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Schlimm diese K.O.-Tropfen –
aber nicht ganz so schlimm für Frauen.

Es kommen ja immer wieder die Geschichten, wie gefährlich in unserer RAPE CULTURE doch K.O.-Tropfen für Frauen sind. In Österreich sind K.O.-Tropfen aber gendergerecht. Bekommen doch in Österreich endlich mal die bösen, rape-culture-Männer ihr Fett weg. (Sorry, ich werde immer zynischer, weil ich dieses ewige Opfergejammere der Feministen nicht mehr aushalte.)

In der „kleinen Zeitung aus Österreich“ stand heute dieser Artikel:

Gefährlicher Cocktail: 31 Fälle mit K.O.-Tropfen im Halbjahr

In Österreich gab es eine „kleine parlamentarische Anfrage“ zum Thema K. O. – Tropfen. Die Antwort ist interessant:

Von Jänner bis Juni sind österreichweit 31 Fälle von Raub bzw. schwerem Raub angezeigt worden, bei denen sogenannte K.O.-Tropfen und ähnliche Betäubungsmittel im Spiel waren. Sieben Opfer waren Frauen, 24 Mal wurden Männer betäubt und dann beraubt, hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Montag als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Team Stronach bekannt gegeben.

Darf ich dazu anmerken, dass die Quote damit über 3 : 1 liegt? Männer werden zu ca. 77 % Opfer von K. O.-Tropfen und Frauen zu ca. 23 %. Man liest aber immer nur über die Frauen als Opfer. Frauen, die ständig mit einer Vergewaltigung unter K. O.-Tropfen zu rechnen haben. Frauen wird ständig Angst vor dem böse Mann gemacht. Leider hat der Mann nach wie vor viel mehr mit Gewalttaten zu rechnen als die Frau.

Eines der weiblichen und vier der männlichen Opfer waren minderjährig.
Im gesamten Jahr 2013 waren 49 Fälle von Raub und schwerem Raub im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln angezeigt worden, dazu noch eine Vergewaltigung. Damals waren zwölf Betroffene weiblich und 38 männlich, davon ein Minderjähriger.

Die Statistik ist deutlich.

Das wirklich Schlimme an diesen Verbrechen ist, dass die eigentlichen Verbrechen keine Aufmerksamkeit mehr erlangen, sondern jede Straftat immer nur daraufhin beleuchtet wird, ob Frauen zum Opfer werden oder nicht.

  • Es sind mehr Männer als Frauen obdachlos: Wir müssen etwas gegen die Frauenobdachlosigkeit tun.
  • Es bringen sich mehr Männer um als Frauen: Wir müssen mehr sehen, dass die Frau glücklicher und zufriedener mit ihrer Situation ist.
  • Es sterben mehr Männer an Krebs als Frauen: Wir müssen unbedingt etwas gegen Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs usw. tun.
  • Es sterben mehr Männer am Herzinfarkt als Frauen: Wir müssen unbedingt etwas für die Herz-Kreislauferkrankungsaufklärung für Frauen tun!

Die Liste kann man ewig fortführen. Nur: Gegen die Verbrechen wird im Endeffekt nichts unternommen. Man kümmert sich nur darum, dass Frauen noch mehr geschützt werden als Männer.

Wann gerät es endlich in den Blick der Öffentlichkeit, dass der Mann an vielen Stellen das Opfer und der Leidtragende ist?

Edit:

Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Sprache: Frauen wurden Opfer und Männer lediglich ausgeraubt.

Heinz sprach in den Kommentaren:

Vorallem wenn man sich den Infokasten zu K.O.-Tropfen anschaut:
“Nach der Einnahme [von K.O.-Tropfen] werden die Opfer, zumeist Frauen […]”
und im Artikel dann:
“Damals waren zwölf Betroffene weiblich und 38 männlich, davon ein Minderjähriger.”

ko-tropfen

 

…und nun teilt uns James T. Kirk aus dem Gender-Universum mit, dass der Satz mit den Frauen als Opfer herausgenommen worden ist. Tja, in der Geschlechterklamotte ist man ja vieles gewohnt. Daher habe ich einen Snapshot gemacht. Sollte er nicht zu erkennen sein:
Die rechte Maustaste hilft, wenn man auf die Vorschau klickt. 😉

KO-Tropfen

Irgendwie ist der Satz wieder aufgetaucht. Egal, ich lasse den Snapshot jetzt drin.

2014-11-18: Heinz hat darauf aufmerksam gemacht, dass der Artikel komplett gelöscht wurde. Gut, dann halt auch hier der Snapshot des gesamten Artikels. Mittlerweile halte ich alles fest.
(Falls ihr den Artikel nicht lesen könnt: Ihr kennt das mit der rechten Maustaste.)

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20 Gedanken zu „Schlimm diese K.O.-Tropfen –
aber nicht ganz so schlimm für Frauen.

  1. Vorallem wenn man sich den Infokasten zu K.O.-Tropfen anschaut:
    „Nach der Einnahme [von K.O.-Tropfen] werden die Opfer, zumeist Frauen […]“
    und im Artikel dann:
    „Damals waren zwölf Betroffene weiblich und 38 männlich, davon ein Minderjähriger.“

    1. Sehr gut! Ich habe auf den Kasten gar nicht geachtet.

      Habe Deinen Kommentar in den Artikel genommen! Danke! Ihr seid ja alle aufmerksamer als ich. 😉

  2. Ich glaube, der Kasten ist jetzt weg. Ein Kommentator hatte auch darauf hingewiesen.

    Verschämt ändert man den Text wie letztens bei Jürgen von der Lippe und den Männern, die angeblich gegen Gleichberechtigung seien. Aber in den Köpfen scheint sich nichts zu tun. Gnadenlose Angepaßtheit.

      1. „dass der Satz mit den Frauen als Opfer herausgenommen worden ist“
        Also bei mir ist der Satz „Nach der Einnahme werden die Opfer, zumeist Frauen“ noch drin.

        1. Sehr befremdlich. Bei mir war der Satz eben auch weg und jetzt gerade war er wieder da.

          Egal. Lasse den Snapshot jetzt drin. Wer weiß, wie besoffen die da sind.

        2. Dann war das wohl ein Fehler von mir. Ich hatte mich an dem vergrößerten Screenshot orientiert und den Kasten auf der Seite nur überflogen. Aber es hätte ja durchaus so gewesen sein können. Vielleicht ist es ja auch so passiert. So sicher bin ich mir jetzt gar nicht mehr. 🙂

          1. Dann bin ich wohl auf dasselbe reingefallen. Bin mir auch sicher, dass das weg war…

            Vielleicht sind wir auch einfach nur zu hektisch. Ich lese ja nicht mehr, ich scanne mehr oder weniger.

  3. Die Sache kann man ja anders aufziehen: Wie oft war ein Mann, wie oft war eine Frau der Täter? Ob ein Mann eine Frau oder einen Mann vergewaltigt ist egal, er ist dann dennoch ein Vergewaltiger. Wenn also in den meisten Fällen KO Tropfen Vergewaltigungen durch Männer ausgeführt würden, würde es weiterhin in diese „rape culture“ passen. Ich hörte solche ähnlichen Zahlen (mehr Männer Opfer von KO Tropfen) übrigens nicht aus Deutschland.

    1. Es geht darum, dass doch der Mann als ewiger Triebtäter dargestellt wird, der auch mit diesen K.O.-Tropfen „auf die Jagd geht“. Dem ist ja nicht so.

      Der Artikel ist ebenfalls nicht aus Deutschland. 😉
      Es geht um Zahlen aus dem Ösiland.

      1. Es ist merkwürdig, dass man immer wieder auf die Täterschaft zu sprechen kommt, wenn Frauen auf einmal nicht mehr die Hauptopfer sind.

        Frauen dürfen Opfer sein. Bei Männern geht der Blick vom Opfer zum Täter.

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