexuelle gehen.

      1. Bei jeder Adoption ist das Kindeswohl zu prüfen. Mit PC habe ich nix am Hut, aber ich glaube sehr wohl, dass Homosexualität nichts über die Eignung Kinder zu erziehen aussagt. Und ich glaube daher, dass die Homosexualität bei dem grundsätzlichen Recht, sich um eine Adoption zu bewerben keine Rolle spielen darf.

        1. Du darfst diese Meinung ja auch haben.

          Aber nochmal: Mir geht es nicht um die Eignung von Homosexuellen. Die können durchaus geeignet sein. Du bist selber Vater und müsstest daher wissen, dass es sehr viele „Außenfaktoren“ gibt, die zu beachten sind.

          Es machen immer alle den Fehler und sehen zu sehr auf die Homosexuellen, denen ich ja überhaupt keine Fähigkeit absprechen möchte. Es gibt auch noch gesellschaftliche Aspekte, die in das Aufwachsen von Kindern hineinspielen. Ja, ich bin auch menschlich total korrekt und habe nichts gegen Homosexuelle. Deswegen muss ich aber nicht den Blick vor den Realitäten verschließen, die für das Heranwachsen von Kindern eben noch vorhanden sind.

          Im Endeffekt würde das alles ja auch kaum eine Rolle spielen, da es kaum Homosexuelle gibt, die eine Fremdadoption überhaupt durchführen wollen und es zusätzlich noch viele heterosexuelle Paare gibt, die ein Kind adoptieren wollen.

          Andere Gefahren habe ich hier in den Kommentaren beschrieben.

          Ich zweifele doch gar nicht an der Fähigkeit von Homosexuellen, Kinder zu erziehen. Um das nochmal ganz deutlich zu sagen. Es geht darum zu sehen, ob unsere Gesellschaft überhaupt schon soweit ist, dass Kinder gesund bei Homosexuellen aufwachsen können.

    2. @Tom

      Deine Antwort ist recht rigoros, wie ich finde. Mir kommt das wieder ein bißchen wie Eintrichtern durch Gemäßigte vor.

      Du sprichst von der Sukzessivadoption, und jetzt höre und staune: Selbst so ein Homo-Hasser wie ich, der alle Schwulen am liebsten interniert sähe, befürwortet die Sukzessivadoption.

      Die generelle Adoption lehne ich ab, aus ganz einfachen, grundsätzlichen Gründen: Wer homosexuell leben will, sollte dies auch voll und ganz tun und mit den Konsequenzen leben. Man kann sich als Homo noch so sehr anstrengen, durch deren sexuelle Handlungen entstehen nun mal per se keine Kinder. Warum sollten sie dann welche adoptieren dürfen? Finde ich sehr unlogisch und tendenziös. Und einen weiteren Auswuchs der gegenwärtigen Homo-Hysterie. Mir erscheint dieses Unterfangen regelrecht absurd, aber in unserer heutigen Gesellschaft ist es wohl möglich, daß dies niemandem auffällt.

      Nur zur Info: Das mit dem Internierungslager ist natürlich Humor. Ich karikiere damit die Paranoia von homophilen Gutmenschen, die genauso wie Feministen überall ein Welt-Antihomotum sehen bzw. ein Welt-Antifrauentum.

      Mir ist es schleierhaft, wie man als denkender Mensch diesem ganzen Homo-Gesülze so auf den Leim gehen kann. 🙂

      Und: Ja, richtig. Auch Heterosexuelle bleiben mal kinderlos. Ich hoffe, man kann im Land der Dichter und Denker aber erwarten, daß man den feinen Unterschied zu den Homosexuellen begreift.

      Es wird vielleicht nicht mehr lange dauern, und immer mehr Leute begreifen die Homo-Adoptionsforderung als das, was es ist: eine Anmaßung. Im Moment ist das gesellschaftliche Bewußtsein leider noch zu sehr durch Zeitgeist betäubt. Gerade wir Deutschen können sehen, wie schnell sich manchmal das Bewußtsein ändert und man bemerkt, daß man einer großen Lüge aufgesessen ist. (Faschismus/Kommunismus, aber auch autoritäre Erziehung, Einstellung zum Rauchen etc.)

      Nach solchen Wenden ist es den Leuten plötzlich sonnenklar, wie blödsinnig die untergegangenen Lügensysteme waren. 🙂

      PS: Ich glaube übrigens auch, daß Kinder bei Homosexuellen durchaus auch gut aufwachsen können. Ich halte es aber trotzdem für falsch.

      1. *räusper*

        Deine Argumentationskette(n) haben durchaus Diskussionspotential. So etwas würde ich mir für eines unserer Treffen wünschen.

        Ich finde einige Deiner Argumente ja nachvollziehbar, auch wenn es mir scheint, als würdest Du hier und da etwas übersehen. Homosexuelle suchen sich z. B. nicht aus, homosexuell zu sein. Homosexuelle können ja durchaus neben ihrer Sexualität kinderlieb usw. sein. Das traut man einem BDSMler ja auch zu.

        Daher sehe ich den Widerspruch zwischen Homosexualität und Kinderwunsch nicht so wirklich.

        PS: Ich glaube übrigens auch, daß Kinder bei Homosexuellen durchaus auch gut aufwachsen können. Ich halte es aber trotzdem für falsch.

        Die Sache ist ja die, dass Kinder nicht bei einem „Elternpaar“ alleine aufwachsen, sondern immer noch Teil der Gesellschaft sind. Daher greifen gesellschaftliche Aspekte im Aufwachsen der Kinder. Diese Aspekte gilt es auch zu betrachten.

        Weiter unten sage ich ja in einem RANT (?), dass ich bei dem Thema momentan noch ganz andere Gefahren sehe.

      2. @Kirk: „man bemerkt, daß man einer großen Lüge aufgesessen ist. (Faschismus/Kommunismus, aber auch autoritäre Erziehung, Einstellung zum Rauchen etc.)“

        Echt jetzt? Ich hab den Eindruck, die Gängelung von Rauchern in allen möglichen Bereichen des Lebens und der Eingriff in die freie Entscheidung von Unternehmern wird immer noch als Maßnahme des „Gesundheitsschutzes“ statt als massive Gängelung eigenverantwortlicher (oder unverantwortlicher, mirwegen) Individuen, Durchsetzung einer „Denormalisierungsstrategie“ der UN gegenüber einer unerwünschten Teilgruppe und als Element eines überbordenden Nanny-Stateism gesehen.

        Erklärung: Niemand bestreitet, dass Rauchen nicht gut für die Gesundheit ist. Bei Passivrauchen, mal kurz in einem Lokal, kenne ich hingegen keine belastbare Studie. Das ist durch reine Induktion zustande gekommen; und dann könnte man auch argumentieren, sich zu viel aufzuregen ist schlecht für die Gesundheit (auch mal kurz in einem Lokal) oder zu viel Lärm (auch mal kurz in einem Lokal). Mich stören überparfürmierte Frauen und schreiende Kinder. Meine Oma stören Frauen, die weniger anhaben, als es sich für ein „ordentliches BDM-Mädel“ gehört. Hach ja, der gute Faschismus… ach ne, ist ja wegen der Gesundheit diesmal.

        1. Dann gehörst du wohl zur Fraktion der Freiheitsideologen. Es geht ja in erster Linie um Nichtraucherschutz.

          Du bist meines Erachtens ein Opfer der unbewußten Tradition. Rauchen war so lange normal und selbstverständlich, daß manche Leute sich schwer damit tun, zu realisieren, wie krank es eigentlich ist.

          Das kann der Staat ruhig verbieten. Produkte, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung zum Tod führen, sollte man ruhig aus dem Verkehr ziehen. Australien wird beizeiten das Rauchen ganz verbieten, indem es ein bestimmtes Schwellenjahr ansetzt. Wer danach geboren wurde, darf schlicht und einfach keine Zigaretten mehr kaufen und rauchen. Der Rest darf prinzipiell weiterhin Zigaretten kaufen, da er möglicherweise schon süchtig ist.

          Du mißachtest in deiner Argumentation das Momentum des Passivrauchens und setzt das Rauchen zu allen möglichen spekulativ ungesunden Sachen in Beziehung, die aber keineswegs per se ungesund sind.

          Ich bin ein heftiger Kritiker dieser relativistischen und zynischen Freiheitsideologie. Sie ist das Gegenstück zur Solidaritäts- und Gleichheitsideologie in den kommunistischen Ländern, welche ich noch live miterleben durfte.

          Jeder Gesellschaft hat eben ihre eigenen Pathologien. 🙂

          Hier mal ein lesenswerter Text, der die Freiheitsideologie in einem anderen Zusammenhang beleuchtet: Perversion und Gesellschaft

          Die westlichen Gesellschaften erklären das Individuum, die Konkurrenz, Ungleichheit und Freiheit zu einem Fetisch und rechtfertigen damit allerlei Perversitäten und Unmenschlichkeiten. Schlimmstes Beispiel dafür sind die USA. (Waffengesetze, Sozialismusparanoia z.B. bei der Gesundheitsreform, Finanzkapitalismus etc.)

          1. @Kirk:

            > Dann gehörst du wohl zur Fraktion der Freiheitsideologen.

            Ja. Voll und ganz.

            > Es geht ja in erster Linie um Nichtraucherschutz.

            Das halte ich weiterhin für eine vorgeschobene Behauptung.

            >Du bist meines Erachtens ein Opfer der unbewußten Tradition. Rauchen war so lange normal und selbstverständlich, daß manche Leute sich schwer damit tun, zu realisieren, wie krank es eigentlich ist.

            Ich weiß nicht, wie alt Du denkst, dass ich bin, aber ich bin 34. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir irgendwo suggeriert wurde, Rauchen sei „normal“, „selbstverständlich“ oder gar nicht ungesund. Ich rauche, seit ich 19 bin, und habe vorher keine ganze Zigarette geraucht, fand es furchtbar. Mir war und ist immer klar gewesen, dass Rauchen ungesund ist.

            > Das kann der Staat ruhig verbieten. Produkte, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung zum Tod führen, sollte man ruhig aus dem Verkehr ziehen.

            Ich verstehe Deine Position; aber die widerspricht meiner Freiheitsideologie. Von der Warte aus könnnten wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht einig werden.

            > Du mißachtest in deiner Argumentation das Momentum des Passivrauchens und setzt das Rauchen zu allen möglichen spekulativ ungesunden Sachen in Beziehung, die aber keineswegs per se ungesund sind.

            Lärm ist nachweislich per se ungesund. Sich (zu viel) aufregen ist nachweislich per se ungesund. Zumindest ist das in dem gleichen Maße nachgewiesen, wie der Nachweis erbracht wurde, dass Passivrauchen – in einem Lokal, im Zug etc.) ungesund ist. Ich ziehe den Vergleich, um genau das aufzuzeigen. Das „Momentum“ – ich nehme an, Gruppeneffekte und „Normalisierung“ – ist eine gute Sache – alles, was normal ist, sollte normal sein dürfen.

            > Ich bin ein heftiger Kritiker dieser relativistischen und zynischen Freiheitsideologie. Sie ist das Gegenstück zur Solidaritäts- und Gleichheitsideologie in den kommunistischen Ländern, welche ich noch live miterleben durfte.

            Ich verstehe Dich jetzt tendenziell nicht so, als fändest Du letztere gut, ich verstehe dich aber sicher so, dass Du erstere nicht gut findest. Das lässt mich über Deinen Standpunkt rätseln.

            > Jeder Gesellschaft hat eben ihre eigenen Pathologien. 🙂

            Das ist evtl. das, was Du mit „relativistisch“ an der Freiheitsideologie meinst – ich vertrete die, und ich finde es nicht pathologisch, wenn Leute machen, was sie wollen, und dafür selbst die Verantwortung tragen. Ich bezeichne es als Nanny-State, wenn der Staat findet, da eingreifen zu wollen/müssen.

            > Hier mal ein lesenswerter Text, der die Freiheitsideologie in einem anderen Zusammenhang beleuchtet: Perversion und Gesellschaft

            Ich bin in der Türkei; ich kann den nicht lesen, der wird mir zensiert. Frag nicht wieso; ich weiß es nicht.

            > Die westlichen Gesellschaften erklären das Individuum, die Konkurrenz, Ungleichheit und Freiheit zu einem Fetisch und rechtfertigen damit allerlei Perversitäten und Unmenschlichkeiten. Schlimmstes Beispiel dafür sind die USA. (Waffengesetze, Sozialismusparanoia z.B. bei der Gesundheitsreform, Finanzkapitalismus etc.)

            Und jetzt denke ich, vielleicht fandest Du den Sozialismus doch toll… natürlich brauche ich keine vollautomatische Waffe; aber das ist doch – mit Ausnahme postulierter Gedankenverbrechen – kein Grund, mir den Besitz zu verbieten?
            Für den Punkt „Sozialismusparanoia z.B. bei der Gesundheitsreform“ kenne ich mich nicht gut genug aus; aber „Finanzkapitalismus“ in die gleiche Schublade zu werfen finde ich furchtbar. Zum einen ist das, was als „Finanzkapitalismus“ bezeichnet wird, kein Kapitalismus, sondern staatlich geförderter Elitensozialismus – die Banken verdienen Geld, der Steuerzahler bezahlt ist NICHT Kapitalismus. Zum anderen vertritt niemand, der ernsthaft einer ehrlichen Freiheitsideologie anhängt, den aktuellen „Finanzkapitalismus“ (ja, das ist ein „no true Scotsman“. Aber ich kann da auch nix dran machen, so als echter Schotte).

            1. „Zum einen ist das, was als “Finanzkapitalismus” bezeichnet wird, kein Kapitalismus, sondern staatlich geförderter Elitensozialismus – die Banken verdienen Geld, der Steuerzahler bezahlt ist NICHT Kapitalismus.“

              Sory, aber klingt ein bisschen wie „Das ist aber nicht MEIN Feminismus“ bei manchen Feministinnen. Beim Sozialismus wird ja auhc gesagt, dass der richtige Sozialismus noch nie wirklich praktiziert wurde etc.pp. Ich denke, man sollte sich primär auf die Realität, den Fehlern darin und deren Behebung fokussieren.

              1. Mir war ex ante klar, dass das ein „no true scotsman“ ist – aber gut, wenn ich auf den Vorwurf reagieren muss:

                Ja, ich bin freiheitlicher Kapitalist. Es gibt viele Leute, die das von sich auch behaupten – z.B. die FDP, die sich alleine durch Klientelpolitik für Hoteliers als freiheitliche Kapitalisten disqualifiziert haben.

                Die Unterschiede zum Sozialismus können wir gerne mal bei einer Kiste Wein diskutieren, denn im Grunde gebe ich Dir Recht: „man sollte sich primär auf die Realität, den Fehlern darin und deren Behebung fokussieren“. Und wenn ich schreibe, dass „Banken retten“ (oder mirwegen „Länder retten“) nicht freiheitlich-kapitalistisch ist, dann sind das sicher Fehler; ich habe aber ein Problem damit, wenn das jemand auf den „Finanzkapitalismus“ zurückführt.

                Kapitalismus in meinem Verständnis bedeutet, dass (a) Leistung und (b) Eigentum geachtet werden müssen und (c) der Markt den Rest regelt. Mir ist klar, dass Kapitalismus grausam ist, aber die Banken haben nichts geleistet, Dritter Eigentum mißbraucht und die Staaten (die in keinem Punkt besser sind) haben verhindert, dass der Markt es „regelt“ – was nicht geht; es verzögert es bloß. Dass nun dem Kapitalismus in die Schuhe zu schieben ist zwar populäre, aber realitätsferne Strategie.

                Wenn ich so die Realität betrachte, sind alle westlichen Länder hoffnungslos überschuldet, weil sich die Regierungen zwar verboten haben, Geld zu drucken, aber sich erlaubt haben, sich Geld wie Heu zu leihen. Das ist schlicht pervers, denn am Leihen verdient jemand (immer und sicher, sonst würde er es nicht machen) – es sei denn, natürlich, man leiht sein Geld jedem Deppen. Das haben die Banken getan, deswegen „mussten“ sie ja „gerettet“ werden. Und da endet der Zusammenhang mit dem Kapitalismus. Sozialismus in jedweder Form geht pleite (auch perfekter Sozialismus würde pleite gehen; ob es den gab oder nicht ist egal; niemand hätte als Individuum eine Motivation, und Menschen sind schlicht Individuen), aber unsere nicht-kapitalistischen Regierungen möchten halt – wie alle Sozialisten – den Schein bis zum Untergang bewahren. Kann ich ihnen nicht übel nehmen; ich nehme es ihnen aber übel, dass sie das auf die Kapitalisten, hier spezifisch Banker, schieben. Würden sie das ernst meinen, würden sie diese für ihre Handlungen verantwortlich machen (siehe oben). Machen sie aber nicht. Ergo: Nix Leistung, nix Eigentum, nix Markt => nix Kapitalismus.

                Nein, ich habe keine Lösung für ein perfektes Gesellschaftssystem. Mir ist klar, dass mehr als 50% der Menschen in einem echten Kapitalismus untergehen würden, allen voran die pseudokapitalistischen Banker, würde man ihnen ihre staatlich sanktionierten Monopole entziehen. Mir ist klar, dass sich für ein solches System in einer „modernen“ Demokratie keine Mehrheit begeistern lässt. Eine Demokratie ist allerdings eine Herrschaft des Volkes. Die degenerative Variante einer Demokratie ist die Ochlokratie, die Herrschaft des Pöbels, und nichts mehr hatten wir in unseren ach so modernen Gesellschaften jemals.

                Ja, ich habe eine Lösung für ein „funktionierendes“ Gesellschaftssystem, aber in dem würde ich selbst nicht leben wollen. Und damit hebe ich mich von den Orwell’schen Schweinen ab. Hoffe ich zumindest.

  2. Ich weiß ja nicht… grundsätzlich hast du natürlich Recht damit, dass man eben nicht weiß, ob das für Kinder gut oder schlecht ist, halte aber die Diskussion für überflüssig. Kinder von Leuten, die erst später im Leben ihre Homosexualität entdecken (war das schön PC?) sind de facto sowiseo in der Situation, in der sie wären, wenn Papa2 oder Mama2 sie adoptiert.

    Die „Fremdadoptionen“ unterscheiden sich in der Situation de facto auch nicht.; insofern gibt es keinen Grund, das zu verbieten. Ebenso sachlich sollte aber kein homosexuelles Paar ein Adoptivkind zugeteilt (?) bekommen, solange es noch irgendein heterosexuelles, interessiertes und geeignetes Päärchen gibt, da die grundlegende These „Kind braucht Mama und Papa“ von den Jugendämtern wohl weiter so gehandhabt werden wird. Ein Homosexueller kann übrigens heute schon Kinder adoptieren, nur der Lebenspartner halt nicht. Wie viele Fälle gibt es da eigentlich? 3? Falls ja: WEN INTERESSIERT DAS?

    (Ja, man könnte jetzt argumentieren, dass jedes einzelne Kind wichtig ist. Darauf gehe ich ein, sobald wir uns darauf geeinigt haben, zumindest alle Crackhuren zu sterilisieren; ansonsten behaupte ich, das Argument ist scheinheilig.)

    1. Wenn ich Deine Aussage jetzt verstehe, sagt sie folgendes aus:
      Adoptionen für Homosexuelle erlauben, aber heterosexuellen Paaren den Vorzug geben.

      Ja, das wäre schon das einfachste, wäre aber wohl für Homosexuelle nicht sehr befriedigend, weil sie de facto niemals an eine Fremdadoption gelangen würden. Die Forderungen von „Quotenadoptionen“ liegen bestimmt schon in den Schubladen. 😉

      Nein, Deine Gedanken sind – für mich – aber ein guter Vorschlag. Ein grundsätzliches Recht, ein Kind zu adoptieren, würde auch die Probleme der Adoption durch schon existierende homosexuelle Lebenspartner lösen.

      Klar, dass es oftmals so ist, dass Schicksale Einzelner zugunsten gewisser politischer Interessen egal sind, ist mir klar. Ich lebe halt manchmal noch in meiner eigenen Traumwelt, in der auch das Leid des Einzelnen zählt. 😉

      1. Ich kenne ein homosexuelles Pärchen, das m.E. sehr viel geeigneter ist, Kinder großzuziehen, als 80% der Mütter mit den plärrenden Kindern, die man im Supermarkt trifft. Die würden aber keines nehmen, und wenn man sie damit bewirft (sie würden es aber sicher fangen).

        Ich bin mir also ehrlich noch nicht sicher, dass ich wirklich sagen will „Adoptionen für Homosexuelle erlauben, aber heterosexuellen Paaren den Vorzug geben“ oder vielmehr sagen will, dass man den paar Homosexuellen gerne Kinder geben kann, wenn sie eben wirklich geeigneter sind als andere, nicht-homosexuelle Pärchen. Dafür muss man nichtmal heterosexuellen Paaren den „Vorzug“ geben (was aber sicher gemacht werden wird, was auch sicher Geschrei verursacht), man müsste sie nur „genauso“ behandeln. Die daraus resultierenden, von mir geschätzt 3 Kinder pro Dekade, die homosexuelle Adoptiveltern bekommen, sind nicht der gesellschaftliche Untergang, ob es nun klappt oder nicht.

        Gänzlich katastrophal wäre es natürlich mit einer „Quotenadoption“, wenn also Leute Adoptivkinder bekommen, „nur“ weil sie homosexuell sind. Das wäre auf dem gleichen Niveau wie die Forderung nach mehr blinden Fluglotsen oder mehr Frauen in Aufsichtsräten.

        Zu den „Schicksalen Einzelner“… ich sehe da die politische Realität etwas anderes: Es werden die Rechte Einzelner zugunsten von Interessen von mehr oder weniger großen Gruppen beschränkt. Das ist falsch. Für die Schicksale können in meinem Weltbild die Leute eher selbst was und ich finde staatliche Intervention da Mist. Dass der Staat eingreift verursacht erst, dass aus einer Entscheidung, die eigentlich frei sein sollte, ein Schicksal wird – für immer den, der nicht gerade zur bevorzugten Gruppe gehört. Siehe z.B. Väter und Sorgerecht.

        Das Grundproblem ist, dass in der modernen Gesellschaft alle Leute Fische wollen, aber wenn man ihnen dann eine Angel gibt, gucken sie einen doof an.

        1. Ich bezweifle ja an keiner Stelle ein Eignung Homosexueller. Ich hinterfrage nur die gesellschaftliche Behandlung solcher Fälle. Sollte es momentan so sein, dass Kinder aus homosexuellen Beziehungen in der Gesellschaft zu leiden haben, wäre das für die Kinder erstmal schlecht.

          Wie Du aber sagst: Das betrifft alles nur eine ganz kleine Gruppe von Menschen. Eine Quote wäre hier auch völlig absurd.

          Mal deutlich, bevor ich wieder als homophob gewertet werde:
          Ich bezweifle nicht, dass Homosexuelle ebenfalls geeignet sind, Kinder großzuziehen. Ich bin lediglich der Ansicht, dass man das Ganze im Hinblick auf die Kinder und nicht im Hinblick auf Homosexuelle betrachten sollte.

          Das wird aber von lesbisch-feministischer Seite zu oft gemacht:
          Es geht zunächst primär um die Rechte Homosexueller und das Kindeswohl wird in der Betrachtung völlig außer acht gelassen.

          Mir ist es auch total egal, ob Homosexuelle Fremdadoptionen durchführen können oder nicht. Solange man halt vorher geprüft hat, wie sich das gesellschaftlich auf die Kinder alles auswirkt.

          Was füllen Kinder aus homosexuellen Partnerschaften z. B. unter „Mutter“ und „Vater“ aus? Wie werden solche Angaben behandelt?

          Es geht ja nicht darum, Homosexuellen etwas zu verweigern. (Wenn es nach mir geht.)

          1. Ich hatte Dich sicher nicht als homophob eingeordnet, ich hab nur weiterhin meine Bauchschmerzen mit der „aber die Kinder“-Argumentation.

            Dass es Kinder mit homosexuellen Eltern nicht leicht haben, kann ich mir vorstellen, und genau dagegen kämpfen die social engineering-warriors ja an. Dadurch, dass sie die Kinder einfach in die Gesellschaft reindrücken – scheiß auf die Kinder, es lebe die Ideologie; das sehe ich schon ähnlich.

            Solchen Eltern würde ich aber auch keine Adoptivkinder geben – also denen, die sagen „ja, gegen diese Diskriminierung muss man ein Zeichen setzen“. Ich würde aber denen Kinder nicht verweigern, die sagen „ja, das ist schade, aber wir sind für den Kleinen da, wenn er Probleme hat“. Ich gehe davon aus, dass das in er Praxis auch so liefe.

            Und vor dem Hintergrund halte ich die ganze „Diskussion“ eben für nicht führenswert. Ist gut möglich, dass das ein Strohmann ist, um nicht über die Kinder reden zu müssen, denen es – dank ihrer Eltern – wirklich schlecht geht; die Crackhuren sind da nur ein Beispiel. Ich unterstelle Dir persönlich keine Verlogenheit, aber dem Argument an sich – oder können wir dann auch gleich über Eugenik reden – ich meine, im Interesse der Kinder? Nur bei Crackhuren natürlich… erstmal?

            (Nein, ich unterstelle Dir nicht, dass Du das irgendwie befürworten würdest. Ich halte es aber für lächerlich, in einer Gesellschaft, in der es ein Menschenrecht ist, dass Leute Kinder mit Erbrankheiten oder durch verantwortungsloses Verhalten in der Schwangerschaft bedingten Störungen in die Welt setzen, so zu tun, als interessiere sich irgendwer für das Wohl von Kindern. Auf der rein sozialen Schiene sind übrigens alleinerziehende Mütter (nicht: Väter!) offensichtlich prädestiniert, überproportional viele Schulversager und Kriminelle heranzuziehen, aber darüber redet auch niemand. Es sei mir daher verziehen, dass sich mein Mitleid mit den armen Kinderlein der Schwulen in Grenzen hält, nur weil die ein bisschen gemobbt werden).

            1. Jetzt mal ganz langsam… ICH habe eine Erbkrankheit. 😛

              Meinen Sohn habe ich ungeplant. Ich habe es nicht darauf angelegt, dass er sie auch bekommt – hat er auch nicht. Allerdings: Ich wollte es ursprünglich vermeiden. Eine Frau hat es für mich anders vorgesehen. 😉

              Ich meinte das mit „homophob“ nicht wegen Dir. Du weißt, wie homophob ich bin. Du kannst ja lesen und verstehen. 😉

              Ja, die Diskussion ist eigentlich Quatsch, da Adoptionen allgemein kein großes Thema mehr sind. Es wird halt nur missbraucht, um Ideologien durchzuprügeln: Da steckt die Gefahr.

              Es wird immer von Toleranz usw. gesprochen. Im Endeffekt geht es aber um eine Anti-WHM-Politik, die immer mehr etabliert wird. Das mag jetzt etwas nach Verschwörung und Wahnsinn klingen, wenn man aber mal darauf achtet:

              Die Zeiten, dass die Frau als überall geeigneter als der Mann dargestellt wird, scheint vorbei zu sein. Dieses Bild ist in der Öffentlichkeit schon etabliert – „testosterongesteuerte Poltik“ – überall das böse Testosteron.
              Mittlerweile geht es um Bildungspläne, in denen homosexuelle und andere Praktiken als normal dargestellt und UNTERRICHTET werden sollen.

              Genderama berichtat davon, dass es Kindern aus homosexuellen Beziehungen besser geht als Kindern in heterosexuellen Beziehungen usw.

              Die heterosexuelle Beziehung wird langsam aber sicher entwertet. Gerade DAS ist schädlich für die Diskussion, da dies gerade Widerstände weckt, die der SACHE nicht dienlich sind.

              Wem verdanken wir das?
              Feminismus – ganz klar.

              So, war das jetzt ein RANT des Wahnsinns oder ist die Realität so wahnsinnig?

      1. Mein Wissen zu diesem Thema beschränkt sich weitestgehend auf „Breaking Bad“. Vor diesem Hintergrund finde ich aber „Crystal-Methhure“ sowohl schwer auszusprechen als auch nicht sonderlich griffig 😉

  3. Ein richtig guter Artikel! Das Problem ist, dass viele Homos nicht verstehen wollen, dass man zum Adoptionsrecht einen Standpunkt hat, den man aus einer anderen Perspektive sieht als alles andere zum Thema „Homosexualität“. Nämlich aus der Perspektive, wie das dem Kind bekommt.

    Und aus der Perspektive, durch welche „Studie“ man nun schon wieder verarscht wurde…

    …gerade bei dem Thema muss man bei jeder Meldung prüfen, welche Studie da hintersteckt und was daran ist. Das Thema ist leider ja ein heißes.

    Als ich bei der Studie, die Arne verlinkt hat, schon las von wegen bei Homo-Paaren gäbe es keine stereotypen/tradierten Geschlechterrollen und genau das würde positiv wirken, da war mir klar, dass das mit über 90%tiger Wahrscheinlichkeit mal wieder so eine „Studie“ ist, hinter denen die Gendersens stehen.

    Sowas würde Dissens e.V. und ähnliche Vereine genauso behaupten. Oder Alice S.

      1. Ich habe mich beim Arne gewundert, dass er das verlinkt hat. Ohne Lunte zu riechen, wegen der Formulierung da von wegen tradierte/klassische Geschlechterrollen gäbe es in Homofamilien weniger und das würde den Kindern nutzen. (Ich bin nicht pauschal für klassische Geschlechterrollen. Aber wer seine Ergebnisse SO begründet, ist erfahrungsgemäß meist ein Gender-Ideologe.)

        Vielleicht war es aber auch nur Flüchtigkeit von ihm. Keine Ahnung.

        1. Sehe ich ganz anders. Seine Phantasien bezüglich „Conchita W.“ und seine Beiträge über Gaywest lassen einiges erahnen.

          Ich habe bekanntlich nichts gegen Schwule. Adrian von Gaywest ist allerdings nicht das hellste Licht am Weihnachtsbaum.

          Arne hat diesen Beitrag ja nicht nur mit einem Link gefüttert, sondern mit zwei Links, die eher gendernah sind und dann war da noch ein Link, den ich mir gar nicht mehr angesehen habe.

          1. Arne scheint mit – teils berechtigt – die Linie fahren zu wollen, möglichst aus dem Verdacht rauszukommen, ein „konservativer“, „reaktionärer“ und „homophober“ Männerrechtler zu sein, damit insbesondere das linke/progressive Lager ihm überhaupt zuhört.

            Er ist ja auch linksliberal und nicht homophob, und will somit auch nicht in den Verdacht kommen, homophob zu sein. So weit ist das okay. Es ist auch okay, wenn er betont, dass klassische Geschlechterrollen gerade für Männer viele Nachteile haben.

            Er sollte aber dennoch nicht unkommentiert eine Studie verlinken, aus der die Genderideologie nur so raustrieft – das tut sie nämlich aus dieser einen Formulierung.

            Was Arnes Strategie angeht, möglichst nicht als homophob zu erscheinen, damit er überhaupt gelesen und angehört wird: Birgit Kelle hat mehr Medienpräsenz als er selbst. Viel mehr vermutlich. Und die sagt ganz offen, gegen das Homo-Adoptionsrecht zu sein.

            Es geht also – Medienpräsenz ist möglich, ohne sich betont homofreundlich zu geben.

            Aber gut – als Frau ist sie in Sachen Medien vermutlich im Vorteil. Einer Frau, die den Feminismus kritisiert, wird in den Medien eher zugehört als einem Mann.

            1. Natürlich ist sie als Frau im Vorteil. Man kein ihr keine Interessen unterstellen, die das Patriarchat geboren hat. 😉

              Arne ist also links liberal. Na, wenn Du dieses Märchen tatsächlich glauben willst. 😉
              …oder liegt die Betonung auf „liberal“? Da sehe ich schon Ansätze…

                  1. Naja, er geht oder ging zumindest nach dem Motto vor: „Ich veröffentliche überall, wo man mich lässt. Auch in z.B. der Jungen Freiheit.“

                    Er hat keine Gemeinsamkeiten mit typischen Anhängern der Jungen Freiheit.

                    Ich hätte das glaub ich genauso gehandhabt. Was will man schon machen?

                    Medienaufmerksamkeit bekommt man ja so leicht nicht.

                    1. Ich finde ihn insgesamt sehr schizophren.

                      Ich möchte da jetzt auch eigentlich nicht drüber diskutieren. Mir reicht ein Kommentar von ihm bei Gaywest voll und ganz. Dann gibt es noch ein Interview mit ihm, dass ihn in seiner ganzen, wahren Größe zeigt.

                      Es ist allerdings interessant, wie sehr unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.

            2. Arne mag liberla sein, aber das Papperl „links“ hat er sich meiner Einschätzung nach eher seit der Islamophobie-Sachen, Breivik und der Hetze von Kemper & Co. angesteckt. Die Medien, bei denen er vielfach veröffentlichte, sind alles andere als links und seine Begründung, dass er sonst gar nicht veröffentlicht würde, sticht nicht. Mit Veröffentlichungen bei ef, im Lichtschlag-Verlag usw. wird er links nämlich defeinitiv nie mehr veröffentlicht. Aber dann Pirincci wegen Lichtschlag (oder umgekehrt) zu kritisieren, wirkt irgendwie skurril bis schizophren.

              Z.B. Birgit Kelle kommt ohne diese andauernde Anschleimerei ans Homo-Lager aus, die bezeichnet sich aber meines Wissens auch nicht als „links“, sondern als konservativ.

              Ach ja, ich frage mich übrigens immer, warum so oft den lesbischen Feministinnen zugehört wird, wenn die mal wieder das „Feindbild Mann“ schärfen, obwohl die weder von den Belangen heterosexueller Frauen noch von heterosexuellen Beziehungen zwischen Männern und Frauen groß die Ahnung haben dürften?! 😀

              1. Wenn man sich als links verortet, fällt es einem wohl auch leichter, kritische Menschen ganz schnell als – es folgt mein Dauerbrenner – „zähnefletschende Nazis“ zu titulieren.

                Ich finde nämlich, dass man Conchita W. durchaus Scheiße finden darf, ohne homophob oder Nazi zu sein. 😀

    1. Petitionen – das sind doch diese Dinge, die keinen Zweck erfüllen, weil sie keinerlei Bindung für irgendwen haben? Ich bezweifle langsam die Wirkungskraft von Petitionen.

      Die Regierung interessiert sich im allgemeinen doch nicht für des Volkes Meinung. Wie kann man sich sonst den Staatsfeminismus erklären?

    2. Wichtiger noch als Petitionen sind immer mehr Menschen, die den Mund aufmachen, Stellung gegen den Unfug beziehen und andere mitziehen, auch auf die Gefahr hin, sich bei Kollegen, Freunden, Nachbarn, Lehrern etc. möglicherweise unbeliebt zu machen. Leute, die in dieser Hinsicht einfach Eier und Rückgrat haben. Wir sollten dafür sorgen, dass es immer mehr werden, die die Lächerlichkeit von heutigen radikalen Lesbo-Feminismus und Gender-Quatsch erkennen – ähnlich wie Harald Eia in Norwegen.

  4. Es liegen längst umfangreiche Untersuchungen vor und es ist bekannt, dass Kinder homosexueller Eltern keinerlei Schäden durch ein Leben mit ihren gleichgeschlechtlichen Eltern erleiden. http://www.pansexuell.de/index.php/meldung/items/adoptionsrecht.html Alles andere sind Vorurteile. Witzig: Frauenrechtlerinnen haben einen positiven Bezug zu gleichgeschlechtlichen Frauen, aber ihr, die ihr wohl so etwas wie Männerrechtler sein wollt, diskriminiert Männer nur, weil sie sich für Männer interessieren. Ziemlich daneben!

    1. Du hast meinen Artikel überhaupt nicht verstanden.

      Daher gehe ich jetzt auf den Kommentar auch nicht weiter ein.

      Lies alles nochmal in Ruhe und versuch es zu verstehen. Dann kommentier erneut und ich antworte.

    2. Man entschuldige meine schlechte Laune. Wenn ich aber direkt blöde mit ihr Männerrechtler angemacht werde, muss ich bei meiner derzeitigen Laune nicht freundlich sein.

      Feministinnen sind übrigens momentan ganz besondere Herzchen zu Männern, die sich als Frauen fühlen. Soviel zu dem Thema wie toll Feministinnen sind.

      Ich muss mir Deine Studien gar nicht ansehen, da sie nicht repräsentativ sein können.

      Dein Urteil mit „ziemlich daneben“ bezieht sich auf nichts, was du hier lesen kannst. Ich muss feststellen, dass Du liest, was Du lesen willst.
      Kannst Du machen, aber dann kommentier hier nicht mit Stuss.

  5. Oh ha du musst es nicht ansehen, da sie nicht repräsentativ sein können? Das weißt du bevor du sie kennst. Mittlerweile gibt es viele Studien, die die Kinder teilweise bis ins Erwachsenenleben begleitet haben. Auf dieser Basis hat dann u.a. der weltweit größte Verband der Kinderärzte zum Adoptionsrecht aufgefordert. Aber wenn man nach dem Motto handelt, es kann nicht sein, was nicht sein darf (ich schau es mir gar nicht erst an), dann bleibt man immer bei seiner Meinung. Die beruht zwar auf falschen Tatsachen, aber man merkt es halt nicht.

    1. Merkst Du etwas? „teilweise“ usw.

      Du weißt, dass sich viele Erlebnisse aus der Kindheit erst im Erwachsenenalter äußern? Du weißt, wie viele Kinder aus homosexuellen Verbindungen es überhaupt gibt? Nein, offensichtlich nicht.

      Es kann gar keine aussagekräftigen Studien zu dem Thema geben. Daher sind auch hier Deine Vorwürfe wieder daneben.

  6. der antifeministische Autor hat einen Aspekt aus den Augen gelassen. Nämlich, dass es homosexuelle Männer sind, die Kinder adoptieren wollen. Die Frauen wollen selber Kinder gebären. Laut ist da also die Schwulenszene. Die Hetze gegen Frauen und das Mimimi der ach so benachteiligten Männer ist AfD-Position.

    1. Der anti-feministische Autor, der in Wirklichkeit ein „nicht-feministischer Autor“ ist, kann dazu sagen:

      Nein; es wollen sowohl Lesben als auch Schwule Kinder adoptieren. Lesben haben weibliche Lebenspartner, die die geboren Kinder dann adoptieren wollen. Außerdem stellt der Autor fest, dass eine Rhetorik, die nicht ohne das feministische „Mimimi“ und die Nennung der AfD auszukommen scheint, nicht besonders zielführend ist.

      Es geht immer um ein eheähnliches Elternrecht. Dies gilt für Schwule wie auch für Lesben. Es wurde also ein Aspekt vergessen, der im Endeffekt kein Aspekt ist und daher zu vernachlässigen ist.

      Wir haben hier also einen feministischen Kommentar inkl. der Nazikeule. Vielen Dank also für den Kommentar. Am besten entlarvt man sich halt immer selbst.

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