Gerechtigkeit

Andreas Puderbach – Eine Botschaft an Til Schweiger

schweiger

Ich weiß, was der liebe kleine Til da meint. Er weiß es eben nicht besser.

Mit ein paar Milliönchen lässt es sich eben leicht mal Mäzen spielen. Und hinter Glasfassaden mit Sektgläschen am Mündchen, läßt es sich leicht schwafeln, wenn man von allen Anderen Gutmenschentum verlangt.

Ich weiß, dass er das hier wohl nie lesen wird. Aber mich alleine auf dessen Seiten zu bewegen, ist mir schon zu viel. Ja Til. Ich konnte Dich noch nie leiden. Jetzt nicht und vor Deinem Engagement auch nicht.

Aber etwas zur Sache:

Ich habe am Freitag einen Obdachlosen aufgelesen. Dann habe ich ihm in der Zwischenzeit ein Handy besorgt, Klamotten, etwas zu essen und eine Matratze in meinem Büro. Normalerweise ist mir mein Büro heilig. Da darf man nicht mal was auf dem Schreibtisch verschieben. Du weiß, was ein Büro ist, Till?

Dann habe ich die Diakonie angerufen. Keine Hilfe. Keine Unterkunft nichts. Die Verbandsgemeinde. Nichts. Niemand. Das Bauamt, wegen seiner Bruchbude in der keine Ratte schlafen kann. Nichts. Von der Diakonie wurde mir der Einstiegssatz ins Telefon geflötet: „Ist er ein Flüchtling oder Regulär?“ Schade. Er war halt nur „regulär„. Das war sein Pech.

Ich hätte ihn in das örtliche Frauenhaus bringen können. Sind nur 4 km. Aber ein Röckchen wollte er dann doch nicht anziehen. Seine nächste Anlaufstelle als Newcomer bei den Obdachlosen wäre 45 km weit weg gewesen. Er ist ja nur ein Mann. Er kann laufen.

Dann habe ich ihm bei einer Nachbarbeitung des Antrages auf Grundsicherung geholfen. Seine kleine Rente als ehemaliger Bauarbeiter reicht leider nicht. Auf dem Amt habe ich um 11:45 Uhr am Freitag keinen mehr erreicht. Die Gutmenschen wollen ja auch mal schlafen. Wie man Anträge richtig stellt, weißt Du auch, Til? Oder hast Du dafür Deine Leute? In Euren Kreisen ist das ja so. Weil man braucht schließlich die eigene Zeit um sich zu vermarkten, ne?

Wir müssen hier – im Gegensatz zu Dir – mit unserem Geld rechnen. Wir haben dann gegrillt. Ich habe grinsend beobachtet, wie er 5 Steaks verschlang. Übers WE und innerhalb 4 Tagen habe ich eine Unterkunft gefunden. Einen schönen feststehenden Wohnwagen mit Langzeitmietvertrag. Am Waldrand. Richtig nett. Würde mir auch gefallen, wenn die Gesellschaft mich fallen lässt.

Dort wohnen mehrere Leute. Sie bekommen zwar keinen neuen Container mit Heizung und so, aber immerhin einen alten Wohnwagen mit Teller, Geschirr, und Gasflasche. Er hatte ja ohnehin nur noch das was er am Leib trug. Der Wohnwagen kostet 250 Euro plus Strom und Gas. Ist noch ganz schön viel Geld. Ich musste die Restmiete für diesen Monat vorstrecken. 177 Euro. Hoffe, ich bekomme sie vom Amt wieder. Man wird schon Ausreden finden.

Dafür musste ich mein Sparbuch aus der Schublae holen. Du hast für so was Kärtchen, ne? Schon mal für Andere tatsächlich genutzt? Heute, am Montag um 15 Uhr habe ich ihn einquartiert. Ich mache da kein Theater drum. Wir hier im Volk, machen das still und leise, lieber Till. Nicht laut und effektvoll, so wie Du. So ein richtiger Kerl eben, nicht wahr?

Meine Frau packte noch einen Lebensmittelbeutel zusammen. Kaffee und Handtücher und so. Jetzt bin ich auch etwas erleichtert. Es waren harte Tage von Freitag bis Montag. Eben war ich schon 2 Stunden im Bett. Muss mich ausruhen. Morgen gehts wieder weiter und habe mir einen Schnupfen eingefangen.

Deutschland freut sich und die steuerfinanzierten Penner (so redest Du doch auch, gell, lieber Til?) die freuen sich auch. Ich meine, die auf den Ämtern und den „Hilfsorganisationen„. Wieder hat sich ein Fall von alleine gelöst! Mich rief übrigens trotz Versprechung niemand von diesen Amtsständern zurück. Trotz Versprechen.

Ach ja! Was ich noch fragen wollte, lieber Til: Schreibt man den Namen nun mit einem L oder zwei LL? Naja egal. Was hast Du so gemacht am Wochenende? Dass Du beim Zweitkanzler warst, wissen wir ja schon. Schön in der Villa gesessen und Dich toll gefunden? Ein Tip Til: Laber nicht über Dinge von denen Du nichts verstehst. Lass rechtschaffende Leute in Ruhe und geh in den Keller. Spiel mit Dingen die da rum liegen oder mach‘ sonst was. Aber halt einfach mal die Klappe.

Andreas Puderbach

P.S.: Dieser Text für unseren lieben tollen Till darf beliebeig kopiert und verbreitet werden. :mrgreen: 

Andreas Puderbach – Eine Botschaft an Til Schweiger

15 Gedanken zu „Andreas Puderbach – Eine Botschaft an Til Schweiger

  1. Till Schweiger ist und bleibt der Typ – über den er bekannt wurde:

    Opel Manta

    Und seine Freundin heißt nicht mehr Samanthaaa …
    – sondern Gunter -Siggi- Gabriel

    Er ist ein Proll, so wie unser Wirtschaftsminister.
    Oder -damit es ein Till Schweiger es auch kapiert:

    Axxxxloch!

    „BO-Ey 815“
    Kennzeichen

    1. Christian entwickelt sich immer mehr zum ….*PIEEEEPP….

      Er lässt sich von dieser Hetzstimmung

      https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg

      anstecken.

      Seine Ausdrucksweise mir gegenüber war die letzten Tage auch völlig daneben. Dabei war er der Typ, der wie immer nichts gerafft hat. So geht es ihm wohl dauerhaft. Schade, dass er der Meinung ist einen intellektuellen Blog zu haben.

      Wenn ich ehrlich bin: Wer sich unter Idioten begibt, muss sich nicht wundern, wenn er idiotisch behandelt wird.

      Ich veröffentliche zwar mittlerweile auch die Kommentare von Adrian, Christian & Co. nur noch nach Sichtung, die schaffen es aber kaum über die „Intelligenzlatte“, obwohl die sehr tief hier liegt.
      Wie der Clip zeigt: Die Aggression wird immer schlimmer – bei den Gemäßigten, bei den Buchstabenmenschen und den Feministen. Obwohl: Es wirkt so, als hätten die Feministen bereits alle für sich vereinnahmt.

  2. Kommentar von @ Christian

    „Er kann es gerne wieder mit höflichen, nicht abwertenden Kommentaren versuchen.“

    Er hat für die Behauptung, der abwertenden Kommentare KEINEN Berleg, da er diese ja gelöscht hat. Machen die Maskulisten das immer so? Was ihnen nicht passt, einfach löschen?

    1. So ist er auch schon mir gegenüber vorgegangen: Er hat meinen Kommentar gelöscht und anschließend irgendwelche Lügen über meinen nicht mehr sichtbaren Kommentar erzählt. Er hat recht asoziale Methoden drauf.

      Obwohl er völlig falsch in der Auffassung war, hat er am WE auch wieder auf das Übelste unter seinen Schwestern gegen mich gehetzt. Dass er sich mit einer Feministin kürzlich gegen mich verbündet hat, sagt auch einiges aus.

      Über solche Dinge – Löschen und dann Mist über das Gelöschte erzählen – darfst Du Dich bei ihm leider nicht wundern, schließlich ist er doch ein „Gemäßigter“.

    2. Das ist eigentlich eine Standard-Methode im feministischen Lager. Aber dem stehen die „gemäßigten Maskutrolle“ ja eh näher als dem durchschnittlichen Mann in diesem Land. Sie wollen halt auch Pöstchen und Privilegien wie die Feministinnen abgreifen….

  3. Hallo,
    am Anfang dieser Seite wird manchmal ein Foto mit einer Strasse und Bergen im HIntergrund angezeigt(das eingeblendete Gif scheint mit erneutem Laden der Webseite zu wechseln) , ein sehr schönes Motiv, kennt jemand den Namen der Strasse, des Bildes oder der Landschaft?
    Gruss

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