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Auf in die feministische Vater-Kind-Kur?

Mein Sohn und ich wollen schon seit längerer Zeit in eine Vater-Kind-Kur bzw. ICH möchte gerne in Kur. Mein Sohn und ich haben keinerlei Unterstützung – Familie, Verwandtschaft, nichts. Letztes Jahr aber hat meine Krankenkasse meinen Antrag auf Vater-Kind-Kur verschleppt, bis ich nicht mehr in den Sommerferien in Kur hätte gehen können. Das war in sofern tragisch, als dass ich eine Kur dringend gebraucht hätte. Der Bedarf ist nicht geringer geworden in diesem Jahr.

Mittlerweile sieht es dieses Jahr wieder so aus, als könnte ich mit meinem Sohn nicht in Kur gehen, obwohl wir eine Bewilligung vorliegen haben. Vater-Kind-Kuren sind allerdings zumeist außerhalb der Schulferienzeit vorgesehen. Hat jemand Patriarchat und Sexismus gegenüber Frauen gesagt?

Dieses Jahr habe ich mich also extrem früh um die Genehmigung der Kur bemüht. Die Bewilligung ist durch. Leider will man mich allerdings in eine extrem feministische Kurklinik stecken. Während sich Mütter ihre Kurklinik aussuchen dürfen, soll ich als Vater nun direkt in eine feministische Klinik gepackt werden. Vom Zeitraum der Kur spreche ich dann später.

Was ist eine feministische Kurklinik? Gibt es das überhaupt?

Schauen wir doch einmal auf die Seite der Kurklinik. Ich war vor 6 Jahren bereits in dieser Kurklinik, damals war von Feminismus nichts zu sehen.

Um den Feminismus in der Kurklinik zu sehen, müssen wir nur auf die Webseite der Klinik gehen:

Die Bilder zum Thema „Regenbogenfamilien“ dienen lediglich dazu, zu verdeutlichen, wie sehr doch alles passt:

Deutsches_Rotes_Kreuz_DRK-logoDie Sprachverhunzung und die prominente Erwähnung von Regenbogenfamilien. Regenbogenfamilien sind in meiner Wahrnehmung gesellschaftlich nahezu irrelevant. Sie werden auch niemals ein Familienmodell der Zukunft darstellen, auch wenn der Feminismus von Gebärmaschinen träumt, die menschliche Fortpflanzung überflüssig macht. Das Modell Familie hat sich bewährt und ich bin fest davon überzeugt, dass nach wie vor viele Menschen in Familien leben wollen, auch wenn Familien langsam aber sicher durch den Feminismus zerstört werden. Ich halte Heterosexualität auch für die gängige Sexualität und andere Sexualitäten für Randerscheinungen.

Beides – Sprachverhunzung und die Betonung der Kurmöglichkeit für Regenbogenfamilien – zeigt, dass die ehemals ideologiefrei erscheinende Kurklinik Carolinensiel mittlerweile völlig feministisch erobert worden ist. Ich bin nicht nur feminismuskritisch, ich verweigere mich auch dem Feminismus so weit es geht. Die Kurklinik vermittelt mir also schon ein feindliches Gefühl und ich muss vorab schon die Möglichkeit einer Erholung in dieser Klinik ausschließen.

Ich bin auch nicht gewillt, meinen Sohn in feministische Obhut geben zu wollen. Ich weiß, was mit mir unter feministischem Einfluss geschehen ist und ich möchte dies meinem Sohn nicht zumuten. Ich bin unter feministischem Einfluss selbst männerfeindlich geworden, indem ich die Geschichten vom Mann als Täter und der Frau als Opfer geglaubt habe. Ich erwische mich nach wie vor, dass ich in feministisch indoktrinierten Rollenbildern vom bösen Mann und der armen Frau denke. Mein Sohn soll seinem eigenen Geschlecht positiver gegenüberstehen als ich. Zuletzt ist mir dies aufgefallen, als ich einen Babysitter gesucht habe und männliche Babysitter gemieden habe, weil… Ihr könnt es Euch denken. Dass ich selbst so widerlich denken konnte, hat mich extrem entsetzt. Feminismus sei Dank.

Daher bin ich nicht gewillt und nicht in der Lage, meine Vater-Kind-Kur mit meinem Sohn in dieser Kurklinik zu verbringen. Hoffentlich gibt es eine andere.

Eine Kurklinik, die sich der deutschen Rechtschreibung verweigert, soll sich um meinen Sohn kümmern? Was wollen sie ihm noch vermitteln? Sexuelle Vielfalt? Nein, ich möchte keine Spiele eingehen, die ich später bereuen könnte.

Außerdem soll ich in der Klinik psychologisch betreut werden – burn out und so. Alles dann nach feministisch-ideologisch-korrekten Methoden oder wie? So langsam muss Deutschland wach werden.

Heute habe ich in der Klinik angerufen, weil ich gehofft habe, dass ich über meinen Veganismus an der Klinik vorbeikomme ohne Ärger mit meiner Krankenkasse zu riskieren. Während dieses Gesprächs wollte mir die Dame in der Kurklinik allerdings zunächst keinerlei Auskünfte geben, ob ich als Veganer dort versorgt werden könne oder nicht. Ich habe auf diese Auskunft beharren müssen und bin dann doch zur Küche durchgestellt worden und mir wurde – leider – bestätigt, dass ich mich dort vegan versorgen lassen könne.

Dieses Telefonat war aber nicht das einzige, was ich an dem heutigen Tage zur geplanten Vater-Kind-Kur geführt habe.

Das Rote Kreuz Düsseldorf hat mich mit einem Anruf durch eine Dame, die sich später als Feministin herausgestellt hat bedacht. Meine Kurbewilligung geht bis Anfang November, sie könne mir aber lediglich eine Kur im Zeitraum ab Mitte November in Aussicht stellen. Vorher würden in diesem Haus keine Vater-Kind-Kuren stattfinden.

Ich musste dann entgegnen, dass mir das Haus sowieso nicht liegt, da es ziemlich weit vom Schuss liegt und die Freizeitmöglichkeiten ohne Auto in dieser Klinik arg beschränkt seien. Die Dame gab mir daraufhin recht. Dann allerdings konnte ich mir nicht verkneifen, meine weiteren Schwierigkeiten mit der Kurklinik anzudeuten.

Es ergab sich der folgende Dialog
– als Gedächtnisprotokoll wiedergegeben:

Ich in grün wie die Hoffnung und die DRK-Dame in pink.

Außerdem habe ich noch andere Schwierigkeiten mit der Kurklinik.

So? Welche denn?

Eine Kurklinik, die es nicht so mit der Rechtschreibung hat, da weiß ich nicht, ob ich meinen Sohn dort in Obhut geben kann.

Welche Rechtschreibschwierigkeiten?

Na, z. B. „Patient_innenfeedback„.

Ach so. Das ist gendergerechte Sprache.

Gendergerechte Sprache?

Ja, das ist Sprache für Leute, die sich nicht heterosexuell verorten können.

Also ist das eine Sprache, die nicht für Heterosexuelle gedacht ist? Heterosexuelle werden also ausgeschlossen?

Nein, das ist geschlechtergerechte Sprache.

Ich kann mich aber heterosexuell verorten und sie haben gesagt, die Sprache ist für Leute, die das nicht können. Die Sprache schließt mich also aus.

Nein, es ist halt geschlechtergerechte Rechtschreibung.

Nein, es ist gar keine Rechtschreibung.

Doch, aber sie ist gendergerecht.

Nein, es ist überhaupt gar keine Rechtschreibung. Ein Unterstrich ist in der deutschen Sprache z. B. gar nicht vorgesehen.

Doch! Die Sprache ist geschlechtergerecht!

Ich fühle mich aber nicht „mitgemeint“, sie haben eben gesagt, die Sprache sei für Menschen, die nicht heterosexuell sind und außerdem handelt es sich nicht um irgend eine Form der Rechtschreibung.

*die Dame hat dann aufgelegt*

Anhand dieses Dialoges muss man sich fragen, ob die Damen überhaupt Ahnung haben, wovon sie reden. Gendergerecht, geschlechtergerecht – alles wird munter durcheinandergewürfelt. Was ist aber an einer Sprache gerecht, die den größten Teil der Gesellschaft – nach Aussagen der Dame der DRK tut sie dies – ausschließt? (Mir ist bewusst, dass „gendergerechte Sprache/geschlechtergerechte Sprache“ auf das Gender Mainstreaming zurückzuführen ist, die Begriffe sind aber nicht schlüssig!)

Desweiteren finde ich ich es völlig problematisch, wenn man eine Ideologie über gängige Regeln stellt. Für die gute Frau stand/steht die „geschlechtergerechte Sprache“ über den gängigen Rechtschreibregeln. Die „geschlechtergerechte Sprache“ steht für Feministen über der allgemeingültigen Rechtschreibung in der deutschen Sprache.

Außerdem hat mir dieses Telefonat die Diskussionsfähigkeit von Feministen bewiesen. Ich bin nun gespannt, ob sie Mittel und Wege nutzt, um mir meine Kur insgesamt bei meiner Krankenkasse zu verhunzen. Meine Erfahrungen mit Feministen in Behörden und Organisationen sprechen dafür. Wo Macht ist, wird Macht ausgenutzt.  Zunächst wollte ich diesen Artikel auch nicht veröffentlichen, weil ich befürchtet habe, meine Kur fällt flach. Terminlich scheint es aber sowieso so zu sein, dass Väter in Zeiten außerhalb der Ferien gezwungen werden, was ich im Sinne meines Sohnes nicht eingehen möchte/kann.

Feministischen Tendenzen werde ich mich nicht unterwerfen. Ich werde keine Kur in einer derartig verhunzten Kurklinik antreten. Auf der Webseite erscheint die Wichtigkeit der Kuren auch die folgende Reihenfolge zu haben:

  1. Mutter-Kind-Kur
  2. Regenbogenfamilienkur
  3. Väter-Kind-Kur

Ich fühle mich zusammen mit meinem Sohn herabgesetzt, aber wir sind auf der Webseite der Kurklinik auch nicht mitgemeint. Gendergerechte Sprache wendet sich ja an Leute, die sich nicht heterosexuell empfinden und sehen.

Das soll mir noch jemand sagen, dem Feminismus ginge es um Gleichberechtigung und schließe niemanden aus. Das Gegenteil ist der Fall.

Edit:

Gerade erst gesehen! Hat es etwas zu sagen, dass die

Bewertungen unserer Partient_innen

schreiben? Also mit „r“ mittendrin? Ist das ein feministischer Code?

Ich befürchte, dieser Tweet auf Twitter spricht die Wahrheit:

14 Gedanken zu „Auf in die feministische Vater-Kind-Kur?

    1. Wenn man sich erst anfängt zu wehren, wenn es ganz schlimm ist, dann ist es zu spät.

      Es ist ein Unding, dass diese Art der Sprache verwendet wird. Es wird bewusst eine Sprache verwendet, die falsch ist. Diese Sprache wird dann natürlich auch in Kurklinik selbst verwendet. Ich muss meinen Sohn auch nicht ständig mit Regenbogenfamilien konfrontieren. Das beginnt schon in der Schule.

      Nein, man sollte sich so früh wie möglich wehren. „So früh wie möglich“ ist allerdings schon lange vorbei. Ich kann einfach nicht mit einem guten Gewissen in eine Kurklinik fahren, die feministisches Gedankengut vermittelt und die Feministen ernährt.

      Es ist an der Zeit sich zu wehren. Wie gesagt: Vor 6 Jahren war ich in der Klinik und sie war normal. Wohin soll das noch führen?

      Edit:
      Anhand des Telefonats sieht man, dass es um die Vermittlung einer falschen Ideologie geht. Die Vermittlungen von falschen Ideologien hatten wir in Deutschland mehrfach in der Vergangenheit.

      Wann sollen wir denn anfangen, uns zu wehren?

  1. Bald wird die Zahl notwendiger Kuren aller Art enorm zunehmen, denn ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder scheint Gender Mainstreaming schon zu sein. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert wird. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung. Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 5. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

    1. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert wird. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung. Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).

      Von welchen bedeutsamen, dem Mann überlegenen Eigenschaften sprichst Du?

      Wie argumentierst Du, dass Cortisol ein gefährliches Stresshormon ist?

      Ich habe z. B. einen sehr niedrigen Cortisolspiegel und ich vermute, dass sich dies bei mir eher negativ auswirkt. Daher? Woher kommt die Gefahr durch das Cortisol?

      bedeutsame, dem Mann überlegene weibliche EigenschaftenÄh… Ja…

      Was versuchst Du zu sagen?

  2. Jedenfalls gut, dass Du denen am telefon gesagt hast, dass Du mit der Sprachverhunzungs- und Genderspinnerei nicht einverstanden bist. Wenn die das von jedem und jeder zu hören kriegen, sind die ganz schnell kuriert damit.

    Gender Mainstreaming lebt sowieso zu einem großen Teil davon, dass sich die Leute zu wenig dagegen wehren, zu wenig und zu selten was dagegen sagen und viele noch gar nicht wissen, was das überhaupt ist.

    1. Mir wurde auch gerade auf Twitter gesagt, ich solle mich nicht zum Märtyrer machen und die Kur „genießen“. Wie soll ich aber die Kur genießen? Genuß mit Feminismus und Genderwahn? Bestimmt nicht für mich.

      Außerdem wird es Zeit, dass Leute endlich mal ihren Mund aufmachen. Wenn wir alles immer akzeptieren, weil „es doch nicht soooo schlimm“ ist, was wollen wir noch akzeptieren? Wollen wir es so lange akzeptieren, bis es richtig schlimm ist? Für mich ist es schon richtig schlimm und ich will nicht, dass es für meinen Soh noch schlimmer wird.

      Wehrt Euch!

      Damit meine ich jetzt nicht Dich, Matthias. Du tust was. 😉

    1. Ich habe aber bei meiner Recherche für eine andere Klinik heute gesehen, dass ausgerechnet diese Klinik so abgeht. Trotzdem: Einer macht immer nur den Anfang, es werden weitere Folgen.

      Den Link habe ich eben auch schon gesehen. Bin nur nicht dazu gekommen, mir das anzusehen. Mache ich aber nachher noch.

      Danke!

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