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Borderline – Erinnerungen an die Hölle

Es ist lange her, dass ich mich im Detail an die Zeiten mit „meiner Borderlinerin“ bewusst erinnert habe. Unbewusst sind diese Zeiten natürlich immer da. Sie haben mich geprägt. Sie haben mir damals eine nötige Therapie beschert, damit ich wieder funktioniere.

Es gibt allerdings nach wie vor Dinge, die mich begleiten:
Ich bin z. B. nur schwerlich in der Lage, aus eigener Motivation heraus private Telefonate zu führen. Es wird zwar immer besser, ich muss mich aber selbst austricksen: Ich setze mir selbst Termine für Telefonate.
(Nun gut, die letzten Monate schaffe ich es sogar hin und wieder spontan zu telefonieren – was aber nach einigen Jahren der Trennung von einem Borderliner Zeit ist.)

Heute habe ich zu diesem Thema einen Artikel bei A Voice for Men gelesen. Dort beschreibt ein Inder seinen Weg zu einem Selbstmordversuch durch eine Borderline-Beziehung.

Viele der geschilderten Dinge habe ich ebenfalls erlebt, bei anderen Dingen denke ich: „Hey, der hatte ja noch das Paradies auf Erden.“ Es ist zynisch so etwas zu sagen. Niemand hat ein Paradies auf Erden, wenn er mit einem Borderliner zusammen ist.

Die Sache ist aber die, dass man Borderliner nicht auf den ersten Blick erkennt. In meinem Fall war es z. B. so, dass sie hervorragend etwas darstellen konnte, was sie nicht war. Ein jeder, der sie kennengelernt hat, war davon beeindruckt, was sie alles auf die Reihe bekommt. Hat man hinter die Kulissen blicken können, ist nichts davon übrig geblieben. Auch mich hat sie getäuscht – ich wäre sonst wohl nie mit ihr zusammen gekommen.

Im Artikel ist von Drogenmissbrauch und einem Freund aus der Drogenszene die Rede. Diese Dinge kenne ich. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie sie einen Streit auslöste, um dann mit unserem gemeinsamen Kind, damals noch ein Säugling, auf eine Drogenparty gehen zu wollen. Man kann sich vorstellen, wie sehr meine Alarmglocken als Vater angingen.

Die Anwesenheit eines Säuglings – eines Kindes allgemein – ist auf einer Drogenparty eher unangebracht.
Natürlich kam es zu häuslicher Gewalt als ich verhindert habe, dass sie unser Baby auf diese Party mitnimmt. Sie ist mir gegenüber übergriffig geworden. Ich weiß nicht, wie mein Sohn und ich aus dieser Situation herausgekommen sind. Vielleicht hatte sie einen lichten Moment nach ihrer gewalttätigen Attacke. Ich weiß es nicht mehr. Es war eine extreme Stresssituation.

Solche Attacken hatte ich im Laufe der Beziehung oft. Ich habe diese Dinge auch hier in diesem Blog an einigen Stellen berichtet. „Glücklicherweise“ ist unser System derartig gestrickt, dass es männliche Gewaltopfer dann noch aus der gemeinsamen Wohnung durch die Polizei werfen lässt und Strafanzeigen gegen die Täterin einstellt. So habe ich es erlebt.

Ich habe die Polizei als Gewaltopfer gerufen und bin dann von der Polizei zunächst immer als Täter behandelt worden. Selbst als die Polizei feststellte, dass ich nicht der Täter sei, bin ich der Wohnung verwiesen worden. Ich durfte sogar ein Schreiben unterschreiben, dass ich 10 oder 14 Tage – so genau weiß ich das nicht mehr – von der gemeinsamen Wohnung fernbleibe.
Die Täterin wurde durch die Bestrafung von mir auch noch belohnt. Dieses Belohnungssystem ging später weiter.

Der Mann des Artikels hatte nicht unter körperlicher Gewalt zu leiden. Die psychischen Belastungen hat er aber genauso erfahren wie ich. Er spricht z. B. von Telefonterror.  In meinem Fall war es so, dass sie sogar Terror auf meinem Firmenhandy veranstaltet hat, wenn ich auf der Arbeit war. Ich konnte das Handy also auch nicht einfach ausschalten. Hätte ich ihre Nummer geblockt, hätte ich mich wieder auf passives Sparring Zuhause einstellen können.

Sie hat ständig daran gearbeitet, mich beruflich zu ruinieren:
Sie hat mich nächtelang wach gehalten, damit ich körperlich gar nicht mehr in der Lage war, arbeiten zu gehen.
Sie hat mich so lange psychisch terrorisiert, bis ich krank geworden bin und überhaupt nicht mehr in der Lage war, irgend etwas zu tun. Eine Therapie hat sich nach der Trennung von ihr angeschlossen.

Der tägliche Terror war derartig schlimm, dass ich täglich mehrere Stunden am Tag kotzen musste. Ich schreibe kotzen, weil „übergeben“ eine Schmeichelung für diesen Vorgang wäre. Ich habe so lange gekotzt, bis ich nur noch grünes Zeug herauswürgen konnte. Ich nehme an, es war Galle. Sämtliche ärztliche Untersuchungen haben kein Ergebnis geliefert. Es wurde erst nach der Trennung besser, als ich nicht mehr diesen täglichen Attacken ausgesetzt war.

Sie war nicht nur gewalttätig gegen mich. Sie war es auch gegen meine Sachen. Sie wollte eine gewalttätige Reaktion durch mich provozieren. Daher ist sie auf meine kostbarsten Dinge losgegangen: Ich bin ein Musikfreak und war jahrelang Sammler von Schallplatten und CDs. Diese sind ständig durch sie durch die Gegend geschmissen worden. Die einzige Taktik, die mir in solchen Momenten übrig blieb, war es jemanden anzurufen und ihm eine Liveübertragung zu den Vorgängen zu geben. Mir hat ja niemand geglaubt.

Oft reichte es, einen Frauennamen zu sagen, um sie zum Ausflippen zu bewegen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie es darum ging, was wir abends tun könnten. Ich sagte einfach ganz naiv: „Wir können doch diesen Film mit dieser Meg Ryan gucken.“ Damit hatte ich es schon geschafft: Sie flippte aus, weil ich einen Frauennamen gesagt habe. Die Stimmung kippte also wegen eines naiven Satzes von Liebe in Richtung Hass – von Licht zu Schatten.

So war es immer. Nichts, was man sagte, war gut oder richtig. Alles wurde ausgelegt und in die eigene gestörte Wahrnehmung integriert, damit – zumeist – das Gefühl des Hasses und der Wut gesteigert wurde. Liebe war später nur dann anwesend, wenn ich sie verlassen wollte. Sie konnte dann so herzzerreissend sein. Sie hat es auch immer wieder zerrissen – mein Herz. Ich habe sie trotz allem geliebt. Ich denke, ich liebe sie noch immer; sie ist die Mutter meines Sohnes. Meinem Sohn und mir wurde aber einiges erspart, da sie verstorben ist. Das klingt grausam und kalt. Mein Sohn aber wäre nicht bei mir und hätte auch nicht die Möglichkeiten, sich zu entwickeln, die er nun bei mir hat.

Es wäre zu jahrelangen Streitigkeiten gekommen, was das Besuchsrecht anbelangt. Wir waren ja schon auf dem besten Weg dorthin. Mir wurden seitens des Jugendamtes schon die Besuchszeiten für mehrere Monate gestrichen, weil sie bei den Kindsübergaben gewalttätig wurde. Sie wurde also schon wieder von staatlicher Seite für ihre Ausraster und ihre Gewalt belohnt.

Da ich vor Gericht bezüglich des Aufenthaltsbestimmungsrechts für meinen Sohn gescheitert war, deutete alles daraufhin, dass dieser Kindesentzug auf ewig so weitergehen würde. (Obwohl ich später vernommen habe, dass das Jugendamt geplant hat, die Kinder – sie hatte noch ein Kind von einem anderen Mann – von ihr wegzuholen und in eine Pflegefamilie zu geben. Ich als Vater war in diesem Plan natürlich nicht berücksichtigt. Ich habe dies vernommen als ich ihrer Familienhilfe, die sie aufgrund ihrer Erkrankung dann hatte, gut zugehört habe. Väter scheinen oft direkt aufgrund ihres Geschlechts aus den Plänen des Jugendamts zu fliegen.)

Der indische Mann aus dem Artikel hat dann irgendwann versucht Selbstmord zu begehen. Das ist mir erspart geblieben, weil ich immer meinen Sohn gesehen habe, um den es sich lohnt zu kämpfen. Ich war zwar psychisch und beruflich am Ende ruiniert, es gab aber immer noch dieses unschuldige Wesen, was ein Kind der Liebe ist; denn ich habe sie geliebt. Sie konnte so liebenswert sein.
Genau dort aber lauert die Gefahr: Aus Liebe wird im Zusammenleben mit einem Borderliner sehr schnell Hass. Es ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Der Alltag wird schließlich nur noch von Hass bestimmt, bis man den Borderliner verlassen will. Dann auf einmal taucht die Liebe wieder hinter der hässlichen Fratze des Alltags auf. Das geht so lange bis beide völlig ruiniert und zerstört sind.

Der Borderliner ist schon ruiniert und zerstört. Daher ist der Partner dran.

Wenigstens weiß ich aber seit dieser Beziehung dass ich HIV negativ bin. Ich musste aufgrund „ihrer Treue“ einen Aidstest machen.

Ich kann es immer nur wiederholen: Auch wenn es Unterschiede in der „Qualität“ unter den Borderlinern gibt – lauft, wenn ihr hört jemand hat Borderline, wenn es darum geht, eine Partnerschaft einzugehen. Lauft am besten in jedem Fall.

 


 

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74 Gedanken zu „Borderline – Erinnerungen an die Hölle

    1. Ja, Borderline war auch schon öfter hier Thema. Ist nicht der erste Artikel hier. 😉

      Borderliner reagieren auch oft entzückend auf solche Artikel. Dennoch sind sie für die meisten anderen eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

  1. Ich habe das Thema auch hinter mir und beim Lesen deines (bedrückend machenden) Artikel kamen auch wieder diese dunklen Erinnerungen hoch. So ganz geht man wohl nie – und wie denn auch?

    Was mir auffällt, ist, dass es wohl eher sensible Männer erwischt (ist aber nur eine Annahme), weil es bei anderen wohl eher sehr schnell den Laufpass gäbe (oder noch mehr).

    Wie auch immer: Tut mir leid, dass du in solch einen Maschendrahtzaun gestolpert bist und dies umso mehr, da ihr ja ein gemeinsames Kind habt. Ich hatte da etwas mehr Glück und wähnte mich in Sicherheit nach dem Desaster seinerzeit.

    Nun, vor Borderlinerinnen war und bin ich es wohl bis heute noch. Was mich allerdings nicht vor anderen Menschen geschützt hat, die ihr Problem zu dem anderer, meist Männer machen.

    Aber hier geht es nicht um mich, sondern um ein grundlegendes Thema, dass viele Menschen in den Ruin, Selbstmord oder andere Dinge getrieben hat. Ich weiß nicht, ob du den Link schon kennst:

    http://www.trennungsfaq.de/forum/showthread.php?tid=3374
    („Mechanismen einer Borderline-Beziehung“)

    Der Thread sprengt mittlerweile die Grenze von einer 1/2-Mio Zugriffe, was erschütternd genug ist, wenn man bedenkt, dass dahinter Menschen, meist Väter liegen.

    Einen schönen Abend dir, trotzdem

    PS: Wo kann ich deinem Beitrag ein 1+ geben?

    1. Es wird immer so bleiben: Wenn man über einen Artikel über Borderline stolpert, vergleicht man die Erfahrungen. Dinge, die man lange Zeit bewusst verdrängt hat, kommen wieder hoch. Ich habe damals auch immer wieder versucht, es zu beenden. Es hätte schon grundsätzlich länger gedauert als bei anderen Schluss zu machen, so richtig haben es aber die Kinder verlängert.

      Eins war von mir, das andere nicht. Ich hätte sie also trennen müssen. Außerdem hätte ich meinen Sohn mehr oder weniger entführen müssen. Heute würde ich das jedem empfehlen, der in einer solchen Situation ist. Heute bin ich aber auch schlauer und rate jedem, direkt die Reißleine zu ziehen, wenn er hört, er ist mit einer Borderlinerin zusammen.

      Meine Beziehungen waren allesamt zu weiblichen Problemfällen. Wahrscheinlich bin ich ein männlicher Problemfall. 😉 Eine Borderlinerin hat aber niemand verdient.

      Ich habe mir Deinen Link gerade einmal angesehen. Ich kann nicht alles unterschreiben. Die Mutter meines Sohnes hatte auch sehr tolle Eigenschaften und war grundsätzlich ein lieber Mensch – glaube ich. Sie ist halt durch ihre Erkrankung kaputt und gefährlich gemacht worden.

      Ich hoffe, dass die meisten Borderlinegeschädigten eben nicht Väter sind. Das hoffe ich. Wenn es Väter sind, sind zugleich die Kinder geschädigt. Ich bin so froh, dass mein Sohn nun bei mir aufwächst. Er hätte nie die Möglichkeiten gehabt, der er nun hat. Er spielt Schlagzeug, macht Karate und ist ein sehr intelligenter Bursche. Seine Mutter hätte sich gar nicht um ihn gekümmert. (Außerdem wächst er nicht feministisch auf, was heutzutage ein extremer Luxus ist. ;))

      Eine 1+? Übertreib nicht. Ich hoffe, ich habe den Spagat geschafft, nicht zu viel und nicht zu weng zu erzählen. Die Geschichte hätte lang werden können. 😉

      Danke und Dir auch einen schönen Abend.

    2. Oha. Ich lese gerade Deinen Link noch einmal in Ruhe…

      Da stehen sehr viele Dinge ausführlich drin, die ich genau so erlebt habe. Ich lese jetzt noch einmal in Ruhe und werde den Link wohl in meinen Artikel aufnehmen!

      Danke! Danke! Danke!

      Edit:

      Ich glaube, ich muss in einem gesonderten Artikel darauf eingehen.

  2. Es fehlt an öffentlicher Aufklärung.

    „Der Borderliner ist schon ruiniert und zerstört. Daher ist der Partner dran.“

    Diese Störung ist für an solche Menschen gebundene enorm zerstörerisch, da sie u.a. mit der naiv gutgläubigen sozialen Umgebung suggestiv „spielt“. Auf einem unfassbaren zwischenmenschlichen Level, was keiner normal unterstellt und sich vorstellen kann. Diese „(de)emotionale Fähigkeit“ ist ja am Kern der Persönlichkeitsstörung.

    Es gibt da auch eine Seite darüber die das ein bisschen darstellt. Das Lebenswerk des leider verstorbenen Dirk Kronos.

    Ich kann ihm gar nicht genug danken.

    http://www.borderlinezone.org/

    „In Gedenken an Dirk Sander (Kronos) haben wir uns entschlossen, die Internetpräsenz „Borderlinezone“, für Ihn und vor allem in seinem Interesse weiter zu führen.
    Seine Ausarbeitungen und Thesen haben vielen Menschen geholfen zu verstehen.

    „So soll es sein, so kann es bleiben, so hab ich es mir gewünscht…““

    Ich denke, dass das Wissen auch für männerrechtliche Belange relevant ist. Jeder sollte davon Wissen. Auch weibliche Hang zum der Feminismus hat mit diesen dort dargestellten Mustern m.E. recht viel zu tun.

    1. Danke. Schaue ich mir heute noch genauer an.

      Ich schreibe wohl noch einen Artikel, in dem es darum geht, warum gerade Männer Pech haben, wenn sie an eine Borderline-Betroffene geraten.

      Es wird bei den Opfern extrem nach Geschlecht unterschieden. Daher ist das Problem Borderline auch nicht so auf dem Tisch, wie es sein müsste.

    2. „Ich denke, dass das Wissen auch für männerrechtliche Belange relevant ist. Jeder sollte davon Wissen. Auch weibliche Hang zum der Feminismus hat mit diesen dort dargestellten Mustern m.E. recht viel zu tun.“

      Richtig. Sowohl bei Nicht-Feministin als auch bei eigenen Recherchen fällt immer wieder auf, dass diverse namhafte und eher radikale Feministinnen schlicht mehr oder weniger geistesgestört waren / sind. Es heißt ja nicht umsonst, dass #Feminismus keine Bewegung mehr, sondern nur noch eine Diagnose sei. Schau Dir z.B. die #aufschrei-Hühner an, ich tippe darauf, dass da so ziemlich jede recht ordentlich einen an der Klatsche hat, von der Schizophrenie über krankhaften Narzissmus bis hin zu Borderline & Co., ggf. ergänzt mit sexuellen und / oder Identitätsstörungen.

  3. @Pelz

    (Korrektur: Dirk Sander natürlich, Kronos war sein Nickname im Forum)

    Für uns Männerbewegte wäre ein Bekanntmachen der Arbeit und des Vermächtnisses von Dirk Sander möglicherweise sehr sinnvoll.

    Und sicherlich einen Artikel wert. Wär toll, wenn du das hinbekommen könntest.

    Die Leute, die sie ehrenamtlich noch aufrecht erhalten bedürfen eventuell auch Unterstützung.

  4. Bitte dieses Thema intensiv weiterverbreiten!
    Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, wie krank und pervers das ist, und was für sadistische Täterinnen da am Werk sind, die in der Regel männliche Existenzen zerstören wollen. In meinem Fall ist es noch perverser. Da ist es meine Mutter und mein Sohn.

    1. Ja weil alle jaaaa soo schlimm sind .
      Habt ihr euch mit den thema beschäftigt ?? Warum borderliner so sind wie sie sind ?? Warum sie sich so verhalten wie es tun ??
      Ich als betroffene könnte kotzen wie ihr uns als betroffene darstellt.
      Als ob wir mit absicht so sind.
      Ihr habt keine ahnung was wir dur hmachen mussten und machen.
      Keine ahnung wie es uns geht wenn wir jemanden idealisieren und eine stunde wieder abwerten weil eine geste zum riesen streit wird.
      Nein ich will kein mitleid … ich hasse mitleid. Nein wir sind auch nicht verrückt, dass einzige was wir wollen, dass man uns so nimmt wie ihr es mit nicht betroffenen auch tut. Wir sind normale menschen die viel zu intensiv und impulsiv fühlen und handeln. Und sich schneiden ist keine todessehnsucht sondern einfach um die spannung ab zu bauen.

      1. Die Tochter „meiner“ war lange Bettnässerin, ich musste in Therapie, mein berufliches Leben ist zerstört.
        Mein Sohn hatte noch „Glück“. Er war zu jung dafür, um etwas mitzubekommen.

        Du willst mir erzählen, was ich für ein rücksichtsloser Mensch bin, nur weil ich erzähle, wie es ist?

        Außerdem sprichst Du hier von Dingen, die keiner so jemals gesagt hat. Du willst in Deiner Wahrnehmung die Dinge so haben, wie es Dir am besten passt.

        So lange Borderliner auf das Leben anderer keine Rücksicht nehmen, so lange werde ich die Wahrheit sagen. Also muss ich wohl für immer die Wahrheit sagen.

      2. „Nein wir sind auch nicht verrückt, dass einzige was wir wollen, dass man uns so nimmt wie ihr es mit nicht betroffenen auch tut“
        Doch, Ihr ( wer immer das sein soll ) seid verrückt. Einen Partner ( als solchen, oder auch vollständig ) zu vernichten, warum auch immer, ist schon reichlich abgefahren.
        Aber z.B. das eigene Kind lebenslang extrem zu beschädigen ist Irrsinn.
        Darauf kann kein normaler Mernsch reagieren, als wenn es ein normaler, oder zumindest entschuldbarer Vorgang wäre. Denn das ist es nicht, ganz unabhängig von den Ursachen, für die „Ihr“ möglw. gar nichts könnt. In dem Zusammenhang ist das akute Wirken einfach wichtiger als irgendeine Schuldfrage.

        „Wir sind normale menschen die viel zu intensiv und impulsiv fühlen und handeln.“
        Nö, sorry, seid Ihr nicht.
        Derartig pervertierte Handlungsmuster sind eben garantiert nicht normal.
        Es geht ja nicht um „ein wenig mehr Intensität“, sondern um Abnormalitäten, bis hin zu extremer Eigen- u. Fremdgefährdung.

        1. An dieser Stelle wird deutlich, dass die Borderliner eins am besten können:

          Sie können die Opferkarte hervorragend ausspielen. Schon sind sie wieder im Mittelpunkt.

          Es geht auch so wenig um die Opfer der Borderliner, weil die Täter oftmals Frauen sind. Frauen dürfen in dieser Gesellschaft ja nicht die Täter sein.

          Sie sehen sich. Sie sehen ausschließlich sich selbst. Ich habe Borderliner kennengelernt, die mehrere Leben von unschuldigen, naiven Menschen zerstört haben. Eins konnten sie aber immer: Sie konnten immer weiter über sich selbst heulen. Die Leichen auf ihrem Weg haben sie da nicht weiter gestört.

          Ich persönlich habe es mit zwei Kindern zu tun, die noch unter den Nachwirkungen JAHRE später leiden.

          1. Zustimmung
            Aber du darfst nicht vergessen, dass Borderliner seelisch noch Kinder sind, und für Kinder ist es legitim, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und jede Aufmerksamkeit einzufordern, weil sie alleine nicht lebensfähig sind. Borderliner sind auf dieser Stufe steckengeblieben, schauen aber aus wie Erwachsene.
            Aber natürlich – die wirklichen Kinder muss man schützen.

            1. Sie müssen ja auch beachtet werden.
              Ihnen muss geholfen werden. Sicher. Dann aber bitte mit einem realistischeh Blick und keinem mitleidigen Blick, der die wahren Opfer ausblendet.

  5. „Sie war nicht nur gewalttätig gegen mich. Sie war es auch gegen meine Sachen. Sie wollte eine gewalttätige Reaktion durch mich provozieren.“
    Kenne ich auch. Das hat meine Mutter vorzugsweise vor Publikum gemacht. In der Post oder im Wäschekasten herumgestierlt, meistens in „fürsorglicher“ Absicht, und wenn man sie gebeten hat, damit aufzuhören, hat sie genauso weitergestierlt, bis man sie angeschrieen hat, und dann haben es alle im Haus gehört, dass die Dagmar immer so schreit. Damit ist sie dann auch aufs Jugendamt gegangen, weil ich „Stimmungsschwankungen“ habe. Die habe ich nämlich immer gekriegt, wenn sie meinen Sohn vergewaltigt hat. Der Ausdruck „vergewaltigt“ stimmt hier, denn wenn diese Szenen in umgekehrter Geschlechtskonstellation stattgefunden, also wenn ein Opa seine Enkelin so „lieb hat“, wäre der Täter ohne jeden Zweifel sofort verhaftet worden. Aber stattdessen stehe ich jetzt da als cholerische Mutter da, die die arme liebende Omi immer so anschreit, und hab deswegen seit Jahren das Jugendamt am Hals.

    1. Dinge, die aus feministischer Sicht schon lange Vergewaltigung sind, habe ich auch erlebt. Als Mann wächst man aber mit einem anderen Bewusstsein bezüglich von Gewalt auf. Viele Dinge erlebt man nicht bewusst als Gewalt.

      Ich muss es Dir leider sagen:
      Bei Dir schlägt das öffentliche Bewusstsein zu, dass Frauen für Missbrauch und Vergewaltigung nicht in Frage kommen.

      Vergewaltigung und Kindesmissbrauch finden durch Frauen halt einfach nicht statt. Daher pickt man sich Dich als Täterin heraus. Ich kann Deine Ohnmacht in dieser Situation nachvollziehen. Ich wurde schließlich auch als Opfer aus der Wohnung geschmissen.

      Ich wurde auch durch das Jugendamt mit Kindesentzug bedacht, weil SIE bei den Kindsübergaben gewalttätig wurde. Jugendämter, Polizei, Staatsanwaltschaft und Familiengerichte sind alle insgesamt völlig sinn- und planlos. Es ist menschenverachtend wie diese Institutionen handeln.

      Wo ist z. B. in Deinem Fall das Kindeswohl? Hier geht es offenbar ausschließlich um das Wohl Deiner Mutter – der Borderliner wird wieder einmal geschützt. Die Angehörigen dürfen mit diesem ganzen Dreck sehen, wie sie klar kommen. Im Gegenteil: Die Situation wird durch Behörden noch verschlimmert.

      1. Nach drei Jahren dämmert es den Fräuleins vom Jugendamt endlich ein bisschen, aber noch zu wenig. Die erste war ja ganz hingerissen von dem intensiven Liebesbedürfnis meiner Mutter. Die hat die Sozialarbeiterinnen angefleht, ihr das Kind zu beschaffen, und die sind volle Wäsch drauf reingefallen, und mir fehlt (wörtlich) jede Empathie, dass die Großmutter für das Kind eine wichtige Bezugsperson ist. Wenn ich ihn nicht so gut beschützt hätte, wäre er vielleicht schon tot, denn sie hat damals von Selbstmord geredet, worauf ich ihn natürlich keine Sekunde mehr mit ihr alleine gelassen habe. Denn er fühlt ja wie sie, denkt sie, und davon ist sie nicht ums Verrecken abzubringen.

        Es ist grauenhaft…

  6. Zitat @petphanter: „Dirk Sander natürlich, Kronos war sein Nickname“

    ‚Interessant‘ (was ich nicht zynisch meine) ist auch die Geschichte dahinter. Sander aka Kronos hatte das unglaubliche ‚Glück‘, gleich an zwei Borderlinerinnen geraten zu sein.

    Beide Beziehungen gingen in die Brüche, was er wahrscheinlich auch ertragen hätte. Warum auch immer, denn es lief noch schlimmer:

    – Beide Ex-Frauen rotteten sich zusammen und beschuldigten ihn parallel der Vergewaltigung

    – Daraufhin wanderte Dirk S. als (vermutlich) Falschbeschuldigter in den Knast für viele Jahre

    – Dort entwarf er dann sein Konzept für die http://www.borderlinezone.org

    – Und zwar Eines, welches er in seiner unorthodoxen Struktur auch umsetzte und publizierte

    – Jahre später verstarb er (leider)

    Ob nun an Symptomen, wie sie u.a. ein Horst Arnold erleben musste und daran starb oder anderen; ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass diese beiden Frauen ein ähnliches Leid verursachten, wie es eine Heidi Külzer (Heidi K.) als karriereorientierter Single mit Beamtinnen-Status tat.

    Letztendlich tut es auch nichts zur Sache, denn beide sind tot (Sander und Arnold) und beiden gemeinsam ist diese ‚unglaubliche Empathie‘ der Frauen, die Alles taten, um noch ordentlich den Kakao zum dampfen zu bringen.

    An dieser Stelle möchte ich Dirk Sanders Freunden danken, dass sie sein Lebenswerk posthum am laufen halten. Das ist nicht nur Freundschaft, sondern auch ein Angedenken – und eine Warnung

    emannzer

    1. Die Heidi-Geschichte hat mich auch total erschüttert.
      Ich kannte schon vorher Frauen, die Geschichten erzählt haben, um sich interessant zu machen, mit unterschiedlichsten Inhalten und Folgen. Aber ich dachte immer, zumindest die Justiz wird doch klar im Kopf genug sein, um das irgendwann zu erkennen, dass das erfunden ist.
      Ich wusste von unterschiedlichen Einschätzung zB von Kindstötungen – eine Frau macht das immer aus Verzweiflung, ein Mann macht das immer aus Hass -, aber ich wusste nicht, dass auch bei klaren Anzeichen falscher Zeugenaussagen die Frau immer Recht hat, wenn sie sich nur überzeugend als Opfer gibt. Und ich wusste nicht, wie verbreitet das anscheinend ist.

      Mein Sohn zieht anscheinend auch solche Frauen an. Meine Mutter ist nicht die erste, die sich ihm bezüglich etwas einbildet. Auch andere Frauen haben schon ihre eigenen Probleme auf ihn projiziert. Ich glaube, ich wandere lieber aus, bevor er mit 14 als Vergewaltiger einsitzt, weil irgendeine Gestörte sich an ihm rächen will, weil er sie nicht beachtet hat.

    2. Man sollte die Geschichte von Dirk Sander – Kronos einmal ganz in Ruhe erzählen.

      Momentan arbeite ich aber an einer Sache für Trennungsväter. Hoffentlich wird das was.

      1. Hallo, suche bislang ohne Erfolg die Biographie von Dirk Sander; habe auch noch keine Fernseh Doku dazu gesehen / gefunden………paßt das einfach nicht in eine feministophile Presse-Berichterstattung ? Wäre für weitere Infos dankbar..

  7. Ich habe gerade einen Artikel gelesen, wo drin steht, dass es 3% der Männer und 1% der Frauen betreffen soll:
    http://www.spektrum.de/ratgeber/antisoziale-persoenlichkeitsstoerung/1018465
    An der Urteilsfähigkeit der Psychiater muss also noch gründlich gearbeitet werden. Ich halte das nämlich in erster Linie für ein Frauenproblem. Ok, vielleicht bin ich da selbst nicht objektiv, weil es nach meiner Erfahrung immer Frauen waren, aber drei und ein Prozent kann auf keinen Fall stimmen.

  8. Kevin Dutton, der Autor des Buches „Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann“ erwähnt, dass es „Funktionelle Psychopathen“ gibt, welche, die mit Ihrer „Krankheit“ so umgehen können, dass sie nicht (öffentlich) auffallen. Zombies, in goldenem Gewand. Die charmantesten, die man sich vorstellen kann. Oper werden stumm gemacht, es bleibt nur ihre „Heilige Aura“ sichtbar.

    Ich schätze deshalb, dass effektiv gemessen, inzwischen 10% – 20% Zombies, äh, Psychopathen, Gewissenlose, unter uns sind.

    Blöd, dass genau dieses Buch bei uns in der Stadtbücherei geklaut wurde. Obwohl es natürlich zum Thema passt.

  9. hallo ich bin auf der suche nach menschen die interesse an einer Whatsappgruppe haben menschen mit psychischen Erkrankungen Probleme borderline depression magersucht bullemie oder einfach wen zum reden und austauschen brauchen 🙂

    wer interesse hat
    d.annonym@web.de
    01738355163

  10. Absolut unfassbar. Das ist eine extreme Form von Borderline gewesen wahrscheinlich noch mit weiteren Erkrankungen. Und alle Borderliner über einen kamm zu scheren ist abartig. Und ganz traurig und Diskriminierung. Du solltest dir lieber vorher überlegen wie und was du schreibst. Denn du ziehst alle die Borderline haben in den Dreck!!!!

    1. Sie leben darin. Man muss sie nicht erst dahin ziehen.

      Borderliner zerstören die Leben derer, die sich auf sie einlassen.

      Deine Emotionalität deutet an, dass Du wahrscheinlich selbst in einer Tagesklinik bist.

      1. Ich habe jetzt lange überlegt ob ich zu diesem Artikel etwas schreiben soll und las nun diese Kommentare..
        Zuerst einmal möchte ich dir mein Mitgefühl für das aussprechen, was du da erlebt hast. Ich kann verstehen, dass das „die Hölle“ gewesen sein muss und du das Bedürfnis hast, dich mitzuteilen. Auch glaube ich dir an dieser Stelle, dass all das auch wirklich so passiert ist.
        Deutlich muss ich aber unterstreichen, dass das was du beschreibst tatsächlich eine Extremform darstellt und obendrein einige Komorbiditäten aufzuweisen scheint. Deine Ex scheint sich außerdem nicht mit ihrer Erkrankung auseinander gesetzt zu haben.
        Davon auf alle Menschen mit diesem Krankheitsbild zu schließen und in solch hasserfüllter, erniedrigender Weise Pauschalisierungen vorzunehmen wie „Niemand hat eine Borderlinerin verdient“ ist jedoch absolut unterstes Niveau und grenzt an primitive Hetzerei.
        Es gibt solche Extremfälle ebenso wie solche, die hart an sich arbeiten und sich unendlich viel Mühe geben die Krankheit zu händeln. Es sind auch wunderbare, interessante Menschen unter den Borderlinern, die ganz und gar nicht leer sind sondern überaus sensibel und intelligent sind. Ich selbst habe das Glück seit vielen Jahren mit so einem Menschen mein Leben zu teilen und bin immer wieder auf’s Neue schockiert, wie diskriminierend und verallgemeinernd über diese Krankheit gehetzt wird. Ich respektiere die Erfahrungen die viele von euch mit dem Thema gemacht haben aber diese Art und Weise damit umzugehen sagt mehr über die aus die so etwas schreiben, als über das Krankheitsbild an sich.

        1. Ich lasse den Kommentar einmal so stehen. Sprachlich ist er auf dem Niveau der politisch-korrekten Bessermenschen angesiedelt.

          Als Feministin käme ich zum Schluss, dass es sich bei diesem Kommentar um „victim blaming“ handelt. Mehr Worte muss ich dazu nicht verlieren.

          1. Ziemlich überheblich und herablassend dazu unfähig etwas anderes zu akzeptieren als die eigene Realität – Schon mal bei dir selbst an die ein oder andere Persönlichkeitsstörung gedacht..?

            Mehr Worte muss ich dazu auch nicht verlieren..

            1. Für meine eigene herablassende Überheblichkeit schalte ich diesen Kommentar noch frei.

              Ich mache mir aber nicht die Mühe und zähle die ganzen Beleidigungen deinerseits.

              Diese einseitigen Beleidigungen zeugen tatsächlich von einer Persönlichkeitsstörung auf meiner Seite. Richtig.

              Man, man, man… Du disqualifizierst Dich immer mehr.

          2. Lieber Wolf,

            Jeder darf natürlich auf seiner/ihrer Seite machen wonach ihm/ihr ist (solange der Staat nichts dagegen hat natürlich), aber als betroffener Partner einer Borderlinerin kann ich Lars mehr oder weniger zustimmen.

            Eigentlich war ich auf der Suche nach Rat… nachdem wir (meine Partnerin und Ich) wieder einmal im Streit geendet sind. Dieses mal war ich zweifellos der Auslöser/Verursacher und ich wollte erfahren ob ich mich ohne bedenken entschuldigen kann/soll wie ich es bei nicht Borderlinern tun würde, oder ob das negative Auswirkungen (unterstützung des Krankheitsbildes) haben könnte. Ich suchte Tips, Hilfe, Einsicht, „whatever“ mir ein wenig Sicherheit geben könnte das ich mit meiner Entschuldigung nicht falsch mache.

            Bei meiner Recherche bin ich dann nach der Borderlinezone-Seite (danke Google) über diesen älteren Eintrag von 2014 gestollpert, und die dazugehörigen Kommentare aus 2016. Ganz ehrlich – diese ganze Diskussion würde mir nur weiterhelfen, wenn meine Partnerin mir total egal wäre. Aufgrund der Voreingenommenen „Alles im Eimer, Schütze dich selber und renne am Besten weg denn der Borderliner kann und wird dich vernichten denn das ist die Natur des Borderliners“ ist alles Andere als hilfreich. Die Ego-Diskussionen im Kommentarbereich runden das ganze nur noch negativer ab und disqualifizieren nicht nur den Eintrag an sich, sondern auch das „gehacke“ auf einen eigentlich recht normal gehaltenen Kommentar von jemanden, der offensichtlich mehr Glück hatte als wir beide. Ist doch legitim. Manche haben Glück. Unc eins ist doch klar: nicht jede(r) Borderliner ist die Hölle – da diese Störung ja auch individuell und in unterschiedlichen Graden ausgeprägt ist.

            Während die Egos hier im Vergangenen Jahr dann aus diskuttiert und sich gegenseitig psycho-Beleidigungen am Kopf geworfen wurden, wurd offensichtlich gänzlich übersehen das Partner von Borderlinern eine Spiegel-Position einnehmen und diese nur schwer los werden. Daran lässt sich auch wissenschaftlich nichts Rütteln. Ich kann dir daher nur empfehlen was Anderen und auch mir geholfen hat: psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn wohlmöglich sind noch negativ-Echos der vergangenheit vorhanden. Ich erkenne da einige Paralelen in deinen Kommentaren. Hatte mal ähnliche Ausflüge. Deshalb mein wohl-gemeinter, freundschaftlicher Tip (wenn auch von einem Unbekannten). Wenn alles im Lot ist, ist das ja mit einem Termin zur Bestätigung erledigt. Aber es kann ja auch anders sein. Mir scheint es jedenfalls so. Und ganz ehrlich, mir hat es geholfen… und hilft mir immer noch. Eventuell auch dir? (Bitte nicht beleidigt sein. Will dir nicht auf die Füße treten, sondern nur diese „hey, das kenne ich von mir… sollte ihm vielleicht mal einen Tip geben“ Zeilen hinterlassen.)

            Wie auch immer. Mir hat diese Seite letztendlich nicht wirklich geholfen… bis auf die Feststellung, das es mir offensichtlich doch nicht so psychisch schlecht geht wie ich dachte; jedenfalls im Vergleich zu dem, was ich hier aus und zwischen den Zeilen vernehmen dürfte. Dafür Danke.

            Alles Gute, auf allen Wegen.

            1. Borderline ist zur Modeerkrankung geworden. Die Opfer des „klassischen Borderliners“ werden mir zustimmen. Meine Ausführungen sollen auch niemandem helfen in einer Beziehung mit einem Borderliner zu bleiben. Damit würde ich mich schuldig machen.

              1. Stimmt. In einer Beziehung mit einem Borderliner zu bleiben hat keinen Sinn, denn die ändern sich nicht. Das Leiden wird nur verlängert.

        2. Lars, ich bin der Meinung, dass jeder das entsprechende Rüstzeug haben sollte, damit er nicht in den Strudel hineingezogen wird. Jedem muss klar sein dürfen, dass das Manipulieren mit Schuldgefühlen nicht sein darf. Kinder müssen vor gewissen Verhaltensweisen geschützt werden.
          Es wird noch viel zu wenig getan, um vor den ganz speziellen Gefahren von Borderlinern zu warnen und zu schützen.
          Ich glaube übrigens nicht, dass du eine Borderlinerin als Partnerin hast. Das wurde vielleicht einmal falsch diagnostiziert.

          1. @Dagmar

            Meine Partnerin ist sicher Borderlinerin und ich kenne noch einige andere, da ging es bei einigen wenigen sogar in die Richtung die hier beschrieben wird. Darüber zu informieren und aufzuklären ist völlig legitim, was hier gemacht wird ist jedoch mehr Hetze und Verallgemeinerung als alles andere was leider grundsätzlich eher für ein niedriges intellektuelles Niveau spricht. Ohne jemanden beleidigen zu wollen aber so disqualifiziert man sich selbst!
            Das erschließt sich schon allein daraus, dass du mit Sicherheit nicht einmal die Hälfte der Borderliner kennst die existieren.

            1. Mein niedriges intellektuelles Niveau sagt mir gerade, dass Du hier nicht mehr gelesen werden willst.

              Der einzige, der sich disqualifiziert hat, bist Du. Du wirst hier nämlilch nicht mehr kommentieren.

              Von Hetze sprechen, aber selbst beleidigen und von Niveau reden. Genau. Geh zu Deinen politisch-korrekten Borderlinern. Ich muss mich nach meinen Borderline-Erfahrungen nicht mit Borderlinern ärgern.

                1. Den schalte ich jetzt auch noch frei. Die Nennung meines Nachnamens soll jetzt was bringen?

                  Nun ja, wenn Du Dich immer mehr lächerlich machen willst… Ne, mach besser woanders.

                  Ich denke tatsächlich bei Deiner Aggressivität, dass Du der Borderline-Betroffene bist.

                  Bitte nicht mehr antworten. Es ist schon lange mehr als genug.

                  1. Scheint, als ob Herr Jacobs an so ziemlich jedem unsachlich entflammt, der nur ein Jota von der eigenen infantilen Position abweicht. Dafür, dass ihn niemand in der Blogcommunity und draußen ernst nimmt, ist der zumindest damit ziemlich erfolgreich 😉

                    1. Dann kann der pseudonyme „Purple“ auch bestimmt erklären, was an seinem Kommentar sachlich zu sehen ist.

                      Ein Meisterwerk der Diskussionskultur ist er nicht.

            2. Verallgemeinerung ist ok, denn es gibt nun einmal ein klares Krankheitsbild. Das zu beschreiben, auch mit Beispielen, ist notwendig, denn das Borderline-Syndrom ist sehr gefährlich. Um Hetze handelt es sich dabei definitiv nicht, denn jeder, der was erzählt, hat das wirklich erlebt.
              Ich muss nicht alle Borderliner, die existieren, kennen. Die Muster sind klar, ich erkenne sie, und das ist gut so.
              Wenn du glaubst, Borderliner zu kennen, aber sie harmlos findest, dann kennst du keine Borderliner.

            1. Das Jugendamt ist definitiv borderline, denn es arbeitet mit Schuldgefühlen, kann aber selbst keine Verantwortung übernehmen, so wie die vernachlässigten Babys, die körperlich erwachsenen geworden sind.

              1. Der ist gut…Jugendamt ist Borderline. Im übrigen heisst ja die Krankheit offiziell nicht mehr Borderline *Klugscheisser aus*. Ich habe als entsorgter Vater mehr als Spaß mit denen. Den Grund kann ja jeder sich bestimmt denken…

                1. Ja, „Borderline“ war eigentlich von Anfang an falsch, denn mit Grenzgang hat das nix zu tun. Es ist mehr eine Symptomzusammenfassung für die Folgen kindlicher Vernachlässigung und Misshandlung. Konkret manipulieren die Täter ihre Opfer und Dritte mit Schuldgefühlen, wollen im Mittelpunkt stehen, usw., weil sie selbst seelisch noch Kinder sind.
                  Man müsste der Krankheit einen neuen Namen geben, sie aber auch besser beschreiben. Bis dahin schreib ich halt „borderline“.

                  1. Interessant ist auch, durch diese ewigen Kinder zu lernen, wie Kinder ticken. Und man lernt auch, in welchem Alter es welche Entwicklungsschritte gibt. Es ist legitim, wenn ein Baby schreit und alles kaputt macht, wenn es nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommt, aber anstatt zu erkennen, dass das bei einem körperlich Erwachsenen eher unpassend ist, geben die meisten Menschen dem ewigen Kind nach.

  11. Ich war 2 jahre lang mit einer Borderlinerin zusammen und es hat mich wirklich Kraft gekostet, alles in allem verdienen diese Menschen unseren Respekt, unsere gesamte Gesellschaft ist auf kommunikation und Kooperation ausgelegt gerade in der Arbeitswelt können betroffene so kaum Fuß fassen.

  12. Der Text hat mich sehr „beeindruckt“ und mitgenommen. Ich bin 26 Jahre alt und leide seit 12 Jahren an BPS.. Ich mache mir keine Illusionen das wir einfach, oder leicht umgaenglich sind. Ich habe den größten Respekt vor meinem Partner und meiner Familie oder auch meinen Freunden. Wie stark ausgepraegt meine Störung ist weis ich nicht, aber ich arbeite sehr hart, jeden Tag, das ich andere nicht verletze oder mit in meinen „Abgrund“ ziehe. Was natürlich nicht immer funktioniert… Ich verstehe auch, das man Menschen mit BPS so verteufelt wenn man so schreckliche Erfahrungen gemacht hat, aber irgendwie natürlich auch nicht. Denn es gibt tatsaechlich Menschen die ein ganz tolles Leben führen mit dieser Krankheit… Ich habe auch ganz schlimme Beziehungen hinter mir, welche mit fremdgehen und lügen einhergingen. Allerdings, oh wunder, war nicht ich diejenige die fremdging.. Ist für viele hier bestimmt schwer zu glauben, aber es stimmt. Meine Diagnose habe ich erst im Sommer 2016 bekommen, nach vielen Jahren des ungewissen kann ich nun endlich was tun. Deshalb, auch wenn hier soviel negatives und teilweise unverschaemtes steht, finde ich toll das hier so gewettert wurde. Ich selbst ziehe hieraus viel positives für mich, um mich besser zu reflektieren, irgendwie zu verstehen und auch zu lernen. Ich hoffe wirklich das ich niemals zu körperlicher Gewalt, Alkohol oder Drogen greife.. Und ich hoffe für jeden einzelnen hier das er diese schlimmen Zeiten ohne große schaeden zu tragen verarbeiten kann.

    1. Also ich habe die Diagnose seit ich 21 bin. Ich bin jetzt knapp 49 Jahre alt. Was ich mit dieser Diagnose mitgemacht habe, kannst du dir wohl vorstellen. Über den totalen Zusammenbruch mit 30 Jahren möchte ich gar nicht schreiben, denn das war absolut die Hölle. Ich verschone dich lieber über Details zu sprechen. Ich möchte sagen, dass ich nach dem Überlebenskampf viele meiner verlorengegangenen Bereiche wieder zurückgewonnen habe. Und ich habe geheiratet. Die Frau meines Lebens und wir leben glücklich zusammen in einer Wohnung. Das Leben macht wieder Spass, auch wenn es nicht immer leicht ist. Die Hölle auf Erden hat mich geprägt, tief geprägt. Wer am Ende gewinnt, wird sich noch herausstellen. Ich wünsche dir alles Gute, auch wenn ich dich nicht persönlich kenne.

      1. Danke!

        Da ich „heteronormativ“ bin, nehme ich an, Du bist ein mittlerweile verheirateter Mann. Ich glaube, es gibt große Unterschiede, ob man als Mann Borderline hat oder als Frau. Dies ist schon für Partner ein wichtiger Unterschied: Männliche Gewalt ist in der Wahrnehmung der Bevölkerung angekommen. Weibliche Gewalt ist nicht existent. Es gibt Frauenhäuser aber keine Räume für Männer, die vor Gewalt flüchten müssen.

        Zum einen ist die Krankheit bei den Geschlechtern unterschiedlich und zum anderen ist die Behandlung männlicher Opfer gesellschaftlich eine andere.

        Ich wünsche Dir auf jeden Fall auch alles Gute mit der Frau Deiner Träume.

  13. Du hast es mit einer „extremen“ Bordelinerin zu tun gehabt. Zu meinen „akutesten“ Zeiten war mein Verhalten ungefähr ähnlich wie bei deiner früheren Partnerin. Die Symptome sind bei Männern ähnlich. Drogen, Alkohol, wildes Fremdgehen, all das gehört dazu. Es braucht eine tiefe Sinneswandlung um diese Menschen zu retten. Oft müssen diese Menschen gebrochen werden, damit eine Umkehr passieren kann. Die muss von innen kommen, auch wenn da nichts da zu sein scheint. Bei mir war das der Fall. Es kann sich eine Persönlichkeit unter den ganzen noch vorhandenen Symptomen entwickeln. Man erlernt mit der Zeit neue Verhaltensweisen, die normal sind. Es kommt zu einer Besserung und die Aufenthalte in der Psychiatrie werden weniger, wenn überhaupt sind sie nicht mehr notwendig. Das, ein kleiner Einblick in meine Erfahrungen.

    1. (…) Oft müssen diese Menschen gebrochen werden, damit eine Umkehr passieren kann. Die muss von innen kommen, auch wenn da nichts da zu sein scheint. (…)

      „Gebrochen“ klingt zunächst hart, ich weiß aber, was Du meinst. Ähnliches kennen Alkohol- oder Drogenabhängige. Dort muss es auch oft kurz vor Ende sein, dass eine Entgiftung/Entzug möglich ist.

      Die Zeit hatte sie nicht. Die Kinder sind aber an einigen psychischen Schäden vorbei gekommen. Sie ist nun seit 10 (!) Jahren tot und ihre Krankheit wirkt noch nach. Ich werde es wohl nie loswerden, auch wenn es kein Leiden mehr darstellt. Veränderungen in meiner Persönlichkeit sind da. Die meisten sind negativ.

      Es ist allerdings ein großes Problem, wenn „neue Verhaltensweisen“ mühselig als Erwachsener erlernt werden müssen. Als Kind dürfte dies leichter fallen.

      Zum Thema Persönlichkeit: Sie hatte durchaus eine liebenswerte Persönlichkeit. Die hat sich allerdings meistens unter ihrer Erkrankung versteckt. Ich kann mir eine andere Mutter für meinen Sohn nicht vorstellen. Sie war durchaus intelligent, sie war auch schön, sie war witzig, … Das alles kann man nicht „einfach spielen“. Ihre andere, zerstörerische Seite hat alles nur in den Dreck katapultiert. Blöd nur, dass sich vieles sehr negativ auf mein Leben ausgewirkt hat.

      Als hätte ich nicht ohnehin meine eigenen Probleme. 😉

  14. Es tut mir leid für dich, dass du das alles erleben musstes. Menschen gehen drauf mit Borderlinern, mit den meisten jedenfalls. Ich trage selbst Schuld und deshalb tut es mir leid für dich. Ich wünsch dir nochmals alles Gute.

    1. Ich danke Dir, auch nochmals! 😉

      Nach meiner Borderlinerin hatte ich noch Erfahrungen mit einer Narzisstin. Beides zusammen hat mich nun davor bewahrt, weitere Beziehungen einzugehen. Allerdings mus sich dazu sagen, dass Gefühle für mich immer riesige Berge darstellen. Von denen falle ich dann auch schon einmal tief herunter.

      Es ist nun, wie es ist.

  15. Hallo, finde es einfach nur erschreckend, wie diese schlimmen Beziehungen nach einem Schema F abzulaufen scheinen ; da geht man davon aus, daß der Mensch ein einzigartiges Wesen ist, dann aber laufen diese Mechanismen immer wieder nach dem gleichen Schema ab, so wie ein Auto am Fließband hergestellt wird……….dieses Störungsbild sollte Richtern / Staatsanwälten / Behörden als Pflichtfach in der Aus-und Weiterbildung vermittelt werden.
    Habe erlebt, wie ein naher Freund daran fast kaputtgegangen wäre.
    Allen Betroffenen und Angehörigen alles Gute und Zusammenhalt. Wir sind nun einmal meistens keine ausgebildeten Therapeuten oder unbezahlte Sozialarbeiter.
    Detektieren und weglaufen scheint wohl die einzige sinnvolle Option zu sein………..

  16. Sich selbst verzeihen können- das war die schwerste Aufgabe nach meiner Trennung von einem Mann, mit dem ich 16 Jahre lang in einer Partnerschaft lebte und der an einer massiven narzisstischen Persönlichkeitsstörung mit Borderline-Symptomen leidet. Zuvor war ich 5 Jahre mit einem Mann verheiratet, von dessen diagnostizierter narzisstischen Persönlichkeitsstörung ich erst bei der Scheidung erfuhr. Ja, mich hat es tatsächlich zweimal getroffen, dass ich in Beziehungen an narzisstische Männer geriet. Das ist natürlich kein Zufall und hatte ganz viel mit mir selbst zu tun. Deshalb hatte ich nach der Trennung viel damit zu tun, auf die immer wiederkehrenden quälenden Fragen, warum ich nicht früher drauf gekommen bin, was mit dem Mann los ist, warum ich diese mich zerstörende Beziehung jahrelang mitgemacht habe, warum ich nicht früher recherchiert und die Trennung vollzogen habe, warum mir das zweimal passiert ist, warum ich offenbar völlig ahnungslos das zweite Mal erneut in die Falle getappt bin, Antworten zu suchen und zu finden. Einige Antworten habe ich finden können, z.B. dass diese Persönlichkeitsstörung ein breites Spektrum aufweist und sich einige Verhaltensweisen meines Ex-Ehemannes von denen meines Expartners unterschieden, mir dann aber nach einer Zeit einiges durchaus erschreckend bekannt vorkam. Diese Spur hätte ich seinerzeit weiter verfolgen sollen, aber wie soll man das tun (Fakten und Wissen zu diesem Thema sammeln), wenn man selbst stets mit dem Rücken zur Wand steht und sich dauerhaft und wiederholt völlig unbegreiflichen, unverständlichen, heftigen psychischen und emotionalen Attacken erwehren muss? Jedenfalls habe ich 16 Jahre lang den Teufelskreis aus Anziehung und Ablehnung, Idealisierung und Abwertung, aus heiterem Himmel zurückgewiesen zu werden, Drohungen, unglaublichen Kränkungen und Demütigungen, Erpressungen und Schuldzuweisungen, plötzlicher Eiseskälte, Wutanfällen, exzessivem Alkoholkonsum bishin zu bizarren und hoch aggressiven Gewaltphantasien über Terror und Amokläufe, die phasenweise schon wahnhaft anmuteten, mitgemacht und ausgehalten. Emotionale Wechselduschen, „Zuckerbrot und Peitsche.“ Nicht zu vergessen, die Bestrafungen, die dir der Borderliner angedeihen lässt, wenn du dich einmal nicht seinen Vorstellungen gemäss verhältst, was ja nun gelegentlich vorkommen soll. Den Grund für die „Strafe“ erfährst du nie. Häufig kennt der Borderliner ihn selbst nicht. Er wird jäh von seinen heftigen Ängsten, Zweifeln und negativen Gefühlen überflutet und projeziert sie dann auf dich. Oft werden Kleinigkeiten aufgebauscht und zur Beziehungsfrage hoch stilisiert. Während du dich noch fassungslos fragst, was eigentlich passiert ist und du dich in einem seelischen Schockzustand befindest, packt dein Partner sein gesamtes Repertoire an psychischer Gewalt aus, dem du ohnmächtig gegenüber stehst. Seelische Grausamkeit trifft es haargenau, nur fühlt er sich, unfähig zur Selbstreflektion und unempfänglich gegen jede Selbstkritik, im Recht. Bereits vier Wochen, nachdem wir zusammengezogen waren, eröffnete er mir auf einem abendlichen Spaziergang völlig unerwartet und überraschend, dass er mich nicht mehr lieben würde und die Trennung wolle. Ich war wie vor den Kopf geschlagen und meine Verzweiflung war grenzenlos! Da ich diesen Mann aufrichtig und von Herzen liebte, waren die Schmerzen unbeschreiblich. Er reagierte darauf völlig emotionslos, mit einer Eiseskälte, die ich nicht begreifen konnte. In unserer 16 Jahre währenden Beziehung drohte er gefühlte 100 oder 1000 Mal mit Trennung. Erst sehr spät begriff ich, dass er diese Trennung nie ernsthaft in Erwägung zog, sondern dieses perfide Spiel nur trieb, um die absolute Kontrolle über unsere Beziehung und über mich zu haben. Und ich spielte dieses Spiel jahrelang mit, indem ich vor ihm zu Kreuze kroch, ihn um Entschuldigung anflehte (ohne zu wissen, wofür ich mich eigentlich entschuldigte) und ihn vom Sinn unserer Beziehung zu überzeugen suchte. Das war seine Strategie: Ich sollte mich nie seiner sicher sein! Ich sollte nie sicher sein, dass unsere Beziehung halten würde. Nach Phasen wochenlanger Harmonie und Einverständnis, begann er erneut, an unserer Beziehung zu zweifeln und inszenierte unbeschreibliche Dramen, an denen natürlich ich schuld war! Es schien so, als könne er nur eine begrenzte Zeit die „heile Welt“ aushalten und müsse sie von einem Augenblick auf den anderen komplett zerstören. Ich hingegen war gefangen in meinem Ziel, nach meiner desolaten 5 jährigen Ehe endlich eine Beziehung zu haben, die ein Leben lang halten sollte. Ich war nicht bereit, meinen Traum von einer heilen Familie aufzugeben, hielt daran wider besseren Wissens verbissen daran fest und kämpfte dafür bis zur Selbstaufgabe! Das war mein Anteil an der ganzen Geschichte! Ich war so verblendet, dass ich dachte, mit meiner grenzenlosen Liebe, mit meiner unerschütterlichen Stärke und indem ich Verantwortung übernahm, würde sich alles wieder zum Guten wenden. Mangelnde Achtsamkeit mit sich selbst, das Gefühl, Leiden gewohnt zu sein und niemals aufzugeben sowie die Empfänglichkeit für ein permanent schlechtes Gewissen, das er nach Belieben wie einen Lichtschalter bei mir an- und ausknipsen konnte, trieben mich dazu, mir Mühe zu geben, den Anfangszustand wieder herstellen zu wollen. Zu Beginn unserer Beziehung nämlich erschien er mir wie ein rettender Ritter in glänzender Rüstung: Stark, souverän, ruhig, besonnen, geduldig und als Mann von Welt. Nach meinem labilen Exmann, endlich eine Schulter zum Anlehnen! Wie hatte ich mich danach gesehnt! Ich wähnte mich am Ziel all meiner Träume! Borderliner sind sehr geschickt darin, genau das Bild zu verkörpern, welches deine Bedürfnisse befriedigt. Mit einer Art innerer Wünschelrute finden sie heraus, was du dir wünschst und was du zu brauchen scheinst und verkörpern dieses Bild. Vermutlich glauben sie selbst zu Beginn an die ganz grosse Liebe und wähnen sich selbst auch in der Vorstellung, dass sie ihre Sehnsüchte von dir erfüllt bekommen. Aber da du ja auch ein Mensch mit Fehlern und Unzulänglichkeiten bist, kracht ganz plötzlich diese Phantasie zusammen und sie fühlen sich von dir betrogen. Zumal du ja ganz allein für ihr Glück bzw. Unglück aus ihrer Sicht verantwortlich bist. Sie machen alles richtig und sind schliesslich Opfer deines Egoismusses, deiner Ignoranz und deiner Lieblosigkeit!
    Durch mein Elternhaus, das gekennzeichnet war, durch ständige Streitereien und Gewalteskalationen zwischen meinen Eltern war ich schon früh geprägt von dem Glauben, ich könne für Frieden und Harmonie sorgen, wenn ich mir nur richtig Mühe geben würde. Ich fühlte mich für meine Eltern und die Stimmung zu Hause permanent verantwortlich. Das war meine Überlebensstrategie als Einzelkind. Diesen Glauben übertrug ich dann auch später in meinen Beziehungen. Erst jetzt wurde mir irgendwann bewusst, dass auch meine Mutter Symptome einer nazisstischen Persönlichkeitsstörung aufwies. Diese vertrauten Verhaltensweisen traf ich dann auch später bei meinen Partnern an. So nahm das verhängnisvolle Spiel seinen Lauf. Gepaart mit einem ausgeprägten Helferkomplex war ich für Narzissten und Borderliner leichte Beute. Ich lebte in dem Glauben, dass zur Liebe auch immer viel Leiden gehört und sonnte mich in dem Gefühl, keine Schwäche zulassen zu dürfen und alles bewältigen zu können. Beziehungsdramen gehörten für mich dazu- ich kannte schliesslich keine gesunde Beziehung. Je mehr Dramen, desto intensiver die Gefühle! Ich litt die ganze Zeit an gnadenloser Selbstüberschätzung und konzentrierte mich ausschliesslich am Wohlergehen anderer Menschen. Mich selbst verleugnete ich kontinuierlich. Deshalb bin ich nicht nur Opfer, auch wenn es sich so anfühlt. Immer noch. Jeder, der mit einem solchen Partner zusammen ist, sollte sich deshalb mit sich selbst auseinandersetzen und sich fragen, welche Motive ihn umtreiben, in einer solchen Beziehung zu verharren. Entgegen der landläufigen Meinung, Narzissten suchen sich in der Regel eher devote Partner, die sie leicht manipulieren können, sind es eher selbstbewusste und warmherzige Menschen, von denen sie sich angezogen fühlen. Die haben nämlich etwas, was sie nicht haben, da sie innerlich leer sind. Sie wollen einfach ein grosses Stück vom Kuchen abhaben, was der andere zu bieten hat. Ich selbst erscheine nach aussen tough, offen, kommunikativ, humorvoll und optimistisch. Mein Expartner hingegen bewegte sich in der Öffentlichkeit eher linkisch, unsicher, gehemmt und blockiert. Durch meine unkomplizierte Art, schnell mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und dass sich viele durch meine Gegenwart wohl fühlen, profitierte er davon und so wirkte ich für ihn wohl sehr attraktiv.
    Wie nun gelang es mir schliesslich, mich aus dieser Beziehung zu befreien? Nun, bis dahin war es ein langer Weg…Einmal setzte ich mich zur Wehr, als er mich vor die Wahl stellte, sich zwischen ihm und meinem damals 8 jährigem Sohn zu entscheiden. Er stellte mir das Ultimatum, meinen Sohn weg zu geben und mit ihm die Beziehung weiter zu führen oder er würde sich von mir trennen. Ich entschied mich für meinen Sohn und zog aus der gemeinschaftlichen Wohnung aus. Im Nachhinein meine Rettung. Wir trennten uns zwar nicht und führten von da ab eine Wochenendbeziehung, aber ich war von nun ab nicht mehr ständig seiner „Behandlung“ ausgesetzt. Ich erhielt so wieder mehr Luft zum Atmen und entwickelte mich autark von ihm weiter. Ich merkte ihm an, dass dies für ihn kaum zu ertragen war. Er litt unter der Situation, dass ich mehr und mehr begann, mich seinem Einfluss und seiner Kontrolle zu entziehen. So verwendete er natürlich die Zeit, die wir miteinander verbrachten, insbesondere auch im Urlaub darauf, mich mit seinen üblichen Verhaltensmustern unter Druck zu setzen. Ich litt zwar weiterhin, widersetzte mich aber seinen Bestrebungen, wieder mit ihm zusammenzuziehen. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis ich bei mir realisierte, dass ich gleichgültiger wurde. Still, ganz still, nahezu unbemerkt, hatte sich meine Zuneigung zu ihm durch die Hintertür verabschiedet. Geblieben waren nur noch Gewohnheit, gemeinsame Rituale und Erinnerungen, ein bestimmtes Mass an Mitgefühl und leider noch die verflixten Schuldgefühle. Gerade mit letzteren hatte er mich noch immer an der Angel und konnte mich damit konditionieren, aber nicht mehr gefügig machen. Somit musste er den Druck erhöhen. Nach aussen, vor allem gegenüber unseren Bekannten, vermittelte er von mir das Bild der egoistischen, rücksichtslosen, karrieregeilen Tussi, die ihn im Regen stehen liess und nur ihre eigenen Bedürfnisse auslebte. Er hingegen hatte so viel für mich getan und wünsche sich doch nur eine richtige Beziehung mit mir. Viele glaubten ihm, da er ja stets so bescheiden, zurückhaltend und hilfsbereit auftrat. Da musste ich ja zwangsläufig das Biest sein!
    Als ich an meiner Arbeitsstelle einer unerträglichen Mobbingsituation gegen mich ausgesetzt war und zusammen mit meiner problematischen Beziehung massive Herzbeschwerden entwickelte, entschloss ich mich zu einer Psychotherapie. Als ich meiner Therapeutin nur diese eine Situation mit seinem Ultimatum, mich zwischen ihm und meinem Sohn entscheiden zu müssen erzählte, sagte sie einen Schlüsselsatz: „Ihnen wurde Gewalt angetan!“ Gewalt? So hatte ich das bisher nie gesehen! Höchstens als einen sehr dummen Fehler von ihm! Und dabei wusste die Frau noch nicht einmal im Entferntesten alles! Ihre Aussage begann in mir zu arbeiten und ich ging in die Auseinandersetzung mit mir selbst und dieser Beziehung, die jahrelang ein Höllenritt für mich gewesen war. Es dauerte danach nochmals ein paar Monate, bis ich meinen Expartner an einem Abend schliesslich beim Wort nahm. Er stellte mir nämlich ein erneutes Ultimatum: Entweder wir würden heiraten oder wir müssten uns trennen. Ich entschied mich für die Trennung! Dies muss ihn sehr überrascht haben. Er versuchte es wie üblich mit üblen Vorhaltungen, mich eifersüchtig zu machen und schliesslich mit den üblichen Schuldzuweisungen, dass ich sein Leben zerstört habe. Von meiner Liebe zu ihm war nichts mehr übrig geblieben und trotzdem hatte ich mit meinem schlechten Gewissen derart zu kämpfen, dass es mich unglaubliche Kraftanstrengungen kostete, nicht wieder „rückfällig“ zu werden. Ich habe die Trennung konsequent durchgezogen, obwohl es mir nur mit meinem inzwischen erworbenen Wissen über Persönlichkeitsstörungen gelang, nicht mehr auf seine SMS: „Ich vermisse dich!“ zu reagieren. Er selbst hatte übrigens stets professionelle Hilfe abgelehnt. Seiner Ansicht nach litt er lediglich an „Depressionen“, die er mit Alkohol „therapierte“. Einer seiner letzten Äusserungen war dann auch, dass ich mich mal mehr hätte mit seinen Depressionen beschäftigen sollen.
    Seither sind gut drei Jahre vergangen. Ich musste ihn (aus Selbstschutz) völlig aus meinem Leben verbannen. Ich habe ihn in den sozialen Medien blockiert und auf keinen seiner Kontaktversuche reagiert. Auch wenn er mir noch eine erhebliche Geldsumme schuldet, was er in einem „persönlichen Gespräch“ mit mir klären wollte. Ich habe bewusst darauf verzichtet. Mein Seelenfrieden ist mir inzwischen wichtiger. Ich möchte in meinem ganzen Leben nichts mehr von ihm sehen und hören.

    Ich habe in den Foren Betroffener viel darüber gelesen, dass man Borderliner nicht stigmatisieren und nicht als Monster darstellen solle. Man müsse doch für sie auch Verständnis aufbringen. Sie würden sich schliesslich nicht absichtlich so verhalten und würden selbst am meisten unter ihrer Störung leiden. Eine derartige Persönlichkeitsstörung würde sich zumeist aus einer genetischen Disposition in Kombination mit verheerenden Traumen aus der Kindheit entwickeln. Dazu sage ich folgendes: Ich weiss, dass Borderliner keine glücklichen Menschen sind und unter ihrem Zustand sicherlich leiden. Eine Einsicht in ihre Störung erfolgt nur mit professioneller Hilfe, nicht von selbst, dies gehört ja schliesslich zu dem Erscheinungsbild dieser Störung. Für die erlittenen Traumata können sie nichts, aber wir, die Partner dieser Menschen können auch nichts dafür!!! Da sie kein Warnschild um den Hals tragen, gehen wir trotz eigener Anteile völlig ahnungslos in eine Partnerschaft mit ihnen. Unser Vertrauen und unsere Zuneigung wird dann, wenn auch ungewollt, von ihnen auf unvorstellbare Art verletzt. Sie sind keine Monster, aber sie verhalten sich so! Das klingt hart, aber ist leider die Wahrheit! Menschen mit narzisstischen Störungen sind Energievampire. Sie saugen deine Kraft und Energie bis zum letzten Tropfen aus. Sie nähren sich von dir, was man auch narzisstische Zufuhr nennt. Wenn du am Ende mit deinen Kräften bist, kann es sein, dass sie sich deiner entledigen, weil du für sie nutzlos und unbrauchbar geworden bist. Oder sie umgarnen dich wieder mit ihrem Charme und ihrer Liebenswürdigkeit, um erneut in dir Hoffnung zu wecken und dich zu Kräften kommen zu lassen, bis das grausame Spiel von neuem beginnt. Wer eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe will (die Streit miteinschliesst, der aber Lösungen und Kompromisse zum Ziel hat und nicht die seelische Demontage des Partners) sollte die Finger von Partnern mit Persönlichkeitsstörungen lassen. Das, was du geben willst und was du zu geben hast, wird nie genug sein für diese Menschen. Viele von uns gehen traumatisiert aus solchen Beziehungen heraus, einige sogar als seelische Krüppel, die sich nie mehr ganz von den leidvollen Erlebnissen erholen werden. Ich verurteile deshalb Menschen, die unter Borderline leiden, nicht, aber sie tragen eben Verantwortung dafür, wie sie mit ihrer Störung umgehen. Mitgefühl und Verständnis ihrer Partner bleiben wirkungslos, wenn sie sich professioneller Unterstützung verweigern, ihren Partner für ihren Zustand verantwortlich machen und ihm schweren seelischen Schaden zufügen. Sie sind aufgrund ihrer Erkrankung niemals von dieser Verantwortung frei zu sprechen. Auch wenn sie selbst unter hohen seelischen Qualen leiden, sind sie nicht berechtigt, andere Menschen, die ihnen Liebe und Zuneigung entgegen bringen, zu demütigen und zu erniedrigen. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung nur dazu raten, möglichst schnell das Weite zu suchen und sich selbst in Sicherheit zu bringen, wenn dein Borderliner sich nicht helfen lassen will. Du wirst einen Kampf gegen Windmühlen führen, der dich dein Selbst, deine psychische Gesundheit und irgendwann auch deine Selbstachtung kosten wird. Auch wenn es zugebenermassen unterschiedliche Ausprägungen dieser Störung gibt und manche Beziehungen mit hohem Kraftaufwand von beiden gelingen mögen. Meine Hochachtung gebührt den Borderlinern, die den Kampf mit ihrer Störung aufnehmen und den Mut besitzen, sich auf einen längeren und sicherlich beschwerlichen Weg der Heilung zu begeben. Ihnen und ihren Angehörigen wünsche ich von ganzem Herzen viel Kraft, Energie, neuen Lebensmut und viel Durchhaltevermögen!

    1. Zu meinem vorherigen Kommentar möchte ich noch etwas hinzufügen, damit kein falsches Bild entsteht. Natürlich hatte mein Expartner auch viele positiven Eigenschaften sowie wir ebenfalls glückliche Momente miteinander erlebt haben. Sonst wäre die Beziehung für mich auch nicht so viele Jahre auszuhalten gewesen, denn trotz meiner Anteile, die ich bereits beschrieben habe, bin ich keine Masochistin. Er zeigte sich oft sehr hilfsbereit und hatte mir einmal aus einer prekären finanziellen Notlage ohne zu zögern geholfen. Der Preis dafür aber war, dass er mich bei jeder Gelegenheit spüren liess und das auch deutlich gesagt hat, dass ich deshalb tief in seiner Schuld stünde. Und wie würde ich ihm das danken? Indem ich unsere Beziehung mit Füssen treten würde. Dies wiederholte er in all den Jahren ständig. Somit gelang es ihm leider immer wieder, dass er positives Verhalten gegen mich verwendete…Während ich diese Zeilen schreibe, kommt Vieles wieder hoch. Meine Hand zittert. Ich bin noch längst nicht darüber hinweg, obwohl mittlerweile 3 Jahre nach unserer Trennung vergangen sind. Die Phasen, in denen ich mich nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftige, werden immer länger. Ich bin ein glücklicher Single und habe zu mir gefunden. Manchmal wünsche ich mir zwar jemand an meiner Seite, wenn die Probleme im Alltag, der Leistungsdruck auf der Arbeit und die Sorge um meine pflegebedürftige Mutter überhand nehmen, da ich alles alleine stemmen muss. Im Grossen und Ganzen fehlt mir jedoch kein Mann. Ich bin schon immer gut allein zurecht gekommen und geniesse meine Unabhängigkeit in vollen Zügen. Zur Verblüffung meines Ex habe ich ihm beim Abschied gesagt, als er mich wieder abwertete, dass ich mich völlig o.k. finde, so wie ich bin. Und der Meinung bin ich nach wie vor. Ich liebe das Leben und werde das Beste für mich daraus machen. Dennoch bleibt eine grundlegende Unsicherheit bestehen: Werde ich mich ein drittes Mal in jemanden verlieben, der eine solche psychische Störung aufweist? Kann ich mir selbst wieder vertrauen? Ich glaube und hoffe natürlich, dass ich nun wachsamer bin und bestimmte Anzeichen schnell erkennen würde und dass dann meine innere Alarmglocke anfängt zu schrillen. Aber mit absoluter Sicherheit weiss ich es nicht. Mein Vertrauen wurde in seinen Grundfesten nachhaltig erschüttert. Ich bin jedoch noch nicht jenseits von Gut und Böse. Ich stelle fest, dass einige Männer, denen ich begegne, durchaus noch Interesse und Gefühle in mir wecken können. Sie erscheinen mir liebenswert „normal“, aber ich bleibe dennoch auf Distanz. Die Furcht, nach einer Weile entdecken zu müssen, dass es sich erneut um einen „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ handeln könnte, steckt mir noch in den Knochen.
      Was mich wütend macht, sind manche abfällige Kommentare, die meinen, dass Frauen und Männer, die sich mit Borderlinern einlassen, doch selbst einen Knall haben müssten! Kein normaler Mensch würde sich das doch auf die Dauer bieten lassen. Oder der Blog einer Frau, die selbst unter der Borderline Störung leidet, vor lauter Selbstmitleid zerfliesst und behauptet, „wir“ könnten ja jederzeit gehen! Welch ein Unsinn und welche Ignoranz denjenigen gegenüber, denen Schäden zugefügt wird. Ich gebe zu, dass ich früher auch nie verstanden habe, warum Frauen ihre Männer, die sie schlagen und misshandeln, nicht einfach verlassen. Ich habe darüber mit einem mitleidigen und selbstgefälligen Grinsen nur den Kopf geschüttelt. Durch meine eigene Erfahrung denke ich inzwischen anders darüber und weiss, dass jeder, der nie in einer solchen Beziehung gesteckt hat, das nie verstehen wird. Weil wir es selbst bis heute nicht ganz verstehen können. Wir sind keine Idioten und Masochisten, aber einfach so gehen, klappt leider nur selten. Aus welchen Gründen auch immer. Liegt es daran, dass Borderliner faszinierende Persönlichkeiten sind, an der permanenten Gehirnwäsche, der man ausgesetzt ist und wo man oft seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr traut, an einem Spinnennetz aus gegenseitiger Abhängigkeit und schliesslich daran, dass man an dem Partner hängt? Sind schliesslich noch Kinder von der Partie, ist es eventuell noch schwieriger, einfach zu gehen, obwohl man den Kindern keinen Gefallen damit macht, sie länger als nötig diesem Martyrium auszusetzen. Jedenfalls zeugt es von unglaublicher Respektlosigkeit, wenn demjenigen, der bei seinem Borderline-Partner so lange ausgehalten wird, quasi noch eine Mitschuld gegeben wird! Und der Borderliner macht es sich zu leicht damit, wenn er meint, sein Partner habe doch die Wahl. Damit schiebt er seine Verantwortung von sich und seinem Partner den schwarzen Peter zu. Das geht gar nicht! Partner und Expartner lasst euch das nicht einreden. Das ewige Schuld-Zuschiebe-Spiel muss ein Ende haben! Eine tiefgreifende psychische Störung kann kein Freifahrtschein sein!

      Ich war nie Opfer physischer Gewalt gewesen (er hatte mir nur ein paar Mal Schläge angedroht, hatte aber stets genug Munition, um mich psychisch zu drangsalieren), aber psychische Misshandlungen sind genauso schlimm, wenn nicht sogar auf eine gewisse Weise schlimmer. Sie hinterlassen nämlich keine äusseren Spuren. Oft wird den Opfern kein Glauben geschenkt, da sich der Täter im Umfeld von seiner besten Seite präsentiert und das Opfer in ein schlechtes Licht stellt. Ich bin mir bewusst, dass in Fällen von Gewalt der Sachverhalt oftmals komplex ist. Auch der Täter kann (ein früheres) Opfer sein und mir liegt es fern, alle Menschen mit Persönlichkeitsstörungen über einen Kamm zu scheren. So wird man ihnen natürlich nicht gerecht. Aber viele von diesen Menschen sind bezüglich ihrer Interaktionen mit ihren Mitmenschen gefährlich. Unsere „poltical correctness“ treibt da mitunter merkwürdige Blüten, indem Täter-Opfer-Ebenen auf eine irreführende Weise vermengt werden. Männer, die zum Beispiel Opfer von Gewalt durch ihre Frauen werden, werden verhöhnt, verspottet, nicht ernst genommen und diskriminiert. Dieses Thema muss dringend enttabuisiert und ernsthaft behandelt werden. Darüber muss genauso eine öffentliche Debatte stattfinden wie viel mehr Aufklärung über die diversen Persönlichkeitsstörungen und deren Auswirkungen für alle Betroffene. Eine offene und ehrliche Aufklärung, ohne die „Erkrankten“ (darf man nicht schreiben, da es sich um eine Störung und nicht um eine Krankheit handelt, ich weiss…) zu stigmatisieren. Ein Balanceakt, der aber dringend notwendig ist. Einerseits um den Menschen, die unter dieser Störung leiden, vor Augen zu führen, dass sie sich helfen lassen müssen und Linderung ihrer Beschwerden möglich ist, andererseits um potentielle Partner der Betroffenen zu schützen bzw. Familienangehörige und Freunde Wege aufzuzeigen, wie sie helfen können ohne dabei selbst kaputt zu gehen.

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