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Marsch für das Leben – linke Gegendemos. (Nachtrag: EMMA jetzt auch.)

Soeben habe ich den Newsletter der Linken erhalten. Heute geht es unter anderem um die morgen stattfindende Demonstration

„Marsch für das Leben“

Die Linke organisiert Gegendemos und verbreitet dementsprechend vorher Nicht-Information und Propaganda.

Aus dem PDF zur Gegendemo:

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Menschen selbstbestimmt und frei entscheiden können wie sie leben und wen sie lieben wollen.

Da spielt verantwortliches Handeln und verhüten keine Rolle. Was sind schon ein paar menschliche Zellklumpen, wenn es um feministische Selbstbestimmung und unbeschwerten Sex geht?

Deshalb tritt DIE LINKE gemeinsam mit vielen Organisationen und Ver­bänden den radikalen Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern, christ­lichen Fundamen­talistinnen und Fundamentalisten sowie Antifeministinnen und Antifeministen, die den sogenannten »Marsch für das Leben« organisieren, entschlossen entgegen.

  • Wann ist ein Abtreibungsgegner radikal und wann nicht?
  • Wieso behauptet die Linke, dass dort nur christliche Fundamentalisten und Antifemnisten demonstrieren?
  • Es ist also feministisch für Abtreibung zu sein? Wird notiert.

Sei am 19. September 2015 in Berlin dabei und streite mit uns für das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper.

Hier werden nur Frauen angesprochen. Männer treiben nicht nicht ab. Männer werden mit endgültig getroffenen Entscheidungen konfrontiert. Sei es nun die Abtreibung oder die Pflicht Unterhalt zu zahlen.

Das Selbstbestimmungsrecht der Frau geht also über das Recht auf Leben hinaus.

Abtreibung ist in gewissen Situationen in Ordnung. In unserer aufgeklärten Zeit muss aber niemand mehr ungewollt schwanger werden. Das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung ist daher ein Zeichen für die Unmündigkeit der Frau im Bereich der Sexualität.

Hier werden in vollstem Bewusstsein Ausdrücke wie reaktionär und fundamentalistisch benutzt. (Eine Taktik, die auch „gemäßigte Maskulisten“ gut beherrschen.) Hier wird ein eindeutiges Bild des Demonstranten für das Leben gezeichnet. Dieses Bild rechtfertigt natürlich lautstarke Gegendemos.

*Bumm* Ihr dürft Euer Recht auf Meinungsfreiheit in den Kommentaren ausleben.

Meinungsfreiheit: Ich sprach gestern von diesen Gegendemos.


E D I T

Die EMMA hat es jetzt auch:

Demo: „Leben & lieben ohne Bevormundung!“

Zum vierten Mal hält nun ein breites Bündnis dagegen: von Terre des Femmes bis Pro Familia, vom Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF) bis zum Lesben- und Schwulenverband (LSVD), von der Giordano Bruno Stiftung bis Pink Stinks. Ihr Motto: „Leben und lieben ohne Bevormundung.“

Darf ich fragen, was Verbände, in denen sich Homosexuelle herumtreiben, mit Abtreibung zu tun haben? Bei Homosexualität gibt es keine Möglichkeit schwanger zu werden. Gibt es deshalb die Forderungen nach Frühsexualisierung, damit Buchstabenmenschen endlich etwas über Biologie mitbekommen? Ach ne, da geht es ja nur um die Vermittlung von erotischen, abweichenden Praktiken abseits der Normalität.

Wie immer bei Feministen und den Linken: Es wird behauptet, aber nichts belegt. Allein weil sich die Linke und die EMMA gegen die Demo stellt, wäre es… Nein, es sollte die Vernunft der einzige Grund sein.

 

11 Gedanken zu „Marsch für das Leben – linke Gegendemos. (Nachtrag: EMMA jetzt auch.)

    1. Ich habe extra oben einen krassen Eindruck vermitteln wollen, gleiche Reproduktionsrechte für Mann und Frau scheitern leider schon an der Biologie.

      Ich meine jetzt hier auch nicht die sozial konstruierte feministische Genderwahn-Realität.

  1. Ach die spinnen ja, aber die LINKS-Partei ist ja eh bloß noch ein populistisches Sammelsurium.

    Ich meine,angenommen, eine Frau treibt im 8. Monat ab, das wäre doch wohl unzweifelhaft Mord, oder?
    Irgendwo wird man einen Schnitt machen müssen, in der X. oder Y. Woche. Ich bin absolut nicht der gleichen Meinung wie die radikalen Abtreibungsgegner, weil *ich* davon ausgehe, dass Bewusstsein und Psyche und damit Seele allmählich entsteht. Und auf der anderen Seite eine ungewollte Schwangerschaft furchtbar für eine Frau sein kann.

    Trotzdem haben die Abtreibungsgegner ein Recht auf ihre Meinung und ein Recht darauf, ihre Meinung, auch als Demonstration, äußern zu dürfen. Mindestens erinnern sie daran, daß wir anderen das Nachdenken nicht vergessen sollen, und das ist immer eine gesunde Sache.

    1. Ich bin absolut nicht der gleichen Meinung wie die radikalen Abtreibungsgegner, weil *ich* davon ausgehe, dass Bewusstsein und Psyche und damit Seele allmählich entsteht. Und auf der anderen Seite eine ungewollte Schwangerschaft furchtbar für eine Frau sein kann.

      Klappern gehört zum Handwerk. 😉

      Natürlich kann man Frauen nicht zu einer Schwangerschaft zwingen. Ich selbst habe es erlebt, wie eine Frau richtig ekelhaft geworden ist, weil sie einen Sohn bekommen sollte. Sie fing wieder an zu rauchen usw. Bewusste und unbewusste Schädigungen des Empryos sollten vermieden werden.

      In den USA kann man schon bis zum 6. Monat abtreiben. Alles nach dem 3. Monat ist tatsächlich Mord für mich.

      http://www.svss-uspda.ch/de/facts/world-list.htm

      In manchen Ländern in Europa sieht es nicht viel besser aus.

      Ich finde schon, dass man die Gesetze in derart gestalten sollte, dass eine Frau die Entscheidung nicht erst im 5. Monat treffen muss. Im 5. Monat kann man nicht mehr von einem „Zellklumpen“ reden. Natürlich bin ich nicht für eine Zwangsschwangerschaft. Die Hürden für eine Abtreibung sollte aber so hoch liegen, dass Frauen anfangen verantwortlich mit dem Thema Verhütung umzugehen, wenn sie kein Kind wollen. Sie haben schon alle Macht über den Mann im Falle einer Schwangerschaft, da müssen sie nicht noch die absolute Macht über Leben und tot bei unverantwortlichem Umgang mit der Verhütung haben.

      Ja, ja, ja – Verhütung ist die Sache von beiden. Klar. Wenn die Frau ihren Kerl aber verarscht, dass sie die Pille nimmt und diese absichtlich überhaupt nicht nimmt oder „mal vergisst“, wer will es ihr nachweisen? Letztendlich hat die Frau heutzutage die abschließende Macht über Schwangerschaft oder nicht.

  2. Wenn man sich das von der Linken alles mal so genau ansieht:

    Es werden keine tatsächlichen Informationen über die Demonstranten die Demonstranten gegeben, sondern nur Ausdrücke wie „fundamentalistisch“, „reaktionär“ usw.“ genannt. Es wird also eine Stimmung erzeugt, als würden dort ganz böse Kräfte demonstrieren.

    Es demonstrieren dort aber Menschen, die dem Leben einen anderen Wert zu schreiben. Ich kann hierbei nichts Böses erkennen.

    Ich habe gerade mal das Standardkommentiersystem aktiviert. Das andere spinnt bei mir. Es spinnt wohl nur im Chromium. Mal sehen, ob es eine Alternative gibt.

  3. „In den USA kann man schon bis zum 6. Monat abtreiben. Alles nach dem 3. Monat ist tatsächlich Mord für mich.“ – Das nennt man „Salami-Taktik“: Man fängt mit bedauerlichen Einzelfällen an, generalisiert das dann, aber selbstverständlich nur in einem eng bemessenen Zeitrahmen, der dann aber im nächsten Schritt ausgeweitet wird. Die postnatale Abtreibung wird nur eine Frage der Zeit sein. Ihr werdet es erleben!

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