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Obskur und eher weiblich? Von wegen…!
Testosteron hinterfragt

Veröffentlicht

In meinem Artikel „Ich bin obskur und eher weiblich“ habe ich davon gesprochen, dass mir die Uni Zürich bei einem Onlinetest überdurchschnittlich viele von der gesellschaftlich als weiblich gesehene bzw. als weiblich erwünschte Eigenschaften zugesprochen hat. (Man kann jetzt darüber diskutieren, wer sich diese Eigenschaften, die sich alle auf Empathie beziehen, ausschließlich für Frauen wünscht.)

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Bei der Geschlechtsrollenorientierung habe ich in der Maskulinität einen Wert von 3,27, was um 1,21 unter dem Durchschnittswert der Studie, der bei 4,48 lag, erreicht.
In der Feminität habe ich einen Wert von 5,87 erreicht, was um 0,79 über dem Durschnittswert der Frauen lag. (Durchschnittswert der Frauen: 5,08)

Laut dieser Ergebnisse lag ich weit unter den Maskulinitätwerten von Männern und Frauen. (Der Durschnittsmaskulinitätswert der Frau lag bei 4,21) Außerdem lagen meine Feminitätswerte über denen der durchschnittlichen Frau. (s. o.)

Diese Ergebnisse haben mich – zusammen mit dem vermittelten Bild der testosterongesteuerten Männlichkeit – dazu gebracht, dass ich gedacht habe, dass bei mir mein Testosterongehalt im Körper sehr gering und mein Anteil weiblicher Hormone recht hoch sein muss.
Ich bin also auf die Falle des vermittelten Bildes des testosterongesteuerten Mannes hereingefallen – dazu aber später mehr.

Ich hatte dann auch die Möglichkeit innerhalb einer Fortführung der Studie der Zürich Uni meine Hormonwerte feststellen zu lassen. Dies hatte ich in dem Bewusstsein, dass die Ergebnisse recht feminin bei mir ausfallen würden auch hier angekündigt. Später mehr zu den Ergebnissen.

Wir alle kennen aber diese Sprüche, die gerade in Politikerkreisen sehr beliebt sind, in denen der Mann allein aufgrund seines Testosterons als eher untauglich für Politik und Ökonomie bezeichnet wird. (Das nahezu ausschließlich Männer Politik und Wirtschaft aufgebaut haben, lassen wir einmal beiseite.) Testosterongesteuert steht konkret für das Verhalten eines Neanderthalers. Entgegen jeder feministischer Gendertheorie wird der Mann hier als grundsätzlich schlechter geeignet dargestellt, weil es die Natur so eingerichtet hat. (Wenn ein Feminist die Gendertheorie braucht nutzt er sie, wenn etwas anderes dem Mann schadet, nutzt er halt dies.)

Als Beispiel möchte ich jetzt nur die SPD-Politikerin Gaschke nennen, die als ehemaliger Bürgermeister der Stadt XXXX ihr Versagen auf eine „testosterongesteuerte Politik“ schieben musste. Ich nenne so etwas feministisches Erklären des eigenen Versagens.

Wie schon gesagt, ich selbst bin auf dieses Bild hereingefallen. Ich habe jetzt ca. 40 Jahre Feminismus in meiner Sozialisierung erlebt. Das hinterlässt natürlich Spuren. Natürlich prägen sich Vorurteile ein, wenn man sie oft genug hört. Ich war ja auch der Ansicht, dass 90 % der häuslichen Gewalt von Männern ausgeht. Der Ansicht war ich ja noch lange, selbst als ich mehrfach selbst Gewalt durch Frauen erfahren habe. Erst langsam – Stück für Stück – bin ich in der Lage diese ganzen Vorurteile zu beseitigen.

Ich habe also mit dem Bewusstsein, dass meine Sexualhormonwerte extrem in die weibliche Richtung gehen, meine Werte überprüfen lassen. Die Ergebnisse liegen mir nun seit gestern vor. Es ist wieder eine kleine Welt für mich zusammengebrochen. Die Ergebnisse entsprachen in keinster Weise meinen Erwartungen.

Die Ergebnissen zu meiner Sexualhormonkonzentration

Testosteron

Recht gleichgültig habe ich den Umschlag der Uni Zürich geöffnet. Ich war mir ja sicher, dass meine Werte eher im „weiblichen Bereich“ liegen, was die Konzentrationen meiner Sexualhormone anbelangt. Mir fiel auch als erstes die Zahl 67,82 pg/ml im Abschnitt Testosteron ins Auge. Ich dachte, okay, der Grundwert liegt bei 100, dann liegst Du ja nur „knapp“ darunter.

Ich habe mich geirrt. Der Durchschnittswert der 18 – 39jährigen liegt bei 61,1. Ich liege mit meinen Werten also schon einmal mit 6,72 über den Werten einer Gruppe, aus der ich hinausgealtert bin. Der Durchschnittswert aus meiner Altersklasse liegt bei 55,8. Dort liege ich mit 12,02 drüber.

Man kann also feststellen, dass ich insgesamt deutlich über den Durschnittswerten liege. Dies betrifft alle testosteronrelevanten Altersgruppen.

Aber auch in dieser Studie werden merkwürdige Thesen in der Beschreibung zum Testosteron verbreitet:

„…Hohe Testosteronspiegel werden mit gesteigerter Libido sowie mit dominantem und aggressiven Verhalten assoziiert. Testosteron hängt auch mit dem Beziehungs- und Vaterschaftsstatus zusammen. Männer in festen Beziehungen weisen durchschnittlich tiefere Testosteronwerte auf als alleinstehende Männer. Auch Väter haben durchschnittlich tiefere Testosteronspiegel als Männer ohne Kinder, wobei das Ausmaß der direkten Fürsorge für die Kinder hier einen Einfluss nehmen kann.“

Gesteigerte Libido? Was ich in meiner Freizeit mit mir selbst anstelle geht niemanden etwas an. Ich habe bereits solche Artikel wie „Warum es mir egal ist, schon lange keinen Sex mehr zu haben“ geschrieben. In dieser Hinsicht scheint mein Testosteron zu versagen. Ich bin auch eher das Gegenteil von dominant und – im gesellschaftlichen Sinn – aggressiv. (Es gibt das böse „Aggressiv“ und das gute „Aggressiv“ in Zusammenhang mit Testosteron geht es immer um eine rücksichtslose, gewalttätige Aggressivität. Es gibt aber auch die Aggressivität im Sinne von „herangehen“, „etwas tun“.)

Mein Testosteronspiegel scheint sich auch nicht von meinem Dasein als alleinerziehender Vater beeindrucken zu lassen. Es will offenbar einfach nicht sinken, damit es in wissenschaftliche Studien passt.

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Die Punkte zeigen den Durschnittswert.

Sehen wir uns aber die weiteren Ergebnisse an.

Cortisol

Meine Cortisolwerte sind katastrophal. Der Durchschnittswert in der Studie liegt bei 17,0. Ich bin mit 8,54 nmol/l. dabei. Die dazugehörige Grafik fängt auch erst ungefähr mit diesem Wert an. Vielleicht habe ich die Grafik ja auch nach unten beeinflusst. Cortisol ist ein wichtiges Stresshormon. Mein übersteigertes Stressempfinden kann mit dem geringen Vorkommen in meinem Körper in engem Zusammenhang stehen.

Östradiol (Estradiol)

Mein Östradiolwert wurde auf 0,98 pg/ml bestimmt. Mein Wert liegt unterhalb des Durchschnittswertes aller Altersgruppen, die von Belang sind. Den niedrigsten Durchschnittswert hat die Gruppe der 18 – 39jährigen. Er liegt bei 1,4. Ich liege also um 0,42 darunter.

Die Punkte zeigen den Durschnittswert.
Die Punkte zeigen den Durschnittswert.

Was sagt denn „das etwas andere Nachschlagewerk“ – die Wikipedia zum Östradiol?

Estradiol (deutsch Östradiol, gelegentlich abgekürzt mit E2) ist ein Sexualhormon und neben Estron und Estriol eines der wichtigsten natürlichen Estrogene.

Laut einer Studie der Psychologen Kristina Durante und Norman Li von der Staatsuniversität in Austin im US-Bundesstaat Texas werden Frauen mit höheren Werten des Sexualhormons Estradiol als attraktiver empfunden, haben mehr Affären und längere Beziehungen.

Gut, ich muss als Frau nicht attraktiver empfunden werden und muss als Frau auch keine längeren Beziehungen haben. Daher ist mir dieses Hormon recht gleichgültig.

Mein persönliches Fazit

Zunächst einmal stelle ich fest, dass das Testosteron im Gegensatz zum Östradiol viel negativer gewertet wird. Während man beim Testosteron ganz schnell dabei ist, es negativ zu konnotieren, wird dies in dieser Form beim Östradiol nicht vorgenommen. Dort bleibt man ohne zu werten sachlich. Ob dies geschieht, um Feministen direkt ein Mittel an die Hand zu geben, Männer schon aufgrund ihres natürlichen Geschlechts abwertend zu behandeln, kann man sich nur denken. Es ist allerdings wahrscheinlich, wenn man bedenkt, wie gerne und oft Feministen negativ von testosterongesteuerten Männern sprechen.

Es stellt sich für mich auch als sehr deutlich heraus, dass Feministen je nachdem, wie es ihnen gerade in den Kram passt, entweder die gender studies oder aber die Natur mit ihren Hormonen bemüht. Geht es um biologische Nachteile, ist alles nur sozial konstruiert. Geht es aber um Männer in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind diese ganz schnell testosterongesteuert.

Feminismus ist inkonsistent.

Ich nehme an, dass es für Feministen einfach nur ein hervorragender Ansatzpunkt war, wie man Männer von Natur aus sozialbenachteiligt darzustellen vermag. Wie man ihnen von Anfang an eine Tauglichkeit für ergriffene Berufe, in denen sie seit Jahrhunderten erfolgreich sind, absprechen kann. Was kann es schöneres geben, als ein Hormon, dass in einer vielfach höheren Konzentration im Mann vorhanden ist als in einer Frau? Dazu nimmt man dann die gängigen Geschlechterklischees, die beide Geschlechter vermitteln, und schon hat man das Bild des bösen, aggressiven Neanderthalers.

Was aber schließe ich nun aus meinen Ergebnissen? Ich stelle zunächst überhaupt erst einmal fest, welche Ergebnisse bei mir zustande kamen.

Die (oberflächliche) Untersuchung zu meinem Sozialverhalten ergab, dass ich mehr als für Frauen gewünschte weibliche Eigenschaften habe als die durchschnittliche Frau. In der Betrachtung der Gesellschaft bin ich dann wohl im falschen Körper geboren, da ich eine überdurchschnittlich soziale Frau wäre. Das bin ich aber nicht. Ich bin ein alleinerziehender Vater und dementsprechend auch ein Mann.

Die Untersuchung zu meinen Sexualhormonen ergab eine recht hohe Testosteronkonzentration in meinem Körper. Wie aber passen nun beide Untersuchungen zueinander? Eine generelle Aussage kann man nicht treffen, da ich hier nur die Ergebnisse eines Probanden vorliegen habe, nämlich meine. Sie sind aber ein Hinweis darauf, dass das Testosteron eher nicht mit sozial inkompatiblen Verhaltensweisen in Zusammenhang zu bringen ist.

Es drängt sich tatsächlich der Verdacht auf, dass dem Testosteron unrecht getan wird und es als Argumentationshilfe für Feministen herangezogen wird, warum der Mann von Geburt an makelhaft ist. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass das Testosteron in meinem Körper dafür sorgt, dass ich in vielen sozialen Belangen so abschneide, wie ich eben abschneide.

Hadmut Danisch hatte dazu einmal den Beitrag „Testosteron macht fair, gerecht und ehrlich„, der sich auf den Artikel Testosteron – Das verkannte Hormon bezieht.

Dort heißt es z. B.

Seit Jahrzehnten heißt es, zu viel Testosteron im Blut mache Männer aggressiv, triebhaft und antisozial. Doch tatsächlich wirkt das Sexualhormon auf die menschliche Psyche in vielfältiger Weise – mitunter fördert es sogar die Fairness.

  1. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon. In Tier­studien gehen erhöhte Testos­teronwerte mit aggressivem Verhalten gegenüber Rivalen und Sexualpartnern einher.

  2. Dass der Botenstoff ursächlich Aggressio­nen fördert, ist jedoch nicht belegt. Experimentelle Studien deuten sogar darauf hin, dass das Hormon kooperatives Verhalten fördern kann.

  3. Unklar bleibt, welche Rolle das weibliche Sexualhormon Östradiol im Gehirn spielt. Es wird im männlichen Körper aus Testosteron gebildet und dürfte ebenfalls das Verhalten beeinflussen.

Dieser Artikel stellt mich allerdings auch nicht zufrieden. Ich denke, wir müssen den Aberglauben über das „böse Testosteron“ beenden und das Testosteron neutral wissenschaftlich untersuchen.

Bei mir wirkt sich das Testosteron zumindest nicht in einer übersteigerten Aggression  aus. Wenn man beide Testergebnisse in einen Zusammenhang setzt, muss man eigentlich daraus schließen, dass Testosteron genau die gegenteilige Wirkung von dem hat, was ihm nachgesagt wird.

 

 

 

31 Gedanken zu „Obskur und eher weiblich? Von wegen…!
Testosteron hinterfragt

  1. Die Fragebögen, die du ausgefüllt hattest, waren wohl ein wenig unüberlegt konzipiert, sonst hättest du schon dort einen überdurchschnittlich maskulinen Wert erhalten müssen. 🙂

      1. Auch das wäre mir durch die Übung zu umgehen gelungen. 😀
        Edit: Es ist ja auch schon bei mir angekommen, dass Männlichkeit böööööse ist! 😉

        Meine Männlichkeit ist sowieso nicht zu erfassen:
        Sie ist ja maaaaaaaßloooooos. 😀

      2. Ich bin zu hektisch. Die Antwort von mir war sehr verstrahlt. 😉

        Du meinst also, diese Fragebögen hätten Männlichkeit unsichtbar gemacht?!? *kreisch*

        Das ist aber doch das Vorrecht der Frauen, immer und überall durch das Patriarchat unsichtbar gemacht zu werden! 😀

          1. Dass ich manchmal etwas wirr erscheine, ist aber nicht Absicht… Momentan fühle ich mich wie Professor Hastig. Falls den jemand kennt. 😉

            Jo, lass uns reinhauen!

  2. Schreibt ja Quellwerk schon: „Wenn man beide Testergebnisse in einen Zusammenhang setzt, muss man eigentlich daraus schließen, dass Testosteron genau die gegenteilige Wirkung von dem hat, was ihm nachgesagt wird.“ ist nicht zwingend die richtige Schlussfolgerung. Es ist auch möglich, dass der „Geschlechtsrollenorientierungstest“ schlicht genau das testet, was die Autoren unter „Geschlechterrollen“ verstehen, was absolut gar nichts mit dem natürlichen Verhalten der Geschlechter zu tun haben muss.

    Deine Ergebnisse zeigen damit – wenn wir voraussetzen, dass Danischs Beitrag, der ja zeigt, dass „aggressiv, triebhaft und antisozial“ eigentlich „fair, gerecht und ehrlich“ heißen sollte und nur irgendwelche „Geschlechterrollenspinner“ das aufgrund ihres verqueren Moralverständnisses negativ benennen (und framen), zeigen die Ergebnisse deines Tests schlicht, dass biologisch sehr männliche Männer (also die mit viel Testosteron) sehr positive Eigenschaften haben und die Zuschreibungen zu „klassischen Geschlechterrollen“ nicht stimmen oder zumindest keine biologische Grundlage im Testosteron haben.

    Ich theoretisiere mal weiter: Männer sollten, so rein logisch, männliche Sexualhormone haben und Frauen weibliche. Haben nun Frauen zu viele männliche Sexualhormone, werden sie aggressiv, triebhaft und antisozial, kurz gefasst: Feministinnen. Soweit stimmt die Theorie.

    Meine Frau widerspricht hier: aggressiv, triebhaft und antisozial sei für Frauen normal. Feministin sei man erst, wenn man das als fair, gerecht und ehrlich sieht.

    Da hat sie natürlich nicht recht; meine Frau wird total widerlich, wenn sie die Pille mal einen Monat nicht mehr nimmt. Das ist bei anderen Frauen auch nicht anders. Also weiter im Text:

    Frauen werden zum Kotzen, wenn sie keinen totalen Östrogenüberschuss haben. Siehe Feministinnen.

    Männer mit zu wenig Testosteron werden – parallel – auch total zum Kotzen. Siehe alle pinken Pudel.

    Natürlich ist das auch eine nature vs nurture – Frage; aber in der momentanen „Frauen sind toll“-Gesellschaft haben die Frauen keinen Grund, sich nicht aggressiv, triebhaft und antisozial zu verhalten, da das ja (als Verhalten einer Frau) ganz grundsätzlich toll sei.

    Ganz konträr wird es bei Männern schlechtgemacht, wenn sie fair, gerecht und ehrlich sind. Beispiele?

    Fair & Gerecht: Hey Anneliese, du warst 3 Jahre in Mutterschaftsurlaub. Du kannst nicht mehr so viel wie Klaus, der die 3 Jahre gearbeitet hat. Natürlich verdient Klaus mehr.
    Ehrlich: Ich finde fette Frauen unattraktiv.

    1. Zum Thema „unfair“ kam uns gerade übrigens der Damensaunatag. Es gibt keinen „Herrensaunatag“. Wozu auch, dachte ich mir, bis meine Frau meinte, „Die Männer willste auch echt nicht anschauen“. Dann will ich natürlich als Ausgleich zum Damensaunatag einen „Nur-attraktive-Damen-Saunatag“.

    2. Ich denke auch nicht, dass es um tatsächliches Verhalten geht. Es geht darum, zu zeigen, dass der Mann von Natur aus der Frau in gewissen Belangen unterlegen ist. Dafür wird dann halt das Testosteron herbeigezerrt.

      Ich müsste ja anhand meines Testosterons einige Jahre im Knast verbracht haben.

      Ich bin die letzte Zeit sehr vorsichtig, wenn ich Geschlechterrollen hinterfrage, weil es dann oft gerne von Genderpfeifen ausgeschlachtet wird. Für die eigentlichen Verfestigungen von Rollen, die Männer in dieser Art nie vorgesehen haben, sind aber Feministien verantwortlich. Sie verstecken sich nur hinter dem Genderwahn.

      Das ewige Gerede von testosterongesteuert vertieft die Vorurteile, die Rollen werden gefestigt.

      …Zuschreibungen zu “klassischen Geschlechterrollen” nicht stimmen oder zumindest keine biologische Grundlage im Testosteron haben…

      Eben das glaube ich mittlerweile.

    3. @jck und seine Frau

      „Haben nun Frauen zu viele männliche Sexualhormone, werden sie aggressiv, triebhaft und antisozial, kurz gefasst: Feministinnen. Soweit stimmt die Theorie.

      Meine Frau widerspricht hier: aggressiv, triebhaft und antisozial sei für Frauen normal. Feministin sei man erst, wenn man das als fair, gerecht und ehrlich sieht.“

      Welch ein Genuss, einen klaren Verstand bei der Arbeit zuzusehen.

    4. Meine Frau widerspricht hier: aggressiv, triebhaft und antisozial sei für Frauen normal.

      Da hat sie natürlich nicht (un?)recht; meine Frau wird total widerlich, wenn sie die Pille mal einen Monat nicht mehr nimmt.

      Spinnen wir den Gedanken doch einfach weiter. Die moderne Mini-Pille basiert nicht auf Östrogenen sondern auf Progestine. Diese wiederum leiten sich von Nortestosteron, Testosteron oder Progesteron ab. Dabei handelt es sich um Steroide. Diese künstlichen Gestagene bilden unter anderem die Basis für Testosteron welches wiederum die Basis für Östrogen ist.

      So weit meine laienhafte Zusammenfassung.

      Eine mögliche Folgerung wäre demnach, dass erst Testosteron dafür sorgt, dass ein Mensch ausgeglichen sein kann und ein Mangel aus Weibern Furien macht. Unter dieser Annahme wären Frauen deutlich »testosterongesteuerterter« als Männer. Passt aber natürlich nicht in den vorherrschenden Konsens.

    1. Jetzt endlich verstehe ich, was Dich treibt. Du musst meinen Artikel hinterfragen. Würdest Du es nicht tun, würde ein Widerspruch zu vielen Deiner Artikel im Web stehen. 😀

      …und Christian der Große darf ja nicht irren; denn wir alle wissen ja: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“

      Mal so nebenbei: Spinnt man Deinen Gedanken weiter
      – jemand mit einem hohen Testosteronspiegel, dessen Testosteron vom Körper nicht erkannt wird und dementsprechend nicht testosterongesteuert sein kann, müsste doch der Feministen Liebling sein, oder etwa nicht?

      Du bezweifelst also, dass mein Testosteron erkannt wird. Warum engagiere ich mich aber dann in der Weise, wie ich es tue? Warum bin ich dann keine Genderpfeife? Ich müsste doch dann eigentlich eine Gender-Evolutionsstufe weiter sein als die meisten? Oder nicht?

      Nein, es geht Dir um DEIN Weltbild.

      Deswegen trittst Du hier auch auf wie ein „gemäßigter Troll“.

      Lass es einfach. Es dauert vielleicht, aber irgendwann raffe ich es. Irgendwann…. *schnarch* 😀

      1. Öh… ist ja Dein Blog und so, aber Christians Punkt ist so per se durchaus erstmal interessant. Nun haben ja nicht „wir“ angefangen, Zusammenhänge zwischen Testosteronwerten und Verhalten zu behaupten, aber das Rezeptorenargument macht einen solchen Zusammenhang natürlich per se fragwürdig. In Anbetracht der Tatsache, dass Du einen Sohn hast, ist es allerdings enormst unwahrscheinlich, dass Du eine Androgeninsensivität hast (die zudem enormst selten ist), da das echt unfruchtbar macht (wenn man denn überhaupt einen Penis hätte und nicht Zwitter wäre, was wohl die Regel ist), aber davon ist der Punkt nicht derart verurteilenswert, wie Du es hier machst.

        Gut, man kann es natürlich als Strohmann betrachten.

        Mehr zum Thema: http://en.wikipedia.org/wiki/Androgen_insensitivity_syndrome

        1. Ich kann Dir sagen, warum ich so auf Christian reagiere:
          Weil er mich und meinen Namen während einer bestimmten ekelhaften, verlogenen Affäre tierisch in den Dreck gezogen hat.

          Er war maßgeblich für die Hetze gegen mich und diesen Blog hier verantwortlich. Dass er sich überhaupt noch traut, hier aufzutauchen, ist schon eine enorme Dreistigkeit.

          Seine Äußerungen sind zumeist völlig daneben. Diese Schutzlückenschließungen des Herrn Maas z. B. beurteilt er völlig falsch und tut dies auch in seinem Blog so kund. Leider ist er enorm für Stimmungen in der „männerbewegten Szene“ mitverantwortlich. Deswegen halte ich ihn eher für gefährlich.

          Er hat sich auch einmal hier bezüglich einer anderen Sach völlig idiotisch geäußert.

          Sein obiger Beitrag hier… Nun ja, er macht ja immer einen auf wissenschaftlich und zitiert ewig lang. Warum aber zitiert er hier bei seiner Aussage keine Belege? Weil er es nicht kann.

          Ich habe meinen Sohn extra in der Antwort erwähnt.

          Ich möchte überhaupt nicht mit Christian diskutieren. Zumal er sich mittlerweile hin und wieder gerne von Inhalten einer anderen Seite inspirieren und dann von dem anderen „Großen“ der Szene verlinken lässt. So umgeht man die Erwähnung der gewissen anderen Seite.

          Es laufen da ein paar richtige Schweinereien, die nicht gut für die Belange von Männern sind.

          Er soll sich hier einfach nicht blicken lassen und gut ist. Ich habe mich monatelang in einem richtig üblen Shitstorm befunden und habe fast das Bloggen insgesamt aufgegeben, weil es einfach zu heftig für mich war.

          Christian war nicht unwesentlich an der Sache beteiligt und hat an keiner Stelle meine „Schuld“ nachgewiesen. Auf deutsch: Er hat sich benommen wie ein…

          Mit meinen Schlussfolgerungen, dass es Christian nur um seine Position geht, kann ich bei seiner selbstverliebten egozentristischen Art gar nicht falsch liegen.

  3. Nur mal so zum Ansatz: Auch Frauen „haben“ Testosteron! Genau wie auch Östrogene in Männern wirken.. Klar, es gibt Häufungen, aber keinen Grund, ein Hormon ernsthaft zu gendern – im Sinne von: die eigene mentale Identität als Mensch, Mann oder Frau davon abhängig zu machen!

    Es ist – wie alle Hormone – ein „Stöffchen“, das Aspekte unseres SoSeins beeinflusst, massiv beeinflusst.

    „fair, gerecht und ehrlich“ hat definitiv NICHTS zu tun mit der Wirkung von Testosteron – all das ist Kulturleistung, Charakter, höhere Einsicht, aber keine automatisch zur Verfügung stehende Hormonwirkung.

    „aggressiv, triebhaft und antisozial“ ist wiederum eine rein negative Beschreibung – man könnte es auch als auch kampfkräftig, risikobereit, abenteuerlustig, kraftvoll beschreiben. Ein Stöffchen, das dabei unterstützt, sich was zu trauen, diverse Rücksichten links liegen zu lassen, der eigenen Vision zu folgen und auf alles andere zu Pfeiffen…

    Hey, ohne Testosteron hätte es die Menschheit nicht bis hierhin gepackt.

    (aber ohne Östrogen auch nicht)

    friedliche Grüße

    C.

    1. Dein Kommentar wirkt ein wenig widersprüchlich auf mich. Auf der einen Seite sagst Du, dass das Hormon unser „SoSein“ – mich schüttelt es immer bei Großbuchstaben mitten im Wort, kenn man es doch aus einer feministischen Sprachverhunzung – massiv beeinflusst.

      Auf der anderen Seite schließt Du aber direkt Eigenschaften aus, die durch das Testosteron beeinflust werden. Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, welche Eigenschaften das Testosteron beeinflusst und welche nicht. Dass feministisch benutzte „testosterongesteuert“ trifft es auf jeden Fall nicht, da es nur negatvie Eigenschaften anspricht.

      Dass Frauen ebenfalls Testosteron, in geringerem Maße haben, habe ich in einem anderen Artikel erwähnt, da Feministen, die von testosterongesteuert sprechen, sich immer auch ein Stückchen selbst damit an den Pranger stellen, was grundsätzlich ziemlich idiotisch ist.

      Hormone haben eine wichtige Aufgabe, die grundsätzlich vor allem außerhalb des Verhaltens liegen. Daher sind sowohl die weiblichen als auch die männlichen Hormone wichtig für die Menschheit. Erst feministische ständig wiederkehrende negative Äußerungen haben das Testosteron „auf die dunkle Seite der Macht“ gezogen.

      Auf der feministischen Seite finde ich allerdings extrem dumm, dass auf einmal nichts mehr sozial konstruiert ist, wenn es um „typisch männliche“ Eigenschaften geht. Damit kann man aber anstatt bestehende Rollenbilder zu „dekonstruieren“ ein neues Rollenbild der überlegenen Frau konstruieren, etablieren – wie auch immer.

      Feministen machen sie die Welt, wie sie ihnen gefällt. Ginge es um Gleichberechtigung würden Männer nicht ständig von Feministen als testosterongesteuert diskreditiert werden. Rollenbilder, die angeblich schlecht für die Frau sind, werden zerstört, Bilder, die den Mann negativ erscheinen lassen, werden haus- und hoffähig gemacht.

      Ja, Feminismus ist schon der bessere Humanismus und steht für Gleichberechtigung.

      Gab es nicht einmal eine Zeit, in der ganze Bevölkerungsgruppen für die Wahrnehmung der Bevölkerung negativ dargestellt wurden?

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