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Weiblicher Kinderhass – woher kommt die Glorifizierung der Frau?

Frauen erzählen, dass sie Kinder hassen oder es bereuen Kinder bekommen zu haben oder aber sie töten ihre Kinder – und zwar häufiger als die Väter.
Woher kommt die Glorifizierung der Frau?

Die SZ bringt direkt zwei Artikel über „unglückliche Mütter“.

Unglückliche Mütter
Sie wollen ihr Leben zurück

Tirtza, 57, findet, ihre Mutterschaft habe ihrem Leben nichts hinzugefügt – außer Schwierigkeiten und ständige Sorge. Charlotte, 44, sagt, sie ziehe aus ihrer Mutterrolle keinerlei emotionalen Gewinn. Muttersein „sei halt die Auseinandersetzung mit dem nunmehr Unvermeidbaren“. Und Atalya, 45, beklagt, sie könne einfach nicht verstehen, was andere Mütter meinten, wenn sie von ihren Glücksgefühlen sprächen. Sie empfinde Muttersein als eine Bürde.

Unglückliche Mütter
Frauen, die ihre Mutterrolle bereuen

Der Konjunktiv ist eine verlockende Versuchung. Wäre es besser gewesen, wenn sie damals keine Kinder bekommen hätte, oder zumindest keine drei? Könnte sie heute nicht ein schönes Leben haben, tun und lassen, was sie will? Ja und ja, sagt Manuela Weber. „So hart das klingt: Meine jüngste Tochter hätte ich mir sparen können.“ Müsste die 59-Jährige heute noch einmal entscheiden, nein, sie würde keine Kinder mehr in diese Welt setzen. So leichtfertig diese Aussage scheint, so schwer ist der Weg, der zu diesem Eingeständnis führt. Stress, Überlastung, Verzweiflung, Selbstvorwürfe – und am Ende: ein Gefühl der Reue.

Gut, die SZ schlachtet hier zweimal dasselbe Theme mit demselben Hintergrund aus. Letztendlich sind es aber Geschichten über die arme überforderte Frau. Die Rolle des Mannes wird komplett ausgeblendet. Was aber bleibt, ist die langsame Zersetzung der angeblichen „empathischen Überlegenheit“ der Frau.

Aktuell im Focus

US-Journalistin empört Eltern: „Ich hasse Eure Kinder. Und es tut mir nicht leid.“

Die amerikanische Journalistin bezeichnet sich als „kinderfrei“, nicht „kinderlos“. Andere kinderfreie Frauen, argumentiert, sie seien das, weil ein Baby nicht zu ihrer Karriere und ihrem Lifestyle passen würde, weil die finanzielle Sicherheit fehle oder weil sie noch nicht den Richtigen gefunden hätten. Das alles träfe zwar auch auf sie zu, schreibt Weissman, aber bei ihr sei der eigentliche Grund viel einfacher: „Ich hasse Kinder niederträchtig, mit Nachdruck, aus tiefstem Herzen.“

Zählt man alles zusammen, bleibt nicht viel von der „empathischen Überlegenheit“ der Frau übrig.

Wann beginnen wir endlich mit der realistischen Betrachtung von Mann und Frau?

Es geht auch nicht darum, ein schlechtes Bild der Frau darzustellen. Es geht viel mehr darum, dass wir davon wegkommen müssen, Frauen zu glorifizieren. Sie sind normale Menschen wie andere auch. Während der Mann als „testosterongesteuert“ – als aggressiv, gewalttätig, intolerant etc. – dargestellt wird, gibt es das Bild der armen Frau als empathisches, armes Opfer. Raum für Täterschaft wird der Frau nicht gelassen. Das geht soweit, dass Gewalt gegen andere durch Frauen systematisch verschwiegen oder „schön“ geredet wird.

Zynisch könnte man sagen, dass es sich hier um eine Einschränkung der Weiblichkeit handelt. Weniger zynisch betrachtet muss man sagen, dass Frauen ebenso gewalttätig wie das andere Geschlecht sein können. Ihre Gewalttätigkeit äußert sich zwar zumeist anders und stößt z. T. auch schneller an ihre Grenzen, das Potential für Gewalt ist aber auf beiden Seiten. Deswegen sind wir auch grundsätzlich in der Lage uns „auf Augenhöhe“ zu begegnen. Durch die Darstellung des Geschlechter in der Öffentlichkeit wird diese Fähigkeit letztendlich zerstört.

Und wisst ihr was?

Wenn ich aber ehrlich bin:
Die schönsten Liebeslieder und Gedichte schreibt wer?
Wenn ich meine Gefühlswelt betrachte, sie ist größer als die aller Frauen, mit denen ich bisher zusammen war. Wann ist die Dämonisierung des Mannes und die Glorifizierung der Frau endlich vorbei?

Zum Testosteron:

Obskur und eher weiblich? Von wegen…! Testosteron hinterfragt

Den „testosterongesteuerten Mann“ gibt es nicht

Testosteron macht ehrlicher

Testosteron macht männlich, aber nicht aggressiv

Testosteron: Androgen fördert „Wir-Gefühl“

Jede Einsicht braucht ein bisschen Zeit.


 

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8 Gedanken zu „Weiblicher Kinderhass – woher kommt die Glorifizierung der Frau?

  1. Hallo Wolle,

    woher die Glorifizierung der Frauen kommt, das kann auch ich leider nicht genau beantworten – ehrlich gesagt, ich will es auch nicht. Mir selbst war es immer peinlich, wenn ein Mann mich mehr oder weniger glorifiziert hat. Man wird in dem Moment auf ein Podest gestellt, wo es doch im Grunde sehr einsam ist.

    Woran es aber hängt, dass Frauen mit Kinder unglücklich oder sonst was sind, da habe ich eine einfach Meinung. Diese lautet: diese Frauen wären auch ohne Kinder unglücklich. Es liegt in ihrem eigenen System, der generellen Unzufriedenheit.

    Jeder Mensch macht im Leben Höhen und Tiefen durch, es gehört einfach dazu. Natürlich fand/finde auch ich die Tiefen nicht schön, aber jedes mal bin ich aus einem Tief verstärkt hervor gegangen und ein Stück weiser geworden. Auch mit Kindern macht man Höhen und Tiefen durch, erst recht, wenn sie mal schwer krank waren (Krebs). Aber nie ist mir der Gedanke gekommen, dass ich ohne meine Kinder besser dran oder glücklicher gewesen wäre. Diese Gedanken kamen einfach nicht in meinen Sinn, aber vielleicht hat es einfach auch daran gelegen, dass beide Kinder mit Liebe gezeugt und herbei gesehnt wurden.

    Würde ich noch einmal auf die Welt kommen, ich würde wieder Kinder haben wollen, dass habe ich immer und immer wieder kundgetan, aber darüber weiter nachzudenken, fällt in den Bereich der Utopie.

    1. Christine! Ick freu mir, wa? 😉

      Ich habe lange Zeit an die Geschichten der empathischeren Frau geglaubt und bei Dingen rund um Gefühle eher auf Frauen gehört. Bis ich eines Tages gemerkt habe, dass ich mit meinem Weg mindestens genauso gut gefahren wäre. In den meisten Fällen sogar besser. Wenn ich als Mann schon auf diese Geschichten hereingefallen bin: Warum sollte es die Frau nicht, wenn man ihr ständig etwas von ihrer emotionalen Überlegenheit erzählt?

      Die Frau als Mutter. Nun ja, bei Facebook kursieren immer so Bilder mit Aussagen wie „Es geht nichts über die Liebe einer Mutter!“ usw. Wenn ich an meine eigenen Erfahrungen denke: Da gibt es eine unwahrscheinliche Selbstüberschätzung. Meine Erfahrungen mit alleinerziehenden Mütter sind auch alle eher diskussionswürdiger Natur. Viele Frauen meinen mir gegenüber immer offenbar schon genetisch bedingt Vorteile in der Erziehung zu haben.

      Ich habe ständig Kritik von weiblicher Seite über meinen Umgang mit meinem Sohn geerntet. Der Charakter meines Sohnes belehrt aber mindestens mich eines besseren. 😉

      Ich möchte Frauen auch gar nicht schlecht reden. Die Selbstüberschätzung und die männliche Glorifizierung nervt allerdings. Die letzten Frauen mit denen ich zusammen war, haben diese Selbstüberschätzung offenbar alle in die Wiege gelegt bekommen und haben mich auch immer wie einen emotionalen Krüppel behandelt. Dabei war ich in der Beziehung immer der, der eher emotional tiefer „bei der Sache“ war.

      Bei der Frage, ob ich nochmal Kinder wollte? Wenn so eine Kreatur wie mein Sohn dabei herausspringt… Ich wollte nie eigene Kinder. Es hat mir gereicht, dass die Mutter meines Sohnes schon ein Kind von einem anderen hatte. Als sie aber dann schwanger war, habe ich mich dennoch unendlich gefreut. Hätte ich jemals geahnt, dass ich mal alleinerziehender Vater bin… 😀

      Durch meine Sohn und seine (Halb-)Schwester habe ich einen anderen Blick auf das Leben bekommen. Dafür bin ich dankbar. Ich habe das Saufen und Rauchen aufgehört und habe meine Ernährung umgestellt. Auch wenn ich mich hin und wieder mit meinem Sohn zoffe: das gehört dazu und ich mag mich selbst viel lieber als zuvor ohne Kind.

      Für mich ist mein Sohn bereichernd.

      Frauen dürfen genauso unglücklich sein mit ihren Kindern wie Männer. Es sollten beide nur nicht. Das Gerede aber von der emotionalen Überlegenheit der Frau nervt.

      1. Lieber Wolle, ich glaube, wir müssen mal miteinander telefonieren 🙂

        Weißt Du Wolle, das Thema Feminismus gab es in meinem Repertoire überhaupt nicht. Für mich waren die anderen politischen Thema immer wichtiger. Erst bei einer Ärztin bin ich damit vor ungefähr 20 Jahren in Berührung gekommen, weil dort die Emma auslag. Irgendwie war mir das Ganze aber ziemlich suspekt. Der Mann ist schuld an allem und das Böse schlechthin? Bei dem, was ich mit Frauen und im speziellen meiner Mutter, erlebt hatte, passte da aber gar nichts.

        Aber wie heißt es so schön: Das Leben ist kein Ponyhof 🙂

  2. Warum sollen nur unter Männern Soziopathen existieren? Bei Männern fällt das mehr auf, weil die fehlende Empathie plus anderer Eigenschaften gehäuft zu Straftaten führen. Aber gegeben, einer Frau fehlt die Empathiefähigkeit (die man dann egal wie nennt) und sie bekommt ein Kind, dann wären wir schon am Thema. Hinzu kommen natürlich Akte, die aus Verzweiflung, aus Impulsen usw. kommen.
    Klinisch sagt man, dass familiär gehäuft bei Männern Soziopathie plus Kriminaltität mehr auftritt, bei Frauen eher somatisierende Störungen und „Hysterie“ (ich mag das Wort nicht). Da wäre bei Frauen die Somatisierung eher nach innen gerichtete Aggression und „Hysterie“ eher nach außen gerichtete. Soweit die Forschung, und an der Stelle kapiere ich immer nicht, wieso der Soziopath (=“Psychopath“) die Gefühle anderer nicht erfassen kann und aus diesem fehlenden Mitgefühl heraus Straftaten begeht, manipuliert usw. und wieso es bei der Frau angebluich so völlig andere Wege gehen soll, wenn da schon eine familiäre Häufung statistisch festgestellt werden kann. Ich kanns nicht erklären, ab er wie gesagt: Für mich steht die Frage im Daum, wieso es das (Soziopathie) bei Frauen nicht geben soll, selbst wenns zahlenmäßig geringer ist.

  3. Mütter UND Väter die ihre LEIBLICHE Nachkommenschaft „hassen“ sind; nur ihrem Programm folgend, infantile Erwachsene, die NICHT begriffen haben. Das auch sie noch die Kinder von jemanden, der jemandes Kind ist usw., – sind!

    Ihr Hass hat nachfolgen für das jetzt existierende Kind, welches darunter leiden wird!

    Mütter UND Väter die ihre LEIBLICHE Nachkommenschaft als „keinerlei emotionalen Gewinn“ „Bürde“ u,ä betrachten sind Spätzünder!

    Zu spät aufgewacht zum Leid der Zukünftigen!

    >>Müsste die 59-Jährige heute noch einmal entscheiden, nein, sie würde keine Kinder mehr in diese Welt setzen. So leichtfertig diese Aussage scheint, so schwer ist der Weg, der zu diesem Eingeständnis führt. Stress, Überlastung, Verzweiflung, Selbstvorwürfe – und am Ende: ein Gefühl der Reue. <<

    Die Frau kann Klasse haben! Wenn Sie wenigstens ihre Schadtat bereut, ungefragtes Leben, welches im Leben sicher Leiden und Sterben wird, gezeugt zu haben! Jetzt aber sollte sie doch führ ihr Kind da sein!

    Denn es gilt:
    Wer Leben will, MUSS, Leiden, MUSS , Sterben!
    Und darum liegt für mich der Hass in der Fortpflanzung begraben!
    Wer Kinder/ Menschen wirklich aufrichtig liebt, lässt nicht zu das sie leiden/ Leid erfahren!
    Was 100% sicher ist. Pflanzt man sich nicht fort!

    Anstatt dem, – Adoptiert man schon bestehendes Leid!

    Hier noch etwas zum Denken 😉

    Anti-natalism / Antinatalismus

    [It is important to note that anti-natalism, while favouring human extinction, is a view about a particular means to extinction – namely non-procreation. Anti-natalists are not committed to either suicide or “speciecide”, as some of their critics insensitively suggest. Nothing is lost by never coming into existence. By contrast, ceasing to exist does have costs.]

    http://www.thecritique.com/articles/we-are-creatures-that-should-not-exist-the-theory-of-anti-natalism/

    http://antinatalismus.blogspot.de/

    "Auf dem Grunde sieht der immanente Philosoph im ganzen Weltall nur die tiefste Sehnsucht nach absoluter Vernichtung. Es handelt sich nicht darum, ein Geschlecht von Engeln zu erziehen, das dann immerfort, immerfort existierte, sondern um Erlösung vom Dasein." – Philipp Mainländer

    Bitte Öffnet Eure Augen!

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